Samstag, 6. Juli 2013

Fasten und Feiern


Tägliche Meditationen - 6. Juli 2013

Samstag der dreizehnten Woche im Jahreskreis
Maria Goretti, Märtyrerin

P. Jeffrey Bowker LC

Mt 9,1417
Da kamen die Jünger des Johannes zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten. Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch wieder ab und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche. Sonst reißen die Schläuche, der Wein läuft aus und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein füllt man in neue Schläuche, dann bleibt beides erhalten.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme zu dir in dieser Betrachtung und bin bereit, alles zu tun, worum du mich bittest. Mir selbst überlassen nehme ich oft den leichten und bequemen Weg, ich weiß aber, dass der Weg eines Christen durch das enge Tor hindurch führt. In dir habe ich den Grund gefunden, um den leichten Weg zu verlassen und den vollkommeneren Weg der Liebe zu gehen. Ich bin bereit, von dir zu lernen, was es heißt, dir nachzufolgen.

Bitte: Herr, hilf mir, den Wert des Fastens in meinem Leben von neuem schätzen zu lernen.

1.  Hunger nach Gott. Fasten soll einen festen Platz im Leben eines Menschen haben, der nach Heiligkeit strebt. Fasten hat wie das Gebot der Armut die Bedeutung, sich bewusst eines natürlichen Gutes zu enthalten, damit die Seele empfänglicher für die übernatürlichen Gaben des Geistes wird. Unser „Fleisch“ soll ruhiger werden, damit wir den geistigen Hunger nach Gott besser spüren können. Wie die Israeliten in der Wüste Hunger erfahren mussten, um das Brot des Himmels in der Gabe des Mannas würdiger empfangen zu können, so müssen auch wir in unserem Leben den Platz bereiten und das beseitigen, was uns von dem Gut ablenkt, was wirklich wichtig und heilig ist.

2. Den Zweck respektieren. Frömmigkeit ist kein Ziel für sich. Sie dient dem letzten Ziel des geistlichen Lebens: die Vereinigung mit Christus. Christus muss die Jünger des Johannes von einer übertriebenen Strenge ihres geistlichen Lebens befreien, eines Lebens, das Gott als eigentliches Objekt aus seiner Sicht verloren hat. Geistiger Stolz kann unbemerkt in den Menschen wachsen, die bestimmte Formen der Andacht und der Entbehrung um ihrer selbst willen auf sich nehmen. Bei allen Dingen, auch bei den geistigen, müssen wir den eigentlichen Zweck im Blick behalten. Wenn geistliche Übungen uns nicht dazu führen, Gottes Willen und seine Gegenwart mit größerer Liebe zu leben, dann haben sie keinen Nutzen für uns.

3. Fasten und Leiden führen zu einem geistlichen Fest. Augenblicke des Leidens und Tage der Trauer müssen alle Menschen erfahren. Das Fasten, welches die Jünger lebten und das die Kirche lebt, soll uns mit dem leidenden Christus vereinigen. Selbstverleugnung, um Gottes Willen zu tun, wird zur Teilhabe am Erlösungswerk Christi. Die engsten Freunde Christi wollen ihm in seinem Leiden und in seinen Entbehrungen ähnlich werden, und durch das Annehmen ihrer Leiden machen sie sein Opfer der Ganzhingabe für andere sichtbar. Möge der Auftrag, die Menschen und das Reich Gottes zu lieben, in mir einen großen Eifer entfachen, ein Leben in Verbindung mit Christus zu führen, damit ich bereit bin, mich selbst immer wieder zu verleugnen und die kommenden Leiden und Schwierigkeiten anzunehmen.

Gespräch mit Christus: Herr, hilf mir, ein wahres Leben der Hingabe und des Opfers zu führen. Erneuere in mir die Sehnsucht, dich mehr als alles andere zu suchen, damit alles, was ich in meinem Leben besitze, darauf ausgerichtet ist, dir besser zu dienen und deinen Namen zu verherrlichen.

Vorsatz:  Ich will ein besonderes Opfer bringen und eine lästige Pflicht, die mir auferlegt ist, aus Liebe zum leidenden Christus erfüllen und mich dadurch mit ihm mehr vereinen.


Fasten und Feiern

Fasten und Feiern

Samstag der dreizehnten Woche im Jahreskreis
Maria Goretti, Märtyrerin

P. Jeffrey Bowker LC

Mt 9,1417
Da kamen die Jünger des Johannes zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten. Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch wieder ab und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche. Sonst reißen die Schläuche, der Wein läuft aus und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein füllt man in neue Schläuche, dann bleibt beides erhalten.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme zu dir in dieser Betrachtung und bin bereit, alles zu tun, worum du mich bittest. Mir selbst überlassen nehme ich oft den leichten und bequemen Weg, ich weiß aber, dass der Weg eines Christen durch das enge Tor hindurch führt. In dir habe ich den Grund gefunden, um den leichten Weg zu verlassen und den vollkommeneren Weg der Liebe zu gehen. Ich bin bereit, von dir zu lernen, was es heißt, dir nachzufolgen.

Bitte: Herr, hilf mir, den Wert des Fastens in meinem Leben von neuem schätzen zu lernen.

1.  Hunger nach Gott. Fasten soll einen festen Platz im Leben eines Menschen haben, der nach Heiligkeit strebt. Fasten hat wie das Gebot der Armut die Bedeutung, sich bewusst eines natürlichen Gutes zu enthalten, damit die Seele empfänglicher für die übernatürlichen Gaben des Geistes wird. Unser „Fleisch“ soll ruhiger werden, damit wir den geistigen Hunger nach Gott besser spüren können. Wie die Israeliten in der Wüste Hunger erfahren mussten, um das Brot des Himmels in der Gabe des Mannas würdiger empfangen zu können, so müssen auch wir in unserem Leben den Platz bereiten und das beseitigen, was uns von dem Gut ablenkt, was wirklich wichtig und heilig ist.

2. Den Zweck respektieren. Frömmigkeit ist kein Ziel für sich. Sie dient dem letzten Ziel des geistlichen Lebens: die Vereinigung mit Christus. Christus muss die Jünger des Johannes von einer übertriebenen Strenge ihres geistlichen Lebens befreien, eines Lebens, das Gott als eigentliches Objekt aus seiner Sicht verloren hat. Geistiger Stolz kann unbemerkt in den Menschen wachsen, die bestimmte Formen der Andacht und der Entbehrung um ihrer selbst willen auf sich nehmen. Bei allen Dingen, auch bei den geistigen, müssen wir den eigentlichen Zweck im Blick behalten. Wenn geistliche Übungen uns nicht dazu führen, Gottes Willen und seine Gegenwart mit größerer Liebe zu leben, dann haben sie keinen Nutzen für uns.

3. Fasten und Leiden führen zu einem geistlichen Fest. Augenblicke des Leidens und Tage der Trauer müssen alle Menschen erfahren. Das Fasten, welches die Jünger lebten und das die Kirche lebt, soll uns mit dem leidenden Christus vereinigen. Selbstverleugnung, um Gottes Willen zu tun, wird zur Teilhabe am Erlösungswerk Christi. Die engsten Freunde Christi wollen ihm in seinem Leiden und in seinen Entbehrungen ähnlich werden, und durch das Annehmen ihrer Leiden machen sie sein Opfer der Ganzhingabe für andere sichtbar. Möge der Auftrag, die Menschen und das Reich Gottes zu lieben, in mir einen großen Eifer entfachen, ein Leben in Verbindung mit Christus zu führen, damit ich bereit bin, mich selbst immer wieder zu verleugnen und die kommenden Leiden und Schwierigkeiten anzunehmen.

Gespräch mit Christus: Herr, hilf mir, ein wahres Leben der Hingabe und des Opfers zu führen. Erneuere in mir die Sehnsucht, dich mehr als alles andere zu suchen, damit alles, was ich in meinem Leben besitze, darauf ausgerichtet ist, dir besser zu dienen und deinen Namen zu verherrlichen.

Vorsatz:  Ich will ein besonderes Opfer bringen und eine lästige Pflicht, die mir auferlegt ist, aus Liebe zum leidenden Christus erfüllen und mich dadurch mit ihm mehr vereinen.

 

Tägliche Meditationen - 6. Juli 2013

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Samstag, 5. Juli 2013

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