Donnerstag, 1. Oktober 2009

Ein Koch, ein Banker und ein Weltenbummler


Ganz verschiedene Wege führen neun Legionären Christi zur Ordensprofess.

Pressemitteilung - 13. September 2009

Betreff: Gestrige Feier der Ordensprofess von neun Legionären Christi in Bad Münstereifel

***

 

Kontakt:

Katholische Ordensgemeinschaft
Legionäre Christi
Kieshecker Weg 240
40468 Düsseldorf

Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Karl-Olaf Bergmann
Tel.: +49 (0) 211175404-22
Mobil: +49 (0) 17610232835
Fax: +49 (0) 211175404-20
E-Mail: kobergmann@arcol.org
Internet: www.legionaerechristi.org

Ein Koch, ein Banker und ein Weltenbummler – Ganz verschiedene
Wege führen neun Legionären Christi zur Ordensprofess

Am gestrigen 12. September 2009 legten neun Novizen in einem feierlichen
Gottesdienst in der Hauskapelle des Noviziats der Legionäre Christi in Bad
Münstereifel ihre ersten Ordensgelübde ab. Am Vorabend waren vier Deutsche
und ein Pole neu in das Noviziat aufgenommen worden.

Vor etwa 350 Gläubigen gelobten die neun jungen Männer für drei Jahre in Armut, Keuschheit und Gehorsam zu leben. Hauptzelebrant der heiligen Messe war P. Sylvester Heereman LC, Territorialdirektor für Mitteleuropa. Der Ordensobere betonte in seiner Predigt die Zeichenhaftigkeit eines Lebens nach den evangelischen Räten: „Ordensleute sind nicht die besseren Christen, geschweige denn die besseren Menschen. Sie sind auch nicht die religiös Überbegabten, die auf für den Normalsterblichen unerreichbaren Wolken weilen. Aber sie sind ein Zeichen für uns alle. Ein von Gott geschenktes Zeichen, das uns zeigen will: Jesus Christus lebt und bietet allen Menschen seine Freundschaft, seine Erlösung, seine Sendung an.

Auch in diesem Jahr war die Gruppe der Neuprofessen international: drei Deutsche, zwei Franzosen, zwei US-Amerikaner, ein Pole und ein Mexikaner. So verschieden wie ihre Herkunft sind auch ihre Biographien.

Br. Michael Lührmann wurde 1978 geboren und stammt aus Georgsmarienhütte (Bistum Osnabrück). Er ist gelernter Koch, absolvierte eine Hotelfachschule und das Fachabitur, und arbeitete bis zu seinem Eintritt ins Noviziat als „Customer Service Agent“.

Der gebürtige Westerwälder Br. Florian Grötsch wird dieses Jahr 24 Jahre alt. Bis 1999 lebte er in der Nähe von Frankfurt am Main, bevor er mit seinen Eltern und Geschwistern nach Mühldorf am Inn zog. Nach dem Abitur 2005 leistete er Zivildienst und ein freiwilliges soziales Jahr in Dallas.

Br. László Erffa wurde 1988 in Coburg geboren. Mit seiner Familie lebte er u.a. in Bonn, Pakistan, Indien, Berlin und Indonesien, wo er auch sein Abitur an der Deutschen Internationalen Schule in Jakarta ablegte. Er trat 2007 in das Noviziat in Bad Münstereifel ein.

Der in Lyon geborene Br. Benoît Terrenoir verbrachte seine Kindheit mit seinen drei Brüdern und zwei Schwestern in dem kleinen Alpendorf Notre Dame de Bellecombe, ganz in der Nähe des Mont Blanc. Als Jugendlicher entschloss er sich, in das Knabenseminar der Legionäre Christi in Frankreich einzutreten. Nach dem Abitur begann er das Noviziat in Bad Münstereifel.

Der zweite Franzose, Br. Maxime François-Marsal, 1989 in Neuilly-sur-Seine (bei Paris) geboren, lebte vor seinem Eintritt in das Noviziat mit seiner Familie in Wasqueal und Mouvaux (Bistum Lille in Nordfrankreich), und legte 2007 in Marcq en Baroeul das Abitur ab.

Br. Jeffrey Steele stammt aus Loveland/Cincinnati (USA). Dort wurde er 1989 geboren und verbrachte seine Kindheit zusammen mit seinem jüngeren Bruder und zwei jüngeren Schwestern. Nach dem Abitur im Knabenseminar der Legionäre Christi in New Hampshire (USA) begann er das Noviziat in Bad Münstereifel.

Als Ältester von sechs Geschwistern wurde Br. John Fuchsluger 1990 in Maryland/USA (Diözese Baltimore) geboren. Auch er machte am Knabenseminar in New Hampshire (USA) Abitur und kam von dort ins Noviziat nach Bad Münstereifel.

Br. Marcin Prokopek wurde 1985 in dem Dorf Kłyż, 100 Kilometer östlich von Krakau, im Bistum Tarnóv geboren. Nach dem Abitur 2004 leistete er ein freiwilliges soziales Jahr auf Mallorca und studierte danach zwei Jahre Umweltschutztechnik. 2007 trat er in das Noviziat ein.

1982 wurde Br. Enrique Sanromán als drittes von vier Kindern in Lagos de Moreno (Mexiko-Stadt) geboren. 16 Jahre lebte er in Guadalajara, bevor er in Mexiko-Stadt fünf Jahre Finanzwesen studierte und in einer Bank arbeitete. Das im Anschluss begonnene Masterstudium für Bank– und Finanzwesen brach er nach sechs Monaten ab und trat in das Noviziat ein.

Die jungen Ordensleute hatten vor ihrer Profess eine zweijährige Probezeit, das Noviziat, absolviert. In dieser Zeit hatten die jungen Männer die Möglichkeit, in der Stille und Zurückgezogenheit des Noviziats ihrer Berufung zum Ordensleben und Priester gezielt nachzugehen. Geprägt ist diese Phase durch Gebet, die Vertiefung der eigenen Beziehung zu Gott, der Kenntnis der Kongregation, ihrer Spiritualität und ihrer pastoralen Arbeitsbereiche. Am Ende dieser Zeit legen die jungen Männer, die ihrer Berufung sicherer geworden sind, ihre ersten zeitlichen Gelübde zunächst für drei Jahre ab. Nach dem Noviziat werden sie ihre Ausbildung mit den humanistischen Studien fortsetzen, an die sich ein Philosophie– und Theologiestudium und ein Pastoralpraktikum anschließen.

Die Legionäre Christi unterhalten seit 1991 ein Noviziat in Deutschland. 1995 übersiedelte die Gemeinschaft aus Platzgründen von Roetgen (Bistum Aachen) in das ehemalige Ursulineninternat in Bad Münstereifel (Erzbistum Köln).

 

Fotomaterial

- Ordensprofess 01: Während der feierlichen Ablegung der Profess.
- Ordensprofess 02: Gruppenbild nach der Profess. Br. Michael L., Br. John, Br. Florian, Br.
Enrique, Br. Laszlo, Br. Benoit, Br. Marcin, Br. Jeffrey, Br. Maxime (von links nach rechts).

 


Wir über uns

Die Legionäre Christi sind eine Priester-Kongregation päpstlichen Rechts. Sie wurde 1941 in Mexiko gegründet und 1948 bzw. 1965 auf diözesaner und weltkirchlicher Ebene anerkannt. Heute zählt die Ordensgemeinschaft über 800 Priester und etwa 2600 Aspiranten, Novizen und Ordensleute aus 38 Ländern. Sie unterhält in 22 Ländern 127 Niederlassungen. In Deutschland sind die Legionäre Christi seit 1988 tätig und haben heute Niederlassungen in Bad Münstereifel (Noviziat) und Düsseldorf (Territorialdirektion und Kommunität). Sie betreuen Mitglieder des Regnum Christi und begleiten deren Initiativen in 15 deutschen Bistümern und sind auch in anderen seelsorglichen Aufgaben tätig (z.B. Schulseelsorge, Pfarrmissionen, Exerzitien, Einkehrtage und Vorträge auf Anfrage).

Die in der jüngeren Vergangenheit bekannt gewordenen negativen Erkenntnisse aus dem Leben des Gründers der Legionäre Christi sind derzeit noch Gegenstand von näheren Untersuchungen. Die Ordensleitung widmet sich in enger Absprache mit dem Heiligen Stuhl der abschließenden Aufarbeitung. Anfang September diesen Jahres hat P. Sylvester Heereman in einem auch im Internet veröffentlichten Brief erneut um Verzeihung gebeten und Maßnahmen bekannt gegeben. Weitere Informationen unter www.regnumchristi.org/de.


Wofür stehen die Legionäre Christi?

• Für einen lebendigen, frohen Glauben an Jesus Christus.
• Für eine Spiritualität der Einheit und Nächstenliebe.
• Für eine zeitgemäße Verkündigung des katholischen Glaubens.
• Für seelsorglichen Dienst an Kindern und Jugendlichen, an Ehepaaren und Familien.
• Für katholische Institutionen in den Bereichen: Schule, Universität, Medienarbeit,
Entwicklungshilfe.


Ausbildungsweg in der Kongregation – „Vom Bruder zum Priester“

1. Phase: die Kandidatur. Während einer Zeit von zwei Monaten (meist zwischen Juli und September jeden Jahres) lernen junge Männer ab 18 Jahren mit dem Interesse an einem geistlichen Weg in der Ordensgemeinschaft diese aus der Nähe kennen und durchlaufen ein Vorbereitungsprogramm. Am Ende steht die Entscheidung, das Noviziat mit der Einkleidung zu beginnen oder den bisherigen Lebensweg weiter zu verfolgen.

2. Phase: das Noviziat. Diese zweijährige Probezeit gibt den jungen Männern die Möglichkeit, in der Stille und Zurückgezogenheit des Noviziates ihrer Berufung zum Ordensleben und Priester weiter gezielt nachzugehen. Geprägt ist diese Phase insbesondere durch Gebet, die Vertiefung der eigenen Beziehung zu Gott, der Kenntnis der Kongregation, ihrer Spiritualität und pastoralen Arbeitsbereiche. Am Ende der Probezeit legen die jungen Männer, die sich ihrer Berufung sicherer geworden sind, ihre ersten zeitlichen Gelübden der Armut, Keuschheit und des Gehorsams für drei Jahre ab.

3. Phase: die humanistischen Studien. Die jungen Ordensmänner studieren während eines Jahres in einem Ausbildungshaus der Kongregation die klassischen Sprachen Latein und Altgriechisch, finden Zugang zu den internationalen Meistern der Kunst, Literatur und Rhetorik, zur Geschichte der Völker, Länder und Nationen weltweit und üben sich in Rhetorik und Stilkunde.

4. Phase: das Studium der Philosophie. In vier oder acht Semestern absolvieren die Ordensmänner ein klassisches Studium der Philosophie, dass sie entweder mit dem Bakkalaureat oder dem Lizenziat abschließen.

5. Phase: das apostolische Praktikum. An die ersten vier Semester des Philosophiestudiums schließt sich meist eine Zeit von ca. drei Jahren der pastoralen Praxis an. In dieser Phase kommen die jungen Männer mit den vielfältigen Formen der Seelsorge in der Kongregation und der Ortskirche und vor allem mit Menschen aller Altersklassen und Gesellschaftsschichten in Berührung und machen wichtige Erfahrungen eines Lebens ganz im Dienste Gottes.

6. Phase: das Studium der Theologie. Nach Abschluss des Philosophiestudiums absolvieren die Ordensmänner das Studium der Theologie, das sie ebenfalls entweder mit dem Bakkalaureat oder dem Lizenziat abschließen. Im Verlauf der letzten Semester bereiten sie sich auf die Diakon– und schließlich die Priesterweihe vor. Dieser geht die Ablegung der ewigen Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams, durch die sich die Ordensleute auf Lebenszeit in den Dienst Gottes und der Menschen stellen, voraus.

7. Phase: die Priesterweihe und der Dienst als Priester in Kongregation und Kirche. Mit der Priesterweihe beginnt für die meisten der Ordensmänner eine neue Phase des pastoralen Einsatzes, nun im besonderen Dienst an den Menschen durch die Verkündigung des Evangeliums, die Seelsorge und die Spendung der Sakramente als Priester Christi. Die Priester der Legionäre Christi werden größtenteils in den vielfältigen pastoralen Werken der Kongregation eingesetzt.


Ein Koch, ein Banker und ein Weltenbummler

Ein Koch, ein Banker und ein Weltenbummler

Betreff: Gestrige Feier der Ordensprofess von neun Legionären Christi in Bad Münstereifel

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Kontakt:

Katholische Ordensgemeinschaft
Legionäre Christi
Kieshecker Weg 240
40468 Düsseldorf

Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Karl-Olaf Bergmann
Tel.: +49 (0) 211175404-22
Mobil: +49 (0) 17610232835
Fax: +49 (0) 211175404-20
E-Mail: kobergmann@arcol.org
Internet: www.legionaerechristi.org

Ein Koch, ein Banker und ein Weltenbummler – Ganz verschiedene
Wege führen neun Legionären Christi zur Ordensprofess

Am gestrigen 12. September 2009 legten neun Novizen in einem feierlichen
Gottesdienst in der Hauskapelle des Noviziats der Legionäre Christi in Bad
Münstereifel ihre ersten Ordensgelübde ab. Am Vorabend waren vier Deutsche
und ein Pole neu in das Noviziat aufgenommen worden.

Vor etwa 350 Gläubigen gelobten die neun jungen Männer für drei Jahre in Armut, Keuschheit und Gehorsam zu leben. Hauptzelebrant der heiligen Messe war P. Sylvester Heereman LC, Territorialdirektor für Mitteleuropa. Der Ordensobere betonte in seiner Predigt die Zeichenhaftigkeit eines Lebens nach den evangelischen Räten: „Ordensleute sind nicht die besseren Christen, geschweige denn die besseren Menschen. Sie sind auch nicht die religiös Überbegabten, die auf für den Normalsterblichen unerreichbaren Wolken weilen. Aber sie sind ein Zeichen für uns alle. Ein von Gott geschenktes Zeichen, das uns zeigen will: Jesus Christus lebt und bietet allen Menschen seine Freundschaft, seine Erlösung, seine Sendung an.

Auch in diesem Jahr war die Gruppe der Neuprofessen international: drei Deutsche, zwei Franzosen, zwei US-Amerikaner, ein Pole und ein Mexikaner. So verschieden wie ihre Herkunft sind auch ihre Biographien.

Br. Michael Lührmann wurde 1978 geboren und stammt aus Georgsmarienhütte (Bistum Osnabrück). Er ist gelernter Koch, absolvierte eine Hotelfachschule und das Fachabitur, und arbeitete bis zu seinem Eintritt ins Noviziat als „Customer Service Agent“.

Der gebürtige Westerwälder Br. Florian Grötsch wird dieses Jahr 24 Jahre alt. Bis 1999 lebte er in der Nähe von Frankfurt am Main, bevor er mit seinen Eltern und Geschwistern nach Mühldorf am Inn zog. Nach dem Abitur 2005 leistete er Zivildienst und ein freiwilliges soziales Jahr in Dallas.

Br. László Erffa wurde 1988 in Coburg geboren. Mit seiner Familie lebte er u.a. in Bonn, Pakistan, Indien, Berlin und Indonesien, wo er auch sein Abitur an der Deutschen Internationalen Schule in Jakarta ablegte. Er trat 2007 in das Noviziat in Bad Münstereifel ein.

Der in Lyon geborene Br. Benoît Terrenoir verbrachte seine Kindheit mit seinen drei Brüdern und zwei Schwestern in dem kleinen Alpendorf Notre Dame de Bellecombe, ganz in der Nähe des Mont Blanc. Als Jugendlicher entschloss er sich, in das Knabenseminar der Legionäre Christi in Frankreich einzutreten. Nach dem Abitur begann er das Noviziat in Bad Münstereifel.

Der zweite Franzose, Br. Maxime François-Marsal, 1989 in Neuilly-sur-Seine (bei Paris) geboren, lebte vor seinem Eintritt in das Noviziat mit seiner Familie in Wasqueal und Mouvaux (Bistum Lille in Nordfrankreich), und legte 2007 in Marcq en Baroeul das Abitur ab.

Br. Jeffrey Steele stammt aus Loveland/Cincinnati (USA). Dort wurde er 1989 geboren und verbrachte seine Kindheit zusammen mit seinem jüngeren Bruder und zwei jüngeren Schwestern. Nach dem Abitur im Knabenseminar der Legionäre Christi in New Hampshire (USA) begann er das Noviziat in Bad Münstereifel.

Als Ältester von sechs Geschwistern wurde Br. John Fuchsluger 1990 in Maryland/USA (Diözese Baltimore) geboren. Auch er machte am Knabenseminar in New Hampshire (USA) Abitur und kam von dort ins Noviziat nach Bad Münstereifel.

Br. Marcin Prokopek wurde 1985 in dem Dorf Kłyż, 100 Kilometer östlich von Krakau, im Bistum Tarnóv geboren. Nach dem Abitur 2004 leistete er ein freiwilliges soziales Jahr auf Mallorca und studierte danach zwei Jahre Umweltschutztechnik. 2007 trat er in das Noviziat ein.

1982 wurde Br. Enrique Sanromán als drittes von vier Kindern in Lagos de Moreno (Mexiko-Stadt) geboren. 16 Jahre lebte er in Guadalajara, bevor er in Mexiko-Stadt fünf Jahre Finanzwesen studierte und in einer Bank arbeitete. Das im Anschluss begonnene Masterstudium für Bank– und Finanzwesen brach er nach sechs Monaten ab und trat in das Noviziat ein.

Die jungen Ordensleute hatten vor ihrer Profess eine zweijährige Probezeit, das Noviziat, absolviert. In dieser Zeit hatten die jungen Männer die Möglichkeit, in der Stille und Zurückgezogenheit des Noviziats ihrer Berufung zum Ordensleben und Priester gezielt nachzugehen. Geprägt ist diese Phase durch Gebet, die Vertiefung der eigenen Beziehung zu Gott, der Kenntnis der Kongregation, ihrer Spiritualität und ihrer pastoralen Arbeitsbereiche. Am Ende dieser Zeit legen die jungen Männer, die ihrer Berufung sicherer geworden sind, ihre ersten zeitlichen Gelübde zunächst für drei Jahre ab. Nach dem Noviziat werden sie ihre Ausbildung mit den humanistischen Studien fortsetzen, an die sich ein Philosophie– und Theologiestudium und ein Pastoralpraktikum anschließen.

Die Legionäre Christi unterhalten seit 1991 ein Noviziat in Deutschland. 1995 übersiedelte die Gemeinschaft aus Platzgründen von Roetgen (Bistum Aachen) in das ehemalige Ursulineninternat in Bad Münstereifel (Erzbistum Köln).

 

Fotomaterial

- Ordensprofess 01: Während der feierlichen Ablegung der Profess.
- Ordensprofess 02: Gruppenbild nach der Profess. Br. Michael L., Br. John, Br. Florian, Br.
Enrique, Br. Laszlo, Br. Benoit, Br. Marcin, Br. Jeffrey, Br. Maxime (von links nach rechts).

 


Wir über uns

Die Legionäre Christi sind eine Priester-Kongregation päpstlichen Rechts. Sie wurde 1941 in Mexiko gegründet und 1948 bzw. 1965 auf diözesaner und weltkirchlicher Ebene anerkannt. Heute zählt die Ordensgemeinschaft über 800 Priester und etwa 2600 Aspiranten, Novizen und Ordensleute aus 38 Ländern. Sie unterhält in 22 Ländern 127 Niederlassungen. In Deutschland sind die Legionäre Christi seit 1988 tätig und haben heute Niederlassungen in Bad Münstereifel (Noviziat) und Düsseldorf (Territorialdirektion und Kommunität). Sie betreuen Mitglieder des Regnum Christi und begleiten deren Initiativen in 15 deutschen Bistümern und sind auch in anderen seelsorglichen Aufgaben tätig (z.B. Schulseelsorge, Pfarrmissionen, Exerzitien, Einkehrtage und Vorträge auf Anfrage).

Die in der jüngeren Vergangenheit bekannt gewordenen negativen Erkenntnisse aus dem Leben des Gründers der Legionäre Christi sind derzeit noch Gegenstand von näheren Untersuchungen. Die Ordensleitung widmet sich in enger Absprache mit dem Heiligen Stuhl der abschließenden Aufarbeitung. Anfang September diesen Jahres hat P. Sylvester Heereman in einem auch im Internet veröffentlichten Brief erneut um Verzeihung gebeten und Maßnahmen bekannt gegeben. Weitere Informationen unter www.regnumchristi.org/de.


Wofür stehen die Legionäre Christi?

• Für einen lebendigen, frohen Glauben an Jesus Christus.
• Für eine Spiritualität der Einheit und Nächstenliebe.
• Für eine zeitgemäße Verkündigung des katholischen Glaubens.
• Für seelsorglichen Dienst an Kindern und Jugendlichen, an Ehepaaren und Familien.
• Für katholische Institutionen in den Bereichen: Schule, Universität, Medienarbeit,
Entwicklungshilfe.


Ausbildungsweg in der Kongregation – „Vom Bruder zum Priester“

1. Phase: die Kandidatur. Während einer Zeit von zwei Monaten (meist zwischen Juli und September jeden Jahres) lernen junge Männer ab 18 Jahren mit dem Interesse an einem geistlichen Weg in der Ordensgemeinschaft diese aus der Nähe kennen und durchlaufen ein Vorbereitungsprogramm. Am Ende steht die Entscheidung, das Noviziat mit der Einkleidung zu beginnen oder den bisherigen Lebensweg weiter zu verfolgen.

2. Phase: das Noviziat. Diese zweijährige Probezeit gibt den jungen Männern die Möglichkeit, in der Stille und Zurückgezogenheit des Noviziates ihrer Berufung zum Ordensleben und Priester weiter gezielt nachzugehen. Geprägt ist diese Phase insbesondere durch Gebet, die Vertiefung der eigenen Beziehung zu Gott, der Kenntnis der Kongregation, ihrer Spiritualität und pastoralen Arbeitsbereiche. Am Ende der Probezeit legen die jungen Männer, die sich ihrer Berufung sicherer geworden sind, ihre ersten zeitlichen Gelübden der Armut, Keuschheit und des Gehorsams für drei Jahre ab.

3. Phase: die humanistischen Studien. Die jungen Ordensmänner studieren während eines Jahres in einem Ausbildungshaus der Kongregation die klassischen Sprachen Latein und Altgriechisch, finden Zugang zu den internationalen Meistern der Kunst, Literatur und Rhetorik, zur Geschichte der Völker, Länder und Nationen weltweit und üben sich in Rhetorik und Stilkunde.

4. Phase: das Studium der Philosophie. In vier oder acht Semestern absolvieren die Ordensmänner ein klassisches Studium der Philosophie, dass sie entweder mit dem Bakkalaureat oder dem Lizenziat abschließen.

5. Phase: das apostolische Praktikum. An die ersten vier Semester des Philosophiestudiums schließt sich meist eine Zeit von ca. drei Jahren der pastoralen Praxis an. In dieser Phase kommen die jungen Männer mit den vielfältigen Formen der Seelsorge in der Kongregation und der Ortskirche und vor allem mit Menschen aller Altersklassen und Gesellschaftsschichten in Berührung und machen wichtige Erfahrungen eines Lebens ganz im Dienste Gottes.

6. Phase: das Studium der Theologie. Nach Abschluss des Philosophiestudiums absolvieren die Ordensmänner das Studium der Theologie, das sie ebenfalls entweder mit dem Bakkalaureat oder dem Lizenziat abschließen. Im Verlauf der letzten Semester bereiten sie sich auf die Diakon– und schließlich die Priesterweihe vor. Dieser geht die Ablegung der ewigen Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams, durch die sich die Ordensleute auf Lebenszeit in den Dienst Gottes und der Menschen stellen, voraus.

7. Phase: die Priesterweihe und der Dienst als Priester in Kongregation und Kirche. Mit der Priesterweihe beginnt für die meisten der Ordensmänner eine neue Phase des pastoralen Einsatzes, nun im besonderen Dienst an den Menschen durch die Verkündigung des Evangeliums, die Seelsorge und die Spendung der Sakramente als Priester Christi. Die Priester der Legionäre Christi werden größtenteils in den vielfältigen pastoralen Werken der Kongregation eingesetzt.

 

Ganz verschiedene Wege führen neun Legionären Christi zur Ordensprofess.

Pressemitteilung - 13. September 2009

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