Mittwoch, 15. Dezember 2010

Leitlinien für den Umgang mit dem verstorbenen Ordensgründer, P. Marcial Maciel LC


Der Generaldirektor gibt Leitlinien für die Legionäre Christi und das Regnum Christi bekannt

Logo RCLCRom, den 11. Dezember 2010. P. Álvaro Corcuera, Generaldirektor der Legionäre Christi, hat, mit der Genehmigung des päpstlichen Delegaten, Kardinal Velasio de Paolis, Vorgaben für einige Aspekte im Umgang der Kongregation und des Regnum Christi mit der Person von P. Marcial Maciel bekanntgegeben.

Das am 6. Dezember in diesem Zusammenhang ergangene Dekret ist Ergebnis zahlreicher Erwägungen, eingegangener Vorschläge und des erfolgten Austauschs unter den höheren Oberen der Kongregation. Diese äußerten bereits im März 2010 in ihrer gemeinsamen Erklärung zur Person des Gründers: „Gott hat in seinem geheimnisvollen Ratschluss P. Maciel als Werkzeug zur Gründung der Legion Christ und der Bewegung Regnum Christi erwählt, und wir danken Gott für das Gute, das er verwirklicht hat. Gleichzeitig erkennen wir mit Schmerz an, dass wir ihn angesichts der Schwere seiner Vergehen nicht mehr als vorbildlichen Christen und Priester betrachten können.“ Das Dekret gibt nun im Wesentlichen wider, was auf dieser Grundlage in der letzten Zeit schon Praxis geworden war:

  • In der institutionellen Kommunikation wird auf P. Marcial Maciel mit den Bezeichnungen „Gründer der Legionäre Christi und des Regnum Christi“ oder „Pater Maciel“ Bezug genommen. 
  • Es wird die Verfügung bestätigt, dass in den Zentren der Kongregation und des Regnum Christi keine Einzelfotografien oder Fotografien angebracht werden, auf denen er zusammen mit dem Heiligen Vater abgebildet ist.
  • Die mit der Person des Gründers in Verbindung stehenden Tagesdaten (Geburtstag, Taufe, Namenstag und Priesterweihe) werden nicht gefeiert. Der Todestag, 30. Januar, soll vor allem ein Tag des Gebets sein.
  • Die persönlichen Schriften des Gründers und seine Vorträge werden nicht zum Verkauf in Büchereien, Zentren oder Werken der Kongregation angeboten.
  • Die Grabstätte auf dem Friedhof von Cotija (Mexiko), wo die sterblichen Reste der Familie Maciel Degollado, von P. Maciel und anderen Legionären und gottgeweihten Mitgliedern des Regnum Christi ruhen, ist wie jedes andere christliche Begräbnisstätte als Ort des Gebetes für die ewige Ruhe der Verstorbenen zu betrachten.
  • Die Einkehr– und Bildungszentren in Cotija werden die gleichen Veranstaltungen anbieten wie bisher. Darüber hinaus soll dort eine Stätte des Gebetes, der Wiedergutmachung und der Buße eingerichtet werden.

Das Dekret gibt einleitend ferner vor, dass die Oberen und Direktoren, „gemäß den Kriterien dieses Dekrets, auch in den Angelegenheiten, die es nicht eigens regelt, unter Berücksichtigung des Empfindens ihrer Gemeinschaft“, handeln sollen. Außerdem lassen die Regelungen aus Rücksicht auf die persönliche Freiheit jedes einzelnen Mitglieds der Legionäre Christi und des Regnum Christi Spielraum dafür, dass diejenigen, die es wünschen, privat Fotografien des Gründers behalten, seine Texte lesen und seine Vorträge hören. Es spricht auch nichts dagegen, ohne Nennung der Quelle Inhalte dieser Schriften für die Predigt zu verwenden.

Beim Erlass des Dekrets brachte P. Álvaro Corcuera die Hoffnung zum Ausdruck, dass diese institutionelle Haltung allen Mitgliedern der Legionäre Christi und des Regnum Christi eine Hilfe sein wird, ihr Leben ganz auf Christus hin auszurichten und weiterhin in der christlichen Nächstenliebe verbunden zu bleiben. 


Leitlinien für den Umgang mit dem verstorbenen Ordensgründer, P. Marcial Maciel LC

Leitlinien für den Umgang mit dem verstorbenen Ordensgründer, P. Marcial Maciel LC

Logo RCLCRom, den 11. Dezember 2010. P. Álvaro Corcuera, Generaldirektor der Legionäre Christi, hat, mit der Genehmigung des päpstlichen Delegaten, Kardinal Velasio de Paolis, Vorgaben für einige Aspekte im Umgang der Kongregation und des Regnum Christi mit der Person von P. Marcial Maciel bekanntgegeben.

Das am 6. Dezember in diesem Zusammenhang ergangene Dekret ist Ergebnis zahlreicher Erwägungen, eingegangener Vorschläge und des erfolgten Austauschs unter den höheren Oberen der Kongregation. Diese äußerten bereits im März 2010 in ihrer gemeinsamen Erklärung zur Person des Gründers: „Gott hat in seinem geheimnisvollen Ratschluss P. Maciel als Werkzeug zur Gründung der Legion Christ und der Bewegung Regnum Christi erwählt, und wir danken Gott für das Gute, das er verwirklicht hat. Gleichzeitig erkennen wir mit Schmerz an, dass wir ihn angesichts der Schwere seiner Vergehen nicht mehr als vorbildlichen Christen und Priester betrachten können.“ Das Dekret gibt nun im Wesentlichen wider, was auf dieser Grundlage in der letzten Zeit schon Praxis geworden war:

  • In der institutionellen Kommunikation wird auf P. Marcial Maciel mit den Bezeichnungen „Gründer der Legionäre Christi und des Regnum Christi“ oder „Pater Maciel“ Bezug genommen. 
  • Es wird die Verfügung bestätigt, dass in den Zentren der Kongregation und des Regnum Christi keine Einzelfotografien oder Fotografien angebracht werden, auf denen er zusammen mit dem Heiligen Vater abgebildet ist.
  • Die mit der Person des Gründers in Verbindung stehenden Tagesdaten (Geburtstag, Taufe, Namenstag und Priesterweihe) werden nicht gefeiert. Der Todestag, 30. Januar, soll vor allem ein Tag des Gebets sein.
  • Die persönlichen Schriften des Gründers und seine Vorträge werden nicht zum Verkauf in Büchereien, Zentren oder Werken der Kongregation angeboten.
  • Die Grabstätte auf dem Friedhof von Cotija (Mexiko), wo die sterblichen Reste der Familie Maciel Degollado, von P. Maciel und anderen Legionären und gottgeweihten Mitgliedern des Regnum Christi ruhen, ist wie jedes andere christliche Begräbnisstätte als Ort des Gebetes für die ewige Ruhe der Verstorbenen zu betrachten.
  • Die Einkehr– und Bildungszentren in Cotija werden die gleichen Veranstaltungen anbieten wie bisher. Darüber hinaus soll dort eine Stätte des Gebetes, der Wiedergutmachung und der Buße eingerichtet werden.

Das Dekret gibt einleitend ferner vor, dass die Oberen und Direktoren, „gemäß den Kriterien dieses Dekrets, auch in den Angelegenheiten, die es nicht eigens regelt, unter Berücksichtigung des Empfindens ihrer Gemeinschaft“, handeln sollen. Außerdem lassen die Regelungen aus Rücksicht auf die persönliche Freiheit jedes einzelnen Mitglieds der Legionäre Christi und des Regnum Christi Spielraum dafür, dass diejenigen, die es wünschen, privat Fotografien des Gründers behalten, seine Texte lesen und seine Vorträge hören. Es spricht auch nichts dagegen, ohne Nennung der Quelle Inhalte dieser Schriften für die Predigt zu verwenden.

Beim Erlass des Dekrets brachte P. Álvaro Corcuera die Hoffnung zum Ausdruck, dass diese institutionelle Haltung allen Mitgliedern der Legionäre Christi und des Regnum Christi eine Hilfe sein wird, ihr Leben ganz auf Christus hin auszurichten und weiterhin in der christlichen Nächstenliebe verbunden zu bleiben. 

 

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