Dienstag, 11. Mai 2010

Aufenthalt in Kenia öffnete Augen für Berufung


Heimatprimiz von P. Joachim Richter LC am 13. Mai in der Oberpfalz

P. Joachim Andreas Richter LCIn der Zeitung „Der Neue Tag“ erschien am 11. Mai 2010 folgender Artikel (Wortlaut) über die Heimatprimiz von P. Joachim Richter LC. Die vorliegenden Bilder wurden diesem nachträglich zur Veröffentlichung im Internet hinzugefügt.

Immenreuth. (mez) Von Donnerstag bis Montag stehen der katholischen Pfarrgemeinde festliche Tage ins Haus. Pater Joachim Richter, der am 12. Dezember vergangenen Jahres in Rom die Priesterweihe erhalten hat, feiert seine Heimatprimiz. In der noch jungen Pfarrei Immenreuth hat sich seit ihrer Gründung vor rund 75 Jahren mittlerweile der siebte junge Mann für den Priesterberuf entschieden.

An Christi Himmelfahrt ist um 9.30 Uhr auf dem Kirchplatz ein Empfang für den Neupriester, der der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi angehört. Die Vereine treffen sich um 9 Uhr mit ihren Fahnen an der Schule, um ihn zur Kirche zu begleiten. Die Böllerschützen werden das Eintreffen des Primizianten gebührend ankündigen. Um 10 Uhr schließt sich in der Pfarrkirche eine Festmesse an.

Bei einem anschließenden Stehempfang ist Gelegenheit, sich mit dem Primizianten auszutauschen. Am Freitagabend findet um 19 Uhr ein Vorbereitungsgottesdienst mit Predigt und Primizsegen statt. Vorher ab 18 Uhr ist Beichte.

Erste hl. Messe von P. Joachim in Rom – Primiz – nach der Priesterweihe zusammen mit einem Mitbruder, P. Thomas Fox LC (rechts im Bild)Die Feier von Richters Primizmesse am Sonntag stellt dann den Höhepunkt dar. Ein Festzug holt den Geistlichen um 9.30 Uhr vom Elternhaus im Birkenweg ab. Die Vereine mit ihren Fahnen versammeln sich dazu um 8.45 Uhr beim Gasthaus „Zur alten Schmiede“ zum Abmarsch. Um 10 Uhr folgt bei schönem Wetter die Primizmesse auf dem Kirchplatz. Prediger ist Pater Michael Luxbacher von den Legionären Christi. Zudem wird der Gottesdienst auf eine Leinwand in die Pfarrkirche übertragen.

Übertragung auf Leinwand

Sollte das Wetter schlecht sein, findet der Gottesdienst in der Kirche statt. Auf dem Rasen vor dem Pfarrhaus wird dann ein Zelt aufgebaut, in dem die Messe auf einer Leinwand zu sehen sein wird. Das Primizmahl wird um 12 Uhr in der Mehrzweckhalle eingenommen. Mehrere Hundert
Festgäste haben sich angesagt. Gegen 14 Uhr folgt ein offizieller Teil bei Kaffee und Kuchen, den die Jugendblaskapelle einleitet. Neben einer Geschenkübergabe an den Primizianten haben die KAB, Kolping, Ministranten sowie der Jugendchor „Bunte Töne“ und der Kirchenchor einige Stücke einstudiert.

Um 17.30 Uhr folgt in der Pfarrkirche eine Dankvesper mit Einzelprimizsegen. Ein Gedenkgottesdienst am Montag um 9 Uhr für verstorbene Angehörigen, Freunde und Wohltäter mit anschließendem Einzelprimizsegen beschließt die festlichen Tage.

Pfarrer Markus Bruckner und der Pfarrgemeinderatssprecher, Bernhard Söliner, bitten um rege Teilnahme. Gelb-weiße Papierfähnchen können vor dem Pfarrhaus abgeholt werden. Frauen und Mädchen, die beim Primizmahl helfen, treffen sich am Samstag um 13.30 Uhr in der Mehrzweckhalle. Kuchenspenden können am Primizsonntag ab 11 Uhr angeliefert werden.

***

Aufenthalt in Kenia öffnet Augen für Berufung

Dankbar schaut Joachim Richter auf sein bisheriges Leben zurück, das nicht von Anfang an auf den Priesterberuf zusteuerte. Er wuchs mit seiner eineinhalb Jahre jüngeren Schwester Eva bei seinen Eltern in Immenreuth im Birkenweg auf. Nach dem Besuch der Grundschule wurde er Ministrant und später sogar Oberministrant. Das Abitur absolvierte er am Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz. Es folgten 15 Monate Bundeswehr als Richtschütze im Kampfpanzer Leopard.

Nach zwei Semestern Pharmazie-Studium in Regensburg erkannte er, dass dies nicht seinem eigentlichen Interesse

entsprach. Und so ging er hinaus in die Welt. Mit einer Gruppe Gleichgesinnter erkundete Richter Kenia. Mit der Durchquerung der großen Savanne Serengeti und der Besteigung des 5585 Meter hohen Kilimandscharo erfüllte er sich Jugendträume. Angetan aber war er von der Einfachheit und Frömmigkeit der sehr armen Bevölkerung. Der Vergleich mit der scheinbaren Ziellosigkeit vor allem der Jugendlichen in seiner Heimat brachte ihn immer mehr zum Nachdenken. Daher sollte ihnen sein weiterer Lebensweg gelten.

P. Joachim im Kreis seiner Familie in Immenreuth beim gemeinsamen MusizierenDies erschien ihm damals als Lehrer am ehesten möglich. Der 44-Jährige studierte Lehramt in den Fächern Metalltechnik und Englisch an der Ludwig-Maximiians-Universität und der TU München. Ab 1994 war er als Berufschullehrer in Augsburg, Cham und Ansbach tätig. Die Sorge um die Jugend in diesen sechs Jahren hat ihn aber nicht losgelassen. Immer wieder war er tief berührt von der Orientierungslosigkeit seiner Zöglinge.

Und so suchte er die Nähe zu religiösen Gruppen, die seine Erfahrungen teilten. 1999 knüpfte der Immenreuther Kontakt mit einem Pater der Legionäre Christi. Im Jahre 2000 entschied er sich für diese Ordensgemeinschaft. Dem Noviziat in Bad Münstereifel folgten je zwei Jahre Philosophie– und Theologiestudium an der Päpstlichen „Universität Regina Apostolorum“ in Rom. Verschiedene pastorale und pädagogische Praktika quer durch Europa ergänzten und vertieften seine Studien.

Am 12. Dezember 2009 wurde der 44-Jährige in der Basilika St. Paul vor den Mauern in Rom mit 58 Mitbrüdern zum Priester geweiht. Seitdem ist er als Schulseelsorger am erzbischöflichen Sankt-Angela-Gymnasium in Bad Münstereifel tätig, wo er Religion und Englisch unterrichtet.

Sport gehörte bisher immer zu seiner Leidenschaft. Biathlonwettkämpfe, Marathonläufe und Bergsteigen, sowie Windsurfen, Segeln, Skifahren und Tourengehen im Winter sind nur einige Hobbys des Geistlichen. Nicht zu kurz kommt auch die Musik. Acht Jahre Klavierunterricht und autodidaktisches Begleiten von Liedern mit der Gitarre sorgen für Ausgleich im Alltag. (mez)


Aufenthalt in Kenia öffnete Augen für Berufung

Aufenthalt in Kenia öffnete Augen für Berufung

P. Joachim Andreas Richter LCIn der Zeitung „Der Neue Tag“ erschien am 11. Mai 2010 folgender Artikel (Wortlaut) über die Heimatprimiz von P. Joachim Richter LC. Die vorliegenden Bilder wurden diesem nachträglich zur Veröffentlichung im Internet hinzugefügt.

Immenreuth. (mez) Von Donnerstag bis Montag stehen der katholischen Pfarrgemeinde festliche Tage ins Haus. Pater Joachim Richter, der am 12. Dezember vergangenen Jahres in Rom die Priesterweihe erhalten hat, feiert seine Heimatprimiz. In der noch jungen Pfarrei Immenreuth hat sich seit ihrer Gründung vor rund 75 Jahren mittlerweile der siebte junge Mann für den Priesterberuf entschieden.

An Christi Himmelfahrt ist um 9.30 Uhr auf dem Kirchplatz ein Empfang für den Neupriester, der der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi angehört. Die Vereine treffen sich um 9 Uhr mit ihren Fahnen an der Schule, um ihn zur Kirche zu begleiten. Die Böllerschützen werden das Eintreffen des Primizianten gebührend ankündigen. Um 10 Uhr schließt sich in der Pfarrkirche eine Festmesse an.

Bei einem anschließenden Stehempfang ist Gelegenheit, sich mit dem Primizianten auszutauschen. Am Freitagabend findet um 19 Uhr ein Vorbereitungsgottesdienst mit Predigt und Primizsegen statt. Vorher ab 18 Uhr ist Beichte.

Erste hl. Messe von P. Joachim in Rom – Primiz – nach der Priesterweihe zusammen mit einem Mitbruder, P. Thomas Fox LC (rechts im Bild)Die Feier von Richters Primizmesse am Sonntag stellt dann den Höhepunkt dar. Ein Festzug holt den Geistlichen um 9.30 Uhr vom Elternhaus im Birkenweg ab. Die Vereine mit ihren Fahnen versammeln sich dazu um 8.45 Uhr beim Gasthaus „Zur alten Schmiede“ zum Abmarsch. Um 10 Uhr folgt bei schönem Wetter die Primizmesse auf dem Kirchplatz. Prediger ist Pater Michael Luxbacher von den Legionären Christi. Zudem wird der Gottesdienst auf eine Leinwand in die Pfarrkirche übertragen.

Übertragung auf Leinwand

Sollte das Wetter schlecht sein, findet der Gottesdienst in der Kirche statt. Auf dem Rasen vor dem Pfarrhaus wird dann ein Zelt aufgebaut, in dem die Messe auf einer Leinwand zu sehen sein wird. Das Primizmahl wird um 12 Uhr in der Mehrzweckhalle eingenommen. Mehrere Hundert
Festgäste haben sich angesagt. Gegen 14 Uhr folgt ein offizieller Teil bei Kaffee und Kuchen, den die Jugendblaskapelle einleitet. Neben einer Geschenkübergabe an den Primizianten haben die KAB, Kolping, Ministranten sowie der Jugendchor „Bunte Töne“ und der Kirchenchor einige Stücke einstudiert.

Um 17.30 Uhr folgt in der Pfarrkirche eine Dankvesper mit Einzelprimizsegen. Ein Gedenkgottesdienst am Montag um 9 Uhr für verstorbene Angehörigen, Freunde und Wohltäter mit anschließendem Einzelprimizsegen beschließt die festlichen Tage.

Pfarrer Markus Bruckner und der Pfarrgemeinderatssprecher, Bernhard Söliner, bitten um rege Teilnahme. Gelb-weiße Papierfähnchen können vor dem Pfarrhaus abgeholt werden. Frauen und Mädchen, die beim Primizmahl helfen, treffen sich am Samstag um 13.30 Uhr in der Mehrzweckhalle. Kuchenspenden können am Primizsonntag ab 11 Uhr angeliefert werden.

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Aufenthalt in Kenia öffnet Augen für Berufung

Dankbar schaut Joachim Richter auf sein bisheriges Leben zurück, das nicht von Anfang an auf den Priesterberuf zusteuerte. Er wuchs mit seiner eineinhalb Jahre jüngeren Schwester Eva bei seinen Eltern in Immenreuth im Birkenweg auf. Nach dem Besuch der Grundschule wurde er Ministrant und später sogar Oberministrant. Das Abitur absolvierte er am Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz. Es folgten 15 Monate Bundeswehr als Richtschütze im Kampfpanzer Leopard.

Nach zwei Semestern Pharmazie-Studium in Regensburg erkannte er, dass dies nicht seinem eigentlichen Interesse

entsprach. Und so ging er hinaus in die Welt. Mit einer Gruppe Gleichgesinnter erkundete Richter Kenia. Mit der Durchquerung der großen Savanne Serengeti und der Besteigung des 5585 Meter hohen Kilimandscharo erfüllte er sich Jugendträume. Angetan aber war er von der Einfachheit und Frömmigkeit der sehr armen Bevölkerung. Der Vergleich mit der scheinbaren Ziellosigkeit vor allem der Jugendlichen in seiner Heimat brachte ihn immer mehr zum Nachdenken. Daher sollte ihnen sein weiterer Lebensweg gelten.

P. Joachim im Kreis seiner Familie in Immenreuth beim gemeinsamen MusizierenDies erschien ihm damals als Lehrer am ehesten möglich. Der 44-Jährige studierte Lehramt in den Fächern Metalltechnik und Englisch an der Ludwig-Maximiians-Universität und der TU München. Ab 1994 war er als Berufschullehrer in Augsburg, Cham und Ansbach tätig. Die Sorge um die Jugend in diesen sechs Jahren hat ihn aber nicht losgelassen. Immer wieder war er tief berührt von der Orientierungslosigkeit seiner Zöglinge.

Und so suchte er die Nähe zu religiösen Gruppen, die seine Erfahrungen teilten. 1999 knüpfte der Immenreuther Kontakt mit einem Pater der Legionäre Christi. Im Jahre 2000 entschied er sich für diese Ordensgemeinschaft. Dem Noviziat in Bad Münstereifel folgten je zwei Jahre Philosophie– und Theologiestudium an der Päpstlichen „Universität Regina Apostolorum“ in Rom. Verschiedene pastorale und pädagogische Praktika quer durch Europa ergänzten und vertieften seine Studien.

Am 12. Dezember 2009 wurde der 44-Jährige in der Basilika St. Paul vor den Mauern in Rom mit 58 Mitbrüdern zum Priester geweiht. Seitdem ist er als Schulseelsorger am erzbischöflichen Sankt-Angela-Gymnasium in Bad Münstereifel tätig, wo er Religion und Englisch unterrichtet.

Sport gehörte bisher immer zu seiner Leidenschaft. Biathlonwettkämpfe, Marathonläufe und Bergsteigen, sowie Windsurfen, Segeln, Skifahren und Tourengehen im Winter sind nur einige Hobbys des Geistlichen. Nicht zu kurz kommt auch die Musik. Acht Jahre Klavierunterricht und autodidaktisches Begleiten von Liedern mit der Gitarre sorgen für Ausgleich im Alltag. (mez)

 

Heimatprimiz von P. Joachim Richter LC am 13. Mai in der Oberpfalz

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