Zurückgerufen an den Ort der ursprünglichen Berufung
Bruder Julian Storath nLC wurde am 16.11.1981 in Bad Neustadt an der Saale als viertes und jüngstes Kind geboren. Er hat zwei ältere Brüder und eine Schwester. Aufgewachsen im fränkischen Willmars an der Saale, begann er nach Abitur und Wehrdienst ein Maschinenbaustudium in Schmalkalden. Während des Studiums nahm er an geistlichen Exerzitien bei der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi in Bad Münstereifel teil, bei denen sich ihm die Frage nach der eigenen Berufung zum Ordensleben stellte. Diese Frage ließ ihn auch nach dem erfolgreich abgeschlossenen Studium und zwei Jahren im Beruf als Maschinenbauingenieur nicht mehr los. So trat er im September 2010 ins Noviziat in Bad Münstereifel ein.
„Schon immer hat mich die Welt der Maschinen fasziniert. Wie meine Mutter berichtet, habe ich schon als kleiner Junge grundsätzlich alles – seien es Spielzeuge oder Haushaltsgeräte – auseinandergebaut. Aus der Kindheitsgewohnheit wurde ein Berufstraum. Und so begann ich nach Schule und Wehrdienst das Maschinenbaustudium. Ich hatte auf Anhieb das Richtige gefunden… dachte ich. Wie kam es da, dass ich nach drei Semestern plötzlich dieses, mein Traumstudium, abbrach?
Es war im Jahr 2003. Ich hatte an Exerzitien im Noviziat in Bad Münstereifel teilgenommen. Und die gute dortige Atmosphäre, die Freundlichkeit der Brüder und Patres und das geordnete Gebetsleben hatten mich so sehr fasziniert, dass ich kurzerhand selber Novize werden und dieses Leben teilen wollte. Der beschauliche, inspirierende Alltag des Ordenslebens gefiel mir ebenso sehr wie die Tatsache, dort mit jungen Erwachsenen aus der ganzen Welt guten Fußball spielen zu können.
Doch nach zwei Wochen und einiger Überlegung nahm ich das Maschinenbaustudium zunächst wieder auf. Ich war mir einfach nicht sicher genug, und meine Reaktion erschien mir plötzlich überstürzt. Aus heutiger Sicht denke ich, dass dies eine gute Entscheidung war. Denn nach den weisen geistlichen Übungen des heiligen Ignatius soll man im Falle mangelnder Sicherheit den bereits eingeschlagenen Weg fortsetzen.
Diesen Weg, meinen eigenen Weg, setzte ich also fort. Sowohl damals als auch heute waren mir die Familie, die Freunde und der Sport sehr wichtig. Wir spielten gerne und oft Fußball im dorfeigenen Verein (wenn wir nicht auf dem Fußballplatz trainierten, übten wir auf unserem Hof das Freistoßschießen, worunter das Scheunentor mächtig zu leiden hatte). Mit meinen Brüdern und Freunden aus dem Dorf fuhr ich auch gern Skateboard (wir liebten es Hindernisse zu bauen, über sie hinweg zu springen und an Stahlstangen zu „sliden“ – hatten wir keine Hindernisse, so suchten wir uns welche…). Aber auch das Leben des Glaubens spielte bei uns stets eine große Rolle: Als Kind war ich zusammen mit meinem Bruder Messdiener, und mein Vater erklärte meinen Brüdern und mir einmal, dass er sicher sei, einer seiner Söhne werde einmal Priester. Die Vorahnungen meines Vaters ließen mich damals unberührt. Ich wollte meinen eigenen Weg gehen.
Mir hatte zwar im besagten Moment im Jahr 2003 die Sicherheit gefehlt, ob dieser, mein Weg, nicht vielleicht ins Ordensleben führte; aber ausgeschlossen hatte ich es eigentlich nie. So rumorten dieser Gedanke und die Erinnerung an das Noviziat weiter in mir. Das änderte sich auch nicht, als ich begann, als Ingenieur zu arbeiten. Das Berufsleben und verschiedene Reisen in viele Teile der Welt, die ich mit meinen Freunden und Brüdern unternahm, eröffneten mir zwar viele Perspektiven; doch keine davon war stark genug, um in mir den Gedanken ans Priestertum auszulöschen. Vielmehr blieb sie in mir, eine gewisse innere Unruhe, die mir zwar keineswegs den Frieden raubte, aber nach zwei Jahren Berufslebens doch immer stärker wurde. So stark, dass ich mich im Jahr 2010 entschloss, nach sieben Jahren an den Ort zurückzukehren, an dem alles begann: Nach Bad Münstereifel, wo ich im Sommer 2010 an der Kandidatur teilnahm. Dieser Schritt war entscheidend – und glücklicherweise auch nicht sehr schwer, da mich Pater Martin, an den ich mich wandte, auf unkomplizierte Weise einlud, die Zeit der Kandidatur zur Prüfung meines Weges zu nutzen. Ich betete, lernte und erlebte begeisterte Novizen, die ihren Tag mit Gebet, Studium und Sport verbrachten. Ich bemerkte, wie sie ihren Tag auf Christus ausrichten und alles geben, um Christus ins Zentrum ihres Lebens zu rücken. Genau das wollte ich auch. Das war mein Weg! Ich hatte ihn gefunden. So wurde ich im September 2010 ins Noviziat aufgenommen und versuche seitdem, ein Freund Jesu zu werden.“
Julian Storath nLC
Die Berufungsgeschichte von Julian Storath nLC

Der andere Weg Interview „Der Rundblick” mit Br. Klemens Langeder, Novize bei den Legionären Christi
Dr. Reinhard Lettmann Ein Leben als Bischof
Die Nähe Gottes bringen Wilfried Hagemann
Wie ich zum Glauben kam Die Berufungsgeschichte von Pater George Elsbett
Coworker werden im Regnum Christi? Gedanken einer Teilnehmerin anlässlich einer Einführungsveranstaltung.
„Lass los, vertrau!“ Die Berufungsgeschichte von Melanie Zoll, gottgeweihte Frau im Regnum Christi
„Spuren von Gott in der Welt hinterlassen“ Ein Interview mit den gottgeweihten Frauen des Regnum Christi
Lieben heißt Leben! Die Berufungsgeschichte von P. Thomas Gögele
Der Schlüssel ist die Liebe P. Valentin Gögele
In Treue zu Gott zuversichtlich in die Zukunft schauen Meine Vergangenheit und meine Zukunft in der Kongregation der Legionäre Christi - Interview mit P. Andreas Kramarz
Aufenthalt in Kenia öffnete Augen für Berufung Heimatprimiz von P. Joachim Richter
In Schule und Gemeinde Peter van Briel
Pfarrer, Internet– und Notfallseelsorger Michael Kenkel
„Du wirst bestimmt einmal Priester“ P. Martin Peter Baranowski
Vom Berufsschullehrer zum Glaubenslehrer P. Joachim Andreas Richter
Diener Christi im Heiligen Land Ein israelischer Priester erzählt seine Berufungsgeschichte
P. Jaroslav Nikolaus Lobkowicz
P. Tobias Völkl
P. Thiemo Klein
Interview mit P. Sylvester Heereman
Drei Brüder für Christus Alberto, Jesus und Andres werden gemeinsam zu Priestern geweiht
Pater Vincent McMahon, der Don Camillo der Niederlande Die Limburger Website Navenant berichtet über P. Vincent McMahon
Lass Gott Deine Geschichte schreiben Die Berufungsgeschichte von Br. Stefan Kavecky
Spät Berufener!? Nein: Spät Hörender! Die Berufungsgeschichte von Pfarrer Josef Kranzl
Die Berufungsgeschichte von P. Klaus Einsle
Herr, du hast mich geschaffen, sag mir wofür Die Berufungsgeschichte von P. Konstantin Ballestrem
Denjenigen, die Gott lieben, gelingt alles zum Guten Pater William Webster
„Die Jugend zu begleiten ist eine ungemein wichtige Aufgabe” Ein Ehepaar, das die verschiedenen Generationen von Novizen vor allem durch sein Gebet und seine Opfer begleitet hat
Unvergesslicher Maiabend Christopher Tappel wurde am
Auf der Suche… Die Berufungsgeschichte von Patricia Klein
Zeugnis beim Weltjugendtag
Die Spontanität Gottes Die Berufungsgeschichte von Sarah Jean Briemle
Erzbischof Robert Zollitsch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof von Freiburg
Kardinal Joachim Meisner Erzbischof von Köln
Ein neues Leben! Die Berufungsgeschichte von Gabriel Wendt
Bischof Joachim Wanke Diözesanbischof von Erfurt
Bischof Manfred Scheuer Diözesanbischof von Innsbruck
Kardinal Georg Sterzinsky Erzbischof von Berlin
Priester für Christus ausbilden Christoph Scholten
Bischof Felix Genn Bischof von Essen
Bischof Kurt Koch Bischof von Basel
Bischof Klaus Küng Österreichischer Familienbischof
Bischof Amédée Grab Bischof em. von Chur
Kardinal Karl Lehmann Bischof von Mainz
Die Entdeckung meiner Berufung: Benedikt
Erzbischof Hans-Josef Becker Erzbischof von Paderborn
Wenn man sich Gott ganz überlässt Die Berufungsgeschichte von Armin Georg Nagel
Folge mir jetzt nach Die Berufungsgeschichte von Martin Ribas
Priester werd´ ich nie! Die Berufungsgeschichte von Daniel Egervári nLC
In
Erzählung eines Pilgers Die Berufungsgeschichte von Bertalan Egervári nLC
Frucht für Zeit und Ewigkeit Die Berufungsgeschichte von Leonhard Meier nLC
Wenn Bischöfe nicht tanzen müssen… Die Berufungsgeschichte von Vincenz Heereman nLC