Mittwoch, 29. Mai 2013

Den Kelch Christi trinken


Tägliche Meditationen - 29. Mai 2013

Mittwoch der achten Woche im Jahreskreis
Hl. Irmtrud

P. Daniel Polzer LC

Mk 10,3245
Während die Jünger auf dem Weg hinauf nach Jerusalem waren, ging Jesus voraus. Die Leute wunderten sich über ihn, die Jünger aber hatten Angst. Da versammelte er die Zwölf wieder um sich und kündigte ihnen an, was ihm bevorstand. Er sagte: Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf; dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen und den Heiden übergeben; sie werden ihn verspotten, anspucken, geißeln und töten. Aber nach drei Tagen wird er auferstehen.

Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst. Er antwortete: Was soll ich für euch tun? Sie sagten zu ihm: Lass in deinem Reich einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen. Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde? Sie antworteten: Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde. Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die diese Plätze bestimmt sind. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme erneut zu dir im Gebet. Auch wenn ich dich nicht sehe, vertraue ich darauf, dass du gegenwärtig bist und mich in deiner Lehre unterweisen willst. So wie du mir deine Liebe dadurch zeigst, dass du diese Zeit mit mir verbringst, so will ich dir meine Liebe zeigen, indem ich diese Zeit mit dir im Geist des Glaubens, des Vertrauens und des aufmerksamen Hinhörens verbringe. Hier bin ich, Herr, um dich zu hören und mit Liebe zu antworten.

Bitte: Herr, hilf mir, das Beispiel deines Dienens aus Liebe nachzuahmen.

1.  Der feste Entschluss Jesu. Jesus geht seinen Jüngern voraus, fest entschlossen. Manche von denen, die ihm nachfolgen, wird es immer unwohler dabei, aber Jakobus und Johannes scheinen den Ernst der Lage nicht begriffen zu haben. Jesus hat Begleiter, aber in einem gewissen Sinne ist er allein. Immer wieder hat er versucht, seinen Jüngern zu erklären, dass er in seiner Sendung abgelehnt und beschimpft werden wird und irgendwann sogar den grausamsten Tod erleiden wird. Aber es scheint so, dass sie den Sinn dieser Botschaft nicht begreifen können; diese Botschaft leuchtet ihnen nicht ein. Auch wir hören manchmal Christi Worte, dass wir unser Kreuz jeden Tag auf uns nehmen und unser Leben für ihn verlieren sollen, und diese Aussicht erschreckt uns gewaltig. Jesus lädt uns aber immer wieder ein, seinen Spuren zu folgen und unsere täglichen Kreuze zu tragen, dabei aber unseren Blick auf unser himmlisches Zuhause, das Neue Jerusalem, zu richten.

2. Ehrgeizige Nachfolger. Jakobus und Johannes waren vom Herrn persönlich berufen worden. Sie durften Jesus oft begleiten, wenn er allein wegging, um zu beten. Beide liebten unseren Herrn sehr, und darum darf es uns nicht überraschen, dass sie ganz in seiner Nähe sein wollten, wenn er in seine Herrlichkeit eintreten würde. Jesus tadelt sie nicht wegen ihrer Bitte, auch wenn sie zu einer Zeit kommt, als sein Herz von großen Sorgen erfüllt ist. Jesus lädt sie ein, über die Folgen ihrer Bitte nachzudenken. Auf der rechten und linken Seite Jesu in seiner Herrlichkeit zu sitzen bedeutet, durch eine ähnliche Prüfung hindurchzugehen, wie diejenige, durch die er selbst bald hindurchgehen muss – sie werden zu seiner Rechten und Linken stehen müssen an dem Tag, an welchem er auf das Kreuz erhoben wird. Jesus lädt auch uns ein, „die Dinge von oben“ zu suchen und unser Streben auf den Himmel zu richten und nicht auf irdischen Ruhm.

3. Der Größte muss dienen. Die meisten von uns befehlen lieber, als dass sie gehorchen. Ehrgeiz führt schnell zu Rivalität und bitteren Gefühlen, wie es auch bei den zwölf Aposteln war. Jesus tritt schnell dazwischen und gibt uns eine wertvolle Lektion über die Bedeutung der Autorität, eine Lektion, die wir uns zu Herzen nehmen sollten. Autorität jeglicher Art hat nur einen Zweck: zu dienen. Sehe ich die Autorität, die mir gegeben ist, als Dienst an? Ist es mir wichtiger, dass mir gehorcht wird – unmittelbar und exakt – als dass ich ein Beispiel für andere sein soll? Wie kann ich Jesus ähnlicher werden beim Ausüben meiner Autorität? Habe ich erkannt, dass dies eine besondere Weise sein kann, mein Kreuz auf mich zu nehmen und Jesus nachzufolgen?

Gespräch mit Christus: Jesus, hilf mir, voll Eifer nach den Dingen von oben zu suchen. Lass nicht zu, dass mein Herz von Ehrgeiz erfüllt ist, sondern vielmehr wie dein Herz sanftmütig und demütig ist.

Vorsatz:  Ich will anderen dienen, egal, wer oder was sie sind.


Den Kelch Christi trinken

Den Kelch Christi trinken

Mittwoch der achten Woche im Jahreskreis
Hl. Irmtrud

P. Daniel Polzer LC

Mk 10,3245
Während die Jünger auf dem Weg hinauf nach Jerusalem waren, ging Jesus voraus. Die Leute wunderten sich über ihn, die Jünger aber hatten Angst. Da versammelte er die Zwölf wieder um sich und kündigte ihnen an, was ihm bevorstand. Er sagte: Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf; dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen und den Heiden übergeben; sie werden ihn verspotten, anspucken, geißeln und töten. Aber nach drei Tagen wird er auferstehen.

Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst. Er antwortete: Was soll ich für euch tun? Sie sagten zu ihm: Lass in deinem Reich einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen. Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde? Sie antworteten: Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde. Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die diese Plätze bestimmt sind. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme erneut zu dir im Gebet. Auch wenn ich dich nicht sehe, vertraue ich darauf, dass du gegenwärtig bist und mich in deiner Lehre unterweisen willst. So wie du mir deine Liebe dadurch zeigst, dass du diese Zeit mit mir verbringst, so will ich dir meine Liebe zeigen, indem ich diese Zeit mit dir im Geist des Glaubens, des Vertrauens und des aufmerksamen Hinhörens verbringe. Hier bin ich, Herr, um dich zu hören und mit Liebe zu antworten.

Bitte: Herr, hilf mir, das Beispiel deines Dienens aus Liebe nachzuahmen.

1.  Der feste Entschluss Jesu. Jesus geht seinen Jüngern voraus, fest entschlossen. Manche von denen, die ihm nachfolgen, wird es immer unwohler dabei, aber Jakobus und Johannes scheinen den Ernst der Lage nicht begriffen zu haben. Jesus hat Begleiter, aber in einem gewissen Sinne ist er allein. Immer wieder hat er versucht, seinen Jüngern zu erklären, dass er in seiner Sendung abgelehnt und beschimpft werden wird und irgendwann sogar den grausamsten Tod erleiden wird. Aber es scheint so, dass sie den Sinn dieser Botschaft nicht begreifen können; diese Botschaft leuchtet ihnen nicht ein. Auch wir hören manchmal Christi Worte, dass wir unser Kreuz jeden Tag auf uns nehmen und unser Leben für ihn verlieren sollen, und diese Aussicht erschreckt uns gewaltig. Jesus lädt uns aber immer wieder ein, seinen Spuren zu folgen und unsere täglichen Kreuze zu tragen, dabei aber unseren Blick auf unser himmlisches Zuhause, das Neue Jerusalem, zu richten.

2. Ehrgeizige Nachfolger. Jakobus und Johannes waren vom Herrn persönlich berufen worden. Sie durften Jesus oft begleiten, wenn er allein wegging, um zu beten. Beide liebten unseren Herrn sehr, und darum darf es uns nicht überraschen, dass sie ganz in seiner Nähe sein wollten, wenn er in seine Herrlichkeit eintreten würde. Jesus tadelt sie nicht wegen ihrer Bitte, auch wenn sie zu einer Zeit kommt, als sein Herz von großen Sorgen erfüllt ist. Jesus lädt sie ein, über die Folgen ihrer Bitte nachzudenken. Auf der rechten und linken Seite Jesu in seiner Herrlichkeit zu sitzen bedeutet, durch eine ähnliche Prüfung hindurchzugehen, wie diejenige, durch die er selbst bald hindurchgehen muss – sie werden zu seiner Rechten und Linken stehen müssen an dem Tag, an welchem er auf das Kreuz erhoben wird. Jesus lädt auch uns ein, „die Dinge von oben“ zu suchen und unser Streben auf den Himmel zu richten und nicht auf irdischen Ruhm.

3. Der Größte muss dienen. Die meisten von uns befehlen lieber, als dass sie gehorchen. Ehrgeiz führt schnell zu Rivalität und bitteren Gefühlen, wie es auch bei den zwölf Aposteln war. Jesus tritt schnell dazwischen und gibt uns eine wertvolle Lektion über die Bedeutung der Autorität, eine Lektion, die wir uns zu Herzen nehmen sollten. Autorität jeglicher Art hat nur einen Zweck: zu dienen. Sehe ich die Autorität, die mir gegeben ist, als Dienst an? Ist es mir wichtiger, dass mir gehorcht wird – unmittelbar und exakt – als dass ich ein Beispiel für andere sein soll? Wie kann ich Jesus ähnlicher werden beim Ausüben meiner Autorität? Habe ich erkannt, dass dies eine besondere Weise sein kann, mein Kreuz auf mich zu nehmen und Jesus nachzufolgen?

Gespräch mit Christus: Jesus, hilf mir, voll Eifer nach den Dingen von oben zu suchen. Lass nicht zu, dass mein Herz von Ehrgeiz erfüllt ist, sondern vielmehr wie dein Herz sanftmütig und demütig ist.

Vorsatz:  Ich will anderen dienen, egal, wer oder was sie sind.

 

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