Montag, 23. Juli 2012

Sie lieben mich… Sie lieben mich nicht“


Tägliche Meditationen - 23. Juli 2012
Montag der sechzehnten Woche im Jahreskreis

Birgitta von Schweden, Ordensgründerin, Mitpatronin Europas

P. Patrick Murphy LC

Mt 12,3842
Zu dieser Zeit sagten einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu ihm: Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen. Er antwortete ihnen: Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein. Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona. Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.

Einführendes Gebet: Herr, mein Gebet wird nur wirksam sein, wenn ich in Demut vor dir stehe. So nähere ich mich dir mit Sanftmut und Demut des Herzens. Ich habe ein unendliches Verlangen nach dir und deiner Gnade. Der Gedanke daran hilft mir, in der Demut zu wachsen. Ich vertraue dir und deiner Gnade. Ich danke dir für das unschätzbare Geschenk deiner Liebe.

Bitte: Herr, hilf mir so zu lieben, wie du liebst – mit hingebungsvoller Großzügigkeit.

1. Die Hürde des Hochmutes. „Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen.“ Die Beziehung der Schriftgelehrten und Pharisäer zu Jesus ist einseitig. Sie verlangen von ihm, dass er ihnen ein Zeichen gibt, wenn er sich ihrer Wertschätzung würdig erweisen will, während sie ihm gegenüber schon im Voraus kaltherzig jede erdenkliche Offenheit versagen. Hochmut stellt unmögliche Anforderungen an andere und ist so lange nicht zufrieden, bis diesen Forderungen entsprochen wird. Folglich ist der Hochmut niemals zufrieden. Er ist der Grund für Ressentiments, Verbitterung und letztlich Zerstörung von Beziehungen. Statt an Christus Forderungen zu stellen, sollten wir zuvor Forderungen an uns selbst stellen. Wir sollten von uns fordern, in der Nachfolge des Herrn in Demut, Selbstlosigkeit und authentischer Liebe zu wachsen.

2. Zu lieben oder nicht zu lieben. In seiner Enzyklika Deus Caritas est lehrt Papst Benedikt XVI. über die sich selbst-hingebende Liebe. Unter Hinweis auf das Hohelied schreibt er: „Die Gedichte, aus denen dieses Buch besteht, waren ursprünglich Liebeslieder, die vielleicht einer israelitischen Hochzeitsfeier zugedacht waren, bei der sie die eheliche Liebe verherrlichen sollten. Dabei ist es sehr lehrreich, dass im Aufbau des Buches zwei verschiedene Wörter für ´Liebe´ stehen. Da ist zunächst das Wort dodim , ein Plural, der die noch unsichere, unbestimmt suchende Liebe meint. Dieses Wort wird dann durch ahaba abgelöst. Im Gegensatz zu der noch suchenden und unbestimmten Liebe ist darin die Erfahrung von Liebe ausgedrückt, die nun wirklich Entdeckung des anderen ist und so den egoistischen Zug überwindet, der vorher noch deutlich waltete. Liebe wird nun Sorge um den anderen und für den anderen. Sie will nicht mehr sich selbst, das Versinken in die Trunkenheit des Glücks, sie will das Gute für den Geliebten: sie wird Verzicht, sie wird bereit zum Opfer, ja sie will es“ (Nr. 6).

3. Ninive und die Liebe. Jesus lehrt uns, dass die Männer von Ninive beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen werden. Der Grund dafür ist, dass die Zeitgenossen des Jona sich nach seiner Predigt bekehrt hatten. Wahre selbsthingebende Liebe beginnt mit der Umkehr. Wenn ich umkehre, erkenne ich Gott, der all meine Liebe wert ist. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn oft so wenig geliebt oder ihn beleidigt habe, ihn, der doch die umfassende Liebe ist. Umkehr aus Liebe bedeutet, mein Wollen liebevoll auf den anderen auszurichten. Das ist eine Form der selbsthingebenden Liebe, die wir in unserem Leben jederzeit ausüben können.

Gespräch mit Christus: Herr, ich liebe dich. Ich will in der selbsthingebenden Liebe wachsen. Meine Liebe ist schwach und kurzlebig. Herr, schenke mir die Gnade, dass ich heute immer wieder daran arbeite, ein reuevolles Herz zu haben, damit ich dich wieder neu lieben kann.

Vorsatz: Heute will ich mich in der Reue üben, um in der tätigen Liebe zu wachsen.


„Sie lieben mich… Sie lieben mich nicht“

Sie lieben mich… Sie lieben mich nicht“

Birgitta von Schweden, Ordensgründerin, Mitpatronin Europas

P. Patrick Murphy LC

Mt 12,3842
Zu dieser Zeit sagten einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu ihm: Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen. Er antwortete ihnen: Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein. Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona. Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.

Einführendes Gebet: Herr, mein Gebet wird nur wirksam sein, wenn ich in Demut vor dir stehe. So nähere ich mich dir mit Sanftmut und Demut des Herzens. Ich habe ein unendliches Verlangen nach dir und deiner Gnade. Der Gedanke daran hilft mir, in der Demut zu wachsen. Ich vertraue dir und deiner Gnade. Ich danke dir für das unschätzbare Geschenk deiner Liebe.

Bitte: Herr, hilf mir so zu lieben, wie du liebst – mit hingebungsvoller Großzügigkeit.

1. Die Hürde des Hochmutes. „Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen.“ Die Beziehung der Schriftgelehrten und Pharisäer zu Jesus ist einseitig. Sie verlangen von ihm, dass er ihnen ein Zeichen gibt, wenn er sich ihrer Wertschätzung würdig erweisen will, während sie ihm gegenüber schon im Voraus kaltherzig jede erdenkliche Offenheit versagen. Hochmut stellt unmögliche Anforderungen an andere und ist so lange nicht zufrieden, bis diesen Forderungen entsprochen wird. Folglich ist der Hochmut niemals zufrieden. Er ist der Grund für Ressentiments, Verbitterung und letztlich Zerstörung von Beziehungen. Statt an Christus Forderungen zu stellen, sollten wir zuvor Forderungen an uns selbst stellen. Wir sollten von uns fordern, in der Nachfolge des Herrn in Demut, Selbstlosigkeit und authentischer Liebe zu wachsen.

2. Zu lieben oder nicht zu lieben. In seiner Enzyklika Deus Caritas est lehrt Papst Benedikt XVI. über die sich selbst-hingebende Liebe. Unter Hinweis auf das Hohelied schreibt er: „Die Gedichte, aus denen dieses Buch besteht, waren ursprünglich Liebeslieder, die vielleicht einer israelitischen Hochzeitsfeier zugedacht waren, bei der sie die eheliche Liebe verherrlichen sollten. Dabei ist es sehr lehrreich, dass im Aufbau des Buches zwei verschiedene Wörter für ´Liebe´ stehen. Da ist zunächst das Wort dodim , ein Plural, der die noch unsichere, unbestimmt suchende Liebe meint. Dieses Wort wird dann durch ahaba abgelöst. Im Gegensatz zu der noch suchenden und unbestimmten Liebe ist darin die Erfahrung von Liebe ausgedrückt, die nun wirklich Entdeckung des anderen ist und so den egoistischen Zug überwindet, der vorher noch deutlich waltete. Liebe wird nun Sorge um den anderen und für den anderen. Sie will nicht mehr sich selbst, das Versinken in die Trunkenheit des Glücks, sie will das Gute für den Geliebten: sie wird Verzicht, sie wird bereit zum Opfer, ja sie will es“ (Nr. 6).

3. Ninive und die Liebe. Jesus lehrt uns, dass die Männer von Ninive beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen werden. Der Grund dafür ist, dass die Zeitgenossen des Jona sich nach seiner Predigt bekehrt hatten. Wahre selbsthingebende Liebe beginnt mit der Umkehr. Wenn ich umkehre, erkenne ich Gott, der all meine Liebe wert ist. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich ihn oft so wenig geliebt oder ihn beleidigt habe, ihn, der doch die umfassende Liebe ist. Umkehr aus Liebe bedeutet, mein Wollen liebevoll auf den anderen auszurichten. Das ist eine Form der selbsthingebenden Liebe, die wir in unserem Leben jederzeit ausüben können.

Gespräch mit Christus: Herr, ich liebe dich. Ich will in der selbsthingebenden Liebe wachsen. Meine Liebe ist schwach und kurzlebig. Herr, schenke mir die Gnade, dass ich heute immer wieder daran arbeite, ein reuevolles Herz zu haben, damit ich dich wieder neu lieben kann.

Vorsatz: Heute will ich mich in der Reue üben, um in der tätigen Liebe zu wachsen.

 

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