Mittwoch, 22. Mai 2013

Der Eifer der Nächstenliebe


Tägliche Meditationen - 22. Mai 2013

Mittwoch der sechsten Woche im Jahreskreis
Hl. Rita von Cascia, Hl. Julia, Märtyrerin
Hl. Renate von Bayern

P. Edward Hopkins LC

Mk 9,3840
Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.

Einführendes Gebet:  Jesus, unser Herr, ich glaube an dich und an all die Zeichen deiner Güte und Liebe in meinem Leben. Ich glaube an deine Gegenwart in der Eucharistie, in der du dich selbst zu meinem Brot gemacht und dich in Liebe hingegeben hast, um mich die Güte des Herzens zu lehren. Ich vertraue darauf, dass du mein Herz nach deinem Herzen gestalten kannst und es handelt, wie du es tust, mit Vergebung und Segen. Ich liebe dich, Herr; ich möchte dich mit meinem Gebet und größerer Nächstenliebe lieben. Maria, lehre mich, mit dem Herzen deines Sohnes zu lieben.

Bitte: Forme mein Herz mehr nach deinem Herzen, Herr.

1.  Ein Donnersohn. Der junge Apostel sagt mit unkontrolliertem Eifer: „Wir versuchten ihn aufzuhalten.“ Offensichtlich handelten sie erst und fragten Jesus nur hinterher um Rat. Was bewegte sie? Was uns so oft bewegt – ein Anflug von rechthaberischem Eifer! Wir wissen oder denken zu wissen, was richtig ist. „Es soll bloß niemand aus der Reihe tanzen, ansonsten werden wir es ihm schon zeigen!“ Außerdem „folgt uns“ diese Person nicht, also sollte er nicht fähig sein in deinem Namen zu handeln! Was fehlte diesem „Donnersohn“? Ist nicht die mächtigste Tat eine Tat der Nächstenliebe? Wie oft urteile ich vorschnell, ohne die ganze Wahrheit wirklich zu kennen und ohne Jesus erst um Rat zu fragen?

2. Urteile, die von der Nächstenliebe des Evangeliums geprägt sind. Jesus zögert nicht, ein positives Urteil zu fällen. Mächtige Taten in seinem Namen können nur von jemandem vollbracht werden, der gut von ihm spricht. Außerdem besitzt Jesus eine tiefere Einsicht jenseits der Logik. Er sieht alle Taten mit dem Herz der Nächstenliebe. Seine Urteile werden stets davon gefärbt sein, dass er versucht in jedem das Beste zu sehen. Jede Handlung wird bei ihm von der Liebe interpretiert. So sieht er auch das Gute in den Handlungen der Frau, die seine Füße mit ihren Tränen und ihrem Haar abwischt, des Gelähmten, der vom Dach herabgelassen wird, des Zöllners, der auf einen Baum kletterte um ihn zu sehen.

3. Für oder gegen ihn?  Jesus liefert ein einfaches Prinzip des Urteilens. Wenn eine Person nicht gegen uns ist, gehe davon aus, dass sie für uns ist. Wir sollten anderen helfen „für uns“ zu sein. „Glaube alles Gute, das du hörst, und glaube nur das Böse, das du siehst“. Diese Grundvoraussetzung des Guten steht im Kontrast zu unserer Neigung über andere zu urteilen und schlecht zu reden. Und das obwohl wir meist nur ein Minimum an Beweisen haben, während wir unverhältnismäßig viele Beweise fordern, um etwas Gutes zu würdigen. Ist es meine Aufgabe jeden Fehler in der Kirche zu suchen? Auch wenn wir sündige Menschen bleiben und offensichtliche Verfehlungen auch offen ansprechen müssen. Warum aber fällt es uns so leicht, schlecht über andere zu reden, ihre Fehler hervorzuheben und in üble Nachrede zu verfallen? Könnte die Antwort in den engen und dürftigen Dimensionen meines eigenen Herzens gefunden werden?

Gespräch mit Christus: Lieber Herr, gib mir ein Herz, das überfließt von deiner Liebe. Mache die Nächstenliebe zu meiner ersten Reaktion, zu meiner beständigen Hoffnung und meiner unaufhaltsamen Neigung. Öffne meine Augen im Glauben, damit ich sehe, wie du in Menschen aller Schichten und Glaubensrichtungen wirkst. Hilf mir alle persönlichen, unnötigen Urteile mit der Voraussetzung der Nächstenliebe zu vertreiben. Hilf mir durch meine Güte Seelen zu gewinnen und nie ohne Nächstenliebe für dein Reich zu kämpfen.

Vorsatz:  Ich werde jedem Gedanken gegen die Nächstenliebe zwei Gedanken der Nächstenliebe entgegenstellen. Ich werde jedem Wort gegen die Nächstenliebe zwei Worte aufrechter Nächstenliebe über den Betroffenen entgegenstellen.


Der Eifer der Nächstenliebe

Der Eifer der Nächstenliebe

Mittwoch der sechsten Woche im Jahreskreis
Hl. Rita von Cascia, Hl. Julia, Märtyrerin
Hl. Renate von Bayern

P. Edward Hopkins LC

Mk 9,3840
Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.

Einführendes Gebet:  Jesus, unser Herr, ich glaube an dich und an all die Zeichen deiner Güte und Liebe in meinem Leben. Ich glaube an deine Gegenwart in der Eucharistie, in der du dich selbst zu meinem Brot gemacht und dich in Liebe hingegeben hast, um mich die Güte des Herzens zu lehren. Ich vertraue darauf, dass du mein Herz nach deinem Herzen gestalten kannst und es handelt, wie du es tust, mit Vergebung und Segen. Ich liebe dich, Herr; ich möchte dich mit meinem Gebet und größerer Nächstenliebe lieben. Maria, lehre mich, mit dem Herzen deines Sohnes zu lieben.

Bitte: Forme mein Herz mehr nach deinem Herzen, Herr.

1.  Ein Donnersohn. Der junge Apostel sagt mit unkontrolliertem Eifer: „Wir versuchten ihn aufzuhalten.“ Offensichtlich handelten sie erst und fragten Jesus nur hinterher um Rat. Was bewegte sie? Was uns so oft bewegt – ein Anflug von rechthaberischem Eifer! Wir wissen oder denken zu wissen, was richtig ist. „Es soll bloß niemand aus der Reihe tanzen, ansonsten werden wir es ihm schon zeigen!“ Außerdem „folgt uns“ diese Person nicht, also sollte er nicht fähig sein in deinem Namen zu handeln! Was fehlte diesem „Donnersohn“? Ist nicht die mächtigste Tat eine Tat der Nächstenliebe? Wie oft urteile ich vorschnell, ohne die ganze Wahrheit wirklich zu kennen und ohne Jesus erst um Rat zu fragen?

2. Urteile, die von der Nächstenliebe des Evangeliums geprägt sind. Jesus zögert nicht, ein positives Urteil zu fällen. Mächtige Taten in seinem Namen können nur von jemandem vollbracht werden, der gut von ihm spricht. Außerdem besitzt Jesus eine tiefere Einsicht jenseits der Logik. Er sieht alle Taten mit dem Herz der Nächstenliebe. Seine Urteile werden stets davon gefärbt sein, dass er versucht in jedem das Beste zu sehen. Jede Handlung wird bei ihm von der Liebe interpretiert. So sieht er auch das Gute in den Handlungen der Frau, die seine Füße mit ihren Tränen und ihrem Haar abwischt, des Gelähmten, der vom Dach herabgelassen wird, des Zöllners, der auf einen Baum kletterte um ihn zu sehen.

3. Für oder gegen ihn?  Jesus liefert ein einfaches Prinzip des Urteilens. Wenn eine Person nicht gegen uns ist, gehe davon aus, dass sie für uns ist. Wir sollten anderen helfen „für uns“ zu sein. „Glaube alles Gute, das du hörst, und glaube nur das Böse, das du siehst“. Diese Grundvoraussetzung des Guten steht im Kontrast zu unserer Neigung über andere zu urteilen und schlecht zu reden. Und das obwohl wir meist nur ein Minimum an Beweisen haben, während wir unverhältnismäßig viele Beweise fordern, um etwas Gutes zu würdigen. Ist es meine Aufgabe jeden Fehler in der Kirche zu suchen? Auch wenn wir sündige Menschen bleiben und offensichtliche Verfehlungen auch offen ansprechen müssen. Warum aber fällt es uns so leicht, schlecht über andere zu reden, ihre Fehler hervorzuheben und in üble Nachrede zu verfallen? Könnte die Antwort in den engen und dürftigen Dimensionen meines eigenen Herzens gefunden werden?

Gespräch mit Christus: Lieber Herr, gib mir ein Herz, das überfließt von deiner Liebe. Mache die Nächstenliebe zu meiner ersten Reaktion, zu meiner beständigen Hoffnung und meiner unaufhaltsamen Neigung. Öffne meine Augen im Glauben, damit ich sehe, wie du in Menschen aller Schichten und Glaubensrichtungen wirkst. Hilf mir alle persönlichen, unnötigen Urteile mit der Voraussetzung der Nächstenliebe zu vertreiben. Hilf mir durch meine Güte Seelen zu gewinnen und nie ohne Nächstenliebe für dein Reich zu kämpfen.

Vorsatz:  Ich werde jedem Gedanken gegen die Nächstenliebe zwei Gedanken der Nächstenliebe entgegenstellen. Ich werde jedem Wort gegen die Nächstenliebe zwei Worte aufrechter Nächstenliebe über den Betroffenen entgegenstellen.

 

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