Donnerstag, 4. Oktober 2012

Die Rekordernte


Tägliche Meditationen - 4. Oktober 2012
Donnerstag der sechsundzwanzigsten Woche im Jahreskreis

Hl. Franziskus von Assisi

P. Edward McIlmail LC

Lk 10,112
Danach suchte Jesus zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe. Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann stellt euch auf die Straße und ruft: Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.

Einführendes Gebet: Guter Jesus, ich danke dir, dass ich wieder mit dir sprechen kann und dir zuhören kann. Ich weiß, dass du dich danach sehnst, diese Zeit mit mir zu verbringen. Du wartest stundenlang im Tabernakel und hoffst, dass einer deiner Freunde kommt, um dich zu besuchen. Du hast uns immer etwas zu sagen, wenn wir uns endlich an dich wenden, darum hilf mir nun, alle Zerstreuungen zu lassen und dir meine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken.

Bitte: Gewähre mir die Gnade, Herr, deine Unterweisungen im Geist tiefer Schlichtheit anzunehmen.

1. Die Ernte. Der Heilige Geist wirkt beständig in den Seelen, um sie anzurühren und zu bewirken, dass sie sich von neuem Gott zuwenden. Er berührt sie, wenn sie die heilige Schrift lesen oder einer Predigt zuhören. Er spricht zu ihnen in den kleinen Begebenheiten des Alltags. Es gibt aber noch etwas anderes, das er benutzt, um die Seelen zu erreichen: er benutzt uns dazu. Er benutzt unser Beispiel, unsere Worte, unsere Verbundenheit mit anderen. Darum spricht der Herr von der großen Ernte, die darauf wartet, geerntet zu werden. Ernten ist mit viel Arbeit und viel Zeit verbunden. Getreide, das nicht rechtzeitig geerntet wird, verfault auf den Feldern. Bei welcher Ernte von Seelen will der Herr mich dabei haben? Vielleicht braucht ein verlobtes Paar Hilfe im Glauben. Vielleicht soll ich einem kranken Verwandten bei der Vorbereitung auf den Tod beistehen. Es könnte auch ein Jugendlicher in Schwierigkeiten sein, der meinen Rat braucht, um den rechten Weg wieder zu finden. Sie alle brauchen jetzt meine Hilfe. Bin ich bereit, ihnen zu helfen?

2. Vollzeitarbeiter. Neben der Arbeit, zu der wir alle durch unsere Taufe aufgerufen sind, braucht es auch Menschen, die ihr ganzes Leben der Evangelisierung widmen. Wir brauchen besonders Priester, die die Eucharistie feiern und uns die Vergebung der Sünden in der Beichte gewähren. Der Heilige Geist weckt neue Berufungen, und oft ist er auf unsere Mithilfe angewiesen, um sein Werk voranzubringen. Mache ich mit bei dieser entscheidenden Aufgabe für die Kirche? Fördere ich jene, die berufen sind? Spreche ich gut von Priestern und Ordensleuten? Bin ich bereit, einen Sohn oder eine Tochter, einen Bruder oder eine Schwester loszulassen, wenn sie einer Berufung folgen wollen? Ist mir bewusst, dass die Berufung, die ich heute fördere, später einmal dabei helfen kann, die Seele meiner Kinder oder Enkelkinder zu retten?

3. Die Einzelheiten sind wichtig. Die genauen Anweisungen von Jesus zeigen, dass er auf die Einzelheiten wert legt. Unser Herr überlässt nichts dem Zufall. Er hat ein System, wie er evangelisieren will, und es ist äußerst wichtig, dass die Jünger seine Anordnungen genauestens befolgen. Hier wird deutlich, dass das Werk der Evangelisation und des Aufbaus seines Reiches Jesu Werk sind und darum ist er es, der die Regeln aufstellt. Dieses Prinzip gilt für alle Lebensbereiche. So gibt es Regeln, die das Verhalten vor und in der Ehe bestimmen. Es gibt Richtlinien, nach denen die Gesetzgeber handeln sollten, und nach denen Geschäftsleute ihre Angestellten und Kunden behandeln sollten. Glaube ich etwa, dass ich davon ausgenommen bin? Lebe ich den Glauben, wie es mir gefällt, oder so, wie Christus es von mir erwartet?

Gespräch mit Christus: Herr, hilf mir, dass ich immer deinen Willen erfülle und mich nicht von meinen Launen leiten lasse. Hilf mir zu erkennen, dass die Zusammenarbeit mit anderen zum christlichen Leben dazugehört und mir dabei hilft, in der Geduld und Demut zu wachsen.

Vorsatz: Ich will heute um Berufungen beten und für sie ein Opfer bringen oder zumindest mit einer Person in der Unterhaltung oder per E-mail über den Wert von Berufungen sprechen.


Die Rekordernte

Die Rekordernte

Hl. Franziskus von Assisi

P. Edward McIlmail LC

Lk 10,112
Danach suchte Jesus zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe. Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann stellt euch auf die Straße und ruft: Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.

Einführendes Gebet: Guter Jesus, ich danke dir, dass ich wieder mit dir sprechen kann und dir zuhören kann. Ich weiß, dass du dich danach sehnst, diese Zeit mit mir zu verbringen. Du wartest stundenlang im Tabernakel und hoffst, dass einer deiner Freunde kommt, um dich zu besuchen. Du hast uns immer etwas zu sagen, wenn wir uns endlich an dich wenden, darum hilf mir nun, alle Zerstreuungen zu lassen und dir meine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken.

Bitte: Gewähre mir die Gnade, Herr, deine Unterweisungen im Geist tiefer Schlichtheit anzunehmen.

1. Die Ernte. Der Heilige Geist wirkt beständig in den Seelen, um sie anzurühren und zu bewirken, dass sie sich von neuem Gott zuwenden. Er berührt sie, wenn sie die heilige Schrift lesen oder einer Predigt zuhören. Er spricht zu ihnen in den kleinen Begebenheiten des Alltags. Es gibt aber noch etwas anderes, das er benutzt, um die Seelen zu erreichen: er benutzt uns dazu. Er benutzt unser Beispiel, unsere Worte, unsere Verbundenheit mit anderen. Darum spricht der Herr von der großen Ernte, die darauf wartet, geerntet zu werden. Ernten ist mit viel Arbeit und viel Zeit verbunden. Getreide, das nicht rechtzeitig geerntet wird, verfault auf den Feldern. Bei welcher Ernte von Seelen will der Herr mich dabei haben? Vielleicht braucht ein verlobtes Paar Hilfe im Glauben. Vielleicht soll ich einem kranken Verwandten bei der Vorbereitung auf den Tod beistehen. Es könnte auch ein Jugendlicher in Schwierigkeiten sein, der meinen Rat braucht, um den rechten Weg wieder zu finden. Sie alle brauchen jetzt meine Hilfe. Bin ich bereit, ihnen zu helfen?

2. Vollzeitarbeiter. Neben der Arbeit, zu der wir alle durch unsere Taufe aufgerufen sind, braucht es auch Menschen, die ihr ganzes Leben der Evangelisierung widmen. Wir brauchen besonders Priester, die die Eucharistie feiern und uns die Vergebung der Sünden in der Beichte gewähren. Der Heilige Geist weckt neue Berufungen, und oft ist er auf unsere Mithilfe angewiesen, um sein Werk voranzubringen. Mache ich mit bei dieser entscheidenden Aufgabe für die Kirche? Fördere ich jene, die berufen sind? Spreche ich gut von Priestern und Ordensleuten? Bin ich bereit, einen Sohn oder eine Tochter, einen Bruder oder eine Schwester loszulassen, wenn sie einer Berufung folgen wollen? Ist mir bewusst, dass die Berufung, die ich heute fördere, später einmal dabei helfen kann, die Seele meiner Kinder oder Enkelkinder zu retten?

3. Die Einzelheiten sind wichtig. Die genauen Anweisungen von Jesus zeigen, dass er auf die Einzelheiten wert legt. Unser Herr überlässt nichts dem Zufall. Er hat ein System, wie er evangelisieren will, und es ist äußerst wichtig, dass die Jünger seine Anordnungen genauestens befolgen. Hier wird deutlich, dass das Werk der Evangelisation und des Aufbaus seines Reiches Jesu Werk sind und darum ist er es, der die Regeln aufstellt. Dieses Prinzip gilt für alle Lebensbereiche. So gibt es Regeln, die das Verhalten vor und in der Ehe bestimmen. Es gibt Richtlinien, nach denen die Gesetzgeber handeln sollten, und nach denen Geschäftsleute ihre Angestellten und Kunden behandeln sollten. Glaube ich etwa, dass ich davon ausgenommen bin? Lebe ich den Glauben, wie es mir gefällt, oder so, wie Christus es von mir erwartet?

Gespräch mit Christus: Herr, hilf mir, dass ich immer deinen Willen erfülle und mich nicht von meinen Launen leiten lasse. Hilf mir zu erkennen, dass die Zusammenarbeit mit anderen zum christlichen Leben dazugehört und mir dabei hilft, in der Geduld und Demut zu wachsen.

Vorsatz: Ich will heute um Berufungen beten und für sie ein Opfer bringen oder zumindest mit einer Person in der Unterhaltung oder per E-mail über den Wert von Berufungen sprechen.

 

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