Sonntag, 4. August 2013

Des Reichen Torheit


Tägliche Meditationen - 4. August 2013

Achtzehnter Sonntag im Jahreskreis

P. Patrick Murphy LC

Lk 12,1321
Einer aus der Volksmenge bat Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen. Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht? Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt. Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll. Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freu dich des Lebens! Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast? So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.

Einführendes Gebet:  Herr Jesus, ich glaube, dass du willst, dass ich Vertrauen in dich habe, ein Vertrauen, das vorbehaltlos auf deine Worte hört. Ich hoffe auf deine Worte und vertraue nicht auf meine eigene Kraft und meinen eigenen Verstand. Ich liebe dich. Du erstaunst mich immer wieder, wenn du mir zeigst, wie du Dinge anders tust, als ich sie mir vorstelle.

Bitte: Herr, lass mich dich mit ganzem Herzen, mit ganzem Verstand, mit all meiner Seele und all meiner Kraft lieben.

1.  Vorsicht vor der Habgier. „Hütet euch vor jeder Art von Habgier…“ Habgier entsteht, wenn wir die materiellen Dinge und deren Besitz auf selbstsüchtige und ungeordnete Weise lieben. Gott schuf diese „Dinge“ – die materielle Wirklichkeit – mit bestimmter Absicht: sie sollen uns dabei helfen, unsere Mission in diesem Leben zu erfüllen. Die Gefahr besteht aber, dass wir diese Dinge über alle Maßen lieben und Reichtum um seiner selbst willen anhäufen wollen, anstatt sie dazu zu benützen, unsere Mission zu erfüllen und unsere Seele zu retten.

2. Ein Herz, eine Liebe. Jesus ruft uns dazu auf, Gott, unseren Herrn, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit all unserer Kraft und mit all unserem Verstand zu lieben. Wir haben nur ein Herz, eine Seele, einen Willen und einen Verstand. Wenn ich materiellen Reichtum auf ungeordnete Weise liebe, dann werden mein Herz, meine Seele geteilt und gleichzeitig in verschiedene Richtungen gezogen. Und dann bin ich nicht mehr fähig, Gott mit vollkommener und treuer Liebe zu lieben. Mit geteiltem Herzen ist meine Liebe zu ihm und allen anderen schwach und verwässert.

3. Spät habe ich geliebt… „Spät habe ich dich geliebt, o Schönheit, immer alt, immer neu, spät habe ich dich geliebt. Du warst in mir, und ich suchte dich in den äußeren Dingen; Ich suchte dich, und elend wie ich war, suchte ich das Geschaffene, ich ließ mich festhalten von den wunderbaren Werken deiner Hände“ (Hl. Augustinus, Bekenntnisse). Was meine Liebe verwässert, ist die ungeordnete Liebe zu den Dingen, die Gott geschaffen hat. Unser Herz kann viele Personen und Dinge lieben (Gott, Eltern, Kinder, Freunde), aber nur bis einem gewissen Grad ist es fähig, sich auf eines davon zu konzentrieren. Wenn wir Gott an erster Stelle lieben, gleicht das dem Benutzen einer Lupe. Die Sonnenstrahlen, das heißt die Liebe, die wir zu vielen Personen und Dingen haben, werden durch diese Lupe gebündelt und zu einem mächtigen Strahl vergrößert. Wenn wir Gott an erster Stelle lieben, wird auch die Liebe zu den anderen und der Welt vermehrt und intensiviert.

Gespräch mit Christus: Herr, du hast mein Herz für die Liebe geschaffen. Oft verliebe ich mich in die Dinge, die du geschaffen hast. Ich kann sie sogar mehr lieben als dich und somit vergessen, dass du ihr Schöpfer bist und sie mir gegeben hast, damit sie mich zu dir führen. Hilf mir, dich über alles zu lieben, dir zu danken und dich auf vielfältige Weise zu preisen.

Vorsatz:  Ich will mich fragen, was ich alles liebe und mir von neuem vornehmen, Gott an die erste Stelle zu setzen.


Des Reichen Torheit

Des Reichen Torheit

Achtzehnter Sonntag im Jahreskreis

P. Patrick Murphy LC

Lk 12,1321
Einer aus der Volksmenge bat Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen. Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht? Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt. Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll. Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink und freu dich des Lebens! Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast? So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.

Einführendes Gebet:  Herr Jesus, ich glaube, dass du willst, dass ich Vertrauen in dich habe, ein Vertrauen, das vorbehaltlos auf deine Worte hört. Ich hoffe auf deine Worte und vertraue nicht auf meine eigene Kraft und meinen eigenen Verstand. Ich liebe dich. Du erstaunst mich immer wieder, wenn du mir zeigst, wie du Dinge anders tust, als ich sie mir vorstelle.

Bitte: Herr, lass mich dich mit ganzem Herzen, mit ganzem Verstand, mit all meiner Seele und all meiner Kraft lieben.

1.  Vorsicht vor der Habgier. „Hütet euch vor jeder Art von Habgier…“ Habgier entsteht, wenn wir die materiellen Dinge und deren Besitz auf selbstsüchtige und ungeordnete Weise lieben. Gott schuf diese „Dinge“ – die materielle Wirklichkeit – mit bestimmter Absicht: sie sollen uns dabei helfen, unsere Mission in diesem Leben zu erfüllen. Die Gefahr besteht aber, dass wir diese Dinge über alle Maßen lieben und Reichtum um seiner selbst willen anhäufen wollen, anstatt sie dazu zu benützen, unsere Mission zu erfüllen und unsere Seele zu retten.

2. Ein Herz, eine Liebe. Jesus ruft uns dazu auf, Gott, unseren Herrn, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit all unserer Kraft und mit all unserem Verstand zu lieben. Wir haben nur ein Herz, eine Seele, einen Willen und einen Verstand. Wenn ich materiellen Reichtum auf ungeordnete Weise liebe, dann werden mein Herz, meine Seele geteilt und gleichzeitig in verschiedene Richtungen gezogen. Und dann bin ich nicht mehr fähig, Gott mit vollkommener und treuer Liebe zu lieben. Mit geteiltem Herzen ist meine Liebe zu ihm und allen anderen schwach und verwässert.

3. Spät habe ich geliebt… „Spät habe ich dich geliebt, o Schönheit, immer alt, immer neu, spät habe ich dich geliebt. Du warst in mir, und ich suchte dich in den äußeren Dingen; Ich suchte dich, und elend wie ich war, suchte ich das Geschaffene, ich ließ mich festhalten von den wunderbaren Werken deiner Hände“ (Hl. Augustinus, Bekenntnisse). Was meine Liebe verwässert, ist die ungeordnete Liebe zu den Dingen, die Gott geschaffen hat. Unser Herz kann viele Personen und Dinge lieben (Gott, Eltern, Kinder, Freunde), aber nur bis einem gewissen Grad ist es fähig, sich auf eines davon zu konzentrieren. Wenn wir Gott an erster Stelle lieben, gleicht das dem Benutzen einer Lupe. Die Sonnenstrahlen, das heißt die Liebe, die wir zu vielen Personen und Dingen haben, werden durch diese Lupe gebündelt und zu einem mächtigen Strahl vergrößert. Wenn wir Gott an erster Stelle lieben, wird auch die Liebe zu den anderen und der Welt vermehrt und intensiviert.

Gespräch mit Christus: Herr, du hast mein Herz für die Liebe geschaffen. Oft verliebe ich mich in die Dinge, die du geschaffen hast. Ich kann sie sogar mehr lieben als dich und somit vergessen, dass du ihr Schöpfer bist und sie mir gegeben hast, damit sie mich zu dir führen. Hilf mir, dich über alles zu lieben, dir zu danken und dich auf vielfältige Weise zu preisen.

Vorsatz:  Ich will mich fragen, was ich alles liebe und mir von neuem vornehmen, Gott an die erste Stelle zu setzen.

 

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