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Freitag, 12. November 2010

In Treue zu Gott zuversichtlich in die Zukunft schauen


Meine Vergangenheit und meine Zukunft in der Kongregation der Legionäre Christi - Interview mit P. Andreas Kramarz LC

P. Andreas Kramarz LCP. Andreas ist 1968 in Düsseldorf geboren und in Aachen aufgewachsen. Im Oktober 1994 trat er bei den Legionären Christi ein und verbrachte sein Noviziat in Roetgen und Bad Münstereifel. Anschließend studierte er in Salamanca und Rom und wurde am Heiligabend 2003 zum Priester geweiht. Derzeit arbeitet er als Studienpräfekt, Beichtvater und Geistlicher Leiter im Noviziat und Zentrum für Humanistische Studien in Cheshire, USA. Im Interview mit unserer Redaktion gibt er Auskunft über seinen spirituellen Lebensweg als Priester und die Herausforderungen in diesem neuen Abschnitt der Geschichte für die Kongregation der Legionäre Christi.

P. Andreas, was haben Sie gesucht, als Sie bei den Legionären Christi eingetreten sind?

P. Andreas: Nicht so sehr gesucht als vielmehr gefunden. Ich fand eine Lebensform, die ich schon lange vorher ersehnt hatte: P. Andreas Kramarz LC (Mitte), mit einigen seiner Schüler im Zentrum für humanistische Studien in Cheshire, Connecticut, USA.Konsequent die evangelischen Räte leben; einer Gemeinschaft, die die Nächstenliebe als Grundlage hat; Treue zum kirchlichen Lehramt; und eine apostolische Vorgehensweise, die darauf abzielt, den Glauben an Christus so effektiv wie möglich weiterzugeben. Ich fand einen spirituellen Reichtum vor, der das Leben von allen Seiten auf eine immer vollkommenere Liebe zu Gott und den Menschen ausrichtet. Ich fand eine große Schar von Brüdern an meiner Seite. Christus erfüllt wirklich, was er uns versprochen hat: Er gibt uns das Hundertfache für das, was wir zurückgelassen haben (vgl. Mk 10, 29f).

Welches sind die wichtigsten Lektionen, die sie während ihrer Ausbildungsjahre gelernt haben?

P. Andreas: Neben vielen anderen Lektionen habe ich gelernt, eine viel persönlichere Beziehung zu Christus zu entfalten, ihm als meinem Ideal zu folgen, um seine Liebe den Mitmenschen zu vermitteln. Ich habe auch den Wert des Opfers in der Nachfolge Christi und als Bestandteil wahrer Liebe besser verstehen können. Ferner habe ich es gelernt – und lerne es immer noch –, den Schatz zu sehen, den ich in jedem meiner Mitbrüder habe: Menschen, die in der Welt alle möglichen Dinge mit viel Erfolg tun P. Andreas Kramarz LC (rechts) während der Ärzte-Mission in Bacalar, Quintana Roo, Mexiko, im März 2007könnten und die stattdessen all ihre Fähigkeiten Christus, dem Wohl der Mitmenschen und unserer Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Insgesamt  kommt es aber nicht darauf an, was ich tue, sondern mit wie viel Liebe ich es tue.

Könnten Sie uns einige Ihrer schönsten Erfahrungen während der Ausübung Ihres Priestertums erzählen?

P. Andreas: Ganz oben auf der Liste steht bei mir die tägliche Feier der heiligen Messe und das Sakrament der Versöhnung. Hierin leben alle Priester  den Kern ihres Priestertums. Mich bewegt zutiefst, wenn Menschen in ihrem Leben zu einem Neuanfang mit Gott finden und ich Zeuge davon sein darf, wie der Heilige Geist in den Herzen wirkt. Als äußeres Ereignis könnte ich vielleicht besonders die Ärzte-Mission in einem Maya-Dorf in Mexiko erwähnen, die ich vor einigen Jahren als Seelsorger begleitet habe; das war eine intensive und geistlich sehr bereichernde Erfahrung.

Was hat Ihnen geholfen, und was war für Sie schwer in Ihrem Leben als Priester?

P. Andreas: Es hat mir geholfen, mich darum zu bemühen, die heilige Messe täglich mit Andacht zu feiern und nicht im Eifer nachzulassen, sondern vielmehr das Ordensleben immer intensiver zu leben. Sehr wichtig ist die Nähe zu Gott im Gebet, vor allem in der täglichen Meditation, in der ich all meine Sorgen und Unzulänglichkeiten vor Gott bringen und ihn um Kraft und Erneuerung bitten kann – und er hat mich niemals hängen lassen. Schwierigkeiten entstehen immer dann, wenn ich anfange, mich selbst zu suchen, für mich Privilegien oder Bequemlichkeiten zu erwarten, und wenn ich in Routine verfalle. Ich glaube, dass vor allem die Routine unser Feind Nummer eins ist, denn sie tötet den Geist. Eine andere Herausforderung besteht darin, inmitten der vielen Arbeit offen zu bleiben, um niemals eine Gelegenheit zurückzuweisen, einem Menschen zu helfen. Wenn das anfängliche Hochgefühl nach der Priesterweihe vorüber ist und nicht mehr alles so neu und begeisternd ausschaut, kann man sich leicht in vielen Dingen verlieren, die menschlich gesehen vielleicht „interessanter” erscheinen mögen; dann muss ich mich ins Gebet zurückziehen und darüber nachdenken, wer ich bin und wozu ich mich habe weihen lassen, den Wert einer jeden Seele betrachten und dann mich wieder mit erneutem Schwung in den priesterlichen Dienst stürzen.

Warum lohnt es sich, Priester zu sein?

P. Andreas: Was könnte kostbarer sein als einen Menschen von zeitlichem oder ewigem Leid zu befreien und ihn für den Himmel zu gewinnen? Was könnte kostbarer sein, als dass Christus in der Eucharistie in meine Hände herabkommt und ich ihn jeden Morgen wie Maria in meinem Leib empfangen und an meine Mitmenschen austeilen darf? Nach meiner Weihe versicherte ich all meinen jüngeren Mitbrüdern, dass sich für das Priestertum jedes Opfer lohnt und dass alles Schwere während der Ausbildungszeit nichts ist im Vergleich mit diesem unfassbaren Geschenk; und heute wiederhole ich voller Überzeugung dieselben Worte. Denn ein Priester ist die direkteste und persönlichste Gegenwartsform Christi und seiner Liebe in der Welt. Denn dadurch dass ich mein Leben als Priester vereint mit dem Erlösungsopfer Christi darbringe, kann ich allen Menschen, denen ich im Lauf meines Lebens begegne, den bestmöglichen Dienst erweisen.

Wie stellen Sie sich Ihr Leben in fünf Jahren vor?

P. Andreas: Das kann ich mir unmöglich vorstellen, denn Gott hat für uns immer Überraschungen parat. Vor fünf Jahren hätte ich mir kaum vorgestellt, wie ich heute lebe. Aber ich kann sagen, wie ich in fünf Jahren sein möchte: viel heiligmäßiger und treuer, und dass ich alles gebe für Christus und die Mitmenschen in dieser Gemeinschaft der Legionäre Christi; dass ich dann vielleicht aber auch einige Projekte endlich beendet haben werde, deren Abschluss sich Jahr um Jahr immer wieder hinausschiebt…

Was erwarten Sie von Ihren Mitbrüdern während dieses Abschnittes der Geschichte der Legionäre Christi?

P. Andreas: Dasselbe, was ich von mir selbst fordern möchte: Zunächst einmal Beharrlichkeit, denn wir schulden es Christus, in Zeiten der Prüfung oder in Schwierigkeiten nicht davonzulaufen – wobei ich natürlich niemanden verurteile, der unsere P. Andreas Kramarz LC dirigiert den Chor der Novizen und Humanisten in Cheshire, USAGemeinschaft aus guten Gründen verlassen hat, wie es bisweilen vorkommt. Sodann: eine ganz bewusste und feinfühlige Treue zu unseren Konstitutionen und allen anderen Regeln, denn diese sind ja weiterhin gültig und bereits von Gott und der Kirche gesegnet, und nur wenn wir sie in uns verkörpern, können wir uns selbst und die uns anvertrauten Menschen Gott näher bringen und bezeugen, worin unser Charisma besteht. Drittens: sehr viel Glauben und Vertrauen in die Vorsehung Gottes, denn das kann uns einen großen Optimismus verleihen, dass wir nicht mutlos oder niedergeschlagen werden, sondern vielmehr froh und voller Begeisterung in unseren Gemeinschaften leben und apostolisch tätig sind. Wer Glauben hat und Christus liebt, für den führt alles zum Guten (vgl. Röm 8, 28). Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass alles zu einem größeren Gut beitragen wird, und ich bitte Gott während der Anbetungszeiten in diesen Monaten, dass wir alle entschlossen und zuversichtlich, vereint mit dem Päpstlichen Delegaten, in die Zukunft gehen.


In Treue zu Gott zuversichtlich in die Zukunft schauen

In Treue zu Gott zuversichtlich in die Zukunft schauen

P. Andreas Kramarz LCP. Andreas ist 1968 in Düsseldorf geboren und in Aachen aufgewachsen. Im Oktober 1994 trat er bei den Legionären Christi ein und verbrachte sein Noviziat in Roetgen und Bad Münstereifel. Anschließend studierte er in Salamanca und Rom und wurde am Heiligabend 2003 zum Priester geweiht. Derzeit arbeitet er als Studienpräfekt, Beichtvater und Geistlicher Leiter im Noviziat und Zentrum für Humanistische Studien in Cheshire, USA. Im Interview mit unserer Redaktion gibt er Auskunft über seinen spirituellen Lebensweg als Priester und die Herausforderungen in diesem neuen Abschnitt der Geschichte für die Kongregation der Legionäre Christi.

P. Andreas, was haben Sie gesucht, als Sie bei den Legionären Christi eingetreten sind?

P. Andreas: Nicht so sehr gesucht als vielmehr gefunden. Ich fand eine Lebensform, die ich schon lange vorher ersehnt hatte: P. Andreas Kramarz LC (Mitte), mit einigen seiner Schüler im Zentrum für humanistische Studien in Cheshire, Connecticut, USA.Konsequent die evangelischen Räte leben; einer Gemeinschaft, die die Nächstenliebe als Grundlage hat; Treue zum kirchlichen Lehramt; und eine apostolische Vorgehensweise, die darauf abzielt, den Glauben an Christus so effektiv wie möglich weiterzugeben. Ich fand einen spirituellen Reichtum vor, der das Leben von allen Seiten auf eine immer vollkommenere Liebe zu Gott und den Menschen ausrichtet. Ich fand eine große Schar von Brüdern an meiner Seite. Christus erfüllt wirklich, was er uns versprochen hat: Er gibt uns das Hundertfache für das, was wir zurückgelassen haben (vgl. Mk 10, 29f).

Welches sind die wichtigsten Lektionen, die sie während ihrer Ausbildungsjahre gelernt haben?

P. Andreas: Neben vielen anderen Lektionen habe ich gelernt, eine viel persönlichere Beziehung zu Christus zu entfalten, ihm als meinem Ideal zu folgen, um seine Liebe den Mitmenschen zu vermitteln. Ich habe auch den Wert des Opfers in der Nachfolge Christi und als Bestandteil wahrer Liebe besser verstehen können. Ferner habe ich es gelernt – und lerne es immer noch –, den Schatz zu sehen, den ich in jedem meiner Mitbrüder habe: Menschen, die in der Welt alle möglichen Dinge mit viel Erfolg tun P. Andreas Kramarz LC (rechts) während der Ärzte-Mission in Bacalar, Quintana Roo, Mexiko, im März 2007könnten und die stattdessen all ihre Fähigkeiten Christus, dem Wohl der Mitmenschen und unserer Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Insgesamt  kommt es aber nicht darauf an, was ich tue, sondern mit wie viel Liebe ich es tue.

Könnten Sie uns einige Ihrer schönsten Erfahrungen während der Ausübung Ihres Priestertums erzählen?

P. Andreas: Ganz oben auf der Liste steht bei mir die tägliche Feier der heiligen Messe und das Sakrament der Versöhnung. Hierin leben alle Priester  den Kern ihres Priestertums. Mich bewegt zutiefst, wenn Menschen in ihrem Leben zu einem Neuanfang mit Gott finden und ich Zeuge davon sein darf, wie der Heilige Geist in den Herzen wirkt. Als äußeres Ereignis könnte ich vielleicht besonders die Ärzte-Mission in einem Maya-Dorf in Mexiko erwähnen, die ich vor einigen Jahren als Seelsorger begleitet habe; das war eine intensive und geistlich sehr bereichernde Erfahrung.

Was hat Ihnen geholfen, und was war für Sie schwer in Ihrem Leben als Priester?

P. Andreas: Es hat mir geholfen, mich darum zu bemühen, die heilige Messe täglich mit Andacht zu feiern und nicht im Eifer nachzulassen, sondern vielmehr das Ordensleben immer intensiver zu leben. Sehr wichtig ist die Nähe zu Gott im Gebet, vor allem in der täglichen Meditation, in der ich all meine Sorgen und Unzulänglichkeiten vor Gott bringen und ihn um Kraft und Erneuerung bitten kann – und er hat mich niemals hängen lassen. Schwierigkeiten entstehen immer dann, wenn ich anfange, mich selbst zu suchen, für mich Privilegien oder Bequemlichkeiten zu erwarten, und wenn ich in Routine verfalle. Ich glaube, dass vor allem die Routine unser Feind Nummer eins ist, denn sie tötet den Geist. Eine andere Herausforderung besteht darin, inmitten der vielen Arbeit offen zu bleiben, um niemals eine Gelegenheit zurückzuweisen, einem Menschen zu helfen. Wenn das anfängliche Hochgefühl nach der Priesterweihe vorüber ist und nicht mehr alles so neu und begeisternd ausschaut, kann man sich leicht in vielen Dingen verlieren, die menschlich gesehen vielleicht „interessanter” erscheinen mögen; dann muss ich mich ins Gebet zurückziehen und darüber nachdenken, wer ich bin und wozu ich mich habe weihen lassen, den Wert einer jeden Seele betrachten und dann mich wieder mit erneutem Schwung in den priesterlichen Dienst stürzen.

Warum lohnt es sich, Priester zu sein?

P. Andreas: Was könnte kostbarer sein als einen Menschen von zeitlichem oder ewigem Leid zu befreien und ihn für den Himmel zu gewinnen? Was könnte kostbarer sein, als dass Christus in der Eucharistie in meine Hände herabkommt und ich ihn jeden Morgen wie Maria in meinem Leib empfangen und an meine Mitmenschen austeilen darf? Nach meiner Weihe versicherte ich all meinen jüngeren Mitbrüdern, dass sich für das Priestertum jedes Opfer lohnt und dass alles Schwere während der Ausbildungszeit nichts ist im Vergleich mit diesem unfassbaren Geschenk; und heute wiederhole ich voller Überzeugung dieselben Worte. Denn ein Priester ist die direkteste und persönlichste Gegenwartsform Christi und seiner Liebe in der Welt. Denn dadurch dass ich mein Leben als Priester vereint mit dem Erlösungsopfer Christi darbringe, kann ich allen Menschen, denen ich im Lauf meines Lebens begegne, den bestmöglichen Dienst erweisen.

Wie stellen Sie sich Ihr Leben in fünf Jahren vor?

P. Andreas: Das kann ich mir unmöglich vorstellen, denn Gott hat für uns immer Überraschungen parat. Vor fünf Jahren hätte ich mir kaum vorgestellt, wie ich heute lebe. Aber ich kann sagen, wie ich in fünf Jahren sein möchte: viel heiligmäßiger und treuer, und dass ich alles gebe für Christus und die Mitmenschen in dieser Gemeinschaft der Legionäre Christi; dass ich dann vielleicht aber auch einige Projekte endlich beendet haben werde, deren Abschluss sich Jahr um Jahr immer wieder hinausschiebt…

Was erwarten Sie von Ihren Mitbrüdern während dieses Abschnittes der Geschichte der Legionäre Christi?

P. Andreas: Dasselbe, was ich von mir selbst fordern möchte: Zunächst einmal Beharrlichkeit, denn wir schulden es Christus, in Zeiten der Prüfung oder in Schwierigkeiten nicht davonzulaufen – wobei ich natürlich niemanden verurteile, der unsere P. Andreas Kramarz LC dirigiert den Chor der Novizen und Humanisten in Cheshire, USAGemeinschaft aus guten Gründen verlassen hat, wie es bisweilen vorkommt. Sodann: eine ganz bewusste und feinfühlige Treue zu unseren Konstitutionen und allen anderen Regeln, denn diese sind ja weiterhin gültig und bereits von Gott und der Kirche gesegnet, und nur wenn wir sie in uns verkörpern, können wir uns selbst und die uns anvertrauten Menschen Gott näher bringen und bezeugen, worin unser Charisma besteht. Drittens: sehr viel Glauben und Vertrauen in die Vorsehung Gottes, denn das kann uns einen großen Optimismus verleihen, dass wir nicht mutlos oder niedergeschlagen werden, sondern vielmehr froh und voller Begeisterung in unseren Gemeinschaften leben und apostolisch tätig sind. Wer Glauben hat und Christus liebt, für den führt alles zum Guten (vgl. Röm 8, 28). Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass alles zu einem größeren Gut beitragen wird, und ich bitte Gott während der Anbetungszeiten in diesen Monaten, dass wir alle entschlossen und zuversichtlich, vereint mit dem Päpstlichen Delegaten, in die Zukunft gehen.

 

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