Ackern auf Gottes Feld – „Arbeitsmonat“ im Noviziat
Er ist jedes Jahre eine feste Größe in jedem Noviziat der Kongregation: der so genannte „Arbeitsmonat“. Zwar wird auch sonst das Jahr über fleißig studiert, Arbeiten im Haus verrichtet und kleinere Reparaturen selbst ausgeführt, aber der Arbeitsmonat steht ganz im Zeichen der körperlichen und handwerklichen Arbeit. In diesem Jahr arbeiteten die Novizen vom 12. Mai bis 10. Juni auf einem landwirtschaftlichen Hof in der Nähe des Noviziates, dem Krewelshof. An einigen Tagen standen sie schon um 4 Uhr auf, um pünktlich zum Arbeitsbeginn auf dem Feld zu sein. Dort arbeiteten sie sechs Stunden mit einer kurzen Unterbrechung.
Unkraut zwischen den Weihnachtsbäumen und Spargel-Ernte
Eine ganze Palette von Arbeiten hoffte auf motivierte und zupackende Hände: Auf einem Feld mit Weihnachtsbäumen, die etwa einen halben Meter groß waren, gab es jede Menge Unkraut zu jäten. Zwischen dicht– und hochgewachsenen Disteln versteckt, suchten die Novizen nach den oft noch kleinen Bäumchen.
Nicht weniger kraftraubend war das Spargelschneiden. Es bestand darin, Grünspargel zu ernten. Im Gegensatz zum Weißen Spargel wächst dieser knapp über der Erde. Er wird mit einem scharfen Messer abgeschnitten und nicht unter der Erde gestochen. Grünspargel wächst auch besonders schnell. So kann eine Pflanze bei guten Wetter– und Bodenbedingungen täglich 15 bis 20 cm zulegen. Den Brüdern ging die Arbeit demnach nicht aus.
Auch auf einem Kürbisfeld gab es reichlich zu tun: Für jede der fingergroßen Kürbispflänzchen musste eigens ein Loch in die Erde gebohrt werden. Dort steckten die jungen Männer die zukünftigen Kürbisse hinein, bedeckten sie mit Erde und drückten sie fest. So beackerten sie immerhin zwei ganze Kürbisfelder.
Rekordverdächtig
Eine ganz besondere Arbeit war das Erdbeerpflücken – und nicht nur, weil sie so gut schmecken. In den schier endlos langen Reihen spornten die Novizen sich gegenseitig an. Br. Jeffrey Steele aus den USA brachte es so schließlich auf 14 Kisten an einem Tag, das entspricht etwa 70 Kilo frischer Erdbeeren. Erdbeerernten sieht auf dem ersten Blick betrachtet vielleicht wie ein Urlaubsspaß aus, ist in Wirklichkeit aber harte Arbeit.
Ein Teil der Novizen arbeitete in der Zwischenzeit im Haus. Die Gruppen wechselten sich jeden Tag ab, damit alle Brüder die Erfahrungen der unterschiedlichen Tätigkeiten machen konnten.
Renovieren im Haus
Im Haus standen derweil einige Renovierungen an: Im zweiten Stock bereiteten die Novizen den Bau eines neuen großen Waschraumes mit Duschen und Toiletten vor.
Auch im Innenhof des Noviziates gab es viel zu tun. Unter Anleitung von Br. Marcin Prokopek, einem Novizen aus Polen, der im September seine erste Ordensprofess ablegen wird, strichen mehrere Mitbrüder die Holzgeländer der Balkone neu
und pflanzten Blumen an.
Mit einem hydraulischen Holzspalter ausgerüstet, half der Großvater von Br. Florian Grötsch aus Bayern den Novizen beim Fällen einiger Bäume. Die Maschine zerteilte die dicken Stämme mit einem Druck von 12 Tonnen mit Leichtigkeit.
Im Keller des Novizates harrten unzählige Kisten Bücher darauf, geordnet, sortiert und in die neue Bibliothek eingeräumt zu werden. Br. Benoît Terrenoir aus Frankreich führte hier Regie und verlor trotz der unterschiedlichen Sprachen und Buchtitel nicht den Überblick.
Was der Arbeitsmonat gebracht hat
Als Priester werden die Novizen den Menschen in Zukunft das Evangelium verkünden. Da ist es sehr hilfreich, selbst erfahren zu haben, wie es vielen Menschen geht, die sich auch durch harte, körperliche Arbeit täglich ihr Brot verdienen. Der Arbeitsmonat ist auch eine wunderbare Gelegenheit, Teamarbeit zu erlernen und zu vertiefen. Nicht zuletzt konnten sich die angehenden Ordensleute auf diese Weise darin üben, die Verbindung und das Gespräch mit Gott, auch in einem aktiven Lebensstil aufrecht zu halten. Der Arbeitsmonat ist also ein weiterer Schritt und eine wichtige Erfahrung während ihrer Ausbildung zu Priestern in der Kongregation. Später werden sie als Ordenspriester die Saat für das Christi Reich der Liebe und des Friedens bereiten und den Weinberg Gottes beackern.
Redigiert von Markus Schüppen
Vom 12. Mai bis 10. Juni stand die körperliche Tätigkeit auf der Agenda des Noviziates. Zwanzig Novizen mühten sich beim Pflanzen, Unkrautjäten, Ernten, Haus renovieren, einrichten einer Bibliothek und im Garten.

„Sie hier zu sehen, ist ein Geschenk.“ Bischof Schraml besucht Baustelle des neuen Noviziates in Alzgern
Come
Der andere Weg Interview „Der Rundblick” mit Br. Klemens Langeder, Novize bei den Legionären Christi
Betrachtungen über das Kreuz Impulse aus dem Noviziat der Legionäre Christi zur Fastenzeit
„Komm, folge mir nach!” Video-„Einblicke” in das Leben der Novizen der Legionäre Christi
Besinnung und Stille Wenn wir Gott Raum in unseren Gedanken lassen, dann leben wir wahre Besinnung und unser Kontakt zu ihm kann tiefer und natürlicher werden.
Abschalten und Auftanken Exerzitien für junge Männer im Noviziat der Legionäre Christi
Film ab Erster Video-Kurs in Apostolischer Schule und Noviziat
Nicht auf Sand gebaut Start der Umbaumaßnahmen am neuen Noviziat
Ganz Gott gehören Feier der ewigen und zeitlichen Ordensprofess von Legionären Christi
Come and See Tägliche Anbetung der Novizen – wir beten für Ihre Anliegen und die Anliegen der Kirche
Das Noviziat in Bad Münstereifel Erste Etappe der Ausbildung zum Priester in der Kongregation der Legionäre Christi
„Arbeitsmonat“ der Novizen in Alzgern Novizen der Legionäre Christi unterstützten handwerkliche Arbeiten am zukünftigen Noviziat vor Ort.
Come and See: Palmsonntag mit Novizen und apostolischen Schülern
Gemeinschaftlicher Einsatz in Alzgern Jugendliche helfen bei ersten Aufräumarbeiten am zukünftigen Noviziat
Das Noviziat Nach der Kandidatur und einigen Tagen der Einkehr beginnt das Noviziat mit der Überreichung des Ordenskleids der Legionäre Christi. Das Noviziat ist eine zweijährige Zeit intensiver geistlicher Ausbildung und Einführung in die spezifischen apostolischen Arbeitsweisen.
Das Leben in der Kongregation Auch heute lädt Jesus Christus Menschen konkret zu seiner Nachfolge ein, „Komm, folge mir nach!”.
Geheimnis des Glaubens: Besinnungstage in der Karwoche Das Noviziat lädt auch dieses Jahr wieder junge Männer ein, die heilige Zeit der Karwoche mit der Gemeinschaft zu verbringen.
Come and See: Novizen beim Morgengebet
Come and See: Aschermittwoch im Noviziat
Tag der offenen Tür mit Primizfeier von P. Tamás Bad Münstereifel,
Vertraute Begegnung und reger Austausch Besuch von Weihbischof Koch im Noviziat und in der Apostolischen Schule
Neujahrsexerzitien im Januar Düsseldorf/ Bad Münstereifel,
Umzugspläne für das Noviziat in Deutschland Wir bitten unsere Freunde und Wohltäter um Unterstützung!
Raum für Begegnung Eltern treffen mit ihren Kindern in der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi und im gottgeweihtem Leben des Regnum Christi zusammen
Primizsegen für
Zeichen einer Hoffnung, die ganz auf Gott setzt Feier der Ordensprofess von
Ein Koch, ein Banker und ein Weltenbummler Ganz verschiedene Wege führen neun Legionäre Christi zur Ordensprofess
Libanesischer Weihbischof besucht Noviziat der Legionäre Christi in Bad Münstereifel Weihbischof Flavien-Joseph Melki berichtet über die Lage der Christen im Nahen Osten und ruft zu einer mutigen Antwort der Liebe auf.
Kardinal Meisner besucht das Noviziat der Legionäre Christi Eine herzliche Begegnung der Kandidaten, Novizen und Ordensleute mit ihrem Ortsbischof
P. Dirk Kranz verteidigt Doktorarbeit in patristischer Theologie Die Dissertation trägt den Titel: „Vetera et Nova” zum inspirierten Status der Septuaginta aus Vergangenheit und Gegenwart.
„Die Jugend zu begleiten ist eine ungemein wichtige Aufgabe” Ein Ehepaar, das die verschiedenen Generationen von Novizen vor allem durch sein Gebet und seine Opfer begleitet hat