Donnerstag, 20. Juni 2013

Die Schule des Gebets


Tägliche Meditationen - 20. Juni 2013

Donnerstag der elften Woche im Jahreskreis
Adalbert von Magdeburg

P. Walter Schu LC

Mt 6,715
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen. Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen. Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Einführendes Gebet:  Herr, ich glaube an dich. Ich glaube, dass du mich liebst, dass du an meiner Seite bist und dass du mich durch diesen Tag hindurch begleitest. Ich vertraue auf dich, Herr. Ich vertraue dir mehr als ich mir selbst vertraue, weil du unendlich gut und allmächtig bist. Ich liebe dich, Jesus. Ich liebe dich, weil du für mich am Kreuz gestorben bist, um mich zu retten.

Bitte: Herr, lehre mich beten.

1.  Absolutes Vertrauen in Gottes Vorsehung. „Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.“ Christi Worte sind eine unerschöpfliche Quelle des Trostes und der Hoffnung, weil sie uns ermutigen, uns immer im Gebet an den Vater zu wenden. „Bei der wahren Frömmigkeit kommt es nicht auf die Anzahl der Worte an, sondern auf die Häufigkeit und die Liebe, mit der sich ein Christ bei allen Begebenheiten seines Tages, seien sie nun groß oder klein, an Gott wendet“ (St. Matthew, The Navarre Bible, S. 72). Wenn aber unser Vater schon alle unsere Anliegen kennt, warum sollen wir sie dann im Gebet vor ihn hinbringen? Der heilige Augustinus versichert uns, dass, während wir beten, Gott unser Herz und unsere Seele formt, damit wir bereit sind, die guten Dinge, die er uns als Antwort auf unsere Gebete geben will, empfangen können.

2. Das vollkommene Gebet. Der heilige Augustinus sagt, dass das Vaterunser so vollkommen ist, dass es in wenigen Worten all das zusammenfasst, worum der Mensch bitten soll (vgl. Sermon, 56). „Die meisten sagen, dass es aus einer Anrufung und sieben Bitten besteht – drei haben mit dem Lob Gottes zu tun und vier mit den Nöten der Menschen“ (St. Matthew, The Navarre Bible, S. 72). Die ersten zwei Bitten, dass Gottes Name unter den Menschen geheiligt werde und dass sein Reich komme, sollten uns in der Tiefe unseres Herzens berühren. Wir sind gerufen, Apostel seines Reiches zu sein, die Liebe zu Christus unter den Menschen zu verbreiten. Unser apostolischer Eifer sollte immer wieder neu entfacht werden, wenn wir diese Worte des Vaterunsers aussprechen. Wenn wir bitten, dass der Wille Gottes geschehe, bedeutet das, dass wir unseren Willen dem seinen in all unseren Gedanken und Handlungen angleichen.

3. Unsere geistigen und menschlichen Nöte. „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Selbst wenn wir im Schweiße unseres Angesichts unser tägliches Brot durch unsere Arbeit verdienen, ist es dennoch ein Geschenk Gottes. Wir bitten nur um das, was wir jeden Tag brauchen. Auch die Kirchenväter sehen in dieser Bitte eine Bitte um die Eucharistie, dem Brot des Lebens. Wir bemühen uns, so zu leben, damit wir jeden Tag für den Empfang der Eucharistie würdig werden. Dann lehrt uns Christus, dass, wenn wir um Gottes Vergebung bitten, auch wir bereit sein müssen, den anderen so zu vergeben, wie auch uns von unserem Vater vergeben worden ist. Setze ich diese Lehre als ein Jünger Christi in meinem Leben ganz in die Tat um? Schließlich bitten wir darum, von der Versuchung, die unsere Kräfte übersteigt, befreit zu werden und vom Bösen erlöst zu werden – oder von dem Bösen. Der Vater ist viel mächtiger als jede Versuchung, die der Teufel uns schicken kann. Mit welcher Zuversicht und welchem Vertrauen bittet Christus uns, das Vaterunser zu beschließen!

Gespräch mit Christus: Ich danke dir, Herr, dass du mich lehrst, wie ich beten soll. Ich danke dir für die Zuversicht und das Vertrauen in unseren Vater, die deine Worte vermitteln. Hilf mir, dass die Worte deines Gebets immer auf meinen Lippen und in meinem Herzen sind.

Vorsatz:  Ich will das Vaterunser als ein Gespräch mit Gott zu verschiedenen Zeiten dieses Tages beten.


Die Schule des Gebets

Die Schule des Gebets

Donnerstag der elften Woche im Jahreskreis
Adalbert von Magdeburg

P. Walter Schu LC

Mt 6,715
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen. Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen. Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Einführendes Gebet:  Herr, ich glaube an dich. Ich glaube, dass du mich liebst, dass du an meiner Seite bist und dass du mich durch diesen Tag hindurch begleitest. Ich vertraue auf dich, Herr. Ich vertraue dir mehr als ich mir selbst vertraue, weil du unendlich gut und allmächtig bist. Ich liebe dich, Jesus. Ich liebe dich, weil du für mich am Kreuz gestorben bist, um mich zu retten.

Bitte: Herr, lehre mich beten.

1.  Absolutes Vertrauen in Gottes Vorsehung. „Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.“ Christi Worte sind eine unerschöpfliche Quelle des Trostes und der Hoffnung, weil sie uns ermutigen, uns immer im Gebet an den Vater zu wenden. „Bei der wahren Frömmigkeit kommt es nicht auf die Anzahl der Worte an, sondern auf die Häufigkeit und die Liebe, mit der sich ein Christ bei allen Begebenheiten seines Tages, seien sie nun groß oder klein, an Gott wendet“ (St. Matthew, The Navarre Bible, S. 72). Wenn aber unser Vater schon alle unsere Anliegen kennt, warum sollen wir sie dann im Gebet vor ihn hinbringen? Der heilige Augustinus versichert uns, dass, während wir beten, Gott unser Herz und unsere Seele formt, damit wir bereit sind, die guten Dinge, die er uns als Antwort auf unsere Gebete geben will, empfangen können.

2. Das vollkommene Gebet. Der heilige Augustinus sagt, dass das Vaterunser so vollkommen ist, dass es in wenigen Worten all das zusammenfasst, worum der Mensch bitten soll (vgl. Sermon, 56). „Die meisten sagen, dass es aus einer Anrufung und sieben Bitten besteht – drei haben mit dem Lob Gottes zu tun und vier mit den Nöten der Menschen“ (St. Matthew, The Navarre Bible, S. 72). Die ersten zwei Bitten, dass Gottes Name unter den Menschen geheiligt werde und dass sein Reich komme, sollten uns in der Tiefe unseres Herzens berühren. Wir sind gerufen, Apostel seines Reiches zu sein, die Liebe zu Christus unter den Menschen zu verbreiten. Unser apostolischer Eifer sollte immer wieder neu entfacht werden, wenn wir diese Worte des Vaterunsers aussprechen. Wenn wir bitten, dass der Wille Gottes geschehe, bedeutet das, dass wir unseren Willen dem seinen in all unseren Gedanken und Handlungen angleichen.

3. Unsere geistigen und menschlichen Nöte. „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Selbst wenn wir im Schweiße unseres Angesichts unser tägliches Brot durch unsere Arbeit verdienen, ist es dennoch ein Geschenk Gottes. Wir bitten nur um das, was wir jeden Tag brauchen. Auch die Kirchenväter sehen in dieser Bitte eine Bitte um die Eucharistie, dem Brot des Lebens. Wir bemühen uns, so zu leben, damit wir jeden Tag für den Empfang der Eucharistie würdig werden. Dann lehrt uns Christus, dass, wenn wir um Gottes Vergebung bitten, auch wir bereit sein müssen, den anderen so zu vergeben, wie auch uns von unserem Vater vergeben worden ist. Setze ich diese Lehre als ein Jünger Christi in meinem Leben ganz in die Tat um? Schließlich bitten wir darum, von der Versuchung, die unsere Kräfte übersteigt, befreit zu werden und vom Bösen erlöst zu werden – oder von dem Bösen. Der Vater ist viel mächtiger als jede Versuchung, die der Teufel uns schicken kann. Mit welcher Zuversicht und welchem Vertrauen bittet Christus uns, das Vaterunser zu beschließen!

Gespräch mit Christus: Ich danke dir, Herr, dass du mich lehrst, wie ich beten soll. Ich danke dir für die Zuversicht und das Vertrauen in unseren Vater, die deine Worte vermitteln. Hilf mir, dass die Worte deines Gebets immer auf meinen Lippen und in meinem Herzen sind.

Vorsatz:  Ich will das Vaterunser als ein Gespräch mit Gott zu verschiedenen Zeiten dieses Tages beten.

 

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Donnerstag, 19. Juni 2013

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