Donnerstag, 11. Oktober 2012

Päpstlicher Delegat gewährt P. Álvaro Corcuera LC einjährige Erholungszeit


Brief von P. Álvaro Corcuera LC dazu an die Legionäre Christi und die Mitglieder der Bewegung Regnum Christi zusammen mit einem Begleitbrief von Kard. Velasio de Paolis

Rom, 10. Oktober 2012

Liebe Brüder und Schwestern in der Legion Christi und im Regnum Christi!

Ich sende Ihnen diese Zeilen als Begleitschreiben zum Brief von Pater Álvaro Corcuera, Generaldirektor der Legionäre Christi und Verantwortlicher des Regnum Christi. Sie alle konnten ihn insbesondere während der letzten sieben Jahre in seinem Dienst als Generaldirektor der Legionäre Christi und des Regnum Christi kennen und in liebevoller Verbundenheit schätzen lernen. Es waren sieben sehr schwere und mühsame Jahre. Als er dieses Aufgabe angenommen hat, wusste er, dass die Amtszeit eine Dauer von zwölf Jahren haben sollte, was wir heute als zu lange empfinden und daher während des nächsten Generalkapitels, das aller Voraussicht nach Ende 2013 oder Anfang 2014 stattfinden wird, neu überdacht werden muss. In diesem Generalkapitel werden auch die neuen Oberen der Kongregation gewählt und die neuen Konstitutionen approbiert werden müssen, die sich auf Wunsch des Heiligen Vaters im Prozess der Revision befinden. In diesen sieben Jahren als Generaldirektor hat P. Álvaro mit großer Hingabe all seine Tatkraft in den Dienst des Erneuerungsprozesses der Legionäre Christi gestellt, den diese gerade durchlaufen. Sein Dienst war wertvoll, denn er war mit den Personen und den verschiedensten Situationen seiner Ordensgemeinschaft und des Regnum Christi bestens vertraut und genoss aufgrund seiner Intelligenz und Liebenswürdigkeit auch das allgemeine Vertrauen seiner Mitbrüder und des Regnum Christi. Aber sein Einsatz, der oft mit Leid und Unverständnis verbunden war, hat zu einem solchen Nachlassen seiner Kräfte geführt, dass die Sorge aufkam, seine Gesundheit könne Schaden leiden, wenn er seinen Verpflichtungen vor allem in diesem letzten Jahr vor dem Generalkapitel weiterhin nachkomme. Ihm wurde diese Situation selbst auch bewusst und in seiner Demut und Hingabe hat er die Einladung angenommen, die ich, nach Rücksprache mit meinen Beratern, an ihn gerichtet hatte. Daraufhin hat er selbst ein Gesuch an mich gerichtet, in dem er mich um die vorübergehende Entbindung von der Ausübung seiner Pflichten als Generaldirektor bittet, und ich habe dieses nach Rücksprache mit dem Generalrat der Kongregation zustimmend angenommen.

Es handelt sich wohlgemerkt weder um eine Amtsenthebung, noch um die Ernennung eines neuen Generaldirektors, sondern um eine Art Erholungsjahr, um das der Generaldirektor gebeten hat und das im gewährt wurde. Er bleibt Generaldirektor, übt jedoch sein Amt bis zur Einberufung des nächsten Generalkapitels nicht aus. Für diesen Zeitraum ab dem 15. Oktober 2012 bis zum Tag der Einberufung des Generalkapitels wird sein Generalvikar, P. Sylvester Heereman, die Aufgaben des Generaldirektors übernehmen.

Es ist eine schmerzhafte Entscheidung, die allen Leiden bereitet; für das Wohl der Legionäre Christi und von P. Álvaro selbst erschien sie aber notwendig. Wir erneuern ihm unsere Dankbarkeit für seinen Einsatz, versichern ihm unser Gebet und erwarten mit Freude den Tag, an dem er mit wiedergewonnenen Kräften die Leitung der Legionäre Christi und die Verantwortung für das Regnum Christi erneut übernehmen kann. Der Herr segne ihn und helfe uns, auf dem Weg der Erneuerung der Kongregation und des Regnum Christi in gutem Einvernehmen und gemeinsamer Anstrengung voranzuschreiten. Ich bitte alle um ihre Mitarbeit und einen erneuerten Einsatz in dem Dienst, zu dessen Ausübung jeder gemäß seinen Umständen und seiner Rolle berufen ist. Ich segne Sie alle und bitte um Ihr Gebet.

+ Velasio Kard. De Paolis, CS

 


 

Dein Reich komme!


Rom, den 9. Oktober 2012

An meine Mitbrüder der Legionäre Christi
An alle Mitglieder des Regnum Christi

Liebe Freunde in Christus,

Zu Beginn des Jahrs des Glaubens schicke ich Ihnen allen einen herzlichen Gruß, verbunden mit meiner aufrichtigen Wertschätzung und Dankbarkeit. Jesus Christus hat uns in diesem Boot zusammengerufen und erfüllt uns mit der Kraft seiner Liebe.

Im kommenden Januar begehen wir den achten Jahrestag der Feier des letzten Generalkapitels. Wenn ich auf die Zeit vom Tag meines ECYD-Beitritts bis heute zurückblicke, empfinde ich vor allem tiefe Dankbarkeit für all das, was Gott in seiner liebvollen Vorsehung gefügt hat. Heute vor 30 Jahren hatte ich die Gnade, meine ewige Profess abzulegen, der einige Jahre Ordensleben und eine sehr glückliche Erfahrung des gottgeweihten Lebens im Regnum Christi vorausgegangen sind.

Als ich im Januar 2005 gefragt wurde, ob ich das Amt des Generaldirektors annehme, habe ich ängstlich und mit einer gewissen Beunruhigung zugestimmt, obwohl ich auch darauf vertraute, dass Gottes Stärke sich in unserer Schwachheit zeigt. Ich wusste, dass jeder von uns „Ja“ gesagt hätte, so wie auch Maria bei der Verkündigung ihr „fiat“ („es geschehe“) ausgesprochen hat. Seitdem haben mir die Worte des hl. Paulus im Römerbrief viel Kraft gegeben: „Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt“ (Röm 8,28). „Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?” (Röm 8,35). Wenn wir uns darum bemühen, so gesinnt zu sein, wie es dem Leben Christi entspricht, wenn er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, werden wir immer Frieden haben.

Nur Gott weiß, wie sehr ich Sie schätze und wie dankbar ich Ihnen bin. Ich liebe die Legionäre Christi und die Bewegung Regnum Christi wirklich jeden Tag ein bisschen mehr, weil sie das Boot sind, in das Jesus Christus uns eingeladen hat. In diesem Boot segeln wir zusammen, manchmal bei ruhiger See und manchmal bei stürmischem Wetter, um der Kirche zu dienen, die wir so sehr lieben.

Gott war und ist unendlich gut. Er ist die Liebe. Er ist der barmherzige Vater, der uns auf unserem Weg zum Ziel, dem Himmel, begleitet. Es hilft uns allen, unsere persönliche Antwort an Christus zu erneuern, der uns Freunde nennt (vgl. Joh 15,14) und der uns einlädt, ihm vorbehaltlos zu folgen, ohne darauf zu achten, was es uns kostet. Wir wissen auch, dass das Kreuz ein fester Bestandteil des Weges zur Heiligkeit und zur apostolischen Fruchtbarkeit im Dienst an unseren Mitmenschen ist.

Ich sehe, dass die Legion und das Regnum Christi auf dem Weg der Erneuerung voranschreiten, ein wahrer Kreuzweg, der immer noch beschwerlich und verworren, aber auch voller Hoffnung ist. In den vergangenen Monaten habe ich vermehrt die Unterstützung des Generalrats erfahren, der eine immer aktivere Rolle übernommen hat. Kardinal De Paolis hat uns eng begleitet, uns mit seiner Weisheit bereichert und uns viel Zeit und Energie gewidmet.

In der letzten Zeit habe mich öfter mit unserem Päpstlichen Delegaten über die Etappe, in der wir uns befinden, unterhalten. Wir haben festgestellt, dass die Vorbereitung der Legionäre Christi auf das Generalkapitel und das allgemeine Tagesgeschäft der Ordensleitung eine Aufgabe sind, die alle Energien und Kräfte in Anspruch nimmt. Ich habe außerdem die verschiedenen Nummern der Konstitutionen über die Eigenschaften des Generaldirektors gelesen und meditiert. Ganz konkret besagt eine der Nummern, dass der Generaldirektor ein Priester sein soll, der sich einer robusten Gesundheit erfreut (vgl. Konstitutionen der Legionäre Christi Nr. 469,10). Es fällt mir nicht leicht, dies einzugestehen, aber wie sehr ich auch jeden von Ihnen, die Legion und die Bewegung schätze, habe ich vor Gott erkannt, dass ich nicht über die nötige Gesundheit und Kraft verfüge, um in diesem historischen Augenblick der Legionäre Christi und des Regnum Christi die Anforderungen der Gesamtleitung auf verantwortliche Weise zu erfüllen. Obwohl ich unter keiner schweren Krankheit leide, ist doch ein Mann vonnöten, der im Vollbesitz seiner gesundheitlichen Kräfte ist.

Daher habe ich im Bewusstsein meiner Verantwortung vor Gott und nachdem ich mich mit einigen Priestern beraten und dann die Approbation des Päpstlichen Delegaten erhalten habe, beschlossen, dass die Ausübung der Funktionen des Generaldirektors bis zur Einberufung des nächsten Generalkapitels auf den Generalvikar übergeht, gemäß Nr. 509 der Konstitutionen.

In dieser Phase ist dem Päpstlichen Delegaten „die Approbation von Entscheidungen der obersten Ordensleitung vorbehalten, sei es, was Personen betrifft (Zulassung zum Noviziat, zur Profess, zur Priesterweihe, Ernennungen und Versetzungen von Personal), sei es im Bereich des Apostolats und der Ausbildung (Seminare, akademische Einrichtungen, Schulen) und in Fragen der außerordentlichen Vermögensverwaltung oder der Veräußerung von Eigentum der Kongregation“ (Dekret des Staatssekretärs, 9. Juli 2010).

In diesem neuen Lebensabschnitt, als Generaldirektor, der keine Leitungsgewalt ausübt, wünsche ich mir von ganzem Herzen, Ihnen meine Nähe und meine Begleitung anzubieten, um zusammen mit Ihnen den Weg der Erneuerung zu fördern und zu beschreiten, auf dem wir uns befinden. Ich glaube an die Kongregation der Legionäre Christi und an das Regnum Christi mit allem, was ich bin, und ich liebe sie von ganzem Herzen, weil ich auf diese Weise die Kirche liebe. Sie wissen, dass ich mein Leben für jeden von Ihnen geben würde.

Ich bitte Sie alle, dass Sie weiterhin mit Ihrer Hingabe und Ihrer positiven Haltung Kardinal Velasio De Paolis unterstützen. Ich bitte Sie auch, dass wir P. Sylvester mit unserem Gehorsam und unserer Verbundenheit helfen. Er ist ein junger Priester, der die Legion und das Regnum Christi sehr liebt. Ich habe volles Vertrauen in ihn, und er wird der Aufgabe, die ihm übertragen ist, sehr gut gerecht werden.

Das einzige, was ich Ihnen sagen möchte, ist, dass ich Ihnen sehr dankbar bin, und dass ich mir wünsche, dass wir alle unser Leben hingeben, um das Gebot Christi zu leben. Die Liebe ist unser Erkennungszeichen als Jünger Christi. Wir haben eine wunderbare Gelegenheit, das Motto unseres Lebens Wirklichkeit werden zu lassen: Dein Reich komme! Es ist Christus, der in unserem Denken, in unserem Herz und in all unserem Tun herrscht.

Im Gedenken an unsere Profess rufen wir Maria an. Ihr „Ja“ war für immer, in der Stille der Liebe, ohne Bedingungen, im Geheimnis des Glaubens. Durch das Gebet ist alles möglich.

Mit einer brüderlichen Umarmung in Christus,

Álvaro Corcuera LC


Päpstlicher Delegat gewährt P. Álvaro Corcuera LC einjährige Erholungszeit

Päpstlicher Delegat gewährt P. Álvaro Corcuera LC einjährige Erholungszeit

Rom, 10. Oktober 2012

Liebe Brüder und Schwestern in der Legion Christi und im Regnum Christi!

Ich sende Ihnen diese Zeilen als Begleitschreiben zum Brief von Pater Álvaro Corcuera, Generaldirektor der Legionäre Christi und Verantwortlicher des Regnum Christi. Sie alle konnten ihn insbesondere während der letzten sieben Jahre in seinem Dienst als Generaldirektor der Legionäre Christi und des Regnum Christi kennen und in liebevoller Verbundenheit schätzen lernen. Es waren sieben sehr schwere und mühsame Jahre. Als er dieses Aufgabe angenommen hat, wusste er, dass die Amtszeit eine Dauer von zwölf Jahren haben sollte, was wir heute als zu lange empfinden und daher während des nächsten Generalkapitels, das aller Voraussicht nach Ende 2013 oder Anfang 2014 stattfinden wird, neu überdacht werden muss. In diesem Generalkapitel werden auch die neuen Oberen der Kongregation gewählt und die neuen Konstitutionen approbiert werden müssen, die sich auf Wunsch des Heiligen Vaters im Prozess der Revision befinden. In diesen sieben Jahren als Generaldirektor hat P. Álvaro mit großer Hingabe all seine Tatkraft in den Dienst des Erneuerungsprozesses der Legionäre Christi gestellt, den diese gerade durchlaufen. Sein Dienst war wertvoll, denn er war mit den Personen und den verschiedensten Situationen seiner Ordensgemeinschaft und des Regnum Christi bestens vertraut und genoss aufgrund seiner Intelligenz und Liebenswürdigkeit auch das allgemeine Vertrauen seiner Mitbrüder und des Regnum Christi. Aber sein Einsatz, der oft mit Leid und Unverständnis verbunden war, hat zu einem solchen Nachlassen seiner Kräfte geführt, dass die Sorge aufkam, seine Gesundheit könne Schaden leiden, wenn er seinen Verpflichtungen vor allem in diesem letzten Jahr vor dem Generalkapitel weiterhin nachkomme. Ihm wurde diese Situation selbst auch bewusst und in seiner Demut und Hingabe hat er die Einladung angenommen, die ich, nach Rücksprache mit meinen Beratern, an ihn gerichtet hatte. Daraufhin hat er selbst ein Gesuch an mich gerichtet, in dem er mich um die vorübergehende Entbindung von der Ausübung seiner Pflichten als Generaldirektor bittet, und ich habe dieses nach Rücksprache mit dem Generalrat der Kongregation zustimmend angenommen.

Es handelt sich wohlgemerkt weder um eine Amtsenthebung, noch um die Ernennung eines neuen Generaldirektors, sondern um eine Art Erholungsjahr, um das der Generaldirektor gebeten hat und das im gewährt wurde. Er bleibt Generaldirektor, übt jedoch sein Amt bis zur Einberufung des nächsten Generalkapitels nicht aus. Für diesen Zeitraum ab dem 15. Oktober 2012 bis zum Tag der Einberufung des Generalkapitels wird sein Generalvikar, P. Sylvester Heereman, die Aufgaben des Generaldirektors übernehmen.

Es ist eine schmerzhafte Entscheidung, die allen Leiden bereitet; für das Wohl der Legionäre Christi und von P. Álvaro selbst erschien sie aber notwendig. Wir erneuern ihm unsere Dankbarkeit für seinen Einsatz, versichern ihm unser Gebet und erwarten mit Freude den Tag, an dem er mit wiedergewonnenen Kräften die Leitung der Legionäre Christi und die Verantwortung für das Regnum Christi erneut übernehmen kann. Der Herr segne ihn und helfe uns, auf dem Weg der Erneuerung der Kongregation und des Regnum Christi in gutem Einvernehmen und gemeinsamer Anstrengung voranzuschreiten. Ich bitte alle um ihre Mitarbeit und einen erneuerten Einsatz in dem Dienst, zu dessen Ausübung jeder gemäß seinen Umständen und seiner Rolle berufen ist. Ich segne Sie alle und bitte um Ihr Gebet.

+ Velasio Kard. De Paolis, CS

 


 

Dein Reich komme!


Rom, den 9. Oktober 2012

An meine Mitbrüder der Legionäre Christi
An alle Mitglieder des Regnum Christi

Liebe Freunde in Christus,

Zu Beginn des Jahrs des Glaubens schicke ich Ihnen allen einen herzlichen Gruß, verbunden mit meiner aufrichtigen Wertschätzung und Dankbarkeit. Jesus Christus hat uns in diesem Boot zusammengerufen und erfüllt uns mit der Kraft seiner Liebe.

Im kommenden Januar begehen wir den achten Jahrestag der Feier des letzten Generalkapitels. Wenn ich auf die Zeit vom Tag meines ECYD-Beitritts bis heute zurückblicke, empfinde ich vor allem tiefe Dankbarkeit für all das, was Gott in seiner liebvollen Vorsehung gefügt hat. Heute vor 30 Jahren hatte ich die Gnade, meine ewige Profess abzulegen, der einige Jahre Ordensleben und eine sehr glückliche Erfahrung des gottgeweihten Lebens im Regnum Christi vorausgegangen sind.

Als ich im Januar 2005 gefragt wurde, ob ich das Amt des Generaldirektors annehme, habe ich ängstlich und mit einer gewissen Beunruhigung zugestimmt, obwohl ich auch darauf vertraute, dass Gottes Stärke sich in unserer Schwachheit zeigt. Ich wusste, dass jeder von uns „Ja“ gesagt hätte, so wie auch Maria bei der Verkündigung ihr „fiat“ („es geschehe“) ausgesprochen hat. Seitdem haben mir die Worte des hl. Paulus im Römerbrief viel Kraft gegeben: „Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt“ (Röm 8,28). „Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?” (Röm 8,35). Wenn wir uns darum bemühen, so gesinnt zu sein, wie es dem Leben Christi entspricht, wenn er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, werden wir immer Frieden haben.

Nur Gott weiß, wie sehr ich Sie schätze und wie dankbar ich Ihnen bin. Ich liebe die Legionäre Christi und die Bewegung Regnum Christi wirklich jeden Tag ein bisschen mehr, weil sie das Boot sind, in das Jesus Christus uns eingeladen hat. In diesem Boot segeln wir zusammen, manchmal bei ruhiger See und manchmal bei stürmischem Wetter, um der Kirche zu dienen, die wir so sehr lieben.

Gott war und ist unendlich gut. Er ist die Liebe. Er ist der barmherzige Vater, der uns auf unserem Weg zum Ziel, dem Himmel, begleitet. Es hilft uns allen, unsere persönliche Antwort an Christus zu erneuern, der uns Freunde nennt (vgl. Joh 15,14) und der uns einlädt, ihm vorbehaltlos zu folgen, ohne darauf zu achten, was es uns kostet. Wir wissen auch, dass das Kreuz ein fester Bestandteil des Weges zur Heiligkeit und zur apostolischen Fruchtbarkeit im Dienst an unseren Mitmenschen ist.

Ich sehe, dass die Legion und das Regnum Christi auf dem Weg der Erneuerung voranschreiten, ein wahrer Kreuzweg, der immer noch beschwerlich und verworren, aber auch voller Hoffnung ist. In den vergangenen Monaten habe ich vermehrt die Unterstützung des Generalrats erfahren, der eine immer aktivere Rolle übernommen hat. Kardinal De Paolis hat uns eng begleitet, uns mit seiner Weisheit bereichert und uns viel Zeit und Energie gewidmet.

In der letzten Zeit habe mich öfter mit unserem Päpstlichen Delegaten über die Etappe, in der wir uns befinden, unterhalten. Wir haben festgestellt, dass die Vorbereitung der Legionäre Christi auf das Generalkapitel und das allgemeine Tagesgeschäft der Ordensleitung eine Aufgabe sind, die alle Energien und Kräfte in Anspruch nimmt. Ich habe außerdem die verschiedenen Nummern der Konstitutionen über die Eigenschaften des Generaldirektors gelesen und meditiert. Ganz konkret besagt eine der Nummern, dass der Generaldirektor ein Priester sein soll, der sich einer robusten Gesundheit erfreut (vgl. Konstitutionen der Legionäre Christi Nr. 469,10). Es fällt mir nicht leicht, dies einzugestehen, aber wie sehr ich auch jeden von Ihnen, die Legion und die Bewegung schätze, habe ich vor Gott erkannt, dass ich nicht über die nötige Gesundheit und Kraft verfüge, um in diesem historischen Augenblick der Legionäre Christi und des Regnum Christi die Anforderungen der Gesamtleitung auf verantwortliche Weise zu erfüllen. Obwohl ich unter keiner schweren Krankheit leide, ist doch ein Mann vonnöten, der im Vollbesitz seiner gesundheitlichen Kräfte ist.

Daher habe ich im Bewusstsein meiner Verantwortung vor Gott und nachdem ich mich mit einigen Priestern beraten und dann die Approbation des Päpstlichen Delegaten erhalten habe, beschlossen, dass die Ausübung der Funktionen des Generaldirektors bis zur Einberufung des nächsten Generalkapitels auf den Generalvikar übergeht, gemäß Nr. 509 der Konstitutionen.

In dieser Phase ist dem Päpstlichen Delegaten „die Approbation von Entscheidungen der obersten Ordensleitung vorbehalten, sei es, was Personen betrifft (Zulassung zum Noviziat, zur Profess, zur Priesterweihe, Ernennungen und Versetzungen von Personal), sei es im Bereich des Apostolats und der Ausbildung (Seminare, akademische Einrichtungen, Schulen) und in Fragen der außerordentlichen Vermögensverwaltung oder der Veräußerung von Eigentum der Kongregation“ (Dekret des Staatssekretärs, 9. Juli 2010).

In diesem neuen Lebensabschnitt, als Generaldirektor, der keine Leitungsgewalt ausübt, wünsche ich mir von ganzem Herzen, Ihnen meine Nähe und meine Begleitung anzubieten, um zusammen mit Ihnen den Weg der Erneuerung zu fördern und zu beschreiten, auf dem wir uns befinden. Ich glaube an die Kongregation der Legionäre Christi und an das Regnum Christi mit allem, was ich bin, und ich liebe sie von ganzem Herzen, weil ich auf diese Weise die Kirche liebe. Sie wissen, dass ich mein Leben für jeden von Ihnen geben würde.

Ich bitte Sie alle, dass Sie weiterhin mit Ihrer Hingabe und Ihrer positiven Haltung Kardinal Velasio De Paolis unterstützen. Ich bitte Sie auch, dass wir P. Sylvester mit unserem Gehorsam und unserer Verbundenheit helfen. Er ist ein junger Priester, der die Legion und das Regnum Christi sehr liebt. Ich habe volles Vertrauen in ihn, und er wird der Aufgabe, die ihm übertragen ist, sehr gut gerecht werden.

Das einzige, was ich Ihnen sagen möchte, ist, dass ich Ihnen sehr dankbar bin, und dass ich mir wünsche, dass wir alle unser Leben hingeben, um das Gebot Christi zu leben. Die Liebe ist unser Erkennungszeichen als Jünger Christi. Wir haben eine wunderbare Gelegenheit, das Motto unseres Lebens Wirklichkeit werden zu lassen: Dein Reich komme! Es ist Christus, der in unserem Denken, in unserem Herz und in all unserem Tun herrscht.

Im Gedenken an unsere Profess rufen wir Maria an. Ihr „Ja“ war für immer, in der Stille der Liebe, ohne Bedingungen, im Geheimnis des Glaubens. Durch das Gebet ist alles möglich.

Mit einer brüderlichen Umarmung in Christus,

Álvaro Corcuera LC

 

Brief von P. Álvaro Corcuera LC dazu an die Legionäre Christi und die Mitglieder der Bewegung Regnum Christi zusammen mit einem Begleitbrief von Kard. Velasio de Paolis

close
Donnerstag, 11. Oktober 2012

Direktlink senden

http://www.regnumchristi.org/de/component/k2/item/598-paepstlicher-delegat-gewaehrt-p-alvaro-corcuera-lc-einjaehrige-erholungszeit/

Diesen Artikel empfehlen:



To listen to this song, you need the latest Flash-Player and active javascript in your browser.