Aus gegebenem Anlass: Brief von P. Álvaro Corcuera an die Mitglieder des Regnum Christi
4. Februar 2009 - In diesem Brief teilt P. Álvaro Corcuera unsere Sorge und unser Leid und ermutigt uns, all unser Vertrauen in Christus zu legen, mit dem erneuerten Willen, Gutes zu tun und der Kirche mit unserem Charisma zu dienen.
So schreibt er: „Die Zeiten verlangen von uns Heiligkeit, Demut, Nächstenliebe und in allem Werkzeug Gottes zu sein, um das Gute zu tun.”
Zenit brachte am 5. Februar einen Artikel mit dem Titel Legionäre Christi bedauern Verhalten des Gründers.
***
Liebe Freunde in Christus!
Diese Zeilen schreibe ich vor dem Allerheiligsten, um Ihnen für Ihr Gebet und Ihre Nähe zu danken. Sie zeugen von dem Familiengeist, mit dem Gott uns in seiner unendlichen Güte beschenkt hat. Ebenso schreibe ich, weil ich Ihnen ein Zeichen meiner aufrichtigen Unterstützung geben möchte, die ganz von Herzen kommt. Wie ein Bruder möchte ich Ihnen zur Seite stehen und uns alle um Christus, den Mittelpunkt unseres Lebens, versammelt sehen.
Gerade jetzt wollen wir alles vom Glauben, von der Hoffnung und der Liebe her betrachten. Das Herz dessen, der Mensch wurde und uns erlöst hat, Christus, soll Maßstab unseres Handelns sein.
Wir machen zurzeit schmerz– und leidensvolle Momente durch. Doch dieser Schmerz birgt auch eine Erfahrung von der unendlichen Liebe Gottes in sich. Gott bittet uns darum, vorwärts zu schreiten, den inneren Frieden zu bewahren und Güte walten zu lassen, denn ihm liegt nur daran, dass wir in unserem Leben die Freude erfahren, seine Kinder zu sein. Bei jedem Zusammentreffen mit Ihnen sehe ich die Liebe Gottes, die Sie im Herzen tragen, und mache aus erster Hand von ihr eine Erfahrung. Sie wirkt wie ein Spiegel, der sein Licht in das Leben vieler Menschen wirft. Sie macht aus uns eine einzige Familie.
Bei der Feier der heiligen Eucharistie habe ich Christus im Gebet um seine Hilfe gebeten, damit ich die richtigen Worte finde, um mich in diesem Augenblick an Sie zu wenden. Menschlich gesehen war das nicht leicht. Aber gerade in solchen Situationen sagt er zu uns: „Vertraue auf mich, lege alles in mein Herz!“ Er liebt uns bis zur Vollendung und kümmert sich um uns wie der Gute Hirte, der nie zulässt, dass wir in Einsamkeit geraten oder der Finsternis verfallen: „Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir“ (Ps 23,4).
Ich weiß, dass wir alle, wie der heilige Paulus sich ausdrückt, uns an die Wahrheit halten wollen. Der heilige Augustinus lehrt seinerseits: „Allein die Wahrheit trägt den Sieg davon“, und fügt hinzu: „Der Triumph der Wahrheit ist die Liebe!“ (Predigten 358,11) Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand (vgl. 1 Kor 13,7). Wenn unsere Antwort, dem Wunsch Gottes gemäß, so gewichtig wie die Liebe ausfällt, wird er unseren Seelen Frieden schenken.
Was die Wahrheit angeht, so ist das erste, was uns zu ihr einfällt, wenn wir uns vor Christus gestellt sehen, dass er selbst die Wahrheit ist, die uns dazu bringt, alles mit seinen Augen zu betrachten. Im konkreten Fall unseres Gründers kann ich nicht umhin, all das Gute anzuerkennen, das ich durch ihn empfangen habe. Durch das Charisma, das er uns vermittelt hat, haben viele von uns gerade das von Gott empfangen, was unserem Leben Sinn verliehen hat, nämlich die Liebe zu Jesus Christus, zur Jungfrau Maria, zur Kirche, zum Papst und zu den Seelen. Das sind die Bestimmungsorte unserer Liebe! Persönlich bin ich ihm dafür dankbar, dass er das Werkzeug Gottes war, durch das mein ganzes Leben Sinn empfing. So habe ich den Weg eingeschlagen, der mich zur ewigen Erlösung und zu Gott hinführt. Für mich ist das wahr und nie könnte ich genügend Worte finden, um meinem Dank dafür Ausdruck zu verleihen.
Wahr ist auch, dass er ein Mensch war. So ist all das, was uns wehgetan, uns überrascht hat – und was wir wohl mit unserem Verstand nicht nachvollziehen können – schon dem Urteil Gottes unterworfen. Es stimmt, dass dies alles mit viel Schmerz und großer Traurigkeit verbunden ist. Diese Trauer schweißt uns aber als Familie zusammen. Sie bringt uns dazu, Freud und Leid gemeinsam, eben wie ein einziger Leib, zu ertragen. Die Umstände, in denen wir momentan leben, laden uns dazu ein, alles mit viel Glauben, Demut und Liebe zu betrachten. So legen wir alles in Gottes Hände, in die Hände des Herrn, der uns den Weg der unendlichen Barmherzigkeit aufzeigt.
Was mich betrifft, so zögere ich nicht, Sie für all das Leid um Verzeihung zu bitten. Für uns alle bitte ich Gott mit ganzer Seele um die Gabe, alles von Jesu Herz aus zu betrachten.
In der Liebe verwurzelt, lässt uns die Wahrheit so denken, reden und handeln wie Jesus Christus. Ich bin mir bewusst, dass meine Worte nie all das zum Ausdruck bringen können, was ich sagen möchte. Aber in der Gewissheit, dass Gott bei denen, die ihn lieben, ALLES zum Guten führt (vgl. Röm 8,28), würde ich Ihnen gerne ein Zeichen für meine Nähe, meine Dankbarkeit und meine Gebete geben.
Die Jungfrau Maria weist uns den Weg. Vor einigen Tagen besuchte ich die Basilika von Unserer Lieben Frau von Guadalupe. Mit einigen Mitgliedern des Regnum Christi habe ich dort den Rosenkranz gebetet. Maria nimmt uns in ihre Arme, überrascht uns mit ihrer Liebe, spricht zu uns im Herzen und wiederholt die Worte: „Mein Sohn, bin ich etwa nicht hier, ich, deine Mutter? Sorge dich nicht und sei nicht traurig!“
Ich weiß, dass diese Überlegungen allgemeiner Natur sind. Die Geisteshaltungen, die ich mit ihnen verbinden und Ihnen mitteilen wollte, entsprechen der Antwort, die wir – so würde ich es mir wünschen – in unseren Herzen finden.
Alles von Gott aus sehen. Nach vorne blicken! Bleiben wir nicht stehen und werden wir nicht müde, das Gute zu tun. Die Zeiten verlangen von uns Heiligkeit, Demut, Nächstenliebe und in allem Werkzeug Gottes zu sein, um das Gute zu tun.
Möge Gott Sie stets segnen!
So verbleibe ich herzlichst als Ihr Bruder in Christus und der Bewegung
Álvaro Corcuera LC
(Übersetzung des spanischsprachigen Originals)
Aus gegebenem Anlass wendet sich P. Álvaro mit diesem Brief an die Mitglieder und Freunde des Regnum Christi.

„Dem geglaubt, der sie berufen hat“ Predigt des Päpstlichen Delegaten während der Priesterweihe
Fastenzeit heißt „unterwegs sein“ Brief von Pater Álvaro Corcuera an die Legionäre Christi und die Mitglieder der Bewegung Regnum Christi zur Fastenzeit
Wir bitten um Ihr Gebet! Generaldirektor der Legionäre Christi schwer erkrankt
Er dient, liebt und leidet Brief von P. Álvaro Corcuera
Verschiedene Berufungen – ein Charisma Leitlinien zu Charisma, Spiritualität, Wesen und Apostolat des Regnum Christi und der Legionäre Christi veröffentlicht.
Delegat gewährt einjährige Erholungszeit Aus gesundheitlichen Gründen gewährt Kardinal Velasio de Paolis dem Generaldirektor der Legionäre Christi eine einjährige Erholungszeit.
Päpstlicher Delegat gewährt P. Álvaro Corcuera
Reflexionen über den Prozess der Erneuerung Dieses Video gibt einen Einblick in den teils vielleicht mühsamen, jederzeit aber gewinnbringenden Prozess der Erneuerung.
Ein Charisma und eine Sendung Kardinal De Paolis lädt Legionäre Christi und Regnum Christi zur Vertiefung ihrer gemeinsamen Grundlagen ein
Ein Charisma und eine Sendung Brief des Päpstlichen Delegaten
Neue General– und Territorialräte der Gottgeweihten Frauen und Männer des Regnum Christi Kurzbiographien stellen die neu ernannten Frauen und Männer des dritten Grades des Regnum Christi vor.
Ein neues Kapitel in unserer Geschichte Geschrieben wird dieses neue Kapitel vor allem von jenen „vielen jungen Menschen, die mit Begeisterung dem Glauben dienen wollen“ (Benedikt
Generaldirektor Der derzeitige Generaldirektor der Kongregation der Legionäre Christi und der Bewegung Regnum Christi ist P. Álvaro Corcuera
Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet! Brief von P. Álvaro Corcuera
Gottgeweihte Frauen und Männer des Regnum Christi beraten gemeinsam über ihren Weg Mehrtägige Versammlungen in verschiedenen Ländern mit Vorträgen, Analyse und Gebet.
Glaube, Hoffnung, Liebe Brief von P. Álvaro Corcuera
„Veränderung und Kontinuität“ Ein neues Kapitel in unserer Geschichte
Zum Christkönigstag
„Fühlen Sie sich verantwortlich für dieses Talent, das Gott Ihnen anvertraut hat, damit es mehr Frucht bringt“ Brief von Kardinal De Paolis über das gottgeweihte Leben im Regnum Christi
„Das gottgeweihte Leben zur vollen Entfaltung bringen“ Brief von Kardinal De Paolis über das gottgeweihte Leben im Regnum Christi
Die Apostolische Visitation bei Gottgeweihten der Bewegung Regnum Christi ist abgeschlossen Bischof Ricardo Blázquez wird dem Heiligen Stuhl einen Bericht mit seinen Beobachtungen und Vorschlägen überreichen
Zu Pfingsten
Zum Beginn der Fastenzeit
„Begegnungskommission“ eingerichtet für all jene, die durch das Fehlverhalten des Gründers verletzt wurden Weiterer Schritt der Wiedergutmachung der Kongregation – Fälle werden dokumentiert
„Wir sind dazu berufen, nach oben zu schauen.“ Weihnachtsbrief des Päpstlichen Delegaten an die Legionäre Christi und Mitglieder des Regnum Christi
Leitlinien für den Umgang mit dem verstorbenen Ordensgründer, P. Marcial Maciel
Zum Hochfest Christkönig
Apostolische Visitation der gottgeweihten Mitglieder des Regnum findet zwischen Januar und Juni
Gedanken über den durchlaufenen Weg und die Zukunft – „Mir scheint, dass man auf einen positiven Weg der Erneuerung hoffen kann und muss.“ Am
„Begleiten, unterstützen und orientieren“ Der Hl. Stuhl gibt die Befugnisse und Aufgaben des päpstlichen Delegaten für die Legionäre Christi bekannt.
Ernennungsschreiben des Delegaten für die Kongregation der Legionäre Christi durch Benedikt
Brief des päpstlichen Delegaten an die Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi Veröffentlichung des vollständigen Schreibens von Mons. De Paolis im Wortlaut
„Wie geht es den Legionären Christi?“ P. Hagekord
„Der Papst liebt Sie und ist Ihnen nahe!” Der Delegat des Papstes feiert gemeinsam mit den Legionären Christi in Rom die hl. Messe - Auszüge aus seiner Predigt
Benedikt
L Magazin
Benedikt
Besondere Novene der Wiedergutmachung zum Heiligsten Herzen Jesu Wir laden unsere Leser ein, uns im Gebet zu begleiten
Erklärung des Heiligen Stuhls Die Legionäre Christi danken Papst Benedikt
Treffen der Apostolischen Visitatoren im Vatikan Die Visitatoren werden ihre eingereichten Berichte präsentieren. Entscheidungen dazu wird der Heilige Vater später treffen
Brief von P. Álvaro Corcuera
Leserbrief des Territorialdirektors an die Frankfurter Allgemeine Zeitung P. Sylvester äußert sich zum Artikel „Erschütterte Legionäre” vom
Offizielle Stellungnahme zur momentanen Situation der Legionäre Christi und der Bewegung Regnum Christi Ordensleitung der Legionäre Christi entschuldigt sich erneut und weist Schritte in die Zukunft
Beginn einer neuen Etappe der Apostolischen Visitation Der Heilige Stuhl untersucht die Berichte und Anregungen der Visitatoren. Die Endergebnisse werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben.
Zum Beginn der Fastenzeit
Die Apostolischen Visitatoren werden ihre Arbeit Mitte März
P. Álvaro zum Christkönigsfest
„Jeder trauert auf seine Weise“ Die katholische Zeitung Die Tagespost brachte am Samstag dem
P. Álvaro zum „Jahr des Priesters” Der Priester muss ein Mann sein, der liebt und Gutes tut; der versteht und seinen gefallenen, kranken oder einsamen Geschwistern zu Hilfe eilt; der sich freut, wenn er sieht, wie seine Mitmenschen wachsen und er selbst abnimmt (vgl. Joh
Schreiben von P. Sylvester Heereman
Beginn der Apostolischen Visitation am
P. Álvaro Corcuera
Apostolische Visitation bei den Legionären Christi P. Álvaro Corcuera: „Wir empfinden große Dankbarkeit gegenüber dem Heiligen Vater für seine Nähe und Hilfe.”
Brief zum Christkönigsfest
Brief zur Eröffnung des Paulusjahres Brief von Pater Álvaro Corcuera an die Mitglieder und Freunde der Bewegung Regnum Christi aus Anlaß der Eröffnung des Paulusjahres.
„Wir sehen die gute Nachrede als ein Apostolat an.”