Sonntag, 11. November 2012

Ein Aufruf zur Wahrhaftigkeit


Tägliche Meditationen - 11. November 2012

Zweiunddreißigster Sonntag im Jahreskreis
Hl. Martin von Tours

P. Paul Campbell LC

Mk 12,3842
Jesus lehrte sie und sagte: „Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Straßen und Plätzen grüßt, und sie wollen in der Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben. Sie bringen die Witwen um ihre Häuser und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Aber um so härter wird das Urteil sein, das sie erwartet.“ Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. Er rief seine Jünger zu sich und sagte: „Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hergegeben; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt.“

Einführendes Gebet:  Herr, ich glaube an dich. Ich glaube, dass du bei mir bist, dass du das Leben meiner Seele bist. Ich setze mein ganzes Vertrauen auf dich, denn ohne dich kann ich nichts tun. Ich liebe dich. Befreie mich von allem, was mich hindert, dir mein ganzes Herz und meine ganze Kraft zu geben. Hilf mir, dich in allem, was ich heute tue, zu lieben. Hilf mir, dich in jedem zu sehen, dem ich heute begegne.

Bitte: Herr, hilf mir, meine Entscheidung, deinem Willen in meinem Leben zu folgen, konsequent und ehrlich umzusetzen.

1.  Den Glauben zur Schau stellen. Der Abschnitt aus dem Evangelium stellt uns den krassen Gegensatz zwischen den Schriftgelehrten und der armen Witwe vor Augen. Die Schriftgelehrten lassen sich von Äußerlichkeiten leiten. Sie waren Sklaven ihrer Eitelkeit. Ihre innere Sicherheit dauerte nur solange, wie das Lobgerede um sie herum anhielt. Sie ließen sich mehr vom Beifall der Menge als vom Wohlgefallen Gottes leiten. Weil sie ihren Glauben zur Schau stellten, konnte er sie nicht prägen und sie von ihren ungeordneten Leidenschaften nicht befreien. Von außen gesehen schienen sie fromm zu sein, aber innerlich waren sie voller Laster. In ihrer Gier „bringen Sie Witwen um ihre Häuser“. Stelle ich meine Frömmigkeit zur Schau oder dient sie Gott allein?

2. Großzügigkeit bedeutet, alles zu geben. Die arme Witwe wurde von der Menge nicht bemerkt, aber Jesus sah sie. Während die Reichen viel Aufheben um ihre Geschenke machten, hatte sie nur zwei Münzen zu geben. Sie verschwand still in der Menge, niemand beachtete sie; von Christus wurde sie aber bemerkt. Wir können wählen: Den Beifall der Menge oder das Lob Gottes.

3. Vergleiche ziehen. Es geschieht manchmal sehr schnell, dass wir uns zu sehr damit beschäftigen, was andere besitzen – was sie tun oder was sie sagen. Wir treten in die Falle, uns mit anderen zu vergleichen und ziehen dabei wahrscheinlich den Kürzeren. Das macht uns bloß unglücklich. Gott vergleicht uns nicht mit anderen. Er liebt uns. Er hat uns so gemacht wie wir sind, mit unseren einzigartigen Talenten und Fähigkeiten. Er misst unsere Großzügigkeit nicht daran, was wir geben, sondern daran, was wir für uns selbst zurückhalten. Denken wir immer daran: die Glücklichsten sind nicht diejenigen, welche alles haben, sondern jene, die alles geben, was sie haben.

Gespräch mit Christus: Herr, hilf mir, aufzuhören, mich mit anderen zu vergleichen. Hilf mir, das Gute, das ich heute tun soll, zu sehen. Lass mich all das erkennen, woran ich hänge und was mich von dir fernhält. Du hast mir alles gegeben. Ich möchte deine Gaben fruchtbringend einsetzen und dir alles mit den Früchten zurückgeben.

Vorsatz:  Ich will auf Gottes Vorsehung vertrauen und ihm heute etwas geben, das ich bis jetzt zurückgehalten habe.


Ein Aufruf zur Wahrhaftigkeit

Ein Aufruf zur Wahrhaftigkeit

Zweiunddreißigster Sonntag im Jahreskreis
Hl. Martin von Tours

P. Paul Campbell LC

Mk 12,3842
Jesus lehrte sie und sagte: „Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Straßen und Plätzen grüßt, und sie wollen in der Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben. Sie bringen die Witwen um ihre Häuser und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Aber um so härter wird das Urteil sein, das sie erwartet.“ Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. Er rief seine Jünger zu sich und sagte: „Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hergegeben; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt.“

Einführendes Gebet:  Herr, ich glaube an dich. Ich glaube, dass du bei mir bist, dass du das Leben meiner Seele bist. Ich setze mein ganzes Vertrauen auf dich, denn ohne dich kann ich nichts tun. Ich liebe dich. Befreie mich von allem, was mich hindert, dir mein ganzes Herz und meine ganze Kraft zu geben. Hilf mir, dich in allem, was ich heute tue, zu lieben. Hilf mir, dich in jedem zu sehen, dem ich heute begegne.

Bitte: Herr, hilf mir, meine Entscheidung, deinem Willen in meinem Leben zu folgen, konsequent und ehrlich umzusetzen.

1.  Den Glauben zur Schau stellen. Der Abschnitt aus dem Evangelium stellt uns den krassen Gegensatz zwischen den Schriftgelehrten und der armen Witwe vor Augen. Die Schriftgelehrten lassen sich von Äußerlichkeiten leiten. Sie waren Sklaven ihrer Eitelkeit. Ihre innere Sicherheit dauerte nur solange, wie das Lobgerede um sie herum anhielt. Sie ließen sich mehr vom Beifall der Menge als vom Wohlgefallen Gottes leiten. Weil sie ihren Glauben zur Schau stellten, konnte er sie nicht prägen und sie von ihren ungeordneten Leidenschaften nicht befreien. Von außen gesehen schienen sie fromm zu sein, aber innerlich waren sie voller Laster. In ihrer Gier „bringen Sie Witwen um ihre Häuser“. Stelle ich meine Frömmigkeit zur Schau oder dient sie Gott allein?

2. Großzügigkeit bedeutet, alles zu geben. Die arme Witwe wurde von der Menge nicht bemerkt, aber Jesus sah sie. Während die Reichen viel Aufheben um ihre Geschenke machten, hatte sie nur zwei Münzen zu geben. Sie verschwand still in der Menge, niemand beachtete sie; von Christus wurde sie aber bemerkt. Wir können wählen: Den Beifall der Menge oder das Lob Gottes.

3. Vergleiche ziehen. Es geschieht manchmal sehr schnell, dass wir uns zu sehr damit beschäftigen, was andere besitzen – was sie tun oder was sie sagen. Wir treten in die Falle, uns mit anderen zu vergleichen und ziehen dabei wahrscheinlich den Kürzeren. Das macht uns bloß unglücklich. Gott vergleicht uns nicht mit anderen. Er liebt uns. Er hat uns so gemacht wie wir sind, mit unseren einzigartigen Talenten und Fähigkeiten. Er misst unsere Großzügigkeit nicht daran, was wir geben, sondern daran, was wir für uns selbst zurückhalten. Denken wir immer daran: die Glücklichsten sind nicht diejenigen, welche alles haben, sondern jene, die alles geben, was sie haben.

Gespräch mit Christus: Herr, hilf mir, aufzuhören, mich mit anderen zu vergleichen. Hilf mir, das Gute, das ich heute tun soll, zu sehen. Lass mich all das erkennen, woran ich hänge und was mich von dir fernhält. Du hast mir alles gegeben. Ich möchte deine Gaben fruchtbringend einsetzen und dir alles mit den Früchten zurückgeben.

Vorsatz:  Ich will auf Gottes Vorsehung vertrauen und ihm heute etwas geben, das ich bis jetzt zurückgehalten habe.

 

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