Montag, 29. Juli 2013

Die Auferstehung und das Leben


Tägliche Meditationen - 29. Juli 2013

Montag der siebzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Marta von Betanien

P. Walter Schu LC

Joh 11,1927
Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus. Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag. Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

Einführendes Gebet:  Herr, ich kann nicht anders als Martas Glauben zu bewundern, den sie selbst inmitten größten Schmerzes zum Ausdruck brachte. Hilf mir, so wie sie glauben zu können.

Bitte: Maria, hilf mir, fester zu glauben, dass dein Sohn die Auferstehung und das Leben ist. Hilf mir, den Glauben anderer mit seinen tröstenden Worten zu stärken.

1.  „Mein Bruder wäre nicht gestorben“. Marta liebte Jesus. Sie war eine Frau der Tat, die diente und organisierte und alles für ihre Liebe vorbereitete, und darum eilte sie Jesus entgegen, sobald sie hörte, dass er sich näherte. Als Marta ihren Meister erreichte, schüttete sie ihm ihr Herz aus, „halb mit einem Vorwurf, den sie nicht zurückhalten konnte, und halb mit einem Glauben, der durch nichts zu erschüttern war“ (William Barclay, Das Johannesevangelium, Band 2, 91): „Herr, wärest du dagewesen, wäre mein Bruder nicht gestorben.“ Als Christus Marta betrachtete, war ihr Gesicht voll Trauer – der Trauer der gesamten Menschheit angesichts des Todes einer geliebten Person – wie könnten diese Worte ihn nicht im Innersten berühren? Und doch folgte sofort Martas Glaubensbekenntnis: „Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.“ Der Herr tröstete Marta sofort mit Worten, die nur er sagen konnte: „Dein Bruder wird auferstehen.“

2. „Ich bin die Auferstehung und das Leben”. Marta antwortete Christus mit einem zweiten Glaubensbekenntnis. Das erste hatte sich auf seine Person bezogen; dieses war ein Bekenntnis des Glaubens an seine Lehre: die Auferstehung am letzten Tag. Angesichts solch eines Glaubens inmitten so großen Leidens konnte der Herr sich nicht zügeln. Er gab Marta eine Definition dessen, wer er ist, die den Christen über Jahrhunderte hinweg Licht geschenkt hat: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Wie tief müssen diese Worte Martas schmerzendes Herz, das vom Tod ihres Bruders verwundet war, getroffen haben! Wie tief haben sie unser Herz und unser Leben getroffen? Sind sie schon der Fels geworden, auf dem wir unsere ganze Existenz aufbauen?

3. „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt”. Christus offenbart Marta nicht nur, dass er die Auferstehung und das Leben ist, er offenbart auch jedem von uns, seinen Jüngern, die Folgen dieser unglaublichen Behauptung. „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ Auf was bezieht sich Christus mit diesen Worten, die nur Gott selbst äußern konnte? Sicherlich werden Christen, wenn sie sterben, nicht wie Lazarus von den Toten auferweckt. Wenn Christen sterben, werden sie für das ewige Leben geboren, ein Leben nie endender Freude mit der Dreifaltigkeit und allen Heiligen im Himmel. In der Präfation der Messe für die Verstorbenen heißt es im Römischen Messbuch: „Denn deinen Gläubigen, o Herr, wird das Leben gewandelt, nicht genommen. Und wenn die Herberge der irdischen Wohnung zerfällt, ist uns im Himmel eine ewige Wohnung bereitet.“ Haben wir schon begonnen, für die Dinge droben zu leben inmitten aller Prüfungen und Freuden unserer flüchtigen Tage auf dieser Erde?

Gespräch mit Christus: Herr, ich werde oft von den Geschäften des täglichen Lebens aufgehalten und vergesse die Nöte der anderen und verliere die Sicht für die Freuden des ewigen Lebens! Vergrößere meinen Glauben an dich und meinen Mut, deine Kraft und deinen Trost anderen mitzuteilen.

Vorsatz:  Ich werde nach einer Gelegenheit suchen, jemandem, der leidet oder besorgt ist, Christi Worte des Trostes zu sagen.


Die Auferstehung und das Leben

Die Auferstehung und das Leben

Montag der siebzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Marta von Betanien

P. Walter Schu LC

Joh 11,1927
Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus. Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag. Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

Einführendes Gebet:  Herr, ich kann nicht anders als Martas Glauben zu bewundern, den sie selbst inmitten größten Schmerzes zum Ausdruck brachte. Hilf mir, so wie sie glauben zu können.

Bitte: Maria, hilf mir, fester zu glauben, dass dein Sohn die Auferstehung und das Leben ist. Hilf mir, den Glauben anderer mit seinen tröstenden Worten zu stärken.

1.  „Mein Bruder wäre nicht gestorben“. Marta liebte Jesus. Sie war eine Frau der Tat, die diente und organisierte und alles für ihre Liebe vorbereitete, und darum eilte sie Jesus entgegen, sobald sie hörte, dass er sich näherte. Als Marta ihren Meister erreichte, schüttete sie ihm ihr Herz aus, „halb mit einem Vorwurf, den sie nicht zurückhalten konnte, und halb mit einem Glauben, der durch nichts zu erschüttern war“ (William Barclay, Das Johannesevangelium, Band 2, 91): „Herr, wärest du dagewesen, wäre mein Bruder nicht gestorben.“ Als Christus Marta betrachtete, war ihr Gesicht voll Trauer – der Trauer der gesamten Menschheit angesichts des Todes einer geliebten Person – wie könnten diese Worte ihn nicht im Innersten berühren? Und doch folgte sofort Martas Glaubensbekenntnis: „Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.“ Der Herr tröstete Marta sofort mit Worten, die nur er sagen konnte: „Dein Bruder wird auferstehen.“

2. „Ich bin die Auferstehung und das Leben”. Marta antwortete Christus mit einem zweiten Glaubensbekenntnis. Das erste hatte sich auf seine Person bezogen; dieses war ein Bekenntnis des Glaubens an seine Lehre: die Auferstehung am letzten Tag. Angesichts solch eines Glaubens inmitten so großen Leidens konnte der Herr sich nicht zügeln. Er gab Marta eine Definition dessen, wer er ist, die den Christen über Jahrhunderte hinweg Licht geschenkt hat: „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ Wie tief müssen diese Worte Martas schmerzendes Herz, das vom Tod ihres Bruders verwundet war, getroffen haben! Wie tief haben sie unser Herz und unser Leben getroffen? Sind sie schon der Fels geworden, auf dem wir unsere ganze Existenz aufbauen?

3. „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt”. Christus offenbart Marta nicht nur, dass er die Auferstehung und das Leben ist, er offenbart auch jedem von uns, seinen Jüngern, die Folgen dieser unglaublichen Behauptung. „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ Auf was bezieht sich Christus mit diesen Worten, die nur Gott selbst äußern konnte? Sicherlich werden Christen, wenn sie sterben, nicht wie Lazarus von den Toten auferweckt. Wenn Christen sterben, werden sie für das ewige Leben geboren, ein Leben nie endender Freude mit der Dreifaltigkeit und allen Heiligen im Himmel. In der Präfation der Messe für die Verstorbenen heißt es im Römischen Messbuch: „Denn deinen Gläubigen, o Herr, wird das Leben gewandelt, nicht genommen. Und wenn die Herberge der irdischen Wohnung zerfällt, ist uns im Himmel eine ewige Wohnung bereitet.“ Haben wir schon begonnen, für die Dinge droben zu leben inmitten aller Prüfungen und Freuden unserer flüchtigen Tage auf dieser Erde?

Gespräch mit Christus: Herr, ich werde oft von den Geschäften des täglichen Lebens aufgehalten und vergesse die Nöte der anderen und verliere die Sicht für die Freuden des ewigen Lebens! Vergrößere meinen Glauben an dich und meinen Mut, deine Kraft und deinen Trost anderen mitzuteilen.

Vorsatz:  Ich werde nach einer Gelegenheit suchen, jemandem, der leidet oder besorgt ist, Christi Worte des Trostes zu sagen.

 

Tägliche Meditationen - 29. Juli 2013

close
Montag, 28. Juli 2013

Direktlink senden

http://www.regnumchristi.org/de/component/k2/item/1207-die-auferstehung-und-das-leben/

Diesen Artikel empfehlen:



To listen to this song, you need the latest Flash-Player and active javascript in your browser.