Montag, 17. Juni 2013

Etwas radikal Neues


Tägliche Meditationen - 17. Juni 2013

Montag der elften Woche im Jahreskreis
Hl. Euphemia OSB, Äbtissin

P. Walter Schu LC

Mt 5,3842
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

Einführendes Gebet:  Herr, es ist nicht leicht für meine gefallene Natur, diese Botschaft anzunehmen. Ich glaube aber an deine Worte und ich vertraue auf dich, weil du allein Worte des ewigen Lebens hast. Ich beginne jetzt diese Zeit des Gebetes und wende mich an dich als Hilfesuchender. Ich will in allem, was ich tue, allein dir gefallen.

Bitte: Herr, hilf mir, deinen Ruf, die andere Wange hinzuhalten, anzunehmen.

1.  Das Leitmotiv. Erkennen wir den roten Faden, der durch die Evangelien dieser Woche läuft? Etwas, das hervorsticht, ist die radikale Neuheit des Reiches Christi. Sein grundlegendes Prinzip ist ganz neu: eine Nächstenliebe, die lehrt, seine eigenen Feinde zu lieben (Montag und Dienstag). Das Prinzip ist neu in den Absichten, die unser ganzes Handeln motivieren sollen (Mittwoch). Es ist neu in der Art und Weise, wie wir zu unserem Vater im Himmel beten sollen (Donnerstag). Und schließlich ist es neu in der radikalen Aufforderung, die es an uns, die wir Christus nachfolgen, richtet: Sein Reich muss unser einziger Schatz sein (Freitag) und sein Reich zu suchen muss über allen anderen Dingen unseres Lebens stehen (Samstag). Welch großes Privileg ist es, zu der Aufgabe gerufen zu sein, dieses Reich aufrichten zu helfen! Welche Freude, welche Ehre, welcher Ruhm ist es, solch einem König anzugehören! Können die Leute an der Art, wie ich mein Leben führe, eine „Neuheit“, eine Frische erleben? Ist mein Leben in der neuen Lehre Christi verwurzelt?

2. Ein neuer Gesetzgeber. Wir befinden uns mitten in der Bergpredigt. Unser Herr spricht mit einer Autorität, die seine jüdischen Zuhörer erstaunen, ja sogar schockieren musste. Er nimmt die Vollmacht in Anspruch, das, was vom Gesetz des Mose und der Propheten – der absoluten Bezugsquelle der Autorität des jüdischen Glaubens – verkündet wurde, zu verändern. Erinnern wir uns daran, dass Gott dem Mose die Zehn Gebote übergeben hat, und dass die Propheten wirklich Gottes Wort verkündet haben. Wenn nun also Jesus sagt: „Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist…. Ich aber sage euch…,” dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist Christus verrückt, oder er ist wirklich der Sohn Gottes, der gekommen ist, „nicht um das Gesetz und die Propheten aufzuheben, sondern um sie zu erfüllen.“ Ich mag vielleicht glauben, dass er der Sohn Gottes ist. Nehme ich aber auch alle seine Lehren an?

3. Die andere Wange hinhalten. Man findet sicher nur schwer Worte, die noch radikaler als diese sind. Wer würde es wagen, sie auszusprechen, wenn nicht der Sohn Gottes selbst? Er wird sie ganz in seinem eigenen Leben leben und es so zulassen, dass er von bösen Menschen ans Kreuz genagelt wird. Ist es aber wirklich für uns, die wir ihm nachfolgen, die wir Christen sind, möglich, sie zu leben? Halten wir wirklich demjenigen, der uns schlägt, die andere Wange hin? Geben wir dem, der von uns unrechtmäßig viel verlangt, noch mehr, als er verlangt? Was könnte die Absicht sein, die hinter diesen Geboten Christi steckt, die uns scheinbar verwundbar und wehrlos machen? Letztlich ist es allein eine solche heroische Nächstenliebe, die in der Lage ist, schlechte Menschen für die Sache des Evangeliums zu gewinnen. Und das ist es, wonach Christus, unser Retter, sich so sehr sehnt. „Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1 Tim 2,34).

Gespräch mit Christus: Herr, ich sehne mich danach, ein Herz zu haben, das dem deinen immer mehr gleicht. Mach mein egoistisches Herz warm, damit ich in Liebe meine andere Wange hinhalte, wie du es von mir willst. Hilf mir, mich immer mehr dafür einzusetzen, dass alle Menschen gerettet werden und dich in ihrem Leben erkennen.

Vorsatz:  Ich will heute jemandem, mit dem ich mich schwer tue, einen Gefallen tun.


Etwas radikal Neues

Etwas radikal Neues

Montag der elften Woche im Jahreskreis
Hl. Euphemia OSB, Äbtissin

P. Walter Schu LC

Mt 5,3842
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

Einführendes Gebet:  Herr, es ist nicht leicht für meine gefallene Natur, diese Botschaft anzunehmen. Ich glaube aber an deine Worte und ich vertraue auf dich, weil du allein Worte des ewigen Lebens hast. Ich beginne jetzt diese Zeit des Gebetes und wende mich an dich als Hilfesuchender. Ich will in allem, was ich tue, allein dir gefallen.

Bitte: Herr, hilf mir, deinen Ruf, die andere Wange hinzuhalten, anzunehmen.

1.  Das Leitmotiv. Erkennen wir den roten Faden, der durch die Evangelien dieser Woche läuft? Etwas, das hervorsticht, ist die radikale Neuheit des Reiches Christi. Sein grundlegendes Prinzip ist ganz neu: eine Nächstenliebe, die lehrt, seine eigenen Feinde zu lieben (Montag und Dienstag). Das Prinzip ist neu in den Absichten, die unser ganzes Handeln motivieren sollen (Mittwoch). Es ist neu in der Art und Weise, wie wir zu unserem Vater im Himmel beten sollen (Donnerstag). Und schließlich ist es neu in der radikalen Aufforderung, die es an uns, die wir Christus nachfolgen, richtet: Sein Reich muss unser einziger Schatz sein (Freitag) und sein Reich zu suchen muss über allen anderen Dingen unseres Lebens stehen (Samstag). Welch großes Privileg ist es, zu der Aufgabe gerufen zu sein, dieses Reich aufrichten zu helfen! Welche Freude, welche Ehre, welcher Ruhm ist es, solch einem König anzugehören! Können die Leute an der Art, wie ich mein Leben führe, eine „Neuheit“, eine Frische erleben? Ist mein Leben in der neuen Lehre Christi verwurzelt?

2. Ein neuer Gesetzgeber. Wir befinden uns mitten in der Bergpredigt. Unser Herr spricht mit einer Autorität, die seine jüdischen Zuhörer erstaunen, ja sogar schockieren musste. Er nimmt die Vollmacht in Anspruch, das, was vom Gesetz des Mose und der Propheten – der absoluten Bezugsquelle der Autorität des jüdischen Glaubens – verkündet wurde, zu verändern. Erinnern wir uns daran, dass Gott dem Mose die Zehn Gebote übergeben hat, und dass die Propheten wirklich Gottes Wort verkündet haben. Wenn nun also Jesus sagt: „Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist…. Ich aber sage euch…,” dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist Christus verrückt, oder er ist wirklich der Sohn Gottes, der gekommen ist, „nicht um das Gesetz und die Propheten aufzuheben, sondern um sie zu erfüllen.“ Ich mag vielleicht glauben, dass er der Sohn Gottes ist. Nehme ich aber auch alle seine Lehren an?

3. Die andere Wange hinhalten. Man findet sicher nur schwer Worte, die noch radikaler als diese sind. Wer würde es wagen, sie auszusprechen, wenn nicht der Sohn Gottes selbst? Er wird sie ganz in seinem eigenen Leben leben und es so zulassen, dass er von bösen Menschen ans Kreuz genagelt wird. Ist es aber wirklich für uns, die wir ihm nachfolgen, die wir Christen sind, möglich, sie zu leben? Halten wir wirklich demjenigen, der uns schlägt, die andere Wange hin? Geben wir dem, der von uns unrechtmäßig viel verlangt, noch mehr, als er verlangt? Was könnte die Absicht sein, die hinter diesen Geboten Christi steckt, die uns scheinbar verwundbar und wehrlos machen? Letztlich ist es allein eine solche heroische Nächstenliebe, die in der Lage ist, schlechte Menschen für die Sache des Evangeliums zu gewinnen. Und das ist es, wonach Christus, unser Retter, sich so sehr sehnt. „Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1 Tim 2,34).

Gespräch mit Christus: Herr, ich sehne mich danach, ein Herz zu haben, das dem deinen immer mehr gleicht. Mach mein egoistisches Herz warm, damit ich in Liebe meine andere Wange hinhalte, wie du es von mir willst. Hilf mir, mich immer mehr dafür einzusetzen, dass alle Menschen gerettet werden und dich in ihrem Leben erkennen.

Vorsatz:  Ich will heute jemandem, mit dem ich mich schwer tue, einen Gefallen tun.

 

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