Samstag, 1. September 2012

Wir sind verantwortlich


Tägliche Meditationen - 1. September 2012
Samstag der einundzwanzigsten Woche im Jahreskreis

Hl. Ägidius, Abt

P. Richard Gill LC

Mt 25,1430
Jesus erzählte den Jüngern dieses Gleichnis: Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazu gewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazu gewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder. Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme wieder im Gebet zu dir. Auch wenn ich dich mit meinen Augen nicht sehen kann, weiß ich durch den Glauben, dass du in meinem Leben gegenwärtig bist. Ich hoffe auf dein Versprechen, dass du bei mir bist. Ich liebe dich, und ich weiß, dass du mich liebst. Nimm dieses Gebet als ein Zeichen meiner Liebe an.

Bitte: Lehre mich, Herr, die Talente, die du mir gegeben hast, zu nutzen und mit ihnen Früchte für dein Reich zu bringen.

1.  Gottes Gaben. Das Evangelium lässt uns deutlich erkennen, dass Gott seine Gaben unter uns verteilt und jeden von uns mit einer Mission betraut. Er gibt uns das, was wir brauchen, um Früchte für sein Reich zu bringen, und er erwartet von uns, dass wir diese Gaben verantwortlich und sorgsam nutzen. Es gibt keine zwei Personen, die absolut gleich sind, und Gott behandelt jeden individuell als einzigartige Person, geschaffen nach seinem Bild. Wir sollen vor Gott leben und ihm aufrichtig antworten, indem wir die Talente, die er uns gegeben hat, aufs beste entfalten. Nutzen wir all das, was Gott uns gegeben hat, auf die beste Art und Weise? Oder haben wir manches vernachlässigt oder für selbstverständlich genommen? Habe ich vielleicht eine Sünde der Unterlassung begangen, was meine Talente betrifft?

2. Das Leben als eine Sendung. Die Diener, die ihre Talente nutzen und sie gewinnbringend einsetzen, haben den Sinn ihres Lebens und der Zeit, die ihnen zur Verfügung steht, verstanden. Diese Diener waren mit allem, was Gott ihnen gegeben hat, großzügig, sie haben Früchte gebracht und den Lohn größerer Vertrautheit und Verantwortung erhalten. Jedem von uns steht eine begrenzte Lebenszeit zur Verfügung, um die verschiedenen Gaben zu nutzen zur größeren Ehre Gottes und zum Heil anderer Seelen. Auch wir sollen jeden Tag so arbeiten, dass wir diese Worte hören dürfen: „Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener.“

3. Der nutzlose Diener. Wie oft lähmt uns die Angst oder eine falsch verstandene Vorsicht, und so unterlassen wir es, etwas zu tun, weil wir nur um uns besorgt sind! Manchmal nehmen wir Gottes Gaben nicht ernst, oder wir meinen, dass wir sehr wenig bekommen haben und das zum Vorwand nehmen, uns nicht anzustrengen und wenig für Gott zu tun. Wir geben den Umständen oder anderen die Schuld; Tatsache ist aber, dass wir unseren Auftrag vernachlässigen, die Früchte zu bringen, die Gott von uns erwartet. Er erwartete keine fünf Talente von dem Mann, dem er ein Talent anvertraut hatte. Er wäre sehr zufrieden gewesen, wenn er eins dazu gewonnen hätte, aber der faule Diener verschloss sich hinter seinem Egoismus, seiner Selbstliebe und seiner Faulheit. Wir müssen den festen Entschluss fassen, unsere Talente so klug einzusetzen, dass wir damit einen guten Ertrag erwirtschaften.

Gespräch mit Christus: Herr, gib mir die Gnade und die Liebe, für dein Reich zu arbeiten mit allem, was du mir gegeben hast. Ich will dir deine mir anvertrauten Gaben zurückgeben mit echten Früchten für dein Reich.

Vorsatz:  Ich will einen Plan fassen, wie ich andere Seelen mit deiner Botschaft vertraut machen kann und ihnen helfe, Früchte der Heiligkeit zu bringen.


Wir sind verantwortlich

Wir sind verantwortlich

Hl. Ägidius, Abt

P. Richard Gill LC

Mt 25,1430
Jesus erzählte den Jüngern dieses Gleichnis: Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an. Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu. Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu. Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen. Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazu gewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazu gewonnen. Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn! Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder. Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat. Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme wieder im Gebet zu dir. Auch wenn ich dich mit meinen Augen nicht sehen kann, weiß ich durch den Glauben, dass du in meinem Leben gegenwärtig bist. Ich hoffe auf dein Versprechen, dass du bei mir bist. Ich liebe dich, und ich weiß, dass du mich liebst. Nimm dieses Gebet als ein Zeichen meiner Liebe an.

Bitte: Lehre mich, Herr, die Talente, die du mir gegeben hast, zu nutzen und mit ihnen Früchte für dein Reich zu bringen.

1.  Gottes Gaben. Das Evangelium lässt uns deutlich erkennen, dass Gott seine Gaben unter uns verteilt und jeden von uns mit einer Mission betraut. Er gibt uns das, was wir brauchen, um Früchte für sein Reich zu bringen, und er erwartet von uns, dass wir diese Gaben verantwortlich und sorgsam nutzen. Es gibt keine zwei Personen, die absolut gleich sind, und Gott behandelt jeden individuell als einzigartige Person, geschaffen nach seinem Bild. Wir sollen vor Gott leben und ihm aufrichtig antworten, indem wir die Talente, die er uns gegeben hat, aufs beste entfalten. Nutzen wir all das, was Gott uns gegeben hat, auf die beste Art und Weise? Oder haben wir manches vernachlässigt oder für selbstverständlich genommen? Habe ich vielleicht eine Sünde der Unterlassung begangen, was meine Talente betrifft?

2. Das Leben als eine Sendung. Die Diener, die ihre Talente nutzen und sie gewinnbringend einsetzen, haben den Sinn ihres Lebens und der Zeit, die ihnen zur Verfügung steht, verstanden. Diese Diener waren mit allem, was Gott ihnen gegeben hat, großzügig, sie haben Früchte gebracht und den Lohn größerer Vertrautheit und Verantwortung erhalten. Jedem von uns steht eine begrenzte Lebenszeit zur Verfügung, um die verschiedenen Gaben zu nutzen zur größeren Ehre Gottes und zum Heil anderer Seelen. Auch wir sollen jeden Tag so arbeiten, dass wir diese Worte hören dürfen: „Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener.“

3. Der nutzlose Diener. Wie oft lähmt uns die Angst oder eine falsch verstandene Vorsicht, und so unterlassen wir es, etwas zu tun, weil wir nur um uns besorgt sind! Manchmal nehmen wir Gottes Gaben nicht ernst, oder wir meinen, dass wir sehr wenig bekommen haben und das zum Vorwand nehmen, uns nicht anzustrengen und wenig für Gott zu tun. Wir geben den Umständen oder anderen die Schuld; Tatsache ist aber, dass wir unseren Auftrag vernachlässigen, die Früchte zu bringen, die Gott von uns erwartet. Er erwartete keine fünf Talente von dem Mann, dem er ein Talent anvertraut hatte. Er wäre sehr zufrieden gewesen, wenn er eins dazu gewonnen hätte, aber der faule Diener verschloss sich hinter seinem Egoismus, seiner Selbstliebe und seiner Faulheit. Wir müssen den festen Entschluss fassen, unsere Talente so klug einzusetzen, dass wir damit einen guten Ertrag erwirtschaften.

Gespräch mit Christus: Herr, gib mir die Gnade und die Liebe, für dein Reich zu arbeiten mit allem, was du mir gegeben hast. Ich will dir deine mir anvertrauten Gaben zurückgeben mit echten Früchten für dein Reich.

Vorsatz:  Ich will einen Plan fassen, wie ich andere Seelen mit deiner Botschaft vertraut machen kann und ihnen helfe, Früchte der Heiligkeit zu bringen.

 

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