Dienstag, 28. Juni 2011

Zu Pfingsten 2011


Aus Anlass des Pfingstfestes 2011 schrieb P. Álvaro Corcuera diesen Brief an die Mitglieder und Freunde der Bewegung Regnum Christi.

P. Álvaro Corcuera LCDein Reich komme!


Rom, den 12. Juni 2011

An die Legionäre Christi
An die gottgeweihten Mitglieder des Regnum Christi

 

Liebe Brüder und Schwestern in Christus,

heute feiern wir das Hochfest von Pfingsten und bitten Gott, dass diese Ausgießung des Heiligen Geistes bei uns auf offenstehende Herzen trifft und auf unsere Bereitschaft, das Herz von Ihm erneuern und von Seinen Gaben erfüllen zu lassen. Die Liebe Gottes wurde in uns ausgegossen durch den Heiligen Geist – wie uns die Schrift sagt – und diese Liebe ist unsere Kraftquelle und das, was unserem ganzen Leben Sinn verleiht.

Einer der Protagonisten beim Pfingstereignis ist zweifellos die allerseligste Jungfrau Maria, mit der die Apostel gemeinsam im Gebet ausharrten, in Erwartung des Heiligen. Geistes. Wir haben gerade den Monat Mai gefeiert, der ihr besonders gewidmet ist. Jetzt möchte ich einige Gedanken über die Beziehung zwischen Maria und dem Heiligen Geist aufgreifen.

Es hilft uns sehr, Maria zu betrachten, denn mit ihrem Beispiel zeigt sie uns, wie wir offen für die Eingebungen des Heiligen Geistes leben und wie wir uns von ihm leiten lassen können, wie der hl. Paulus sagt: „Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes“ (Röm 8, 14). Der Evangelist Lukas berichtet uns, dass Maria, kaum dass sie die Eingebung erhalten hatte, ihre Cousine zu besuchen, schnell zu ihr „eilte“. Sie lebte erfüllt von Gott, hörte beständig auf seine Stimme und entsprach ihr immer prompt und auf fügsame Weise. Wir sehen sie, wie sie Richtung Ain Karin geht und mit dem „süßen Gast der Seele“ einen ununterbrochenen Dialog führt, wie ein lebendiger Tempel der Gegenwart Gottes in der Welt.

Maria, voll der Gnade, ließ zu, dass der Geist an ihr und durch sie Großes tat. Ihr Leben war ein Loblied auf Gott. Sie befand sich zusammen mit den Aposteln im Abendmahlssaal, während diese beteten und das Kommen des Beistandes, des Trösters, den Christus ihnen verheißen hatte, erbaten. Er sollte sie zur vollen Wahrheit führen und ihnen so viele Dinge erklären, die Jesus ihnen nicht hatte sagen können, weil sie die Last noch nicht tragen konnten. Maria hatte in sich die Fruchtbarkeit und die Macht des Geistes, der sie überschattet hatte, erfahren. Deshalb war sie an Pfingsten anwesend und ist immer in der Kirche gegenwärtig, die bittet und fleht: „Komm, Heiliger Geist!“

Ich möchte Sie einladen, dieses Hochfest an der Hand Mariens und besonders im Geiste des Gebetes und der Fürbitte zu leben. Bitten wir Gott inständig darum, dass er jedem einzelnen von uns, der ganzen Legion und der Bewegung Regnum Christi die Gaben seines Geistes eingießen möge. In dieser so besonderen Phase unserer Geschichte muss uns der Heilige Geist zu Christus führen, damit die Legion immer mehr Ihm gehört; damit die Bewegung immer Sein ist, allein Ihm gehört. Jetzt, da die Apostolische Visitation des Zweigs für das gottgeweihte Leben ihrem Ende entgegengeht und die Legionäre sich mitten im Prozess der Revision der Konstitutionen befinden, bittet uns Gott, uns seinem Plan gegenüber zu öffnen, damit die Legion und das Regnum Christi so, wie Gott will, sein mögen. Keiner von uns besitzt die fertige Antwort, aber wir wissen, dass der auferstandene Christus alles neu macht (vgl. Offb 21, 5) und dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt (vgl. Röm 8, 28).

Dieser Prozess erfordert von jedem einzelnen von uns eine große Fähigkeit, von sich selbst abzusehen. Es ist notwendig zu akzeptieren, dass wir nicht alle Antworten kennen, aber „der Geist nimmt sich unserer Schwachheit an“ (Röm 8, 26). Die Gaben des Geistes sind so wunderbar, dass nur ein Herz, das leer von sich selbst ist, sie empfangen kann. Es geht nicht darum, den Heiligen Geist zu bitten, dass Er unseren persönlichen Ideen folgt, sondern darum, uns von Ihm leiten zu lassen, um seinen Willen zu erkennen. „Wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können“ (Röm 8, 26). Wie uns der Päpstliche Delegat geschrieben hat, „ist es nötig, dass jeder einzelne von uns, statt gegensätzliche Positionen zu schaffen, die der eigenen Sicht zum Durchbruch verhelfen wollen, auch auf die anderen schaut und offen und aufnahmebereit für die Bewertung der anderen ist. Wir sind angehalten, ausgehend von der Bewertung und den Beiträgen aller zu einer Unterscheidung der Geister zu gelangen, die uns auf den Weg des Wandels innerhalb der Kontinuität ein und desselben Lebens der Kongregation führt.“ Wir müssen sehr offen für den Geist leben, um auf diesem Weg voranzukommen.

Eine für den Heiligen Geist offene Seele lebt wie eingetaucht in die Atmosphäre der göttlichen Tugenden. Der Glaube lehrt uns, Gott in allen Ereignissen zu entdecken, auch in den Unannehmlichkeiten oder den eigenen Grenzen. Die übernatürliche Hoffnung befreit uns von Ängsten und Mutlosigkeit, die uns manchmal lähmen, und lässt uns mit unerschütterlicher Gewissheit den Triumph erwarten, der von Gott kommt. Die Liebe, die der Geist in unsere Herzen gießt, erfüllt uns mit kindlicher Liebe und gibt uns die Kraft, das Ideal trotz Müdigkeit oder Schwierigkeiten zu verfolgen. Das größte Bedürfnis der Legion und der Bewegung ist es, diese Tugenden in ihrer ganzen Tiefe zu leben. Das ist aber nicht etwas, was wir mit unserem eigenen Willen erreichen können, indem wir es uns einfach vornehmen. Es ist eine Gabe, die Gott uns geben möchte, wenn wir zulassen, dass der Heilige Geist unsere Herzen erfüllt und in uns das Feuer seiner Liebe entzündet.

Wir brauchen die Gabe der Gottesfurcht, damit unsere einzige Angst die sei, womöglich nicht auf den Ruf Gottes zur Heiligkeit zu antworten; die Gabe der Stärke, um im Kampf beharrlich zu bleiben und wie der hl. Paulus den guten Kampf zu kämpfen: „Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt“; wir brauchen die Gabe der Frömmigkeit, um völliges Vertrauen auf Gott Vater zu besitzen, der uns alle zu seinen Kindern macht und zu Brüdern, Gliedern desselben Leibes; wir brauchen die Gabe des Rates, um nicht gemäß der menschlichen Klugheit zu handeln, sondern um mit heiliger Kühnheit vorzugehen und uns vom Geist überraschen zu lassen; die Gabe der Erkenntnis, um Gottes Hand in unserer Geschichte zu entdecken; und die Gabe der Einsicht, um uns zu sehen, wie Gott uns sieht, uns zu kennen, wie Er uns kennt.

Bitten wir den Heiligen Geist, dass er uns helfe, täglich im Unterscheiden der Geister zu wachsen, um nicht zu erlauben, dass uns jemand um den Frieden und die innere Freude bringt oder dass ein Umstand in uns Mutlosigkeit, Furcht oder Misstrauen auslöst. Wir wissen, welche Früchte des Geistes wir so sehr brauchen: „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung“ (Gal 5,22). Gedanken und Gefühle, die diesen Früchten widersprechen, kommen nicht vom Heiligen Geist.

Der Heilige Geist muss uns wie die Apostel innerlich erneuern, damit wir furchtlos das Evangelium verkünden und damit uns nichts aufhalten oder spalten kann. Benedikt XVI. hat die Jugendlichen gelehrt, dass „die apostolische und missionarische Fruchtbarkeit nicht in erster Linie das Ergebnis von klug ausgearbeiteten und »wirksamen« pastoralen Programmen und Methoden [ist], sondern sie ist die Frucht des unaufhörlichen gemeinschaftlichen Gebetes. Die Wirksamkeit der Mission setzt außerdem voraus, dass die Gemeinden eins sind, das heißt »ein Herz und eine Seele« haben (vgl. Apg 4, 32)“ (Benedikt XVI., Botschaft an die Jugendlichen, Sydney 2008). Ich denke, dass uns Gott um mehr Gebet und mehr Liebe bittet, damit wir mehr apostolische Früchte bringen. In einigen Gemeinschaften und Apostolatswerken wurden spontan besondere Zeiten der Anbetung des Allerheiligsten organisiert. Die Eucharistie – schrieb Papst Benedikt – ist ein „ständiges Pfingstfest“. Dort entdecken wir, dass da, „wo unsere Kräfte nicht ausreichen, es der Heilige Geist ist, der uns verwandelt, uns seine Kraft schenkt und uns zu Zeugen macht, die vom missionarischen Eifer des auferstandenen Christus erfüllt sind.“ (ebd.).

Ich lade Sie ein, um die Gnade zu bitten, dass uns das Feuer des Geistes innerlich erneuert, und erforschen wir auch unser Gewissen im Hinblick auf unsere Fügsamkeit und Offenheit gegenüber dem Heiligen Geist. Bemühen wir uns um die Gnade, unser Herz mehr und mehr zu öffnen, damit wir ihn empfangen, damit Er in uns lebt und damit wir innerlich seinen Willen vor unserem eigenen annehmen, indem wir den Wunsch, die Ereignisse unseres eigenen Lebens zu kontrollieren und zu leiten, beiseite lassen und Gott erlauben, die Zügel in die Hand zu nehmen.

Maria, die im Abendmahlssaal mit den Aposteln im Gebet vereint war, möge uns immer begleiten und für alle Legionäre und gottgeweihten Mitglieder des Regnum Christi die Gnade eines neuen und beständigen Pfingstfestes in unserem Leben erlangen.

Ihr Bruder in Christus,

Álvaro Corcuera LC

(übersetzt aus dem spanischen Original)


Zu Pfingsten 2011

Zu Pfingsten 2011

P. Álvaro Corcuera LCDein Reich komme!


Rom, den 12. Juni 2011

An die Legionäre Christi
An die gottgeweihten Mitglieder des Regnum Christi

 

Liebe Brüder und Schwestern in Christus,

heute feiern wir das Hochfest von Pfingsten und bitten Gott, dass diese Ausgießung des Heiligen Geistes bei uns auf offenstehende Herzen trifft und auf unsere Bereitschaft, das Herz von Ihm erneuern und von Seinen Gaben erfüllen zu lassen. Die Liebe Gottes wurde in uns ausgegossen durch den Heiligen Geist – wie uns die Schrift sagt – und diese Liebe ist unsere Kraftquelle und das, was unserem ganzen Leben Sinn verleiht.

Einer der Protagonisten beim Pfingstereignis ist zweifellos die allerseligste Jungfrau Maria, mit der die Apostel gemeinsam im Gebet ausharrten, in Erwartung des Heiligen. Geistes. Wir haben gerade den Monat Mai gefeiert, der ihr besonders gewidmet ist. Jetzt möchte ich einige Gedanken über die Beziehung zwischen Maria und dem Heiligen Geist aufgreifen.

Es hilft uns sehr, Maria zu betrachten, denn mit ihrem Beispiel zeigt sie uns, wie wir offen für die Eingebungen des Heiligen Geistes leben und wie wir uns von ihm leiten lassen können, wie der hl. Paulus sagt: „Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes“ (Röm 8, 14). Der Evangelist Lukas berichtet uns, dass Maria, kaum dass sie die Eingebung erhalten hatte, ihre Cousine zu besuchen, schnell zu ihr „eilte“. Sie lebte erfüllt von Gott, hörte beständig auf seine Stimme und entsprach ihr immer prompt und auf fügsame Weise. Wir sehen sie, wie sie Richtung Ain Karin geht und mit dem „süßen Gast der Seele“ einen ununterbrochenen Dialog führt, wie ein lebendiger Tempel der Gegenwart Gottes in der Welt.

Maria, voll der Gnade, ließ zu, dass der Geist an ihr und durch sie Großes tat. Ihr Leben war ein Loblied auf Gott. Sie befand sich zusammen mit den Aposteln im Abendmahlssaal, während diese beteten und das Kommen des Beistandes, des Trösters, den Christus ihnen verheißen hatte, erbaten. Er sollte sie zur vollen Wahrheit führen und ihnen so viele Dinge erklären, die Jesus ihnen nicht hatte sagen können, weil sie die Last noch nicht tragen konnten. Maria hatte in sich die Fruchtbarkeit und die Macht des Geistes, der sie überschattet hatte, erfahren. Deshalb war sie an Pfingsten anwesend und ist immer in der Kirche gegenwärtig, die bittet und fleht: „Komm, Heiliger Geist!“

Ich möchte Sie einladen, dieses Hochfest an der Hand Mariens und besonders im Geiste des Gebetes und der Fürbitte zu leben. Bitten wir Gott inständig darum, dass er jedem einzelnen von uns, der ganzen Legion und der Bewegung Regnum Christi die Gaben seines Geistes eingießen möge. In dieser so besonderen Phase unserer Geschichte muss uns der Heilige Geist zu Christus führen, damit die Legion immer mehr Ihm gehört; damit die Bewegung immer Sein ist, allein Ihm gehört. Jetzt, da die Apostolische Visitation des Zweigs für das gottgeweihte Leben ihrem Ende entgegengeht und die Legionäre sich mitten im Prozess der Revision der Konstitutionen befinden, bittet uns Gott, uns seinem Plan gegenüber zu öffnen, damit die Legion und das Regnum Christi so, wie Gott will, sein mögen. Keiner von uns besitzt die fertige Antwort, aber wir wissen, dass der auferstandene Christus alles neu macht (vgl. Offb 21, 5) und dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt (vgl. Röm 8, 28).

Dieser Prozess erfordert von jedem einzelnen von uns eine große Fähigkeit, von sich selbst abzusehen. Es ist notwendig zu akzeptieren, dass wir nicht alle Antworten kennen, aber „der Geist nimmt sich unserer Schwachheit an“ (Röm 8, 26). Die Gaben des Geistes sind so wunderbar, dass nur ein Herz, das leer von sich selbst ist, sie empfangen kann. Es geht nicht darum, den Heiligen Geist zu bitten, dass Er unseren persönlichen Ideen folgt, sondern darum, uns von Ihm leiten zu lassen, um seinen Willen zu erkennen. „Wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können“ (Röm 8, 26). Wie uns der Päpstliche Delegat geschrieben hat, „ist es nötig, dass jeder einzelne von uns, statt gegensätzliche Positionen zu schaffen, die der eigenen Sicht zum Durchbruch verhelfen wollen, auch auf die anderen schaut und offen und aufnahmebereit für die Bewertung der anderen ist. Wir sind angehalten, ausgehend von der Bewertung und den Beiträgen aller zu einer Unterscheidung der Geister zu gelangen, die uns auf den Weg des Wandels innerhalb der Kontinuität ein und desselben Lebens der Kongregation führt.“ Wir müssen sehr offen für den Geist leben, um auf diesem Weg voranzukommen.

Eine für den Heiligen Geist offene Seele lebt wie eingetaucht in die Atmosphäre der göttlichen Tugenden. Der Glaube lehrt uns, Gott in allen Ereignissen zu entdecken, auch in den Unannehmlichkeiten oder den eigenen Grenzen. Die übernatürliche Hoffnung befreit uns von Ängsten und Mutlosigkeit, die uns manchmal lähmen, und lässt uns mit unerschütterlicher Gewissheit den Triumph erwarten, der von Gott kommt. Die Liebe, die der Geist in unsere Herzen gießt, erfüllt uns mit kindlicher Liebe und gibt uns die Kraft, das Ideal trotz Müdigkeit oder Schwierigkeiten zu verfolgen. Das größte Bedürfnis der Legion und der Bewegung ist es, diese Tugenden in ihrer ganzen Tiefe zu leben. Das ist aber nicht etwas, was wir mit unserem eigenen Willen erreichen können, indem wir es uns einfach vornehmen. Es ist eine Gabe, die Gott uns geben möchte, wenn wir zulassen, dass der Heilige Geist unsere Herzen erfüllt und in uns das Feuer seiner Liebe entzündet.

Wir brauchen die Gabe der Gottesfurcht, damit unsere einzige Angst die sei, womöglich nicht auf den Ruf Gottes zur Heiligkeit zu antworten; die Gabe der Stärke, um im Kampf beharrlich zu bleiben und wie der hl. Paulus den guten Kampf zu kämpfen: „Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt“; wir brauchen die Gabe der Frömmigkeit, um völliges Vertrauen auf Gott Vater zu besitzen, der uns alle zu seinen Kindern macht und zu Brüdern, Gliedern desselben Leibes; wir brauchen die Gabe des Rates, um nicht gemäß der menschlichen Klugheit zu handeln, sondern um mit heiliger Kühnheit vorzugehen und uns vom Geist überraschen zu lassen; die Gabe der Erkenntnis, um Gottes Hand in unserer Geschichte zu entdecken; und die Gabe der Einsicht, um uns zu sehen, wie Gott uns sieht, uns zu kennen, wie Er uns kennt.

Bitten wir den Heiligen Geist, dass er uns helfe, täglich im Unterscheiden der Geister zu wachsen, um nicht zu erlauben, dass uns jemand um den Frieden und die innere Freude bringt oder dass ein Umstand in uns Mutlosigkeit, Furcht oder Misstrauen auslöst. Wir wissen, welche Früchte des Geistes wir so sehr brauchen: „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung“ (Gal 5,22). Gedanken und Gefühle, die diesen Früchten widersprechen, kommen nicht vom Heiligen Geist.

Der Heilige Geist muss uns wie die Apostel innerlich erneuern, damit wir furchtlos das Evangelium verkünden und damit uns nichts aufhalten oder spalten kann. Benedikt XVI. hat die Jugendlichen gelehrt, dass „die apostolische und missionarische Fruchtbarkeit nicht in erster Linie das Ergebnis von klug ausgearbeiteten und »wirksamen« pastoralen Programmen und Methoden [ist], sondern sie ist die Frucht des unaufhörlichen gemeinschaftlichen Gebetes. Die Wirksamkeit der Mission setzt außerdem voraus, dass die Gemeinden eins sind, das heißt »ein Herz und eine Seele« haben (vgl. Apg 4, 32)“ (Benedikt XVI., Botschaft an die Jugendlichen, Sydney 2008). Ich denke, dass uns Gott um mehr Gebet und mehr Liebe bittet, damit wir mehr apostolische Früchte bringen. In einigen Gemeinschaften und Apostolatswerken wurden spontan besondere Zeiten der Anbetung des Allerheiligsten organisiert. Die Eucharistie – schrieb Papst Benedikt – ist ein „ständiges Pfingstfest“. Dort entdecken wir, dass da, „wo unsere Kräfte nicht ausreichen, es der Heilige Geist ist, der uns verwandelt, uns seine Kraft schenkt und uns zu Zeugen macht, die vom missionarischen Eifer des auferstandenen Christus erfüllt sind.“ (ebd.).

Ich lade Sie ein, um die Gnade zu bitten, dass uns das Feuer des Geistes innerlich erneuert, und erforschen wir auch unser Gewissen im Hinblick auf unsere Fügsamkeit und Offenheit gegenüber dem Heiligen Geist. Bemühen wir uns um die Gnade, unser Herz mehr und mehr zu öffnen, damit wir ihn empfangen, damit Er in uns lebt und damit wir innerlich seinen Willen vor unserem eigenen annehmen, indem wir den Wunsch, die Ereignisse unseres eigenen Lebens zu kontrollieren und zu leiten, beiseite lassen und Gott erlauben, die Zügel in die Hand zu nehmen.

Maria, die im Abendmahlssaal mit den Aposteln im Gebet vereint war, möge uns immer begleiten und für alle Legionäre und gottgeweihten Mitglieder des Regnum Christi die Gnade eines neuen und beständigen Pfingstfestes in unserem Leben erlangen.

Ihr Bruder in Christus,

Álvaro Corcuera LC

(übersetzt aus dem spanischen Original)

 

Aus Anlass des Pfingstfestes 2011 schrieb P. Álvaro Corcuera diesen Brief an die Mitglieder und Freunde der Bewegung Regnum Christi.

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