Dienstag, 18. Juni 2013

Wir sind alle Brüder und Schwestern, Kinder unseres Himmlischen Vaters


Tägliche Meditationen - 18. Juni 2013

Dienstag der elften Woche im Jahreskreis

P. Walter Schu LC

Mt 5,4348
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.

Einführendes Gebet:  Herr, es ist nicht leicht für meine gefallene Natur, diese Botschaft anzunehmen. Ich glaube aber an deine Worte und ich vertraue auf dich, weil allein du Worte des ewigen Lebens hast. Ich beginne jetzt diese Zeit des Gebetes und wende mich an dich als Hilfesuchender. Ich will in allem, was ich tue, allein dir gefallen.

Bitte: Herr, hilf mir, meine Feinde zu lieben und für die zu beten, die mich verfolgen.

1.  Wahre Liebe zu euren Feinden. Nirgendwo erkennen wir die radikale Neuheit der christlichen Ethik klarer, als in dem einfachen Satz Christi: „Liebt eure Feinde.“ Im Griechischen gibt es vier Wörter für „Liebe“. Storge bezieht sich auf die Liebe zwischen Eltern und Kindern. Eros beschreibt die Liebe als gegenseitiges Angezogensein von Mann und Frau. Philia ist die Liebe der Freundschaft. Schließlich ist agape die Liebe, die das Gute für den will, den man liebt. In seinem Buch Liebe und Verantwortung schreibt Karol Wojtyla, dass, wer einen anderen mit einer echten wohlwollenden Liebe liebt, Gott für ihn will, denn Gott ist das höchste Gut eines jeden Menschen. Und Christus verlangt gerade diese agape von allen, die ihm nachfolgen: „Betet für die, die euch verfolgen.“

2. Kinder eures Himmlischen Vaters. Warum bittet, ja verlangt Christus von uns eine solche radikale Form der Liebe? Weil Gott Vater auf diese Weise jeden seiner Söhne und Töchter liebt, ohne darauf zu achten, ob sie gut oder böse sind. „Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ Wie sehr würde sich die Welt um uns verändern, wenn die Menschen, mit denen wir zu tun haben, eine Liebe erfahren würden, die der Liebe des Vaters allen Erbarmens gleicht! Seine Liebe ist absolut selbstlos. Er liebt weiter und schenkt weiterhin seine Gaben, selbst wenn er dafür keine Liebe erhält. Christus ruft uns hier zu einem hohen und herausforderndem Ideal auf, aber dieses Ideal ist fähig, das Leben der anderen zu verändern. Welche Freude könnte größer sein, als wahre Söhne und Töchter unseres Himmlischen Vaters zu sein?

3. Die wahre Vollkommenheit durch Liebe. Warum besteht Christus immer wieder darauf, dass wir vollkommen sein sollen – und nicht nur menschlich vollkommen, sondern so vollkommen, wie unser Himmlischer Vater es ist? Er weiß, dass das der ursprüngliche Plan des Vaters für die Menschheit ist, am Beginn der Schöpfung. „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1,27). Christus weiß sehr wohl, dass die Sünde das göttliche Abbild in uns verdunkelt hat, dass sein Ruf zur vollkommenen Nächstenliebe für unsere gefallene Menschennatur nicht möglich ist. Er weiß aber auch, dass durch die Kraft seines eigenen Todes und seiner Auferstehung, durch das neue Leben des Heiligen Geistes, den er senden wird, Gottes ursprünglicher Plan für die Menschheit wiederhergestellt wird. Es gibt keinen mächtigeren Grund zur Hoffnung, selbst mitten in unserem Versagen in der Nächstenliebe und in unserer menschlichen Schwäche.

Gespräch mit Christus: Ich danke dir, Herr, für deine radikale Botschaft, für die ständige Herausforderung, die sie an mich stellt und die mir niemals erlaubt, selbstgefällig oder selbstzufrieden zu werden. Hilf mir, die christliche Nächstenliebe besser zu bezeugen, damit die Welt an dich glaubt.

Vorsatz:  Ich will für jene beten, mit denen ich Schwierigkeiten habe und ihnen einen Akt der Nächstenliebe erweisen.


Wir sind alle Brüder und Schwestern, Kinder unseres Himmlischen Vaters

Wir sind alle Brüder und Schwestern, Kinder unseres Himmlischen Vaters

Dienstag der elften Woche im Jahreskreis

P. Walter Schu LC

Mt 5,4348
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.

Einführendes Gebet:  Herr, es ist nicht leicht für meine gefallene Natur, diese Botschaft anzunehmen. Ich glaube aber an deine Worte und ich vertraue auf dich, weil allein du Worte des ewigen Lebens hast. Ich beginne jetzt diese Zeit des Gebetes und wende mich an dich als Hilfesuchender. Ich will in allem, was ich tue, allein dir gefallen.

Bitte: Herr, hilf mir, meine Feinde zu lieben und für die zu beten, die mich verfolgen.

1.  Wahre Liebe zu euren Feinden. Nirgendwo erkennen wir die radikale Neuheit der christlichen Ethik klarer, als in dem einfachen Satz Christi: „Liebt eure Feinde.“ Im Griechischen gibt es vier Wörter für „Liebe“. Storge bezieht sich auf die Liebe zwischen Eltern und Kindern. Eros beschreibt die Liebe als gegenseitiges Angezogensein von Mann und Frau. Philia ist die Liebe der Freundschaft. Schließlich ist agape die Liebe, die das Gute für den will, den man liebt. In seinem Buch Liebe und Verantwortung schreibt Karol Wojtyla, dass, wer einen anderen mit einer echten wohlwollenden Liebe liebt, Gott für ihn will, denn Gott ist das höchste Gut eines jeden Menschen. Und Christus verlangt gerade diese agape von allen, die ihm nachfolgen: „Betet für die, die euch verfolgen.“

2. Kinder eures Himmlischen Vaters. Warum bittet, ja verlangt Christus von uns eine solche radikale Form der Liebe? Weil Gott Vater auf diese Weise jeden seiner Söhne und Töchter liebt, ohne darauf zu achten, ob sie gut oder böse sind. „Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ Wie sehr würde sich die Welt um uns verändern, wenn die Menschen, mit denen wir zu tun haben, eine Liebe erfahren würden, die der Liebe des Vaters allen Erbarmens gleicht! Seine Liebe ist absolut selbstlos. Er liebt weiter und schenkt weiterhin seine Gaben, selbst wenn er dafür keine Liebe erhält. Christus ruft uns hier zu einem hohen und herausforderndem Ideal auf, aber dieses Ideal ist fähig, das Leben der anderen zu verändern. Welche Freude könnte größer sein, als wahre Söhne und Töchter unseres Himmlischen Vaters zu sein?

3. Die wahre Vollkommenheit durch Liebe. Warum besteht Christus immer wieder darauf, dass wir vollkommen sein sollen – und nicht nur menschlich vollkommen, sondern so vollkommen, wie unser Himmlischer Vater es ist? Er weiß, dass das der ursprüngliche Plan des Vaters für die Menschheit ist, am Beginn der Schöpfung. „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1,27). Christus weiß sehr wohl, dass die Sünde das göttliche Abbild in uns verdunkelt hat, dass sein Ruf zur vollkommenen Nächstenliebe für unsere gefallene Menschennatur nicht möglich ist. Er weiß aber auch, dass durch die Kraft seines eigenen Todes und seiner Auferstehung, durch das neue Leben des Heiligen Geistes, den er senden wird, Gottes ursprünglicher Plan für die Menschheit wiederhergestellt wird. Es gibt keinen mächtigeren Grund zur Hoffnung, selbst mitten in unserem Versagen in der Nächstenliebe und in unserer menschlichen Schwäche.

Gespräch mit Christus: Ich danke dir, Herr, für deine radikale Botschaft, für die ständige Herausforderung, die sie an mich stellt und die mir niemals erlaubt, selbstgefällig oder selbstzufrieden zu werden. Hilf mir, die christliche Nächstenliebe besser zu bezeugen, damit die Welt an dich glaubt.

Vorsatz:  Ich will für jene beten, mit denen ich Schwierigkeiten habe und ihnen einen Akt der Nächstenliebe erweisen.

 

Tägliche Meditationen - 18. Juni 2013

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