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Mittwoch, 23. Mai 2007

Unvergesslicher Maiabend


Christopher Tappel wurde am 5. September 1988 als drittes von acht Kindern einer katholischen Familie in Anchorage (Alaska) geboren. Bereits mit dreizehn Jahren machte er sich auf den Weg der Nachfolge Christi.

Christopher Tappel nLCWenn ich davon erzähle, dass ich aus Alaska stamme, schauen mich viele etwas erstaunt an, als ob sie sich nicht vorstellen könnten, dass es außer Schnee, Karibus (Rentieren) und Bären auch noch Menschen in Alaska gibt.

Ich wurde am 5. September 1988 in Anchorage (Alaska) geboren. Meine Familie war in vielerlei Hinsicht sehr aktiv, ja regelrecht abenteuerlustig. Wir lebten weit entfernt von unserer Verwandtschaft und vom Rest der Zivilisation. Auch wenn Anchorage eine ganz normale Stadt in Alaska ist, findet man nach nur ein paar Stunden Fahrt in Richtung Norden eine einsame Wildnis. Elche waren häufige Besucher in unserem Wohnviertel – sie haben es stets genossen, die Blätter und Knospen von den Bäumen in unserem Garten zu fressen. Einsame Fahrten auf abgelegenen Straßen gehören zu den Lieblingserinnerungen aus meiner Kindheit. Oft wurden wir dabei vom atemberaubenden Naturschauspiel der Nordlichter überrascht.

Mein Vater war Arzt bei der Luftwaffe. Kurz vor meinem siebten Geburtstag wur de er nach England versetzt und nahm die ganze Familie mit. In England begegnete ich erstmals den Legionären Christi. Ich erinnere mich nicht einmal mehr daran, wie sie hießen, wie sie aussahen oder worüber gesprochen wurde; doch diese Priester hatten mich tief beeindruckt, und sie blieben in meiner Erinnerung die „coolsten” Priester, die ich je kennen gelernt hatte.

Der Lieblingssport unserer Familie war das Skifahren, das ich bereits als Vierjähriger lernte. Später, als ich ungefähr elf Jahre alt war, begannen wir mit Kampfsport und erwarben alle eine Tauchqualifizierung. Da meine Eltern mit den Schulen in unserer Region unzufrieden waren, beschlossen sie, uns Kinder zu Hause selbst zu unterrichten. Das funktionierte so gut, dass ich später zwei Schuljahre überspringen konnte.

Meine Familie war immer sehr katholisch. Wir gingen zwei– oder dreimal in der Woche zur Messe. Zudem beteten wir jeden Abend vor dem Zubettgehen gemeinsam den Rosenkranz. Ich danke meiner Mutter dafür, dass sie uns durch ihr Wort und Beispiel im katholischen Glauben erzogen hat. Wenn ich als Kind gefragt wurde, was ich einmal werden wolle, gab ich gern zur Antwort: „Ich will Papst werden!” Dabei merkte ich, dass sich meine Eltern über eine geistliche Berufung freuen würden, doch ging dieses Interesse bei mir bald darauf erst einmal verloren.

Meine Eltern hatten den Kontakt zu den Legionären Christi gehalten, und so kam es, dass ich die Apostolische Schule in New Hampshire (USA) besuchte und wenig später mit einigen Verwandten an einer von den Legionären organisierten Pilgerfahrt nach Rom teilnahm. Obwohl ich mit meinen nun gerade einmal dreizehn Jahren keineswegs an eine mögliche Priesterberufung dachte, hatte ich in den Legionären, die ich inzwischen kennen gelernt hatte, etwas entdeckt, das mir unerklärbar war, aber in mir bewirkte, wie sie sein zu wollen.

Unvergesslich bleibt mir ein Abend im Mai des Jahres 2002. Wir hatten gerade den Familienrosenkranz beendet, als ich in mir – ohne dass ich vorher daran gedacht hätte – plötzlich und unerwartet den inneren Wunsch verspürte, Priester zu werden. Ohne mir den Grund dafür selbst erklären zu können, war ich mir sicher, dass Christus mich einlud, ihm als Priester zu nachzufolgen. Wie ein Blitz kam mir dann auch der Gedanke: wenn Priester, dann ein Legionär Christi!

Ohne viel Zeit zu verlieren, bat ich um Aufnahme in die Apostolische Schule, um dort mein Abitur zu machen und Klarheit über den Ruf, den ich in mir spürte, zu gewinnen. Die drei Jahre, die ich dort verbringen durfte, bestätigten meine spontane Entscheidung, und ich zähle sie zu den glücklichsten meines Lebens. Nun freue ich mich, in Deutschland mein Noviziat zu verbringen und danke Gott dafür, dass er mich auf den Weg der Nachfolge Christi gerufen hat.

Christopher Tappel nLC


Unvergesslicher Maiabend

Unvergesslicher Maiabend

Christopher Tappel nLCWenn ich davon erzähle, dass ich aus Alaska stamme, schauen mich viele etwas erstaunt an, als ob sie sich nicht vorstellen könnten, dass es außer Schnee, Karibus (Rentieren) und Bären auch noch Menschen in Alaska gibt.

Ich wurde am 5. September 1988 in Anchorage (Alaska) geboren. Meine Familie war in vielerlei Hinsicht sehr aktiv, ja regelrecht abenteuerlustig. Wir lebten weit entfernt von unserer Verwandtschaft und vom Rest der Zivilisation. Auch wenn Anchorage eine ganz normale Stadt in Alaska ist, findet man nach nur ein paar Stunden Fahrt in Richtung Norden eine einsame Wildnis. Elche waren häufige Besucher in unserem Wohnviertel – sie haben es stets genossen, die Blätter und Knospen von den Bäumen in unserem Garten zu fressen. Einsame Fahrten auf abgelegenen Straßen gehören zu den Lieblingserinnerungen aus meiner Kindheit. Oft wurden wir dabei vom atemberaubenden Naturschauspiel der Nordlichter überrascht.

Mein Vater war Arzt bei der Luftwaffe. Kurz vor meinem siebten Geburtstag wur de er nach England versetzt und nahm die ganze Familie mit. In England begegnete ich erstmals den Legionären Christi. Ich erinnere mich nicht einmal mehr daran, wie sie hießen, wie sie aussahen oder worüber gesprochen wurde; doch diese Priester hatten mich tief beeindruckt, und sie blieben in meiner Erinnerung die „coolsten” Priester, die ich je kennen gelernt hatte.

Der Lieblingssport unserer Familie war das Skifahren, das ich bereits als Vierjähriger lernte. Später, als ich ungefähr elf Jahre alt war, begannen wir mit Kampfsport und erwarben alle eine Tauchqualifizierung. Da meine Eltern mit den Schulen in unserer Region unzufrieden waren, beschlossen sie, uns Kinder zu Hause selbst zu unterrichten. Das funktionierte so gut, dass ich später zwei Schuljahre überspringen konnte.

Meine Familie war immer sehr katholisch. Wir gingen zwei– oder dreimal in der Woche zur Messe. Zudem beteten wir jeden Abend vor dem Zubettgehen gemeinsam den Rosenkranz. Ich danke meiner Mutter dafür, dass sie uns durch ihr Wort und Beispiel im katholischen Glauben erzogen hat. Wenn ich als Kind gefragt wurde, was ich einmal werden wolle, gab ich gern zur Antwort: „Ich will Papst werden!” Dabei merkte ich, dass sich meine Eltern über eine geistliche Berufung freuen würden, doch ging dieses Interesse bei mir bald darauf erst einmal verloren.

Meine Eltern hatten den Kontakt zu den Legionären Christi gehalten, und so kam es, dass ich die Apostolische Schule in New Hampshire (USA) besuchte und wenig später mit einigen Verwandten an einer von den Legionären organisierten Pilgerfahrt nach Rom teilnahm. Obwohl ich mit meinen nun gerade einmal dreizehn Jahren keineswegs an eine mögliche Priesterberufung dachte, hatte ich in den Legionären, die ich inzwischen kennen gelernt hatte, etwas entdeckt, das mir unerklärbar war, aber in mir bewirkte, wie sie sein zu wollen.

Unvergesslich bleibt mir ein Abend im Mai des Jahres 2002. Wir hatten gerade den Familienrosenkranz beendet, als ich in mir – ohne dass ich vorher daran gedacht hätte – plötzlich und unerwartet den inneren Wunsch verspürte, Priester zu werden. Ohne mir den Grund dafür selbst erklären zu können, war ich mir sicher, dass Christus mich einlud, ihm als Priester zu nachzufolgen. Wie ein Blitz kam mir dann auch der Gedanke: wenn Priester, dann ein Legionär Christi!

Ohne viel Zeit zu verlieren, bat ich um Aufnahme in die Apostolische Schule, um dort mein Abitur zu machen und Klarheit über den Ruf, den ich in mir spürte, zu gewinnen. Die drei Jahre, die ich dort verbringen durfte, bestätigten meine spontane Entscheidung, und ich zähle sie zu den glücklichsten meines Lebens. Nun freue ich mich, in Deutschland mein Noviziat zu verbringen und danke Gott dafür, dass er mich auf den Weg der Nachfolge Christi gerufen hat.

Christopher Tappel nLC

 

Christopher Tappel wurde am 5. September 1988 als drittes von acht Kindern einer katholischen Familie in Anchorage (Alaska) geboren. Bereits mit dreizehn Jahren machte er sich auf den Weg der Nachfolge Christi.

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Mittwoch, 22. Mai 2007

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