Samstag, 11. Mai 2013

Vertrauen in die Liebe des Vaters


Tägliche Meditationen - 11. Mai 2013

Samstag der sechsten Woche in der Osterzeit
Hl. Gangolf, Märtyrer

P. John Doyle LC

Joh 16,23b-28
Jesus sagte zu seinen Jüngern: An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen. Amen, amen, ich sage euch: Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist.

Dies habe ich in verhüllter Rede zu euch gesagt; es kommt die Stunde, in der ich nicht mehr in verhüllter Rede zu euch spreche, sondern euch offen den Vater verkünden werde. An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst liebt euch, weil ihr mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Vom Vater bin ich ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.

Einführendes Gebet:  Herr, zu Beginn dieses Gebets gebe ich mich ganz dir hin: meine Gedanken, Wünsche, Entscheidungen, Handlungen, Hoffnungen, Ängste, Schwächen, mein Versagen und die kleinen Erfolge. Ich öffne dir mein ganzes Sein und bin mir bewusst, dass du mich schon vorher kennst. Ich weiß, dass du mir dein Erbarmen schenkst und dass dein von Liebe erfüllter Blick die Macht hat, mich zu heilen.

Bitte: Vater, hilf mir, auf dich zu vertrauen.

1.  Bittet! Als Kind war ich Fremden gegenüber oft extrem schüchtern. Ich erinnere mich, dass mich mein Vater einmal bat, ein Paket mit Lebensmitteln zum Pfarrbüro zu bringen. Es war sein Beitrag zur Pfarrsammlung für die Armen. Ich war starr vor Angst. Endlich konnte ich mich zum Läuten überwinden, ließ daraufhin sofort das Paket fallen und rannte weg. Gelegentlich erleben wir vor dem Gebet die gleichen Ängste und Unsicherheiten. Wir sind uns nicht so sicher, ob Gott, inmitten seiner Sorgen für das Universum, es wohl gütig aufnimmt, ob wir ihn vielleicht „stören” und ob er unser Gebet auch anhört. Im Grunde genommen müssen wir uns daran erinnern, wie sehr es Gott liebt, dass wir ihn bitten, und wir müssen vertrauen, wenn wir etwas Gutes für uns oder andere erbitten, dass Gott es uns mit Sicherheit gewährt.

2. Eine klare Sprache. Die Sprache ist ein Instrument der Verständigung. Sie hat, wie jedes Ausdrucksmittel, ihre Grenzen. Die Sprache ist aber wirklich am Ende, wenn sie versucht, Realitäten auszudrücken, von denen die Menschen keine klare Vorstellungen haben. Die Macht Gottes, seine ehrfurchtgebietende Majestät und sein Sein, sind weit jenseits der Reichweite unseres begrenzten Begreifens. Jesus, wahrer Gott und wahrer Mensch, wird zur Brücke zwischen Gott, den er in vertrauter Weise kennt, und unserer menschlichen Sprache. Jesus benutzt die angemessensten Begriffe, die für Gott möglich sind – wie Vater -, aber er erinnert uns auch daran, dass er in Bildern spricht. Er verspricht, uns eines Tages alles deutlich zu sagen und uns ihm sogar vorzustellen. Ist das meine größte Hoffnung? Wäre ich jetzt in diesem Moment bereit, dem Vater vorgestellt zu werden?

3. „Der Vater selbst liebt euch.” Unser Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI., erinnert uns an die Liebe des Vaters: „In der Tat: Niemand hat Gott gesehen, so wie er in sich ist. Und trotzdem ist Gott nicht gänzlich unsichtbar, nicht einfach unzugänglich geblieben. Gott hat uns zuerst geliebt, sagt der zitierte Johannesbrief (vgl. 4,10), und diese Liebe ist unter uns erschienen, sichtbar geworden dadurch, dass ‚er seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben’ (1 Joh 4,9). Gott hat sich sichtbar gemacht: in Jesus können wir den Vater anschauen (vgl. Joh 14,9). In der Tat gibt es eine vielfältige Sichtbarkeit Gottes. In der Geschichte der Liebe, die uns die Bibel erzählt, geht er uns entgegen, wirbt um uns, bis hin zum letzten Abendmahl, bis hin zu dem am Kreuz durchbohrten Herzen, bis hin zu den Erscheinungen des Auferstandenen und seinen Großtaten, mit denen er durch das Wirken der Apostel die entstehende Kirche auf ihren Weg geführt hat” (Deus Caritas Est, 25. Dezember 2005, Nr. 17).

Gespräch mit Christus: Jesus, du hast die unermessliche Liebe offenbart, die der Vater für alle Menschen hat, indem du dich gänzlich für uns hingegeben hast. Hilf mir, an deiner Liebe für mich nie zu zweifeln. Hilf mir, deiner Liebe zu entsprechen, durch Treue zu deinem Willen und Übung wirklicher Nächstenliebe.

Vorsatz:  Ich will heute ein Gesätz des Rosenkranzes für Missionare beten, die den Menschen Gottes Liebe verkünden.


Vertrauen in die Liebe des Vaters

Vertrauen in die Liebe des Vaters

Samstag der sechsten Woche in der Osterzeit
Hl. Gangolf, Märtyrer

P. John Doyle LC

Joh 16,23b-28
Jesus sagte zu seinen Jüngern: An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen. Amen, amen, ich sage euch: Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist.

Dies habe ich in verhüllter Rede zu euch gesagt; es kommt die Stunde, in der ich nicht mehr in verhüllter Rede zu euch spreche, sondern euch offen den Vater verkünden werde. An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst liebt euch, weil ihr mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Vom Vater bin ich ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.

Einführendes Gebet:  Herr, zu Beginn dieses Gebets gebe ich mich ganz dir hin: meine Gedanken, Wünsche, Entscheidungen, Handlungen, Hoffnungen, Ängste, Schwächen, mein Versagen und die kleinen Erfolge. Ich öffne dir mein ganzes Sein und bin mir bewusst, dass du mich schon vorher kennst. Ich weiß, dass du mir dein Erbarmen schenkst und dass dein von Liebe erfüllter Blick die Macht hat, mich zu heilen.

Bitte: Vater, hilf mir, auf dich zu vertrauen.

1.  Bittet! Als Kind war ich Fremden gegenüber oft extrem schüchtern. Ich erinnere mich, dass mich mein Vater einmal bat, ein Paket mit Lebensmitteln zum Pfarrbüro zu bringen. Es war sein Beitrag zur Pfarrsammlung für die Armen. Ich war starr vor Angst. Endlich konnte ich mich zum Läuten überwinden, ließ daraufhin sofort das Paket fallen und rannte weg. Gelegentlich erleben wir vor dem Gebet die gleichen Ängste und Unsicherheiten. Wir sind uns nicht so sicher, ob Gott, inmitten seiner Sorgen für das Universum, es wohl gütig aufnimmt, ob wir ihn vielleicht „stören” und ob er unser Gebet auch anhört. Im Grunde genommen müssen wir uns daran erinnern, wie sehr es Gott liebt, dass wir ihn bitten, und wir müssen vertrauen, wenn wir etwas Gutes für uns oder andere erbitten, dass Gott es uns mit Sicherheit gewährt.

2. Eine klare Sprache. Die Sprache ist ein Instrument der Verständigung. Sie hat, wie jedes Ausdrucksmittel, ihre Grenzen. Die Sprache ist aber wirklich am Ende, wenn sie versucht, Realitäten auszudrücken, von denen die Menschen keine klare Vorstellungen haben. Die Macht Gottes, seine ehrfurchtgebietende Majestät und sein Sein, sind weit jenseits der Reichweite unseres begrenzten Begreifens. Jesus, wahrer Gott und wahrer Mensch, wird zur Brücke zwischen Gott, den er in vertrauter Weise kennt, und unserer menschlichen Sprache. Jesus benutzt die angemessensten Begriffe, die für Gott möglich sind – wie Vater -, aber er erinnert uns auch daran, dass er in Bildern spricht. Er verspricht, uns eines Tages alles deutlich zu sagen und uns ihm sogar vorzustellen. Ist das meine größte Hoffnung? Wäre ich jetzt in diesem Moment bereit, dem Vater vorgestellt zu werden?

3. „Der Vater selbst liebt euch.” Unser Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI., erinnert uns an die Liebe des Vaters: „In der Tat: Niemand hat Gott gesehen, so wie er in sich ist. Und trotzdem ist Gott nicht gänzlich unsichtbar, nicht einfach unzugänglich geblieben. Gott hat uns zuerst geliebt, sagt der zitierte Johannesbrief (vgl. 4,10), und diese Liebe ist unter uns erschienen, sichtbar geworden dadurch, dass ‚er seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben’ (1 Joh 4,9). Gott hat sich sichtbar gemacht: in Jesus können wir den Vater anschauen (vgl. Joh 14,9). In der Tat gibt es eine vielfältige Sichtbarkeit Gottes. In der Geschichte der Liebe, die uns die Bibel erzählt, geht er uns entgegen, wirbt um uns, bis hin zum letzten Abendmahl, bis hin zu dem am Kreuz durchbohrten Herzen, bis hin zu den Erscheinungen des Auferstandenen und seinen Großtaten, mit denen er durch das Wirken der Apostel die entstehende Kirche auf ihren Weg geführt hat” (Deus Caritas Est, 25. Dezember 2005, Nr. 17).

Gespräch mit Christus: Jesus, du hast die unermessliche Liebe offenbart, die der Vater für alle Menschen hat, indem du dich gänzlich für uns hingegeben hast. Hilf mir, an deiner Liebe für mich nie zu zweifeln. Hilf mir, deiner Liebe zu entsprechen, durch Treue zu deinem Willen und Übung wirklicher Nächstenliebe.

Vorsatz:  Ich will heute ein Gesätz des Rosenkranzes für Missionare beten, die den Menschen Gottes Liebe verkünden.

 

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