Dienstag, 26. Mai 2009

P. Álvaro Corcuera LC: Zum Muttertag


Mütter haben in unserer heutigen Zeit vielleicht eine der schwersten Sendungen zu erfüllen. Trotzdem sind Sie hierbei nicht auf sich allein gestellt.

Maria Mater EcclesiaeDer Generaldirektor der Kongregation der Legionäre Christi und der Bewegung Regnum Christi, P. Álvaro Corcuera LC, schrieb am 10. Mai 2009 aus Anlass des Muttertages den folgenden Brief an die Frauen der Bewegung.

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Dein Reich komme!

10. Mai 2009
Muttertag

Liebe Freunde in Christus!

An diesem fünften Sonntag der Osterzeit, der in vielen Ländern auch als Muttertag begangen wird, ist es mir eine besondere Freude, Ihnen einen herzlichen Gruß zukommen zu lassen. Meine Hoffnung ist, dass der Herr Sie und Ihre Familien auch weiterhin mit der Freude der Auferstehung erfüllt.

Dieser Brief dient mir dazu, Ihnen, liebe Mütter, ein einfaches und ehrliches Dankeschön für das segensreiche, stille und beredsame Zeugnis auszusprechen, das Sie uns täglich geben, indem Sie sich gewissenhaft um Ihre Familie kümmern. Wie wunderbar ist doch das Bild, das Gott uns von der Frau und ihrer Sendung in der Gesellschaft vermitteln will. Vergangenen März – gegen Ende des Monats – hat der Heilige Vater ein Reise nach Afrika unternommen. Bei seinem Besuch in Angola fand er Gelegenheit, sich mit den katholischen Bewegungen zu treffen, die sich die Förderung der Frau zum Ziel gemacht haben. Hierbei hat der Papst denjenigen, die dieser Begegnung beiwohnten, gesagt: „Die Anwesenheit der Mutter innerhalb der Familie ist für die Stabilität und die Entwicklung dieser Keimzelle der Gesellschaft sehr wichtig, weswegen sie auf jede nur erdenkliche Weise anerkannt, geschätzt und unterstützt werden muss. (vgl. Benedikt XVI., Ansprache vom 22. März 2009)

Deswegen möchte ich Sie einladen, jeden Tag aufs Neue zu entdecken, wie schön diese angeborene Fähigkeit ist, die Sie insbesondere als Mütter besitzen, um in der Welt, die sie umgibt, kraft der Liebe etwas zu verändern. Die Erinnerung an das Vorbild unserer eigenen Mutter ist uns oft eine echte Hilfe! Voll Dankbarkeit sollten wir uns bewusst sein, wie viel wir ihr schulden. Ihre Rolle in der Familie ist von grundlegender Bedeutung. Die Berufung, Mutter zu sein, ist einzigartig und hat etwas Besonderes an sich. Für viele von Ihnen ist dies vorrangig Ihre Berufung und Sendung. Dabei ist eine Frau, die sich nicht scheut, die wertvollste Zeit ihren Kindern zu schenken, einen guten Teil ihres Lebens in ihre Familie zu investieren und ihrem Ehemann eine Stärke und Stütze zu sein, etwas Beeindruckendes. Von solch einer Frau, redet die Schrift, wenn es heißt: „Eine tüchtige Frau, wer findet sie? Sie übertrifft alle Perlen an Wert. Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie und es fehlt ihm nicht an Gewinn.“ (Spr 31, 10f)

In diesem Zusammenhang lädt Sie das Mitgliederhandbuch des Regnum Christi ein, folgendes zu beherzigen: „Den Frauen der Bewegung erwächst als Ehefrauen und Mütter in der Fürsorge für ihre Familien eine ganz besondere Sendung. Mit ihrer Nähe und Gegenwart, die voll Zuneigung sind, mit ihrem entschiedenen und klugen Handeln, sind sie die Ersten, die auf die Seele ihrer Kinder einen prägenden Einfluss ausüben. Als deren erste Erzieherinnen und Mitarbeiterinnen helfen sie diesen, eine Zukunft aufzubauen, die auf Glaube und Liebe gegründet ist. Zugleich tragen sie die hohe Verantwortung, über die lebendigen Traditionen, die im Schoße der Familie vorhanden sind, zu wachen und diese zu vermitteln. Zuhause, in der Schule und im sozialen Umfeld verbreiten sie den Glauben und das Vertrauen auf Gott, sowie die Liebe zu den Ursprüngen des Lebens; sie lehren, die familieneigenen Werte hochzuhalten und das Erbarmen mit dem Mitmenschen zu schätzen, besonders mit den Bedürftigsten.“ (Nr. 290)

Besonderes Augenmerk wird in diesem Abschnitt auf die Erziehung der Kinder im Glauben und in der Liebe zu Gott gelegt. In einem wunderschönen Text sagte derzeit Johannes Paul II.: „Dank sei dir, Frau als Mutter, die du dich in der Freude und im Schmerz einer einzigartigen Erfahrung zum Mutterschoß des Menschen machst, die du für das Kind, das zur Welt kommt, zum Lächeln Gottes wirst, die du seine ersten Schritte lenkst, es bei seinem Heranwachsen betreust und zum Bezugspunkt auf seinem weiteren Lebensweg wirst.“ (Johannes Paul II., Brief an die Frauen, 2) In dieser Rolle als Erzieherinnen in der Familie, glaube ich, ist es ihre erste Pflicht, sich regelmäßig zum Gebet zurück zu ziehen, um so den Willen Gottes im eigenen Leben in Erfahrung zu bringen und in den jeweiligen Lebensumständen zu erkennen. Eine Tugend, die Sie bei der Erfüllung ihrer Mission täglich pflegen müssen, wird die Geduld sein, wobei damit das unerschütterliche Vertrauen gemeint ist, das die oft geheimnisvollen und langsamen Wege der göttlichen Vorsehung erträgt und es nicht versäumt, jeden noch so kleinen Moment auszunutzen, um in den Seelen der eigenen Kinder und des Ehemannes, Samenkörner für die Ewigkeit auszusäen. Kinder lernen von ihren Eltern, und insbesondere von ihrer Mutter, wie man typisch christliche Tugenden, wie etwa die Freude, die gute Nachrede, die Sittsamkeit, die Hilfsbereitschaft usw. lebt. In vielen Fällen ist es tatsächlich auch die Mutter, die das Gebetsleben in der Familie anleitet, die Kindern beten und die Gegenwart Gottes in allen Dingen entdecken lehrt. Sie lehrt sie den goldenen Weg der vertrauensvollen Hingabe in Gottes Hände und bewirkt so, dass die Pläne der Kinder mit den Plänen Gottes übereinstimmen. Die Mutter ist im eigenen Heim eine Quelle des Friedens, weil ihre Anwesenheit und ihre Worte uns immer den Himmel erblicken lassen, der sich – wie das Leben so spielt – oft hinter dicken Wolken versteckt. Wie Maria für die Apostel am Pfingsttag eine Stütze war, so ist die treue Gegenwart der Mutter für uns eine Stütze, weil sie nur danach sucht, ihren Ehemann und ihrer Kinder glücklich zu machen, wovon dann auch die ganze Gesellschaft profitiert. Die Mutter nimmt uns mit auf den Weg des Glaubens, nicht nach Art einer abstrakten Theorie, sondern wie jemand, der uns zeigt, dass das Leben ein Geschenk und ein Geheimnis der Liebe ist. Sie vermittelt uns Hoffnung, damit im Haus stets die echt christliche Freude derer herrscht, die den Willen Gottes suchen, und so traurige und auch schwerste Momente überwunden werden. Sie weist uns den Weg zur Nächstenliebe, weil wir in ihr wie in einem Spiegel sehen, wie gut die Liebe Christi ist.

Mütter haben in unserer heutigen Zeit vielleicht eine der schwersten Sendungen zu erfüllen. Trotzdem sind Sie hierbei nicht auf sich allein gestellt. Christus steht Ihnen in Ihrem Leben, das sie als Ehefrauen und Mütter, eben als Frauen verbringen, die versuchen das weibliche Genie, von dem Johannes Paul II. sprach, in der Gesellschaft zum Tragen zu bringen, sehr nahe. Möge Christus, der kam, um uns die Liebe Gottes zu bringen, immer ein fester Bestandteil Ihres täglichen Lebens, Ihrer Entscheidungen, Ihrer Freuden, Ihrer Prüfungen, Ihres Leids und Ihrer Opfer sein, für die sie oft nur Unverständnis und Gleichgültigkeit vonseiten Ihrer Mitmenschen ernten. Das persönliche und das gemeinsame Gebet in der Familie sowie der Empfang der Sakramente sind wesentliche Elemente, um dies zu erreichen. Außerdem bietet es sich an, die eigene Fortbildung in verschiedenen Bereichen zu suchen. Hierbei können Sie von den vielen Möglichkeiten Gebrauch machen, die Ihnen das Regnum Christi anbietet: geistliche Begleitung, Studienzirkel, Begegnung mit Christus, monatliche Einkehrtage, Glaubenskurse usw. In diesem Sinne könnte es Ihnen großen Gewinn bringen, sich wöchentlich eine gewisse Zeit zu nehmen, um das Leben der Kirche zu verfolgen, indem Sie – im Rahmen Ihrer Möglichkeiten – lesen, was der Heilige Vater lehrt, insbesondere die Mittwochskatechesen, und dies sich zu eigen machen. Hierdurch befassen Sie sich gründlich und kontinuierlich mit Inhalten unseres Glaubens und garantieren Ihrer Seele eine gute geistliche Nahrung. In dem Bewusstsein, dass wir alle zur Heiligkeit berufen sind und auch jedem Ihrer Kinder diese Berufung zuteil wurde, lege ich Ihnen besonders die Lektüre der Leben der Heiligen ans Herz. Es ist auch gut, immer wieder zu überlegen, wie Sie Ihre Ehemänner und Kinder auf kluge und liebevolle Art und Weise zu den verschiedenen Aktivitäten, die das Regnum Christi für die Familie anbietet, einladen können, damit auch sie hierdurch Anregungen auf menschlichem und geistlichem Gebiet empfangen. So eine Einladung zu gewissen Veranstaltungen ist kein Selbstzweck. Sie soll der christlichen Familie Hilfestellung leisten, damit sie den Lebensstil, den Christus uns bringt, zuhause in einer Art lebendigem Evangelium Gestalt zu verleihen vermag. Es ist ein Segen Gottes, dabei zuzuschauen, wie Sie die eigentlichen Apostel sind und wie Sie alles mit dem Herzen Christi tun.

Es ist mir ein Bedürfnis, auch jene Frauen anzusprechen, die aus verschiedenen Gründen keine Kinder haben können. Wie viel Schmerz und Kreuz mit diesem Opfer für eine Frau und ein Ehepaar verbunden sind, ist nicht leicht nachzuvollziehen. Leben Sie dieses Opfer in enger Verbundenheit mit Christus, der besonders mit all jenen eins ist, die leiden. Fühlen Sie sich ihm nahe, um so Kraft und Mut zum Tragen dieses Kreuzes zu empfangen. So gestärkt, geben Sie den Versuchungen einer Wissenschaft nicht nach, die glaubt, das Gute und die Wahrheit übergehen zu dürfen: „Eheleute, die, nachdem sie alle berechtigten medizinischen Hilfsmittel ausgeschöpft haben, weiterhin an Unfruchtbarkeit leiden, werden sich dem Kreuz des Herrn anschließen, dem Quell aller geistlichen Fruchtbarkeit. Sie können ihre Großmut zeigen, indem sie verlassene Kinder adoptieren oder anspruchsvolle Dienste an anderen erfüllen.“ (KKK, 2379)

Andererseits übernehmen viele von Ihnen durch Ihre Berufstätigkeit wichtige Aufgaben in der Gesellschaft. Ich ermutige Sie, in diesen Bereichen Frauen mit starken Überzeugungen zu sein, Überzeugungen, die auf wirkliche und praktische Weise Ihren Glauben und Ihr tägliches Leben beeinflussen und die Sie daher an andere weitergeben können. Eine Frau mit Prinzipien ist eine Frau, die liebt, eine Frau, deren Leben mit dem Geist und den Tugenden des Evangeliums durchdrungen ist: „Heiligmäßige Frauen sind eine Verkörperung des weiblichen Ideals; sie sind aber auch ein Vorbild für alle Christen, ein Vorbild der »Nachfolge Christi«, ein Beispiel dafür, wie die Braut die Liebe des Bräutigams in Liebe erwidern soll.“ (Johannes Paul II., Mulieris Dignitatem, 27) Dank dieser Überzeugungen wird es Ihnen möglich sein, zu erkennen, woran Erfolg im Leben wirklich gemessen werden kann, sei es im Eheleben, oder auch im Berufsleben. So können sie auch bestimmen, welche Werte unter allen Umständen - seien sie auch noch so widrig - Bestand haben. Dann werden Sie in einer Gesellschaft, die sehr oft oberflächlichen Verhaltensweisen versklavt ist, ein echtes Zeugnis ablegen. Wer authentisch sein möchte, muss immer und unverbrüchlich dem göttlichen Willen verbunden sein und dessen Erfüllung anstreben, und zwar in allen Lebensbereichen. Er muss ein kohärentes Leben führen, d.h. das, was man ist, muss mit dem übereinstimmen, was man vorgibt zu sein. Des Weiteren muss man die Verwirklichung der Sendung anstreben, die einem mit der Evangelisierung innerhalb der Gesellschaft aufgetragen ist. Ich muss Ihnen gestehen, dass wir als Priester, die Ersten sind, die, was diese Einstellungen betrifft, von Ihnen lernen können. Durch Ihr Beispiel, Ihre Worte und die Kraft Ihres Gebets sind Sie wirklich eine Bereicherung für unser Leben.

Im heutigen Evangelium ist die Rede vom Weinstock und den Rebzweigen. Christus gibt uns zu verstehen, dass wir beständig mit ihm vereint sein müssen: „Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“ (Joh 15,5) Nur Jesus erschließt uns unsere Sendung, denn nur er kennt unsere eigentliche Würde und den Wert, den unsere Sendung in den Augen Gottes hat. „Das Verhalten Jesu zu den Frauen, denen er auf den Wegen seines messianischen Dienstes begegnet, spiegelt den ewigen Plan Gottes wider, der eine jede von ihnen erschafft und sie in Christus erwählt und liebt (vgl. Eph 1,15). Daher ist jede von ihnen jene »einzige von Gott um ihrer selbst willen gewollte Kreatur«. Eine jede erbt auch vom »Anfang« her die Würde einer Person als Frau. Jesus von Nazareth bestätigt diese Würde, ruft sie in Erinnerung, erneuert sie und macht sie zum Inhalt des Evangeliums und der Erlösung, um deretwegen er in die Welt gesandt wurde.“ (Johannes Paul II., Mulieris Dignitatem, 13)

Hieraus wird ersichtlich, wie wichtig es ist, dass Sie sich Ihrer eigenen Würde bewusst werden, einer Würde, die Sie zu einer Tochter Gottes macht, weil Sie nach seinem Abbild und ihm ähnlich geschaffen wurden. In einer materialistischen, konsumorientierten und immer schneller werdenden Welt ist es schwierig, sich dieser Dinge bewusst zu werden. Vielleicht sind deswegen auch viele Frauen unglücklich und suchen nach Selbstverwirklichung, indem sie den Plan, den Gott für jede einzelne von ihnen hat, beiseite lassen. Das Bewusstsein der eigenen Würde muss bei jeder Frau zu einem eigenen würdevollen Stil und einer würdevollen Verhaltensweise führen. Dies ist die Grundlage echt femininer Werte wie z.B. der Einfachheit, jener Eleganz, die nicht Eitelkeit ist, sondern eine Art, sich würdevoll zu geben, um die Schönheit Gottes besser widerzuspiegeln, Finesse, die Fähigkeit zur Hingabe, die Sittsamkeit und die Bewunderungsfähigkeit, die Sie für das Geheimnis allen menschlichen Lebens, das Sie berufen sind weiterzugeben, aufbringen usw. Wir leben in einer Zeit, die von uns Entschiedenheit, Wagemut und Furchtlosigkeit verlangt, um die unverfälscht weiblichen Werte wieder zur Geltung zu bringen.

Darin ist uns die Jungfrau Maria ohne Frage ein Bezugspunkt. Sie sollte für Sie als Frau und Mutter immer ein Vorbild sein. Wie der Heilige Vater es den Frauen Angolas empfahl, so will auch ich Sie ermutigen: „Lasst sie [Maria] eure Fürsprecherin beim Herrn sein. So kennen wir sie seit der Hochzeit in Kana: als gütige Frau, voll mütterlicher Fürsorge und Mut, als Frau, die die Nöte der anderen wahrnimmt und sie in dem Wunsch, Abhilfe zu schaffen, vor den Herrn bringt. Zusammen mit ihr können wir alle, Frauen und Männer, jenen inneren Frieden und jenes Vertrauen wiedererlangen, die uns in Gott unser Glück finden lassen und uns unermüdlich machen im Kampf für das Leben. (Benedikt XVI., Ansprache am 22. März 2009)

Bevor ich schließe, möchte ich Ihnen für Ihr Gebet, Ihre geistlichen Blumensträuße, Ihre Unterstützung, Ihre Nähe und Ihre Hingabe danken, die mich zu einem Zeitpunkt erreichen, den Gott in unserem Leben zugelassen hat. All das lässt in uns die Liebe wachsen und veranlasst uns, im Innersten die Berufung zur Heiligkeit anzunehmen. Wer sich Gott ganz überlässt, gewinnt grenzenloses Vertrauen und erlangt so Frieden für sein Herz. Wenn Ängste, Schwierigkeiten und Sorgen auftauchen, wissen wir, dass Vertrauen und Glaube gerade inmitten dieser Ängste zur Vollendung gebracht werden. Vereint mit der allerseligsten Jungfrau Maria, der Königin des Friedens, wird uns auf diese Weise alles letztlich dazu dienen, gestützt auf den Glauben zu leben. Ehrlich gesagt reichen mir die Worte nicht aus, um Ihnen zu danken und Ihnen meine Nähe und Verbundenheit im Gebet, vor allem vor dem Allerheiligsten, zum Ausdruck zu bringen.

In aufrichtiger Wertschätzung versichere ich Sie meines Gebetsgedenkens und verbleibe herzlichst in Christus,

Álvaro Corcuera LC

(Übersetzung des spanischsprachigen Originals)


P. Álvaro Corcuera LC: Zum Muttertag

P. Álvaro Corcuera LC: Zum Muttertag

Maria Mater EcclesiaeDer Generaldirektor der Kongregation der Legionäre Christi und der Bewegung Regnum Christi, P. Álvaro Corcuera LC, schrieb am 10. Mai 2009 aus Anlass des Muttertages den folgenden Brief an die Frauen der Bewegung.

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Dein Reich komme!

10. Mai 2009
Muttertag

Liebe Freunde in Christus!

An diesem fünften Sonntag der Osterzeit, der in vielen Ländern auch als Muttertag begangen wird, ist es mir eine besondere Freude, Ihnen einen herzlichen Gruß zukommen zu lassen. Meine Hoffnung ist, dass der Herr Sie und Ihre Familien auch weiterhin mit der Freude der Auferstehung erfüllt.

Dieser Brief dient mir dazu, Ihnen, liebe Mütter, ein einfaches und ehrliches Dankeschön für das segensreiche, stille und beredsame Zeugnis auszusprechen, das Sie uns täglich geben, indem Sie sich gewissenhaft um Ihre Familie kümmern. Wie wunderbar ist doch das Bild, das Gott uns von der Frau und ihrer Sendung in der Gesellschaft vermitteln will. Vergangenen März – gegen Ende des Monats – hat der Heilige Vater ein Reise nach Afrika unternommen. Bei seinem Besuch in Angola fand er Gelegenheit, sich mit den katholischen Bewegungen zu treffen, die sich die Förderung der Frau zum Ziel gemacht haben. Hierbei hat der Papst denjenigen, die dieser Begegnung beiwohnten, gesagt: „Die Anwesenheit der Mutter innerhalb der Familie ist für die Stabilität und die Entwicklung dieser Keimzelle der Gesellschaft sehr wichtig, weswegen sie auf jede nur erdenkliche Weise anerkannt, geschätzt und unterstützt werden muss. (vgl. Benedikt XVI., Ansprache vom 22. März 2009)

Deswegen möchte ich Sie einladen, jeden Tag aufs Neue zu entdecken, wie schön diese angeborene Fähigkeit ist, die Sie insbesondere als Mütter besitzen, um in der Welt, die sie umgibt, kraft der Liebe etwas zu verändern. Die Erinnerung an das Vorbild unserer eigenen Mutter ist uns oft eine echte Hilfe! Voll Dankbarkeit sollten wir uns bewusst sein, wie viel wir ihr schulden. Ihre Rolle in der Familie ist von grundlegender Bedeutung. Die Berufung, Mutter zu sein, ist einzigartig und hat etwas Besonderes an sich. Für viele von Ihnen ist dies vorrangig Ihre Berufung und Sendung. Dabei ist eine Frau, die sich nicht scheut, die wertvollste Zeit ihren Kindern zu schenken, einen guten Teil ihres Lebens in ihre Familie zu investieren und ihrem Ehemann eine Stärke und Stütze zu sein, etwas Beeindruckendes. Von solch einer Frau, redet die Schrift, wenn es heißt: „Eine tüchtige Frau, wer findet sie? Sie übertrifft alle Perlen an Wert. Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie und es fehlt ihm nicht an Gewinn.“ (Spr 31, 10f)

In diesem Zusammenhang lädt Sie das Mitgliederhandbuch des Regnum Christi ein, folgendes zu beherzigen: „Den Frauen der Bewegung erwächst als Ehefrauen und Mütter in der Fürsorge für ihre Familien eine ganz besondere Sendung. Mit ihrer Nähe und Gegenwart, die voll Zuneigung sind, mit ihrem entschiedenen und klugen Handeln, sind sie die Ersten, die auf die Seele ihrer Kinder einen prägenden Einfluss ausüben. Als deren erste Erzieherinnen und Mitarbeiterinnen helfen sie diesen, eine Zukunft aufzubauen, die auf Glaube und Liebe gegründet ist. Zugleich tragen sie die hohe Verantwortung, über die lebendigen Traditionen, die im Schoße der Familie vorhanden sind, zu wachen und diese zu vermitteln. Zuhause, in der Schule und im sozialen Umfeld verbreiten sie den Glauben und das Vertrauen auf Gott, sowie die Liebe zu den Ursprüngen des Lebens; sie lehren, die familieneigenen Werte hochzuhalten und das Erbarmen mit dem Mitmenschen zu schätzen, besonders mit den Bedürftigsten.“ (Nr. 290)

Besonderes Augenmerk wird in diesem Abschnitt auf die Erziehung der Kinder im Glauben und in der Liebe zu Gott gelegt. In einem wunderschönen Text sagte derzeit Johannes Paul II.: „Dank sei dir, Frau als Mutter, die du dich in der Freude und im Schmerz einer einzigartigen Erfahrung zum Mutterschoß des Menschen machst, die du für das Kind, das zur Welt kommt, zum Lächeln Gottes wirst, die du seine ersten Schritte lenkst, es bei seinem Heranwachsen betreust und zum Bezugspunkt auf seinem weiteren Lebensweg wirst.“ (Johannes Paul II., Brief an die Frauen, 2) In dieser Rolle als Erzieherinnen in der Familie, glaube ich, ist es ihre erste Pflicht, sich regelmäßig zum Gebet zurück zu ziehen, um so den Willen Gottes im eigenen Leben in Erfahrung zu bringen und in den jeweiligen Lebensumständen zu erkennen. Eine Tugend, die Sie bei der Erfüllung ihrer Mission täglich pflegen müssen, wird die Geduld sein, wobei damit das unerschütterliche Vertrauen gemeint ist, das die oft geheimnisvollen und langsamen Wege der göttlichen Vorsehung erträgt und es nicht versäumt, jeden noch so kleinen Moment auszunutzen, um in den Seelen der eigenen Kinder und des Ehemannes, Samenkörner für die Ewigkeit auszusäen. Kinder lernen von ihren Eltern, und insbesondere von ihrer Mutter, wie man typisch christliche Tugenden, wie etwa die Freude, die gute Nachrede, die Sittsamkeit, die Hilfsbereitschaft usw. lebt. In vielen Fällen ist es tatsächlich auch die Mutter, die das Gebetsleben in der Familie anleitet, die Kindern beten und die Gegenwart Gottes in allen Dingen entdecken lehrt. Sie lehrt sie den goldenen Weg der vertrauensvollen Hingabe in Gottes Hände und bewirkt so, dass die Pläne der Kinder mit den Plänen Gottes übereinstimmen. Die Mutter ist im eigenen Heim eine Quelle des Friedens, weil ihre Anwesenheit und ihre Worte uns immer den Himmel erblicken lassen, der sich – wie das Leben so spielt – oft hinter dicken Wolken versteckt. Wie Maria für die Apostel am Pfingsttag eine Stütze war, so ist die treue Gegenwart der Mutter für uns eine Stütze, weil sie nur danach sucht, ihren Ehemann und ihrer Kinder glücklich zu machen, wovon dann auch die ganze Gesellschaft profitiert. Die Mutter nimmt uns mit auf den Weg des Glaubens, nicht nach Art einer abstrakten Theorie, sondern wie jemand, der uns zeigt, dass das Leben ein Geschenk und ein Geheimnis der Liebe ist. Sie vermittelt uns Hoffnung, damit im Haus stets die echt christliche Freude derer herrscht, die den Willen Gottes suchen, und so traurige und auch schwerste Momente überwunden werden. Sie weist uns den Weg zur Nächstenliebe, weil wir in ihr wie in einem Spiegel sehen, wie gut die Liebe Christi ist.

Mütter haben in unserer heutigen Zeit vielleicht eine der schwersten Sendungen zu erfüllen. Trotzdem sind Sie hierbei nicht auf sich allein gestellt. Christus steht Ihnen in Ihrem Leben, das sie als Ehefrauen und Mütter, eben als Frauen verbringen, die versuchen das weibliche Genie, von dem Johannes Paul II. sprach, in der Gesellschaft zum Tragen zu bringen, sehr nahe. Möge Christus, der kam, um uns die Liebe Gottes zu bringen, immer ein fester Bestandteil Ihres täglichen Lebens, Ihrer Entscheidungen, Ihrer Freuden, Ihrer Prüfungen, Ihres Leids und Ihrer Opfer sein, für die sie oft nur Unverständnis und Gleichgültigkeit vonseiten Ihrer Mitmenschen ernten. Das persönliche und das gemeinsame Gebet in der Familie sowie der Empfang der Sakramente sind wesentliche Elemente, um dies zu erreichen. Außerdem bietet es sich an, die eigene Fortbildung in verschiedenen Bereichen zu suchen. Hierbei können Sie von den vielen Möglichkeiten Gebrauch machen, die Ihnen das Regnum Christi anbietet: geistliche Begleitung, Studienzirkel, Begegnung mit Christus, monatliche Einkehrtage, Glaubenskurse usw. In diesem Sinne könnte es Ihnen großen Gewinn bringen, sich wöchentlich eine gewisse Zeit zu nehmen, um das Leben der Kirche zu verfolgen, indem Sie – im Rahmen Ihrer Möglichkeiten – lesen, was der Heilige Vater lehrt, insbesondere die Mittwochskatechesen, und dies sich zu eigen machen. Hierdurch befassen Sie sich gründlich und kontinuierlich mit Inhalten unseres Glaubens und garantieren Ihrer Seele eine gute geistliche Nahrung. In dem Bewusstsein, dass wir alle zur Heiligkeit berufen sind und auch jedem Ihrer Kinder diese Berufung zuteil wurde, lege ich Ihnen besonders die Lektüre der Leben der Heiligen ans Herz. Es ist auch gut, immer wieder zu überlegen, wie Sie Ihre Ehemänner und Kinder auf kluge und liebevolle Art und Weise zu den verschiedenen Aktivitäten, die das Regnum Christi für die Familie anbietet, einladen können, damit auch sie hierdurch Anregungen auf menschlichem und geistlichem Gebiet empfangen. So eine Einladung zu gewissen Veranstaltungen ist kein Selbstzweck. Sie soll der christlichen Familie Hilfestellung leisten, damit sie den Lebensstil, den Christus uns bringt, zuhause in einer Art lebendigem Evangelium Gestalt zu verleihen vermag. Es ist ein Segen Gottes, dabei zuzuschauen, wie Sie die eigentlichen Apostel sind und wie Sie alles mit dem Herzen Christi tun.

Es ist mir ein Bedürfnis, auch jene Frauen anzusprechen, die aus verschiedenen Gründen keine Kinder haben können. Wie viel Schmerz und Kreuz mit diesem Opfer für eine Frau und ein Ehepaar verbunden sind, ist nicht leicht nachzuvollziehen. Leben Sie dieses Opfer in enger Verbundenheit mit Christus, der besonders mit all jenen eins ist, die leiden. Fühlen Sie sich ihm nahe, um so Kraft und Mut zum Tragen dieses Kreuzes zu empfangen. So gestärkt, geben Sie den Versuchungen einer Wissenschaft nicht nach, die glaubt, das Gute und die Wahrheit übergehen zu dürfen: „Eheleute, die, nachdem sie alle berechtigten medizinischen Hilfsmittel ausgeschöpft haben, weiterhin an Unfruchtbarkeit leiden, werden sich dem Kreuz des Herrn anschließen, dem Quell aller geistlichen Fruchtbarkeit. Sie können ihre Großmut zeigen, indem sie verlassene Kinder adoptieren oder anspruchsvolle Dienste an anderen erfüllen.“ (KKK, 2379)

Andererseits übernehmen viele von Ihnen durch Ihre Berufstätigkeit wichtige Aufgaben in der Gesellschaft. Ich ermutige Sie, in diesen Bereichen Frauen mit starken Überzeugungen zu sein, Überzeugungen, die auf wirkliche und praktische Weise Ihren Glauben und Ihr tägliches Leben beeinflussen und die Sie daher an andere weitergeben können. Eine Frau mit Prinzipien ist eine Frau, die liebt, eine Frau, deren Leben mit dem Geist und den Tugenden des Evangeliums durchdrungen ist: „Heiligmäßige Frauen sind eine Verkörperung des weiblichen Ideals; sie sind aber auch ein Vorbild für alle Christen, ein Vorbild der »Nachfolge Christi«, ein Beispiel dafür, wie die Braut die Liebe des Bräutigams in Liebe erwidern soll.“ (Johannes Paul II., Mulieris Dignitatem, 27) Dank dieser Überzeugungen wird es Ihnen möglich sein, zu erkennen, woran Erfolg im Leben wirklich gemessen werden kann, sei es im Eheleben, oder auch im Berufsleben. So können sie auch bestimmen, welche Werte unter allen Umständen - seien sie auch noch so widrig - Bestand haben. Dann werden Sie in einer Gesellschaft, die sehr oft oberflächlichen Verhaltensweisen versklavt ist, ein echtes Zeugnis ablegen. Wer authentisch sein möchte, muss immer und unverbrüchlich dem göttlichen Willen verbunden sein und dessen Erfüllung anstreben, und zwar in allen Lebensbereichen. Er muss ein kohärentes Leben führen, d.h. das, was man ist, muss mit dem übereinstimmen, was man vorgibt zu sein. Des Weiteren muss man die Verwirklichung der Sendung anstreben, die einem mit der Evangelisierung innerhalb der Gesellschaft aufgetragen ist. Ich muss Ihnen gestehen, dass wir als Priester, die Ersten sind, die, was diese Einstellungen betrifft, von Ihnen lernen können. Durch Ihr Beispiel, Ihre Worte und die Kraft Ihres Gebets sind Sie wirklich eine Bereicherung für unser Leben.

Im heutigen Evangelium ist die Rede vom Weinstock und den Rebzweigen. Christus gibt uns zu verstehen, dass wir beständig mit ihm vereint sein müssen: „Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“ (Joh 15,5) Nur Jesus erschließt uns unsere Sendung, denn nur er kennt unsere eigentliche Würde und den Wert, den unsere Sendung in den Augen Gottes hat. „Das Verhalten Jesu zu den Frauen, denen er auf den Wegen seines messianischen Dienstes begegnet, spiegelt den ewigen Plan Gottes wider, der eine jede von ihnen erschafft und sie in Christus erwählt und liebt (vgl. Eph 1,15). Daher ist jede von ihnen jene »einzige von Gott um ihrer selbst willen gewollte Kreatur«. Eine jede erbt auch vom »Anfang« her die Würde einer Person als Frau. Jesus von Nazareth bestätigt diese Würde, ruft sie in Erinnerung, erneuert sie und macht sie zum Inhalt des Evangeliums und der Erlösung, um deretwegen er in die Welt gesandt wurde.“ (Johannes Paul II., Mulieris Dignitatem, 13)

Hieraus wird ersichtlich, wie wichtig es ist, dass Sie sich Ihrer eigenen Würde bewusst werden, einer Würde, die Sie zu einer Tochter Gottes macht, weil Sie nach seinem Abbild und ihm ähnlich geschaffen wurden. In einer materialistischen, konsumorientierten und immer schneller werdenden Welt ist es schwierig, sich dieser Dinge bewusst zu werden. Vielleicht sind deswegen auch viele Frauen unglücklich und suchen nach Selbstverwirklichung, indem sie den Plan, den Gott für jede einzelne von ihnen hat, beiseite lassen. Das Bewusstsein der eigenen Würde muss bei jeder Frau zu einem eigenen würdevollen Stil und einer würdevollen Verhaltensweise führen. Dies ist die Grundlage echt femininer Werte wie z.B. der Einfachheit, jener Eleganz, die nicht Eitelkeit ist, sondern eine Art, sich würdevoll zu geben, um die Schönheit Gottes besser widerzuspiegeln, Finesse, die Fähigkeit zur Hingabe, die Sittsamkeit und die Bewunderungsfähigkeit, die Sie für das Geheimnis allen menschlichen Lebens, das Sie berufen sind weiterzugeben, aufbringen usw. Wir leben in einer Zeit, die von uns Entschiedenheit, Wagemut und Furchtlosigkeit verlangt, um die unverfälscht weiblichen Werte wieder zur Geltung zu bringen.

Darin ist uns die Jungfrau Maria ohne Frage ein Bezugspunkt. Sie sollte für Sie als Frau und Mutter immer ein Vorbild sein. Wie der Heilige Vater es den Frauen Angolas empfahl, so will auch ich Sie ermutigen: „Lasst sie [Maria] eure Fürsprecherin beim Herrn sein. So kennen wir sie seit der Hochzeit in Kana: als gütige Frau, voll mütterlicher Fürsorge und Mut, als Frau, die die Nöte der anderen wahrnimmt und sie in dem Wunsch, Abhilfe zu schaffen, vor den Herrn bringt. Zusammen mit ihr können wir alle, Frauen und Männer, jenen inneren Frieden und jenes Vertrauen wiedererlangen, die uns in Gott unser Glück finden lassen und uns unermüdlich machen im Kampf für das Leben. (Benedikt XVI., Ansprache am 22. März 2009)

Bevor ich schließe, möchte ich Ihnen für Ihr Gebet, Ihre geistlichen Blumensträuße, Ihre Unterstützung, Ihre Nähe und Ihre Hingabe danken, die mich zu einem Zeitpunkt erreichen, den Gott in unserem Leben zugelassen hat. All das lässt in uns die Liebe wachsen und veranlasst uns, im Innersten die Berufung zur Heiligkeit anzunehmen. Wer sich Gott ganz überlässt, gewinnt grenzenloses Vertrauen und erlangt so Frieden für sein Herz. Wenn Ängste, Schwierigkeiten und Sorgen auftauchen, wissen wir, dass Vertrauen und Glaube gerade inmitten dieser Ängste zur Vollendung gebracht werden. Vereint mit der allerseligsten Jungfrau Maria, der Königin des Friedens, wird uns auf diese Weise alles letztlich dazu dienen, gestützt auf den Glauben zu leben. Ehrlich gesagt reichen mir die Worte nicht aus, um Ihnen zu danken und Ihnen meine Nähe und Verbundenheit im Gebet, vor allem vor dem Allerheiligsten, zum Ausdruck zu bringen.

In aufrichtiger Wertschätzung versichere ich Sie meines Gebetsgedenkens und verbleibe herzlichst in Christus,

Álvaro Corcuera LC

(Übersetzung des spanischsprachigen Originals)

 

Mütter haben in unserer heutigen Zeit vielleicht eine der schwersten Sendungen zu erfüllen. Trotzdem sind Sie hierbei nicht auf sich allein gestellt.

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