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Freitag, 8. Dezember 2006

Ein neues Leben!


Die Berufungsgeschichte von Gabriel Wendt LC

Gabriel Wendt LCGabriel Wendt wurde am 12. Juni 1987 in Göttingen als fünftes von insgesamt sechs Kindern geboren. Seine Mutter ist Hausfrau und Religionslehrerin, sein Vater Rechtsanwalt.

Ein Jahr vor Beendigung der Schulzeit hatte ich zusammen mit einem sehr guten Freund einen schweren Autounfall, den wir zwar beide so gut wie unverletzt überstanden, doch war dies alles andere als selbstverständlich: Mitten in einem Wald kamen wir bei zu hoher Geschwindigkeit vom Weg ab – und das an einem Hang. Wir flogen einige Meter zwischen den Bäumen hindurch, bevor wir hart aufschlugen und uns einig Male überschlugen, während wir hangabwärts rasten. Plötzlich und unerwartet kamen wir auf den vier Reifen zum Stehen. Der Geländewagen, dessen Verdeck wir an diesem heißen Junitag geöffnet hatten und der innerhalb weniger Sekunden in einen großen Haufen Schrott verwandelt wurde, war nur etwa einen Meter vor einer zehn Meter tiefen Schlucht zum Stehen gekommen! Wir wussten, dass Gott uns im letzten Moment gerettet hatte!

Nur er gibt dem Leben einen Sinn

Es war unter anderem dieses Erlebnis, das mich mehr denn je erkennen ließ, dass ich mein Leben – das Gott mir gewissermaßen zum zweiten Mal geschenkt hatte – gut nutzen und an seinem Willen orientieren musste. Ich machte mir bewusst, dass dieses „neue Leben” nur in ihm einen Sinn haben würde.

Die Erfahrung, dass das Leben wie an einem seidenen Faden hängt und jederzeit enden kann, trieb mich dazu, nach etwas Größerem Ausschau zu halten als nach dem „Normalen”. Und ich brauchte nicht lange zu suchen. Denn bereits zuvor hatte ich mich manchmal mit dem Gedanken auseinandergesetzt, ob Gott mich vielleicht zum Priestertum ruft. Diesen Gedanken, der seinen Ursprung im Glauben hatte, einem Glauben, den Gott mir insbesondere durch die Erziehung meiner Eltern und das Beispiel meiner Geschwister geschenkt hatte, griff ich im folgenden Jahr – meinem letzten Schuljahr – nun noch konkreter auf.

Als jene Idee ans Priestertum bereits zu einem starkenWunsch geworden war, und ich mich bereits darauf einstellte „in den nächsten 5 - 10 Jahren von Gott gerufen zu werden”, lernte ich die Legionäre Christi kennen: Etwa eine Stunde nachdem ich meinen Eltern das erste Mal von meinen Überlegungen berichtet hatte, Priester – wahrscheinlich Ordenspriester – zu werden, rief ein Bruder aus dem Noviziat in Bad Münstereifel an und lud mich zu Exerzitien ein. Wie man sich vorstellen kann, war ich etwas verwundert, da ich die Legionäre, abgesehen von einem halbstündigen Besuch imVocation- Café während des Weltjugendtages in Köln, so gut wie nicht kannte. Aber genau aus diesem Besuch resultierte jener Anruf, denn ich hatte damals meine Telefonnummer dort hinterlassen, um weitere Informationen über diese Ordensgemeinschaft zu erhalten.

Dass dieser Anruf ausgerechnet zu dem Zeitpunkt erfolgte, der einen bedeutenden Anteil meines Entscheidungsprozesses ausmachte, nämlich als ich zum ersten Mal von den bis dahin nur mir selbst be– kannten Zukunftsüberlegungen berichtete, ließ mich zwei Dinge schnell begreifen: Erstens, dass hier der Heilige Geist zugange war. Und zweitens, dass der Herr mir gerade den nächsten Schritt auf meiner Suche nach seinem Willen gezeigt hatte. Daher entschloss ich mich, die Legionäre Christi tatsächlich besser kennen zu lernen.

In 5 - 10 Jahren …!

Schon bei meinem ersten Besuch im Noviziat, im Januar 2006, fühlte ich mich dort sofort wohl und war von den Brüdern und der gesamten Atmosphäre sehr beeindruckt. Der Gedanke ans Priestertum wurde angesichts all der anderen jungen und fröhlichen Leute, die sich bereits auf diesen Weg der Nachfolge Christi gemacht hatten, noch stärker und vor allem auch aktueller! Somit dauerte es mit meiner Entscheidung dann doch nicht mehr „5 - 10 Jahre”, sondern ich entschied mich bereits im März desselben Jahres, an der Kandidatur teilzunehmen; gleich nach dem Abitur.

Diese Entscheidung sah ich ebenfalls sogleich durch die Gnade Gottes gesegnet. Er legte mir eine tiefe Freude über meinen Entschluss ins Herz, gewährte mir eine wunderbare Unterstützung seitens meiner Familie und Freunde und tröstete mich in Momenten der Furcht vor dem, was mich erwarten würde, mit den Worten: „Das ist mein geliebter Sohn; (…) auf ihn sollt ihr hören (…) habt keine Angst!” (Mt 17,5.7).

Abschließend bleibt zu sagen, dass ich es vor allem meiner Familie zu verdanken habe, dass ich das Vertrauen aufbringen konnte, Gottes Ruf und seinem Plan für mich zu folgen. Durch sie hat der Herr mir seine Gnaden und Geschenke vermittelt, die letztendlich in dem größten von allen mündeten: meine Berufung zum Priester

Gabriel Wendt nLC


Ein neues Leben!

Ein neues Leben!

Gabriel Wendt LCGabriel Wendt wurde am 12. Juni 1987 in Göttingen als fünftes von insgesamt sechs Kindern geboren. Seine Mutter ist Hausfrau und Religionslehrerin, sein Vater Rechtsanwalt.

Ein Jahr vor Beendigung der Schulzeit hatte ich zusammen mit einem sehr guten Freund einen schweren Autounfall, den wir zwar beide so gut wie unverletzt überstanden, doch war dies alles andere als selbstverständlich: Mitten in einem Wald kamen wir bei zu hoher Geschwindigkeit vom Weg ab – und das an einem Hang. Wir flogen einige Meter zwischen den Bäumen hindurch, bevor wir hart aufschlugen und uns einig Male überschlugen, während wir hangabwärts rasten. Plötzlich und unerwartet kamen wir auf den vier Reifen zum Stehen. Der Geländewagen, dessen Verdeck wir an diesem heißen Junitag geöffnet hatten und der innerhalb weniger Sekunden in einen großen Haufen Schrott verwandelt wurde, war nur etwa einen Meter vor einer zehn Meter tiefen Schlucht zum Stehen gekommen! Wir wussten, dass Gott uns im letzten Moment gerettet hatte!

Nur er gibt dem Leben einen Sinn

Es war unter anderem dieses Erlebnis, das mich mehr denn je erkennen ließ, dass ich mein Leben – das Gott mir gewissermaßen zum zweiten Mal geschenkt hatte – gut nutzen und an seinem Willen orientieren musste. Ich machte mir bewusst, dass dieses „neue Leben” nur in ihm einen Sinn haben würde.

Die Erfahrung, dass das Leben wie an einem seidenen Faden hängt und jederzeit enden kann, trieb mich dazu, nach etwas Größerem Ausschau zu halten als nach dem „Normalen”. Und ich brauchte nicht lange zu suchen. Denn bereits zuvor hatte ich mich manchmal mit dem Gedanken auseinandergesetzt, ob Gott mich vielleicht zum Priestertum ruft. Diesen Gedanken, der seinen Ursprung im Glauben hatte, einem Glauben, den Gott mir insbesondere durch die Erziehung meiner Eltern und das Beispiel meiner Geschwister geschenkt hatte, griff ich im folgenden Jahr – meinem letzten Schuljahr – nun noch konkreter auf.

Als jene Idee ans Priestertum bereits zu einem starkenWunsch geworden war, und ich mich bereits darauf einstellte „in den nächsten 5 - 10 Jahren von Gott gerufen zu werden”, lernte ich die Legionäre Christi kennen: Etwa eine Stunde nachdem ich meinen Eltern das erste Mal von meinen Überlegungen berichtet hatte, Priester – wahrscheinlich Ordenspriester – zu werden, rief ein Bruder aus dem Noviziat in Bad Münstereifel an und lud mich zu Exerzitien ein. Wie man sich vorstellen kann, war ich etwas verwundert, da ich die Legionäre, abgesehen von einem halbstündigen Besuch imVocation- Café während des Weltjugendtages in Köln, so gut wie nicht kannte. Aber genau aus diesem Besuch resultierte jener Anruf, denn ich hatte damals meine Telefonnummer dort hinterlassen, um weitere Informationen über diese Ordensgemeinschaft zu erhalten.

Dass dieser Anruf ausgerechnet zu dem Zeitpunkt erfolgte, der einen bedeutenden Anteil meines Entscheidungsprozesses ausmachte, nämlich als ich zum ersten Mal von den bis dahin nur mir selbst be– kannten Zukunftsüberlegungen berichtete, ließ mich zwei Dinge schnell begreifen: Erstens, dass hier der Heilige Geist zugange war. Und zweitens, dass der Herr mir gerade den nächsten Schritt auf meiner Suche nach seinem Willen gezeigt hatte. Daher entschloss ich mich, die Legionäre Christi tatsächlich besser kennen zu lernen.

In 5 - 10 Jahren …!

Schon bei meinem ersten Besuch im Noviziat, im Januar 2006, fühlte ich mich dort sofort wohl und war von den Brüdern und der gesamten Atmosphäre sehr beeindruckt. Der Gedanke ans Priestertum wurde angesichts all der anderen jungen und fröhlichen Leute, die sich bereits auf diesen Weg der Nachfolge Christi gemacht hatten, noch stärker und vor allem auch aktueller! Somit dauerte es mit meiner Entscheidung dann doch nicht mehr „5 - 10 Jahre”, sondern ich entschied mich bereits im März desselben Jahres, an der Kandidatur teilzunehmen; gleich nach dem Abitur.

Diese Entscheidung sah ich ebenfalls sogleich durch die Gnade Gottes gesegnet. Er legte mir eine tiefe Freude über meinen Entschluss ins Herz, gewährte mir eine wunderbare Unterstützung seitens meiner Familie und Freunde und tröstete mich in Momenten der Furcht vor dem, was mich erwarten würde, mit den Worten: „Das ist mein geliebter Sohn; (…) auf ihn sollt ihr hören (…) habt keine Angst!” (Mt 17,5.7).

Abschließend bleibt zu sagen, dass ich es vor allem meiner Familie zu verdanken habe, dass ich das Vertrauen aufbringen konnte, Gottes Ruf und seinem Plan für mich zu folgen. Durch sie hat der Herr mir seine Gnaden und Geschenke vermittelt, die letztendlich in dem größten von allen mündeten: meine Berufung zum Priester

Gabriel Wendt nLC

 

Die Berufungsgeschichte von Gabriel Wendt LC

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Freitag, 7. Dezember 2006

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