„Der Papst liebt Sie und ist Ihnen nahe!”
Rom, 12. Juli 2010. Msgr. Velasio De Paolis CS, Delegat des Heiligen Vaters für die Kongregation der Legionäre Christi, hat vor zwei Tagen den Sitz der Generaldirektion und das Zentrum für höhere Studien der Kongregation der Legionäre Christi in Rom besucht. Am Sitz der Generaldirektion traf er mit dem Generaldirektor, P. Álvaro Corcuera LC, und den Mitgliedern des Generalrats zusammen. Seine Exzellenz überreichte ihnen das Ernennungsschreiben, in dem der Heilige Vater ihm diese Mission anvertraut, und ein weiteres, von ihm selbst verfasstes Schreiben, in dem er sich an die Mitglieder der Kongregation wendet, um ihnen einige Aspekte seiner Aufgaben als Delegat des Heiligen Vaters zu erläutern und darzulegen, in welchem Geist wir diese gemeinsame Zeit nun angehen müssen.
Nach diesem Treffen begab sich Msgr. Velasio zum Zentrum für höhere Studien, wo er
„Die Kirche, die Ihnen zunächst dadurch geholfen hat, dass sie ihre Visitatoren entsandt hat, um sich ein erstes Urteil zu bilden, diese selbe Kirche schickt Ihnen heute auf persönliche Veranlassung des Heiligen Vaters ihren Delegaten.”
die heilige Messe feierte. Es folgen einige Auszüge aus seiner Predigt:
***
„[…] Gestern war die offizielle Bekanntmachung. Und in diesem Augenblick ist meine innere Erregung sogar noch größer geworden, weil so viele zu mir gesagt haben: ‚Herzlichen Glückwunsch, aber das wird nicht einfach werden.’ Gleichzeitig haben mir alle versprochen, für mich zu beten, denn diese Aufgabe, das kann man zumindest ahnen, ist eine Aufgabe, die mit der Gnade des Herrn erfüllt werden kann und muss. […]
[Der Papst] sagt, er habe es – angesichts der Situation – für notwendig gehalten, einen Weg des Nachdenkens einzuschlagen, den er selbst, der Heilige Vater, mitgehen will. Die Kirche, die Ihnen zunächst dadurch geholfen hat, dass sie ihre Visitatoren entsandt hat, um sich ein erstes Urteil zu bilden, diese selbe Kirche schickt Ihnen heute auf persönliche Veranlassung des Heiligen Vaters ihren Delegaten. Einen Delegaten, der – wie der Papst in seinem Schreiben sagt – die Aufgabe hat, Ihnen allen die Nähe des Papstes zu bezeugen. Und so ist diese unsere Mission, diese Aufgabe, Teil unserer Zugehörigkeit zur Kirche und Teil unseres Auftrags, den Plan Gottes zu verwirklichen.
Sie selbst sind durch Ihre Anwesenheit ein Zeugnis, das Anlass zur Hoffnung gibt und uns Mut macht. Der Papst schickt Ihnen seinen Delegaten, um Ihnen zu sagen, dass er Sie liebt und Ihnen nahe ist. Gleichzeitig stellt er fest – so schreibt er in seinem Brief –, dass zahlreiche Mitglieder dieser Kongregation einen großen Eifer an den Tag legen und mit großer Inbrunst leben. […]
ies ist auch der Zeitpunkt für eine Gewissenserforschung, denn wir alle müssen hin und wieder innehalten, um unser Gewissen zu erforschen. Doch nicht, um ständig über die Vergangenheit nachzudenken, sondern um unsere Gegenwart zu begutachten, uns unserer Situation bewusst zu werden und um vor allem anderen dem Herrn zu danken. Das erste Wort, das aus der Tiefe unseres Herzens aufsteigen sollte, ist das Wort ‚Dank’. Dank sei Gott, der uns berufen hat, der Sie zum Priester– und Ordensleben in diesem Institut berufen hat. Dank sei Gott, der Sie begleitet hat. Dank sei Gott, der sein Werk vollenden kann. Dank sei Gott und Dank sei der Kirche, denn der auferstandene Herr lebt in seiner Kirche und vollendet sein Werk durch den Dienst der Kirche. Und diese Kirche, die bereits ein erstes Werk der Urteilsbildung vollbracht hat, möchte heute – durch den Päpstlichen Delegaten – das Werk des Wiederaufbaus, der Neuordnung oder besser, des neuen Engagements auf unserem geistlichen Weg vollbringen. […]
Wir sind berufen, einen Weg zurückzulegen, wie der Papst uns sagt, einen Weg der Erneuerung insbesondere im Hinblick auf die Normen, an denen wir unser Leben ausrichten, um dann erneuert und mit einem neuen Verständnis, einem neuen Gewissen und neuen Kräften ein außerordentliches Kapitel abzuhalten, bei dem wir unsere Treue zum Herrn noch einmal bekräftigen werden, wo wir unser Versprechen der Christusnachfolge im Gelübde der evangelischen Räte noch einmal bekräftigen werden; wo wir noch einmal bekräftigen werden, dass der Herr unser Ein und Alles ist. Ihm haben wir unser Leben gegeben, und wir wollen, dass dieses Leben ihm ganz und gar und für immer gehört; das ist mein Wunsch zu Beginn dieses Weges, den wir zurücklegen wollen. Wir werden sicherer, ruhiger und zuversichtlicher sein, wenn wir unseren Bund mit dem Herrn erneuern; und weil der Herr immer treu ist und uns nie im Stich lässt, werden auch wir Mut schöpfen aus unserer Treue, unserem Engagement und unserer uneingeschränkten Hingabe an den Herrn. […]
Um den Sonntag gut feiern zu können, müssen wir nicht nur den Freitag, sondern auch die Stille des Karsamstags durchleben und uns dabei den Glauben daran bewahren, dass Jesus unter uns und in allen Lebenssituation gegenwärtig ist – in der Gewissheit, dass das letzte Wort der Triumph unseres Herrn Jesus Christus ist, dass das letzte Wort der Triumph des Lebens über den Tod ist, dass das letzte Wort das Geheimnis der Liebe Gottes ist, der unser Herz verwandelt und uns durch seine Gnade befähigt, die Liebe unseres Herrn Jesus Christus zu erwidern. Überwinden wir die Finsternis, die uns zuweilen bedrängen kann; überwinden wir auch die Schwierigkeiten unserer menschlichen Gebrechlichkeit und Schwäche, denn das Geheimnis Gottes ist größer als alle menschliche Schwäche. […]
Gott tritt nicht in unser Leben ein, um uns zu vernichten, sondern um uns zu befreien, damit unser Leben sich in seiner ganzen Fülle entfaltet. Und von Gott geläutert entdecken wir in uns selbst unvermutete Kräfte, denn auch wenn der Mensch allein nichts vermag, so vermag er doch alles mit Gott. Für Gott ist nichts unmöglich, und wir sind Tag für Tag berufen, wir Geschöpfe, wir, die wir eine Berufung haben, sind Tag für Tag berufen, das ewige Geheimnis Gottes wiederzuentdecken; unsere Schwäche und Gebrechlichkeit zu erkennen und zugleich die barmherzige und erneuernde Gnade Gottes zu erfahren. Und an der Seite Gottes, unter dem Schutz der Seligen Jungfrau Maria, gemeinsam mit Jesus, der auferstanden ist und uns seine Freunde und seine Brüder genannt hat, können wir Großes vollbringen, seinem Reich dienen und das Reich Gottes triumphieren lassen: zuerst in uns selbst und dann durch das Zeugnis, das wir mit unserem Leben geben wollen.
Mit der Gnade ist alles möglich, und die Gnade Gottes hat in uns triumphiert, hat bis heute in euch triumphiert und wird wieder triumphieren, heute und auch morgen, bis das Geheimnis Gottes ganz offenbar geworden ist. Mit dieser Zuversicht wollen wir uns im Gebet, in Demut, im Bewusstsein unserer Grenzen, aber vor allem in der Gewissheit der unendlichen und barmherzigen Liebe Gottes ans Werk machen. Der Herr hat mit jedem von uns etwas Großes vor, der Herr hat für jeden von uns eine Mission Lassen wir den Herrn nicht im Stich – er ist immer treu. Bleiben auch wir treu in der Begegnung mit dem Herrn in diesem Augenblick, insbesondere in dieser Eucharistie. Er speist uns mit seinem Wort, er wird unser Leib und unser Blut, er wird unser Leben, und mit dem Leben des Herrn in uns werden wir gewandelt und fähig, immer vom Geheimnis der Liebe Gottes Zeugnis abzulegen, der durch die Zeit schreitet.”
Der Delegat des Papstes feiert gemeinsam mit den Legionären Christi in Rom die hl. Messe - Auszüge aus seiner Predigt

„Dem geglaubt, der sie berufen hat“ Predigt des Päpstlichen Delegaten während der Priesterweihe
Verschiedene Berufungen – ein Charisma Leitlinien zu Charisma, Spiritualität, Wesen und Apostolat des Regnum Christi und der Legionäre Christi veröffentlicht.
Reflexionen über den Prozess der Erneuerung Dieses Video gibt einen Einblick in den teils vielleicht mühsamen, jederzeit aber gewinnbringenden Prozess der Erneuerung.
Ein Charisma und eine Sendung Kardinal De Paolis lädt Legionäre Christi und Regnum Christi zur Vertiefung ihrer gemeinsamen Grundlagen ein
Ein Charisma und eine Sendung Brief des Päpstlichen Delegaten
Neue General– und Territorialräte der Gottgeweihten Frauen und Männer des Regnum Christi Kurzbiographien stellen die neu ernannten Frauen und Männer des dritten Grades des Regnum Christi vor.
Ein neues Kapitel in unserer Geschichte Geschrieben wird dieses neue Kapitel vor allem von jenen „vielen jungen Menschen, die mit Begeisterung dem Glauben dienen wollen“ (Benedikt
Gottgeweihte Frauen und Männer des Regnum Christi beraten gemeinsam über ihren Weg Mehrtägige Versammlungen in verschiedenen Ländern mit Vorträgen, Analyse und Gebet.
„Veränderung und Kontinuität“ Ein neues Kapitel in unserer Geschichte
„Fühlen Sie sich verantwortlich für dieses Talent, das Gott Ihnen anvertraut hat, damit es mehr Frucht bringt“ Brief von Kardinal De Paolis über das gottgeweihte Leben im Regnum Christi
„Das gottgeweihte Leben zur vollen Entfaltung bringen“ Brief von Kardinal De Paolis über das gottgeweihte Leben im Regnum Christi
Die Apostolische Visitation bei Gottgeweihten der Bewegung Regnum Christi ist abgeschlossen Bischof Ricardo Blázquez wird dem Heiligen Stuhl einen Bericht mit seinen Beobachtungen und Vorschlägen überreichen
„Begegnungskommission“ eingerichtet für all jene, die durch das Fehlverhalten des Gründers verletzt wurden Weiterer Schritt der Wiedergutmachung der Kongregation – Fälle werden dokumentiert
„Wir sind dazu berufen, nach oben zu schauen.“ Weihnachtsbrief des Päpstlichen Delegaten an die Legionäre Christi und Mitglieder des Regnum Christi
Leitlinien für den Umgang mit dem verstorbenen Ordensgründer, P. Marcial Maciel
Apostolische Visitation der gottgeweihten Mitglieder des Regnum findet zwischen Januar und Juni
Gedanken über den durchlaufenen Weg und die Zukunft – „Mir scheint, dass man auf einen positiven Weg der Erneuerung hoffen kann und muss.“ Am
„Begleiten, unterstützen und orientieren“ Der Hl. Stuhl gibt die Befugnisse und Aufgaben des päpstlichen Delegaten für die Legionäre Christi bekannt.
Ernennungsschreiben des Delegaten für die Kongregation der Legionäre Christi durch Benedikt
Brief des päpstlichen Delegaten an die Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi Veröffentlichung des vollständigen Schreibens von Mons. De Paolis im Wortlaut
„Wie geht es den Legionären Christi?“ P. Hagekord
Benedikt
L Magazin
Benedikt
Besondere Novene der Wiedergutmachung zum Heiligsten Herzen Jesu Wir laden unsere Leser ein, uns im Gebet zu begleiten
Erklärung des Heiligen Stuhls Die Legionäre Christi danken Papst Benedikt
Treffen der Apostolischen Visitatoren im Vatikan Die Visitatoren werden ihre eingereichten Berichte präsentieren. Entscheidungen dazu wird der Heilige Vater später treffen
Leserbrief des Territorialdirektors an die Frankfurter Allgemeine Zeitung P. Sylvester äußert sich zum Artikel „Erschütterte Legionäre” vom
Offizielle Stellungnahme zur momentanen Situation der Legionäre Christi und der Bewegung Regnum Christi Ordensleitung der Legionäre Christi entschuldigt sich erneut und weist Schritte in die Zukunft
Beginn einer neuen Etappe der Apostolischen Visitation Der Heilige Stuhl untersucht die Berichte und Anregungen der Visitatoren. Die Endergebnisse werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben.
Die Apostolischen Visitatoren werden ihre Arbeit Mitte März
„Jeder trauert auf seine Weise“ Die katholische Zeitung Die Tagespost brachte am Samstag dem
Schreiben von P. Sylvester Heereman
Beginn der Apostolischen Visitation am
Apostolische Visitation bei den Legionären Christi P. Álvaro Corcuera: „Wir empfinden große Dankbarkeit gegenüber dem Heiligen Vater für seine Nähe und Hilfe.”
Aus gegebenem Anlass: Brief von P. Álvaro Corcuera an die Mitglieder des Regnum Christi Aus gegebenem Anlass wendet sich P. Álvaro mit diesem Brief an die Mitglieder und Freunde des Regnum Christi.