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Mittwoch, 4. Januar 2012

Zurückgerufen an den Ort der ursprünglichen Berufung


Die Berufungsgeschichte von Julian Storath nLC

Br. Julian Storath nLCBruder Julian Storath nLC wurde am 16.11.1981 in Bad Neustadt an der Saale als viertes und jüngstes Kind geboren. Er hat zwei ältere Brüder und eine Schwester. Aufgewachsen im fränkischen Willmars an der Saale, begann er nach Abitur und Wehrdienst ein Maschinenbaustudium in Schmalkalden. Während des Studiums nahm er an geistlichen Exerzitien bei der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi in Bad Münstereifel teil, bei denen sich ihm die Frage nach der eigenen Berufung zum Ordensleben stellte. Diese Frage ließ ihn auch nach dem erfolgreich abgeschlossenen Studium und zwei Jahren im Beruf als Maschinenbauingenieur nicht mehr los. So trat er im September 2010 ins Noviziat in Bad Münstereifel ein.

Schon immer hat mich die Welt der Maschinen fasziniert. Wie meine Mutter berichtet, habe ich schon als kleiner Junge grundsätzlich alles – seien es Spielzeuge oder Haushaltsgeräte – auseinandergebaut. Aus der Kindheitsgewohnheit wurde ein Berufstraum. Und so begann ich nach Schule und Wehrdienst das Maschinenbaustudium. Ich hatte auf Anhieb das Richtige gefunden… dachte ich. Wie kam es da, dass ich nach drei Semestern plötzlich dieses, mein Traumstudium, abbrach?

Es war im Jahr 2003. Ich hatte an Exerzitien im Noviziat in Bad Münstereifel teilgenommen. Und die gute dortige Atmosphäre, die Freundlichkeit der Brüder und Patres und das geordnete Gebetsleben hatten mich so sehr fasziniert, dass ich kurzerhand selber Novize werden und dieses Leben teilen wollte. Der beschauliche, inspirierende Alltag des Ordenslebens gefiel mir ebenso sehr wie die Tatsache, dort mit jungen Erwachsenen aus der ganzen Welt guten Fußball spielen zu können.

Doch nach zwei Wochen und einiger Überlegung nahm ich das Maschinenbaustudium zunächst wieder auf. Ich war mir einfach nicht sicher genug, und meine Reaktion erschien mir plötzlich überstürzt. Aus heutiger Sicht denke ich, dass dies eine gute Entscheidung war. Denn nach den weisen geistlichen Übungen des heiligen Ignatius soll man im Falle mangelnder Sicherheit den bereits eingeschlagenen Weg fortsetzen.

Auch regelmäßige körperliche Arbeit ist Teil der Ausbildung während der NoviziatszeitDiesen Weg, meinen eigenen Weg, setzte ich also fort. Sowohl damals als auch heute waren mir die Familie, die Freunde und der Sport sehr wichtig. Wir spielten gerne und oft Fußball im dorfeigenen Verein (wenn wir nicht auf dem Fußballplatz trainierten, übten wir auf unserem Hof das Freistoßschießen, worunter das Scheunentor mächtig zu leiden hatte). Mit meinen Brüdern und Freunden aus dem Dorf fuhr ich auch gern Skateboard (wir liebten es Hindernisse zu bauen, über sie hinweg zu springen und an Stahlstangen zu „sliden“ – hatten wir keine Hindernisse, so suchten wir uns welche…). Aber auch das Leben des Glaubens spielte bei uns stets eine große Rolle: Als Kind war ich zusammen mit meinem Bruder Messdiener, und mein Vater erklärte meinen Brüdern und mir einmal, dass er sicher sei, einer seiner Söhne werde einmal Priester. Die Vorahnungen meines Vaters ließen mich damals unberührt. Ich wollte meinen eigenen Weg gehen.

Mir hatte zwar im besagten Moment im Jahr 2003 die Sicherheit gefehlt, ob dieser, mein Weg, nicht vielleicht ins Ordensleben führte; aber ausgeschlossen hatte ich es eigentlich nie. So rumorten dieser Gedanke und die Erinnerung an das Noviziat weiter in mir. Das änderte sich auch nicht, als ich begann, als Ingenieur zu arbeiten. Das Berufsleben und verschiedene Reisen in viele Teile der Welt, die ich mit meinen Freunden und Brüdern unternahm, eröffneten mir zwar viele Perspektiven; doch keine davon war stark genug, um in mir den Gedanken ans Priestertum auszulöschen. Vielmehr blieb sie in mir, eine gewisse innere Unruhe, die mir zwar keineswegs den Frieden raubte, aber nach zwei Jahren Berufslebens doch immer stärker wurde. So stark, dass ich mich im Jahr 2010 entschloss, nach sieben Jahren an den Ort zurückzukehren, an dem alles begann: Nach Bad Münstereifel, wo ich im Sommer 2010 an der Kandidatur teilnahm. Dieser Schritt war entscheidend – und glücklicherweise auch nicht sehr schwer, da mich Pater Martin, an den ich mich wandte, auf unkomplizierte Weise einlud, die Zeit der Kandidatur zur Prüfung meines Weges zu nutzen. Ich betete, lernte und erlebte begeisterte Novizen, die ihren Tag mit Gebet, Studium und Sport verbrachten. Ich bemerkte, wie sie ihren Tag auf Christus ausrichten und alles geben, um Christus ins Zentrum ihres Lebens zu rücken. Genau das wollte ich auch. Das war mein Weg! Ich hatte ihn gefunden. So wurde ich im September 2010 ins Noviziat aufgenommen und versuche seitdem, ein Freund Jesu zu werden.“

Julian Storath nLC


Zurückgerufen an den Ort der ursprünglichen Berufung

Zurückgerufen an den Ort der ursprünglichen Berufung

Br. Julian Storath nLCBruder Julian Storath nLC wurde am 16.11.1981 in Bad Neustadt an der Saale als viertes und jüngstes Kind geboren. Er hat zwei ältere Brüder und eine Schwester. Aufgewachsen im fränkischen Willmars an der Saale, begann er nach Abitur und Wehrdienst ein Maschinenbaustudium in Schmalkalden. Während des Studiums nahm er an geistlichen Exerzitien bei der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi in Bad Münstereifel teil, bei denen sich ihm die Frage nach der eigenen Berufung zum Ordensleben stellte. Diese Frage ließ ihn auch nach dem erfolgreich abgeschlossenen Studium und zwei Jahren im Beruf als Maschinenbauingenieur nicht mehr los. So trat er im September 2010 ins Noviziat in Bad Münstereifel ein.

Schon immer hat mich die Welt der Maschinen fasziniert. Wie meine Mutter berichtet, habe ich schon als kleiner Junge grundsätzlich alles – seien es Spielzeuge oder Haushaltsgeräte – auseinandergebaut. Aus der Kindheitsgewohnheit wurde ein Berufstraum. Und so begann ich nach Schule und Wehrdienst das Maschinenbaustudium. Ich hatte auf Anhieb das Richtige gefunden… dachte ich. Wie kam es da, dass ich nach drei Semestern plötzlich dieses, mein Traumstudium, abbrach?

Es war im Jahr 2003. Ich hatte an Exerzitien im Noviziat in Bad Münstereifel teilgenommen. Und die gute dortige Atmosphäre, die Freundlichkeit der Brüder und Patres und das geordnete Gebetsleben hatten mich so sehr fasziniert, dass ich kurzerhand selber Novize werden und dieses Leben teilen wollte. Der beschauliche, inspirierende Alltag des Ordenslebens gefiel mir ebenso sehr wie die Tatsache, dort mit jungen Erwachsenen aus der ganzen Welt guten Fußball spielen zu können.

Doch nach zwei Wochen und einiger Überlegung nahm ich das Maschinenbaustudium zunächst wieder auf. Ich war mir einfach nicht sicher genug, und meine Reaktion erschien mir plötzlich überstürzt. Aus heutiger Sicht denke ich, dass dies eine gute Entscheidung war. Denn nach den weisen geistlichen Übungen des heiligen Ignatius soll man im Falle mangelnder Sicherheit den bereits eingeschlagenen Weg fortsetzen.

Auch regelmäßige körperliche Arbeit ist Teil der Ausbildung während der NoviziatszeitDiesen Weg, meinen eigenen Weg, setzte ich also fort. Sowohl damals als auch heute waren mir die Familie, die Freunde und der Sport sehr wichtig. Wir spielten gerne und oft Fußball im dorfeigenen Verein (wenn wir nicht auf dem Fußballplatz trainierten, übten wir auf unserem Hof das Freistoßschießen, worunter das Scheunentor mächtig zu leiden hatte). Mit meinen Brüdern und Freunden aus dem Dorf fuhr ich auch gern Skateboard (wir liebten es Hindernisse zu bauen, über sie hinweg zu springen und an Stahlstangen zu „sliden“ – hatten wir keine Hindernisse, so suchten wir uns welche…). Aber auch das Leben des Glaubens spielte bei uns stets eine große Rolle: Als Kind war ich zusammen mit meinem Bruder Messdiener, und mein Vater erklärte meinen Brüdern und mir einmal, dass er sicher sei, einer seiner Söhne werde einmal Priester. Die Vorahnungen meines Vaters ließen mich damals unberührt. Ich wollte meinen eigenen Weg gehen.

Mir hatte zwar im besagten Moment im Jahr 2003 die Sicherheit gefehlt, ob dieser, mein Weg, nicht vielleicht ins Ordensleben führte; aber ausgeschlossen hatte ich es eigentlich nie. So rumorten dieser Gedanke und die Erinnerung an das Noviziat weiter in mir. Das änderte sich auch nicht, als ich begann, als Ingenieur zu arbeiten. Das Berufsleben und verschiedene Reisen in viele Teile der Welt, die ich mit meinen Freunden und Brüdern unternahm, eröffneten mir zwar viele Perspektiven; doch keine davon war stark genug, um in mir den Gedanken ans Priestertum auszulöschen. Vielmehr blieb sie in mir, eine gewisse innere Unruhe, die mir zwar keineswegs den Frieden raubte, aber nach zwei Jahren Berufslebens doch immer stärker wurde. So stark, dass ich mich im Jahr 2010 entschloss, nach sieben Jahren an den Ort zurückzukehren, an dem alles begann: Nach Bad Münstereifel, wo ich im Sommer 2010 an der Kandidatur teilnahm. Dieser Schritt war entscheidend – und glücklicherweise auch nicht sehr schwer, da mich Pater Martin, an den ich mich wandte, auf unkomplizierte Weise einlud, die Zeit der Kandidatur zur Prüfung meines Weges zu nutzen. Ich betete, lernte und erlebte begeisterte Novizen, die ihren Tag mit Gebet, Studium und Sport verbrachten. Ich bemerkte, wie sie ihren Tag auf Christus ausrichten und alles geben, um Christus ins Zentrum ihres Lebens zu rücken. Genau das wollte ich auch. Das war mein Weg! Ich hatte ihn gefunden. So wurde ich im September 2010 ins Noviziat aufgenommen und versuche seitdem, ein Freund Jesu zu werden.“

Julian Storath nLC

 

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