Donnerstag, 6. Juni 2013

Selbsthingabe


Tägliche Meditationen - 6. Juni 2013

Donnerstag der neunten Woche im Jahreskreis
Hl. Norbert von Xanten, OPraem, Bischof

P. Edward McIlmail LC

Mk 12,2834
Ein Schriftgelehrter ging zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm, und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme in Demut zu dir. Ich habe oft gesündigt und ich kenne meine Schwäche. Deine große Liebe jedoch sichert mir zu, dass ich durch deine Gnade auf dem Weg zur Heiligkeit bleiben kann.

Bitte: Herr, hilf mir, so zu leben, wie du es uns im Neuen Testament offenbart hast.

1.  Über mich selbst hinauswachsen. Ein Schriftgelehrter stellt Jesus eine konkrete Frage. Er geht davon aus, dass es hier nur eine einfache Antwort gibt. Jesus geht aber über die einfache Antwort hinaus und verbindet die Liebe zu Gott mit der Liebe zum Nächsten. „Wer sagt, er sei im Licht, aber seinen Bruder hasst, ist noch in der Finsternis” (1 Joh 2,9). Das Christsein ist nicht nur eine Sache zwischen mir und Jesus; solch ein Glaube könnte zu Egozentrik und Flucht vor der Welt führen. Wir sind dazu berufen, Sauerteig für die Welt zu sein, Licht in die Finsternis zu bringen. Jesus braucht uns als seine Arme, Beine und Stimme in der Welt. Gebe ich mich damit zufrieden, meine Gebete zu beten und zur Heiligen Messe zu gehen, tue aber sonst kaum etwas? Vielleicht bittet mich Gott, in der Pfarrgemeinde aktiver zu sein? In der Schule? In der einen oder anderen Art von Apostolat?

2. Die Hingabe seiner selbst ist die größte Gabe. Der Schriftgelehrte spürt, dass Brandopfer nicht genug sind. Sie sind nur äußerlich. Wir können uns von Dingen (Geld, gebrauchte Kleider, alte Möbel) viel eher trennen, als von unserer wertvollen Zeit oder von unseren Meinungen. Wir schenken Sachen, aber nicht uns selbst. Lehne ich es ab, mehr von meiner Zeit für die Mitarbeit in der Kirche zu verwenden? Warum?

3. Angst vor Gottes Forderungen. Die Schriftgelehrten begriffen, dass Jesus die Anforderungen eines authentisch gelebten Glaubens hob. Ein Schaf oder eine Ziege aufzuopfern, genügte nicht mehr. Jesus wollte, dass sie sich selber schenkten, und das wurde ihnen unangenehm. Die Art des Opferns im Alten Testament wurde durch das Opfer des Neuen Testamentes abgelöst: die Selbsthingabe. Das ist es, was Jesus will; das ist es, was er selbst getan hat. Er brachte sich selbst am Kreuz dar, um uns zu zeigen, dass die Selbstliebe uns in die Irre führt. Fürchte ich mich davor, mich selbst zu verleugnen? Was erbittet Jesus von mir, das mir unangenehm ist?

Gespräch mit Christus: Herr, du weißt, es kostet mich etwas, auf meine eigenen Ansichten und meine Zeit zu verzichten. Hilf mir zu verstehen, dass dies vielleicht das bessere Opfer ist, das du von mir erwartest.

Vorsatz:  Ich will jemandem einen Gefallen tun, der mir persönlich etwas abverlangt.


Selbsthingabe

Selbsthingabe

Donnerstag der neunten Woche im Jahreskreis
Hl. Norbert von Xanten, OPraem, Bischof

P. Edward McIlmail LC

Mk 12,2834
Ein Schriftgelehrter ging zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm, und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme in Demut zu dir. Ich habe oft gesündigt und ich kenne meine Schwäche. Deine große Liebe jedoch sichert mir zu, dass ich durch deine Gnade auf dem Weg zur Heiligkeit bleiben kann.

Bitte: Herr, hilf mir, so zu leben, wie du es uns im Neuen Testament offenbart hast.

1.  Über mich selbst hinauswachsen. Ein Schriftgelehrter stellt Jesus eine konkrete Frage. Er geht davon aus, dass es hier nur eine einfache Antwort gibt. Jesus geht aber über die einfache Antwort hinaus und verbindet die Liebe zu Gott mit der Liebe zum Nächsten. „Wer sagt, er sei im Licht, aber seinen Bruder hasst, ist noch in der Finsternis” (1 Joh 2,9). Das Christsein ist nicht nur eine Sache zwischen mir und Jesus; solch ein Glaube könnte zu Egozentrik und Flucht vor der Welt führen. Wir sind dazu berufen, Sauerteig für die Welt zu sein, Licht in die Finsternis zu bringen. Jesus braucht uns als seine Arme, Beine und Stimme in der Welt. Gebe ich mich damit zufrieden, meine Gebete zu beten und zur Heiligen Messe zu gehen, tue aber sonst kaum etwas? Vielleicht bittet mich Gott, in der Pfarrgemeinde aktiver zu sein? In der Schule? In der einen oder anderen Art von Apostolat?

2. Die Hingabe seiner selbst ist die größte Gabe. Der Schriftgelehrte spürt, dass Brandopfer nicht genug sind. Sie sind nur äußerlich. Wir können uns von Dingen (Geld, gebrauchte Kleider, alte Möbel) viel eher trennen, als von unserer wertvollen Zeit oder von unseren Meinungen. Wir schenken Sachen, aber nicht uns selbst. Lehne ich es ab, mehr von meiner Zeit für die Mitarbeit in der Kirche zu verwenden? Warum?

3. Angst vor Gottes Forderungen. Die Schriftgelehrten begriffen, dass Jesus die Anforderungen eines authentisch gelebten Glaubens hob. Ein Schaf oder eine Ziege aufzuopfern, genügte nicht mehr. Jesus wollte, dass sie sich selber schenkten, und das wurde ihnen unangenehm. Die Art des Opferns im Alten Testament wurde durch das Opfer des Neuen Testamentes abgelöst: die Selbsthingabe. Das ist es, was Jesus will; das ist es, was er selbst getan hat. Er brachte sich selbst am Kreuz dar, um uns zu zeigen, dass die Selbstliebe uns in die Irre führt. Fürchte ich mich davor, mich selbst zu verleugnen? Was erbittet Jesus von mir, das mir unangenehm ist?

Gespräch mit Christus: Herr, du weißt, es kostet mich etwas, auf meine eigenen Ansichten und meine Zeit zu verzichten. Hilf mir zu verstehen, dass dies vielleicht das bessere Opfer ist, das du von mir erwartest.

Vorsatz:  Ich will jemandem einen Gefallen tun, der mir persönlich etwas abverlangt.

 

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Donnerstag, 5. Juni 2013

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