Samstag, 6. April 2013

Die Welt wartet auf unser Zeugnis


Tägliche Meditationen - 6. April 2013

Samstag der ersten Osterwoche

P. Ned Brown LC

Mk 16,915
Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammen gewesen waren und die nun klagten und weinten. Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht. Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten. Auch sie gingen und berichteten es den anderen und auch ihnen glaubte man nicht. Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

Einführendes Gebet:  Herr, du bist die Quelle allen Lebens, denn du bist das Leben selbst. Deine Auferstehung gibt mir Hoffnung, dass auch ich eines Tages auferweckt werde und für immer bei dir im Himmel sein kann. Ich muss immer wieder das Gute betrachten, das du für uns getan hast und an die Versprechen denken, die du denen gegeben hast, die dir vertrauen. Danke, Jesus, dass du uns in deiner Auferstehung den Weg zum Himmel führst. Ich liebe dich, Herr, und ich will dir von ganzem Herzen folgen. Ich will dir dabei helfen, viele andere Menschen zu dir zu führen.

Bitte: Herr, schenke mir die Gnade tiefen apostolischen Eifers.

1.  Ein Heiliger, der traurig ist, ist ein trauriger Heiliger. „Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht.“ Aus diesen Zeilen können wir lesen, welche Macht unsere Emotionen über unseren Glauben haben. Niedergeschlagenheit schwächt unser Vertrauen. Vielleicht sind wir von anderen verletzt worden und unsere Verwundungen sind so real wie jene der Jünger. Wir dürfen uns aber nicht ständig niederdrücken lassen. Wir müssen uns mutig und mit der Hilfe unseres Herrn erheben und vergangene Verbitterungen und Schmerzen überwinden. Wenn seine Liebe mächtig genug war, unsere Herzen zu bekehren, wie sollte sie nicht mächtig genug sein, um auch jene zu bekehren, die uns verletzen? Die Menschen lassen sich nicht von niedergeschlagenen und mutlosen Zeugen bekehren. Wir sollten bereit sein, der Welt ein frohes Zeugnis von der Auferstehung zu geben, denn die Quelle unserer Freude ist im Herrn, nicht in den Händen unserer Gegner.

2. Getadelt für den Unglauben und die Herzenshärte. Vielleicht erschreckt uns die scheinbare Härte und das mangelnde Mitgefühl unseres Herrn gegenüber seinen Jüngern, die noch wegen seines tragischen Todes trauerten. Manchmal ist aber ein heftiges Schütteln notwendig, um jemandem aus einem tiefen Loch und aus seinem Selbstmitleid herauszuholen, damit er sich für die Not der anderen öffnen kann. In Zeiten von Hoffnungslosigkeit und schwerem Leiden erinnert uns der heilige Paulus daran, niemals die Hoffnung zu verlieren: „Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn” (Röm 8,38f). Wir dürfen es niemals zulassen, dass irgendetwas uns die Hoffnung auf Christus raubt. Er ist seinen Versprechen immer treu.

3. Wir sollen Zeugen seiner Liebe sein. Trotz ihres Unglaubens hat der Herr sein Geschenk der Erlösung nicht zurückgenommen oder hat unsere Verantwortung für die Glaubensverbreitung verkleinert. „Wir kehren in keinen grauen Alltag zurück… Wir müssen den Schwung des Apostels Paulus nachahmen: »Ich strecke mich nach dem aus, was vor mir ist. Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt« (Phil 3,1314)“ (Johannes Paul II., Novo Millennio Ineunte, 59). Die Begegnung im Glauben mit dem auferstandenen Herrn darf nicht ausschließlich in der privaten Sphäre unseres Lebens bewahrt bleiben. Diese Begegnung muss unseren Eifer anspornen, Christus den Menschen zu bringen. Christi Befehl – „Geht hinaus in die ganze Welt“ - bedeutet, dass wir ihn so vielen Menschen wie möglich bringen sollen.

Gespräch mit Christus: Herr, aus dieser Betrachtung habe ich die Lehre gezogen, dass es Zeit für mich ist, vom Schlaf aufzustehen und deine Worte in die Tat umzusetzen. Ich muss „in die ganze Welt hinausgehen und das Evangelium allen Geschöpfen verkündigen.“ Hilf mir zu erkennen, dass meine vergangenen Sünden und mein Unglauben keine Entschuldigung dafür sind, an dieser Sendung nicht teilzunehmen.

Vorsatz:  Wenn ich demnächst einem Menschen in Not und Schwierigkeiten begegne, werde ich anbieten, mit ihm zu beten – oder, falls er ablehnt, wenigstens für ihn beten.


Die Welt wartet auf unser Zeugnis

Die Welt wartet auf unser Zeugnis

Samstag der ersten Osterwoche

P. Ned Brown LC

Mk 16,915
Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammen gewesen waren und die nun klagten und weinten. Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht. Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten. Auch sie gingen und berichteten es den anderen und auch ihnen glaubte man nicht. Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten. Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

Einführendes Gebet:  Herr, du bist die Quelle allen Lebens, denn du bist das Leben selbst. Deine Auferstehung gibt mir Hoffnung, dass auch ich eines Tages auferweckt werde und für immer bei dir im Himmel sein kann. Ich muss immer wieder das Gute betrachten, das du für uns getan hast und an die Versprechen denken, die du denen gegeben hast, die dir vertrauen. Danke, Jesus, dass du uns in deiner Auferstehung den Weg zum Himmel führst. Ich liebe dich, Herr, und ich will dir von ganzem Herzen folgen. Ich will dir dabei helfen, viele andere Menschen zu dir zu führen.

Bitte: Herr, schenke mir die Gnade tiefen apostolischen Eifers.

1.  Ein Heiliger, der traurig ist, ist ein trauriger Heiliger. „Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht.“ Aus diesen Zeilen können wir lesen, welche Macht unsere Emotionen über unseren Glauben haben. Niedergeschlagenheit schwächt unser Vertrauen. Vielleicht sind wir von anderen verletzt worden und unsere Verwundungen sind so real wie jene der Jünger. Wir dürfen uns aber nicht ständig niederdrücken lassen. Wir müssen uns mutig und mit der Hilfe unseres Herrn erheben und vergangene Verbitterungen und Schmerzen überwinden. Wenn seine Liebe mächtig genug war, unsere Herzen zu bekehren, wie sollte sie nicht mächtig genug sein, um auch jene zu bekehren, die uns verletzen? Die Menschen lassen sich nicht von niedergeschlagenen und mutlosen Zeugen bekehren. Wir sollten bereit sein, der Welt ein frohes Zeugnis von der Auferstehung zu geben, denn die Quelle unserer Freude ist im Herrn, nicht in den Händen unserer Gegner.

2. Getadelt für den Unglauben und die Herzenshärte. Vielleicht erschreckt uns die scheinbare Härte und das mangelnde Mitgefühl unseres Herrn gegenüber seinen Jüngern, die noch wegen seines tragischen Todes trauerten. Manchmal ist aber ein heftiges Schütteln notwendig, um jemandem aus einem tiefen Loch und aus seinem Selbstmitleid herauszuholen, damit er sich für die Not der anderen öffnen kann. In Zeiten von Hoffnungslosigkeit und schwerem Leiden erinnert uns der heilige Paulus daran, niemals die Hoffnung zu verlieren: „Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn” (Röm 8,38f). Wir dürfen es niemals zulassen, dass irgendetwas uns die Hoffnung auf Christus raubt. Er ist seinen Versprechen immer treu.

3. Wir sollen Zeugen seiner Liebe sein. Trotz ihres Unglaubens hat der Herr sein Geschenk der Erlösung nicht zurückgenommen oder hat unsere Verantwortung für die Glaubensverbreitung verkleinert. „Wir kehren in keinen grauen Alltag zurück… Wir müssen den Schwung des Apostels Paulus nachahmen: »Ich strecke mich nach dem aus, was vor mir ist. Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt« (Phil 3,1314)“ (Johannes Paul II., Novo Millennio Ineunte, 59). Die Begegnung im Glauben mit dem auferstandenen Herrn darf nicht ausschließlich in der privaten Sphäre unseres Lebens bewahrt bleiben. Diese Begegnung muss unseren Eifer anspornen, Christus den Menschen zu bringen. Christi Befehl – „Geht hinaus in die ganze Welt“ - bedeutet, dass wir ihn so vielen Menschen wie möglich bringen sollen.

Gespräch mit Christus: Herr, aus dieser Betrachtung habe ich die Lehre gezogen, dass es Zeit für mich ist, vom Schlaf aufzustehen und deine Worte in die Tat umzusetzen. Ich muss „in die ganze Welt hinausgehen und das Evangelium allen Geschöpfen verkündigen.“ Hilf mir zu erkennen, dass meine vergangenen Sünden und mein Unglauben keine Entschuldigung dafür sind, an dieser Sendung nicht teilzunehmen.

Vorsatz:  Wenn ich demnächst einem Menschen in Not und Schwierigkeiten begegne, werde ich anbieten, mit ihm zu beten – oder, falls er ablehnt, wenigstens für ihn beten.

 

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Samstag, 5. April 2013

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