Montag, 31. August 2009

Ackern auf Gottes Feld – „Arbeitsmonat“ im Noviziat


Vom 12. Mai bis 10. Juni stand die körperliche Tätigkeit auf der Agenda des Noviziates. Zwanzig Novizen mühten sich beim Pflanzen, Unkrautjäten, Ernten, Haus renovieren, einrichten einer Bibliothek und im Garten.

Br. Jeffrey Steele bei der Arbeit auf dem ErdbeerfeldEr ist jedes Jahre eine feste Größe in jedem Noviziat der Kongregation: der so genannte „Arbeitsmonat“. Zwar wird auch sonst das Jahr über fleißig studiert, Arbeiten im Haus verrichtet und kleinere Reparaturen selbst ausgeführt, aber der Arbeitsmonat steht ganz im Zeichen der körperlichen und handwerklichen Arbeit. In diesem Jahr arbeiteten die Novizen vom 12. Mai bis 10. Juni auf einem landwirtschaftlichen Hof in der Nähe des Noviziates, dem Krewelshof. An einigen Tagen standen sie schon um 4 Uhr auf, um pünktlich zum Arbeitsbeginn auf dem Feld zu sein. Dort arbeiteten sie sechs Stunden mit einer kurzen Unterbrechung.

Unkraut zwischen den Weihnachtsbäumen und Spargel-Ernte

Br. Jeremiah Guettler konzentriert bei der Arbeit an der Holzspaltmaschine, Br. Michael Hemm fasziniert von der Kraft des GerätsEine ganze Palette von Arbeiten hoffte auf motivierte und zupackende Hände: Auf einem Feld mit Weihnachtsbäumen, die etwa einen halben Meter groß waren, gab es jede Menge Unkraut zu jäten. Zwischen dicht– und hochgewachsenen Disteln versteckt, suchten die Novizen nach den oft noch kleinen Bäumchen.

Nicht weniger kraftraubend war das Spargelschneiden. Es bestand darin, Grünspargel zu ernten. Im Gegensatz zum Weißen Spargel wächst dieser knapp über der Erde. Er wird mit einem scharfen Messer abgeschnitten und nicht unter der Erde gestochen. Grünspargel wächst auch besonders schnell. So kann eine Pflanze bei guten Wetter– und Bodenbedingungen täglich 15 bis 20 cm zulegen. Den Brüdern ging die Arbeit demnach nicht aus.

Br. László Erffa „beackert“ während der Umbaumaßnahmen im Haus die heimischen Waschräume mit dem BohrhammerAuch auf einem Kürbisfeld gab es reichlich zu tun: Für jede der fingergroßen Kürbispflänzchen musste eigens ein Loch in die Erde gebohrt werden. Dort steckten die jungen Männer die zukünftigen Kürbisse hinein, bedeckten sie mit Erde und drückten sie fest. So beackerten sie immerhin zwei ganze Kürbisfelder.

Rekordverdächtig

Eine ganz besondere Arbeit war das Erdbeerpflücken – und nicht nur, weil sie so gut schmecken. In den schier endlos langen Reihen spornten die Novizen sich gegenseitig an. Br. Jeffrey Steele aus den USA brachte es so schließlich auf 14 Kisten an einem Tag, das entspricht etwa 70 Kilo frischer Erdbeeren. Erdbeerernten sieht auf dem ersten Blick betrachtet vielleicht wie ein Urlaubsspaß aus, ist in Wirklichkeit aber harte Arbeit.

Ein Teil der Novizen arbeitete in der Zwischenzeit im Haus. Die Gruppen wechselten sich jeden Tag ab, damit alle Brüder die Erfahrungen der unterschiedlichen Tätigkeiten machen konnten.

Renovieren im Haus

Im Haus standen derweil einige Renovierungen an: Im zweiten Stock bereiteten die Novizen den Bau eines neuen großen Waschraumes mit Duschen und Toiletten vor.

Auch im Innenhof des Noviziates gab es viel zu tun. Unter Anleitung von Br. Marcin Prokopek, einem Novizen aus Polen, der im September seine erste Ordensprofess ablegen wird, strichen mehrere Mitbrüder die Holzgeländer der Balkone neu Kürbispflanzen war vor allem Teamarbeit: im Vordergrund: Br. Miguel Hernándezund pflanzten Blumen an.

Mit einem hydraulischen Holzspalter ausgerüstet, half der Großvater von Br. Florian Grötsch aus Bayern den Novizen beim Fällen einiger Bäume. Die Maschine zerteilte die dicken Stämme mit einem Druck von 12 Tonnen mit Leichtigkeit.

Im Keller des Novizates harrten unzählige Kisten Bücher darauf, geordnet, sortiert und in die neue Bibliothek eingeräumt zu werden. Br. Benoît Terrenoir aus Frankreich führte hier Regie und verlor trotz der unterschiedlichen Sprachen und Buchtitel nicht den Überblick.

Was der Arbeitsmonat gebracht hat

Als Priester werden die Novizen den Menschen in Zukunft das Evangelium verkünden. Da ist es sehr hilfreich, selbst erfahren zu haben, wie es vielen Menschen geht, die sich auch durch harte, körperliche Arbeit täglich ihr Brot verdienen. Der Arbeitsmonat ist auch eine wunderbare Gelegenheit, Teamarbeit zu erlernen und zu vertiefen. Nicht zuletzt konnten sich die angehenden Ordensleute auf diese Weise darin üben, die Verbindung und das Gespräch mit Gott, auch in einem aktiven Lebensstil aufrecht zu halten. Der Arbeitsmonat ist also ein weiterer Schritt und eine wichtige Erfahrung während ihrer Ausbildung zu Priestern in der Kongregation. Später werden sie als Ordenspriester die Saat für das Christi Reich der Liebe und des Friedens bereiten und den Weinberg Gottes beackern.

Redigiert von Markus Schüppen


Ackern auf Gottes Feld – „Arbeitsmonat“ im Noviziat

Ackern auf Gottes Feld – „Arbeitsmonat“ im Noviziat

Br. Jeffrey Steele bei der Arbeit auf dem ErdbeerfeldEr ist jedes Jahre eine feste Größe in jedem Noviziat der Kongregation: der so genannte „Arbeitsmonat“. Zwar wird auch sonst das Jahr über fleißig studiert, Arbeiten im Haus verrichtet und kleinere Reparaturen selbst ausgeführt, aber der Arbeitsmonat steht ganz im Zeichen der körperlichen und handwerklichen Arbeit. In diesem Jahr arbeiteten die Novizen vom 12. Mai bis 10. Juni auf einem landwirtschaftlichen Hof in der Nähe des Noviziates, dem Krewelshof. An einigen Tagen standen sie schon um 4 Uhr auf, um pünktlich zum Arbeitsbeginn auf dem Feld zu sein. Dort arbeiteten sie sechs Stunden mit einer kurzen Unterbrechung.

Unkraut zwischen den Weihnachtsbäumen und Spargel-Ernte

Br. Jeremiah Guettler konzentriert bei der Arbeit an der Holzspaltmaschine, Br. Michael Hemm fasziniert von der Kraft des GerätsEine ganze Palette von Arbeiten hoffte auf motivierte und zupackende Hände: Auf einem Feld mit Weihnachtsbäumen, die etwa einen halben Meter groß waren, gab es jede Menge Unkraut zu jäten. Zwischen dicht– und hochgewachsenen Disteln versteckt, suchten die Novizen nach den oft noch kleinen Bäumchen.

Nicht weniger kraftraubend war das Spargelschneiden. Es bestand darin, Grünspargel zu ernten. Im Gegensatz zum Weißen Spargel wächst dieser knapp über der Erde. Er wird mit einem scharfen Messer abgeschnitten und nicht unter der Erde gestochen. Grünspargel wächst auch besonders schnell. So kann eine Pflanze bei guten Wetter– und Bodenbedingungen täglich 15 bis 20 cm zulegen. Den Brüdern ging die Arbeit demnach nicht aus.

Br. László Erffa „beackert“ während der Umbaumaßnahmen im Haus die heimischen Waschräume mit dem BohrhammerAuch auf einem Kürbisfeld gab es reichlich zu tun: Für jede der fingergroßen Kürbispflänzchen musste eigens ein Loch in die Erde gebohrt werden. Dort steckten die jungen Männer die zukünftigen Kürbisse hinein, bedeckten sie mit Erde und drückten sie fest. So beackerten sie immerhin zwei ganze Kürbisfelder.

Rekordverdächtig

Eine ganz besondere Arbeit war das Erdbeerpflücken – und nicht nur, weil sie so gut schmecken. In den schier endlos langen Reihen spornten die Novizen sich gegenseitig an. Br. Jeffrey Steele aus den USA brachte es so schließlich auf 14 Kisten an einem Tag, das entspricht etwa 70 Kilo frischer Erdbeeren. Erdbeerernten sieht auf dem ersten Blick betrachtet vielleicht wie ein Urlaubsspaß aus, ist in Wirklichkeit aber harte Arbeit.

Ein Teil der Novizen arbeitete in der Zwischenzeit im Haus. Die Gruppen wechselten sich jeden Tag ab, damit alle Brüder die Erfahrungen der unterschiedlichen Tätigkeiten machen konnten.

Renovieren im Haus

Im Haus standen derweil einige Renovierungen an: Im zweiten Stock bereiteten die Novizen den Bau eines neuen großen Waschraumes mit Duschen und Toiletten vor.

Auch im Innenhof des Noviziates gab es viel zu tun. Unter Anleitung von Br. Marcin Prokopek, einem Novizen aus Polen, der im September seine erste Ordensprofess ablegen wird, strichen mehrere Mitbrüder die Holzgeländer der Balkone neu Kürbispflanzen war vor allem Teamarbeit: im Vordergrund: Br. Miguel Hernándezund pflanzten Blumen an.

Mit einem hydraulischen Holzspalter ausgerüstet, half der Großvater von Br. Florian Grötsch aus Bayern den Novizen beim Fällen einiger Bäume. Die Maschine zerteilte die dicken Stämme mit einem Druck von 12 Tonnen mit Leichtigkeit.

Im Keller des Novizates harrten unzählige Kisten Bücher darauf, geordnet, sortiert und in die neue Bibliothek eingeräumt zu werden. Br. Benoît Terrenoir aus Frankreich führte hier Regie und verlor trotz der unterschiedlichen Sprachen und Buchtitel nicht den Überblick.

Was der Arbeitsmonat gebracht hat

Als Priester werden die Novizen den Menschen in Zukunft das Evangelium verkünden. Da ist es sehr hilfreich, selbst erfahren zu haben, wie es vielen Menschen geht, die sich auch durch harte, körperliche Arbeit täglich ihr Brot verdienen. Der Arbeitsmonat ist auch eine wunderbare Gelegenheit, Teamarbeit zu erlernen und zu vertiefen. Nicht zuletzt konnten sich die angehenden Ordensleute auf diese Weise darin üben, die Verbindung und das Gespräch mit Gott, auch in einem aktiven Lebensstil aufrecht zu halten. Der Arbeitsmonat ist also ein weiterer Schritt und eine wichtige Erfahrung während ihrer Ausbildung zu Priestern in der Kongregation. Später werden sie als Ordenspriester die Saat für das Christi Reich der Liebe und des Friedens bereiten und den Weinberg Gottes beackern.

Redigiert von Markus Schüppen

 

Vom 12. Mai bis 10. Juni stand die körperliche Tätigkeit auf der Agenda des Noviziates. Zwanzig Novizen mühten sich beim Pflanzen, Unkrautjäten, Ernten, Haus renovieren, einrichten einer Bibliothek und im Garten.

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Montag, 30. August 2009

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