Samstag, 15. Juni 2013

Ja oder Nein


Tägliche Meditationen - 15. Juni 2013

Samstag der zehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Vitus, Märtyrer

P. Matthew Kaderabek LC

Mt 5,3337
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

Einführendes Gebet:  Vater der Liebe, Quelle allen Segens, du hast mich in meinem Leben immer geleitet und leitest mich auch jetzt. Ich danke dir für deine väterliche Fürsorge. Jesus, Sohn Gottes, du bist für mich am Kreuz gestorben, um die Schuld meiner Sünden zu bezahlen und um mir deine bedingungslose Liebe zu zeigen. Ich danke dir, dass du mir den Weg zum Vater gezeigt hast. Heiliger Geist, du süßer Gast meiner Seele, du heilst und stärkst mich und entzündest im Tiefsten meiner Seele das Feuer deiner Liebe. Ich danke dir für deine liebende Gegenwart in mir.

Bitte: Herr, hilf mir, im Umgang mit meinen Mitmenschen aufrichtig und ehrlich zu sein.

1.  So wahr mir Gott helfe! Ein Schwur ist eine feierliche Anrufung Gottes, dass er die Wahrheit dessen, was wir sagen, oder die Aufrichtigkeit geplanter Taten bezeuge. Die meisten Christen anerkennen jedoch die Wichtigkeit und Richtigkeit des Schwörens, wenn es um eine wichtige Angelegenheit geht. Staatsmänner legen einen Eid ab, Soldaten schwören, dass sie treu das Vaterland verteidigen werden. Wir sehen Menschen im Gerichtssaal, mit einer Hand auf der Bibel, die andere erhoben; sie schwören, dass sie die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit sagen werden und sie schließen, indem sie sagen: „So wahr mir Gott helfe!” Alle rufen Gott an, ihnen dabei zu helfen, in der Wahrheit zu bleiben, denn dies ist, menschlich gesehen, sehr schwierig und benötigt die Hilfe Gottes.

2. Baut eure menschlichen Beziehungen auf die Wahrheit. Zur Zeit Christi war das Schwören so häufig und die begleitenden Umstände so kompliziert, dass sehr viel Missbrauch herrschte, was eine schwere Missachtung des Namens Gottes bedeutete. Jesus legt hier die Richtlinien fest, welche seine Jünger in ihrem Leben anwenden sollten. In ihnen geht es um die Wiederherstellung gegenseitigen Vertrauens, und um Aufrichtigkeit. Der Teufel ist „der Vater der Lüge” (Joh 8,44). Deshalb muss die Kirche Christi lehren, dass menschliche Beziehungen nicht auf Betrug und Unaufrichtigkeit aufgebaut werden können. Gott ist die Wahrheit, und die Kinder seines Reiches müssen deshalb ihre gegenseitigen Beziehungen auf Wahrheit gründen. Jesus verurteilte in seiner Lehre beständig die Scheinheiligkeit und er lobte die Aufrichtigkeit als eine der besten Tugenden: „Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit” (Joh 1,47). Gibt es in meinem Leben irgendeine Form von Heuchelei?

3. Alles andere stammt vom Bösen. Jesus lehrt uns, „Ja“ zu sagen, wenn wir „Ja“ meinen und „Nein“ zu sagen, wenn wir „Nein“ meinen. Würden wir da zu viel hineininterpretieren, wenn wir dieses Prinzip auf die Lüge im Allgemeinen anwenden? Jesus bestätigt, dass alles „vom Bösen” sei, was dazu dient, den Sinn unserer Worte zu verschleiern, andere in die Irre zu führen, etwas zu verstecken oder durch falsche Betonung zu verfälschen. Er zeigt uns, dass es die Unaufrichtigkeit ist, durch die das politische und wirtschaftliche Leben der Wahrheit entfremdet wird. Sie wird dadurch zum Zerstörer des Reiches Gottes, des Reiches dessen, der das eine war und immer noch ist: „Ein Zeichen, dem widersprochen wird” (Lk 2,34). Bin ich meiner Familie und meinen Arbeitskollegen gegenüber aufrichtig?

Gespräch mit Christus: Du siehst alles, Herr, und du liest in meinem Herzen. Du schaust auf mich in Trauer, wenn ich es mir erlaube, mit den Regeln des Teufels zu spielen. Ich werde mir von neuem vornehmen, im Licht zu leben und alle Falschheit in mir auszurotten. Von nun an wird mein „Ja” ein „Ja“ sein und mein „Nein” ein „Nein“.

Vorsatz:  Ich will heute damit beginnen, alle meine zwischenmenschlichen Beziehungen, besonders die Beziehung mit meinem Ehepartner, zu erneuern, die vielleicht durch einen Mangel an Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit geschädigt sind.


Ja oder Nein

Ja oder Nein

Samstag der zehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Vitus, Märtyrer

P. Matthew Kaderabek LC

Mt 5,3337
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

Einführendes Gebet:  Vater der Liebe, Quelle allen Segens, du hast mich in meinem Leben immer geleitet und leitest mich auch jetzt. Ich danke dir für deine väterliche Fürsorge. Jesus, Sohn Gottes, du bist für mich am Kreuz gestorben, um die Schuld meiner Sünden zu bezahlen und um mir deine bedingungslose Liebe zu zeigen. Ich danke dir, dass du mir den Weg zum Vater gezeigt hast. Heiliger Geist, du süßer Gast meiner Seele, du heilst und stärkst mich und entzündest im Tiefsten meiner Seele das Feuer deiner Liebe. Ich danke dir für deine liebende Gegenwart in mir.

Bitte: Herr, hilf mir, im Umgang mit meinen Mitmenschen aufrichtig und ehrlich zu sein.

1.  So wahr mir Gott helfe! Ein Schwur ist eine feierliche Anrufung Gottes, dass er die Wahrheit dessen, was wir sagen, oder die Aufrichtigkeit geplanter Taten bezeuge. Die meisten Christen anerkennen jedoch die Wichtigkeit und Richtigkeit des Schwörens, wenn es um eine wichtige Angelegenheit geht. Staatsmänner legen einen Eid ab, Soldaten schwören, dass sie treu das Vaterland verteidigen werden. Wir sehen Menschen im Gerichtssaal, mit einer Hand auf der Bibel, die andere erhoben; sie schwören, dass sie die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit sagen werden und sie schließen, indem sie sagen: „So wahr mir Gott helfe!” Alle rufen Gott an, ihnen dabei zu helfen, in der Wahrheit zu bleiben, denn dies ist, menschlich gesehen, sehr schwierig und benötigt die Hilfe Gottes.

2. Baut eure menschlichen Beziehungen auf die Wahrheit. Zur Zeit Christi war das Schwören so häufig und die begleitenden Umstände so kompliziert, dass sehr viel Missbrauch herrschte, was eine schwere Missachtung des Namens Gottes bedeutete. Jesus legt hier die Richtlinien fest, welche seine Jünger in ihrem Leben anwenden sollten. In ihnen geht es um die Wiederherstellung gegenseitigen Vertrauens, und um Aufrichtigkeit. Der Teufel ist „der Vater der Lüge” (Joh 8,44). Deshalb muss die Kirche Christi lehren, dass menschliche Beziehungen nicht auf Betrug und Unaufrichtigkeit aufgebaut werden können. Gott ist die Wahrheit, und die Kinder seines Reiches müssen deshalb ihre gegenseitigen Beziehungen auf Wahrheit gründen. Jesus verurteilte in seiner Lehre beständig die Scheinheiligkeit und er lobte die Aufrichtigkeit als eine der besten Tugenden: „Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit” (Joh 1,47). Gibt es in meinem Leben irgendeine Form von Heuchelei?

3. Alles andere stammt vom Bösen. Jesus lehrt uns, „Ja“ zu sagen, wenn wir „Ja“ meinen und „Nein“ zu sagen, wenn wir „Nein“ meinen. Würden wir da zu viel hineininterpretieren, wenn wir dieses Prinzip auf die Lüge im Allgemeinen anwenden? Jesus bestätigt, dass alles „vom Bösen” sei, was dazu dient, den Sinn unserer Worte zu verschleiern, andere in die Irre zu führen, etwas zu verstecken oder durch falsche Betonung zu verfälschen. Er zeigt uns, dass es die Unaufrichtigkeit ist, durch die das politische und wirtschaftliche Leben der Wahrheit entfremdet wird. Sie wird dadurch zum Zerstörer des Reiches Gottes, des Reiches dessen, der das eine war und immer noch ist: „Ein Zeichen, dem widersprochen wird” (Lk 2,34). Bin ich meiner Familie und meinen Arbeitskollegen gegenüber aufrichtig?

Gespräch mit Christus: Du siehst alles, Herr, und du liest in meinem Herzen. Du schaust auf mich in Trauer, wenn ich es mir erlaube, mit den Regeln des Teufels zu spielen. Ich werde mir von neuem vornehmen, im Licht zu leben und alle Falschheit in mir auszurotten. Von nun an wird mein „Ja” ein „Ja“ sein und mein „Nein” ein „Nein“.

Vorsatz:  Ich will heute damit beginnen, alle meine zwischenmenschlichen Beziehungen, besonders die Beziehung mit meinem Ehepartner, zu erneuern, die vielleicht durch einen Mangel an Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit geschädigt sind.

 

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