Sonntag, 4. November 2012

Dem Reich Gottes nicht fern


Tägliche Meditationen - 4. November 2012

Einunddreißigster Sonntag im Jahreskreis

P. Michael Goodyear LC

MK 12,28b-34
Ein Schriftgelehrter hatte ihrem Streit zugehört; und da er bemerkt hatte, wie treffend Jesus ihnen antwortete, ging er zu ihm hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm, und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

Einführendes Gebet:  Jesus Christus, an wen kann ich mich täglich wenden, wenn nicht an dich? Eines Tages werde ich mich dir sogar endgültig zuwenden können, und dann wird es für die Ewigkeit sein. Wie überall, gibst du das Tempo vor, ergreifst die Initiative und bist der Handelnde. Du wendest dich mir zu und schaust zuerst auf mich, und ich für meinen Teil versuche täglich dir zu antworten und auf dich zu schauen. Ich möchte, dass dieses Gebet eine Übung für die endgültige Hinwendung zu dir ist. Amen.

Bitte: Herr, lehre mich den Weg selbstloser Liebe.

1.  Der Weg. Wir alle bewundern eine umfassende und treue Liebe. Bei dem Gespräch mit dem Schriftgelehrten im heutigen Evangelium wird uns diese Liebe beschrieben. Das ist das größte Gebot. Das ist der Schlüssel zu unserem Leben. Das ist das einfache, allumfassende Prinzip, nach dem wir leben sollten. Das ist darüber hinaus genau das, was in der heutigen Welt des „Startknopfdrückens“ verlangt wird. Wir wollen unser Leben vereinfachen. Christus macht uns die Landkarte unseres Lebens einfach. Wir sollten aus der Liebe für Gott heraus handeln und in diesem Bemühen unsere ganze Kraft, Herz, Seele und Sinn vereinen: Gott lieben. Machen wir uns unser Leben unnötig schwer?

2. Die Augen auf das Ziel richten! Jesus Christus lebte sein Leben als ein vollkommenes Beispiel dafür, wie wir leben sollen. Er zeigte uns eine uneingeschränkte Liebe. Er ist wahrhaftig aufrichtig! Er liebt seinen Vater von ganzem Herzen, ganzer Seele und Kraft. Wir sollten unsere Augen auf Christus als unser endgültiges Ziel gerichtet halten. Wir können ihn in seiner Liebe für den Vater nachahmen. Wie Romano Guardini es ausdrückte: „Das gesamte Leben unseres Herrn hat seinen Ursprung im Willen des Vaters. Aber es ist in seiner Weisheit, dass er wirklich er selber ist. Er ist darin er selber, dass er nicht seinen eigenen Willen sondern den Willen das Vaters tut, und so erfüllt er sein tiefstes und persönlichstes Prinzip seines Seins. Es gibt dafür ein Wort: Liebe!“ Könnte etwas einfacher als das sein?

3. Es ist nicht weit! Wenn wir ein Ziel erreichen wollen ist die gerade Linie der kürzeste Weg. Wenn wir Gott von ganzem Herzen, Seele, Verstand und Kraft lieben, dann begradigen wir die Bahn. Wenn wir anderen Dingen und Vorlieben anhängen, die zu unserer Liebe zu Gott in Konkurrenz stehen, die Gott aus unserem Leben hinausdrängen, die unsere Kräfte verstreuen, dann werden wir uns vom Reich Gottes entfernen. Können wir uns nicht ganz auf die Liebe zu Gott konzentrieren? Wenn uns das gelingt, dann wird uns jede E-Mail-Nachricht, jeder Telefonanruf, jede Mahlzeit, jede Sportveranstaltung, jede Erledigung, jede Geschäftsbesprechung, jede Schule, absolut alles, zum Reich Gottes führen und nicht davon fernhalten.

Gespräch mit Christus: Herr, ich möchte ein zielgerichtetes Leben führen. Ich wurde für dich geschaffen, und mein Herz wird ruhelos sein, bis es in dir ruht. Lehre mich in der Liebe zu dir, lehre mich durch alles, was ich heute und während meines ganzen Lebens tue, bis ich dir mein Herz, meine Seele, meinen Verstand und meine Kraft für alle Ewigkeit übergebe.

Vorsatz:  Ich will an diesem Tag so oft wie möglich einen bewussten Akt der Liebe zu Gott setzen und ihm jeden Augenblick, Handlung und Gebet aufopfern.


Dem Reich Gottes nicht fern

Dem Reich Gottes nicht fern

Einunddreißigster Sonntag im Jahreskreis

P. Michael Goodyear LC

MK 12,28b-34
Ein Schriftgelehrter hatte ihrem Streit zugehört; und da er bemerkt hatte, wie treffend Jesus ihnen antwortete, ging er zu ihm hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm, und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

Einführendes Gebet:  Jesus Christus, an wen kann ich mich täglich wenden, wenn nicht an dich? Eines Tages werde ich mich dir sogar endgültig zuwenden können, und dann wird es für die Ewigkeit sein. Wie überall, gibst du das Tempo vor, ergreifst die Initiative und bist der Handelnde. Du wendest dich mir zu und schaust zuerst auf mich, und ich für meinen Teil versuche täglich dir zu antworten und auf dich zu schauen. Ich möchte, dass dieses Gebet eine Übung für die endgültige Hinwendung zu dir ist. Amen.

Bitte: Herr, lehre mich den Weg selbstloser Liebe.

1.  Der Weg. Wir alle bewundern eine umfassende und treue Liebe. Bei dem Gespräch mit dem Schriftgelehrten im heutigen Evangelium wird uns diese Liebe beschrieben. Das ist das größte Gebot. Das ist der Schlüssel zu unserem Leben. Das ist das einfache, allumfassende Prinzip, nach dem wir leben sollten. Das ist darüber hinaus genau das, was in der heutigen Welt des „Startknopfdrückens“ verlangt wird. Wir wollen unser Leben vereinfachen. Christus macht uns die Landkarte unseres Lebens einfach. Wir sollten aus der Liebe für Gott heraus handeln und in diesem Bemühen unsere ganze Kraft, Herz, Seele und Sinn vereinen: Gott lieben. Machen wir uns unser Leben unnötig schwer?

2. Die Augen auf das Ziel richten! Jesus Christus lebte sein Leben als ein vollkommenes Beispiel dafür, wie wir leben sollen. Er zeigte uns eine uneingeschränkte Liebe. Er ist wahrhaftig aufrichtig! Er liebt seinen Vater von ganzem Herzen, ganzer Seele und Kraft. Wir sollten unsere Augen auf Christus als unser endgültiges Ziel gerichtet halten. Wir können ihn in seiner Liebe für den Vater nachahmen. Wie Romano Guardini es ausdrückte: „Das gesamte Leben unseres Herrn hat seinen Ursprung im Willen des Vaters. Aber es ist in seiner Weisheit, dass er wirklich er selber ist. Er ist darin er selber, dass er nicht seinen eigenen Willen sondern den Willen das Vaters tut, und so erfüllt er sein tiefstes und persönlichstes Prinzip seines Seins. Es gibt dafür ein Wort: Liebe!“ Könnte etwas einfacher als das sein?

3. Es ist nicht weit! Wenn wir ein Ziel erreichen wollen ist die gerade Linie der kürzeste Weg. Wenn wir Gott von ganzem Herzen, Seele, Verstand und Kraft lieben, dann begradigen wir die Bahn. Wenn wir anderen Dingen und Vorlieben anhängen, die zu unserer Liebe zu Gott in Konkurrenz stehen, die Gott aus unserem Leben hinausdrängen, die unsere Kräfte verstreuen, dann werden wir uns vom Reich Gottes entfernen. Können wir uns nicht ganz auf die Liebe zu Gott konzentrieren? Wenn uns das gelingt, dann wird uns jede E-Mail-Nachricht, jeder Telefonanruf, jede Mahlzeit, jede Sportveranstaltung, jede Erledigung, jede Geschäftsbesprechung, jede Schule, absolut alles, zum Reich Gottes führen und nicht davon fernhalten.

Gespräch mit Christus: Herr, ich möchte ein zielgerichtetes Leben führen. Ich wurde für dich geschaffen, und mein Herz wird ruhelos sein, bis es in dir ruht. Lehre mich in der Liebe zu dir, lehre mich durch alles, was ich heute und während meines ganzen Lebens tue, bis ich dir mein Herz, meine Seele, meinen Verstand und meine Kraft für alle Ewigkeit übergebe.

Vorsatz:  Ich will an diesem Tag so oft wie möglich einen bewussten Akt der Liebe zu Gott setzen und ihm jeden Augenblick, Handlung und Gebet aufopfern.

 

Tägliche Meditationen - 4. November 2012

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Sonntag, 3. November 2012

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