Samstag, 22. Juni 2013

Nur ein Herr


Tägliche Meditationen - 22. Juni 2013

Samstag der elften Woche im Jahreskreis
Hl. Thomas Morus

P. Walter Schu LC

Mt 6,2434
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon. Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben. Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.

Einführendes Gebet:  Herr, wenn ich diesen Tag beginne, vertraue ich auf deine unfehlbare Vorsehung. Du bist der tiefste Wunsch meines Herzens. In dieser Zeit des Gebetes will ich allein dir gefallen. Wenn ich vielleicht auch müde oder unbegeistert bin, wenn ich gerade Trockenheit erfahre, dann soll dies mein Gebet sein: Ich gebe dir alles, was ich bin und habe.

Bitte: Herr, hilf mir, tiefer auf die liebende Vorsehung unseres Himmlischen Vaters zu vertrauen.

1.  Warum sich sorgen? Was kann man noch zu den schönen Bildern hinzufügen, die Christus uns von der liebenden Vorsehung des Himmlischen Vaters gibt, damit wir tiefer auf sie vertrauen? Wir müssen bloß daran denken, wie Gott die Vögel des Himmels nährt und die Lilien des Feldes kleidet, und die Wirklichkeit dieser väterlichen Fürsorge für diese kurzlebigen Geschöpfe tief in unsere Seelen eindringen lassen. Um wie viel mehr wird er sich um uns kümmern, die wir das Krönungswerk seiner Hände sind, seine Söhne und Töchter, denen er seinen einzigen Sohn sendet, damit er für sie am Kreuz stirbt? Christus dringt zum wahren Grund unserer Ängste und Sorgen vor, der angstvollen Sorge, die unser Leben so schwer macht: Wir haben zu wenig Glauben. Wenig Glauben und noch weniger Vertrauen in die Güte des Himmlischen Vaters. Darum wollen wir ihm danken für seine Geduld und seiner väterlichen Güte erlauben, die Tiefen unseres Geistes zu durchdringen.

2. Das eine Notwendige im Blick behalten. Unsere Ängste und Sorgen über die materiellen Nöte unseres Alltags lassen uns das eine Notwendige aus den Augen verlieren: Das Streben nach der Heiligkeit, nach der Errichtung des Reiches Christi in unserem eigenen Leben und im Leben derer um uns herum. Wenn wir Christus erlauben würden, unsere Herzen mit der verzehrenden Leidenschaft für die Seelen zu entzünden, wie würde sich dann unser Leben ändern! Wir würden uns von dieser Sendung leiten lassen, immerzu von ihr angetrieben werden – und alle unsere früheren Ängste und Sorgen würden bedeutungslos werden. Dann könnten auch wir mit Christus ausrufen: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)

3. Einfachheit des Herzens. Eine Tugend, die uns hilft, Gott mehr zu vertrauen und im apostolischen Eifer zu wachsen, ist die Einfachheit des Herzens. Wenn wir in der Einfachheit des Herzens wachsen, werden wir von Gott niemals eine Erklärung für unsere Berufung oder für unser Leiden verlangen. Dank der Einfachheit des Herzens werden wir in allem Gottes heiligen Willen erkennen, und alles, selbst der Schmerz, wird zu einer Quelle und einem Fluss des Friedens und der Freude. Dank der Einfachheit des Herzens werden wir fähig, die Menschen und ihr Elend zu verstehen und ihnen zu helfen. Dank der Einfachheit des Herzens werden wir niemals Hass, böse Wünsche, Groll oder andere böse Gedanken in unsere Herzen einziehen lassen. Alles wird uns Gott näher bringen.

Gespräch mit Christus: Herr, hilf mir, durch dieses Gebet in der Einfachheit des Herzens zu wachsen und zu erkennen, dass alles in meinem Leben aus deiner liebenden Hand hervorgeht.

Vorsatz:  Ich will meinen Geist des Glaubens erneuern, damit ich alles, was mir heute geschieht, als Teil der liebenden Vorsehung Gottes erkenne.


Nur ein Herr

Nur ein Herr

Samstag der elften Woche im Jahreskreis
Hl. Thomas Morus

P. Walter Schu LC

Mt 6,2434
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon. Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben. Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.

Einführendes Gebet:  Herr, wenn ich diesen Tag beginne, vertraue ich auf deine unfehlbare Vorsehung. Du bist der tiefste Wunsch meines Herzens. In dieser Zeit des Gebetes will ich allein dir gefallen. Wenn ich vielleicht auch müde oder unbegeistert bin, wenn ich gerade Trockenheit erfahre, dann soll dies mein Gebet sein: Ich gebe dir alles, was ich bin und habe.

Bitte: Herr, hilf mir, tiefer auf die liebende Vorsehung unseres Himmlischen Vaters zu vertrauen.

1.  Warum sich sorgen? Was kann man noch zu den schönen Bildern hinzufügen, die Christus uns von der liebenden Vorsehung des Himmlischen Vaters gibt, damit wir tiefer auf sie vertrauen? Wir müssen bloß daran denken, wie Gott die Vögel des Himmels nährt und die Lilien des Feldes kleidet, und die Wirklichkeit dieser väterlichen Fürsorge für diese kurzlebigen Geschöpfe tief in unsere Seelen eindringen lassen. Um wie viel mehr wird er sich um uns kümmern, die wir das Krönungswerk seiner Hände sind, seine Söhne und Töchter, denen er seinen einzigen Sohn sendet, damit er für sie am Kreuz stirbt? Christus dringt zum wahren Grund unserer Ängste und Sorgen vor, der angstvollen Sorge, die unser Leben so schwer macht: Wir haben zu wenig Glauben. Wenig Glauben und noch weniger Vertrauen in die Güte des Himmlischen Vaters. Darum wollen wir ihm danken für seine Geduld und seiner väterlichen Güte erlauben, die Tiefen unseres Geistes zu durchdringen.

2. Das eine Notwendige im Blick behalten. Unsere Ängste und Sorgen über die materiellen Nöte unseres Alltags lassen uns das eine Notwendige aus den Augen verlieren: Das Streben nach der Heiligkeit, nach der Errichtung des Reiches Christi in unserem eigenen Leben und im Leben derer um uns herum. Wenn wir Christus erlauben würden, unsere Herzen mit der verzehrenden Leidenschaft für die Seelen zu entzünden, wie würde sich dann unser Leben ändern! Wir würden uns von dieser Sendung leiten lassen, immerzu von ihr angetrieben werden – und alle unsere früheren Ängste und Sorgen würden bedeutungslos werden. Dann könnten auch wir mit Christus ausrufen: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)

3. Einfachheit des Herzens. Eine Tugend, die uns hilft, Gott mehr zu vertrauen und im apostolischen Eifer zu wachsen, ist die Einfachheit des Herzens. Wenn wir in der Einfachheit des Herzens wachsen, werden wir von Gott niemals eine Erklärung für unsere Berufung oder für unser Leiden verlangen. Dank der Einfachheit des Herzens werden wir in allem Gottes heiligen Willen erkennen, und alles, selbst der Schmerz, wird zu einer Quelle und einem Fluss des Friedens und der Freude. Dank der Einfachheit des Herzens werden wir fähig, die Menschen und ihr Elend zu verstehen und ihnen zu helfen. Dank der Einfachheit des Herzens werden wir niemals Hass, böse Wünsche, Groll oder andere böse Gedanken in unsere Herzen einziehen lassen. Alles wird uns Gott näher bringen.

Gespräch mit Christus: Herr, hilf mir, durch dieses Gebet in der Einfachheit des Herzens zu wachsen und zu erkennen, dass alles in meinem Leben aus deiner liebenden Hand hervorgeht.

Vorsatz:  Ich will meinen Geist des Glaubens erneuern, damit ich alles, was mir heute geschieht, als Teil der liebenden Vorsehung Gottes erkenne.

 

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