Montag, 12. November 2012

Die Sünde ausmerzen


Tägliche Meditationen - 12. November 2012

Montag der zweiunddreißigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Kunibert, Bischof

P. Edward Hopkins LC

Lk 17,16
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet. Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt. Seht euch vor! Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er sich ändert, vergib ihm. Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will mich ändern!, so sollst du ihm vergeben. Die Apostel baten den Herrn: Stärke unseren Glauben! Der Herr erwiderte: Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.

Einführendes Gebet:  Ich glaube an dich, Herr Jesus. Du bist der einzige, der mein Herz erfüllen kann. Ich glaube daran, dass die Kraft des Glaubens mein Leben und das Leben anderer verändern kann. Ich vertraue darauf, dass du mir das Licht und die Kraft gibst, die Sünde aus meinem Leben zu verbannen. Ich komme zu dir im Gebet, damit ich dich noch mehr lieben kann und der Sünde energisch, und mit starkem Herzen entgegentrete.

Bitte: Herr gib, dass ich „lieber sterbe als auch nur eine Sünde zu begehen.“

1.  Andere zur Sünde verführen. Die Sünde hat viele negative Auswirkungen: Sie beleidigt Gott, beschädigt mein Gewissen und meine Seele, verhärtet mein Herz, erzeugt schlechte Gewohnheiten, führt zum Verlust von Gnade und Willenskraft, erzeugt Distanz und Schwierigkeiten beim Beten. Keine Auswirkung ist jedoch so schädlich wie die der Verführung anderer zur Sünde. Warum wiegt gerade diese so schwer? Als Christ soll ich das Leben Christi leben und anderen lehren. Verführung zum Bösen verfälscht und widerspricht meiner Berufung und meinem Auftrag im Leben. Uns sind ganz besonders die „Kleinen“ anvertraut: Kinder, Familienmitglieder, Glaubensneulinge, Suchende, und die besonders Schwachen… Hier vor allem dürfen Sünde und Verführung keinen Raum einnehmen, will ich sie wirklich zu Christus führen. Wie ernst und aufrichtig ist es mir mit meiner Hingabe?

2. Ermahnen und Vergeben. Wir müssen die Sünde bekämpfen, wo immer wir ihr begegnen. Das fällt umso schwerer in einer Welt, wo Toleranz mehr gilt als Tugend! Sogar im Familienkreis sind wir versucht, die Dinge laufen zu lassen und Spannung und Ärger zu vermeiden. Wenn aber die Sünde unser größter Feind ist, müssen wir sie ausmerzen, und das bedeutet, stets mit dem Herzen Christi, dem Herzen der Liebe zu handeln: bereit dem Sünder zu vergeben, niemals sein Herz zu verurteilen, aber auch nie eine böse Tat zu verharmlosen. Wie gut lehre ich moralische Wahrheit? Unterscheide ich zwischen der Sünde und dem Sünder? Ist die Liebe Christi immer meine Motivation und erstrangige Botschaft?

3. Der Glaube entwurzelt die Sünde. All dies – Bekämpfung der Sünde bei sich und bei anderen – scheint die Apostel ein wenig zu überfordern. Sie bitten um eine Stärkung des Glaubens. Zu glauben heißt zu verstehen, was das Übel der Sünde nach Gottes Definition ist, und zu versuchen dementsprechend zu leben. Aber es ist nicht leicht, die Sünde zu überwinden, und bloßes Verstehen reicht nicht aus. Wir müssen die Sünde bei uns ausreißen und sie ständig im Leben anderer abwehren. Nur die Liebe Christi gibt uns dazu die nötige Kraft, und oft kann nur sie uns die nötige Ausdauer im Kampf mit immer denselben Sünden verleihen. Nur durch ihn kann unser Herz so erfüllt werden, dass es nicht zu den alten Gewohnheitssünden zurückkehrt.

Gespräch mit Christus: Herr, gib mir den Mut, die Sünde in meinem Leben zu bekämpfen. Gib mir dein Herz, o Herr, damit ich ohne Feigheit, unermüdlich und unverdrossen kämpfen und leiden kann; auch wenn andere das nicht verstehen und es mir nicht danken. Hilf mir, die Sünde aus meinem Leben zu verbannen und dir den ersten Platz einzuräumen.

Vorsatz:  Ich will mich bemühen, in meinem Familien– oder Erwerbsleben die Sünde durch Liebe zu überwinden. Ich will sie meiden und auch andere freundlich aber bestimmt dazu auffordern.


Die Sünde ausmerzen

Die Sünde ausmerzen

Montag der zweiunddreißigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Kunibert, Bischof

P. Edward Hopkins LC

Lk 17,16
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet. Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt. Seht euch vor! Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er sich ändert, vergib ihm. Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will mich ändern!, so sollst du ihm vergeben. Die Apostel baten den Herrn: Stärke unseren Glauben! Der Herr erwiderte: Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.

Einführendes Gebet:  Ich glaube an dich, Herr Jesus. Du bist der einzige, der mein Herz erfüllen kann. Ich glaube daran, dass die Kraft des Glaubens mein Leben und das Leben anderer verändern kann. Ich vertraue darauf, dass du mir das Licht und die Kraft gibst, die Sünde aus meinem Leben zu verbannen. Ich komme zu dir im Gebet, damit ich dich noch mehr lieben kann und der Sünde energisch, und mit starkem Herzen entgegentrete.

Bitte: Herr gib, dass ich „lieber sterbe als auch nur eine Sünde zu begehen.“

1.  Andere zur Sünde verführen. Die Sünde hat viele negative Auswirkungen: Sie beleidigt Gott, beschädigt mein Gewissen und meine Seele, verhärtet mein Herz, erzeugt schlechte Gewohnheiten, führt zum Verlust von Gnade und Willenskraft, erzeugt Distanz und Schwierigkeiten beim Beten. Keine Auswirkung ist jedoch so schädlich wie die der Verführung anderer zur Sünde. Warum wiegt gerade diese so schwer? Als Christ soll ich das Leben Christi leben und anderen lehren. Verführung zum Bösen verfälscht und widerspricht meiner Berufung und meinem Auftrag im Leben. Uns sind ganz besonders die „Kleinen“ anvertraut: Kinder, Familienmitglieder, Glaubensneulinge, Suchende, und die besonders Schwachen… Hier vor allem dürfen Sünde und Verführung keinen Raum einnehmen, will ich sie wirklich zu Christus führen. Wie ernst und aufrichtig ist es mir mit meiner Hingabe?

2. Ermahnen und Vergeben. Wir müssen die Sünde bekämpfen, wo immer wir ihr begegnen. Das fällt umso schwerer in einer Welt, wo Toleranz mehr gilt als Tugend! Sogar im Familienkreis sind wir versucht, die Dinge laufen zu lassen und Spannung und Ärger zu vermeiden. Wenn aber die Sünde unser größter Feind ist, müssen wir sie ausmerzen, und das bedeutet, stets mit dem Herzen Christi, dem Herzen der Liebe zu handeln: bereit dem Sünder zu vergeben, niemals sein Herz zu verurteilen, aber auch nie eine böse Tat zu verharmlosen. Wie gut lehre ich moralische Wahrheit? Unterscheide ich zwischen der Sünde und dem Sünder? Ist die Liebe Christi immer meine Motivation und erstrangige Botschaft?

3. Der Glaube entwurzelt die Sünde. All dies – Bekämpfung der Sünde bei sich und bei anderen – scheint die Apostel ein wenig zu überfordern. Sie bitten um eine Stärkung des Glaubens. Zu glauben heißt zu verstehen, was das Übel der Sünde nach Gottes Definition ist, und zu versuchen dementsprechend zu leben. Aber es ist nicht leicht, die Sünde zu überwinden, und bloßes Verstehen reicht nicht aus. Wir müssen die Sünde bei uns ausreißen und sie ständig im Leben anderer abwehren. Nur die Liebe Christi gibt uns dazu die nötige Kraft, und oft kann nur sie uns die nötige Ausdauer im Kampf mit immer denselben Sünden verleihen. Nur durch ihn kann unser Herz so erfüllt werden, dass es nicht zu den alten Gewohnheitssünden zurückkehrt.

Gespräch mit Christus: Herr, gib mir den Mut, die Sünde in meinem Leben zu bekämpfen. Gib mir dein Herz, o Herr, damit ich ohne Feigheit, unermüdlich und unverdrossen kämpfen und leiden kann; auch wenn andere das nicht verstehen und es mir nicht danken. Hilf mir, die Sünde aus meinem Leben zu verbannen und dir den ersten Platz einzuräumen.

Vorsatz:  Ich will mich bemühen, in meinem Familien– oder Erwerbsleben die Sünde durch Liebe zu überwinden. Ich will sie meiden und auch andere freundlich aber bestimmt dazu auffordern.

 

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