Sonntag, 9. Dezember 2012

Bereitet dem Herrn den Weg!


Tägliche Meditationen - 9. Dezember 2012

Zweiter Sonntag im Advent

P. Steven Reilly LC

Lk 3,16
Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und Trachonitis, Lysanias Tetrarch von Abilene; Hohepriester waren Hannas und Kajaphas. Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias. Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündigte dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. So erfüllte sich, was im Buch der Reden des Propheten Jesaja steht: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.

Einführendes Gebet:  Herr, du weißt, dass ich den aufrichtigen Wunsch habe, diese Zeit mit dir zu verbringen. Wenn ich nun diese Betrachtung beginne, glaube ich, dass du bei mir bist und mich niemals verlässt. Weil ich dich liebe, ist es mein einziger Wunsch, dir zu gefallen und dich in der Einsamkeit des Tabernakels zu trösten. Ich hoffe auf deine unendliche Barmherzigkeit, die dich zu deiner Menschwerdung bewogen hat. Lass mich dich einst in deinem Königreich im Himmel wiedersehen.

Bitte: Herr, gib mir die Gnade, meine Vorbereitung auf deine Ankunft zu erneuern.

1.  Das konkrete Ereignis. Das heutige Evangelium enthält große Namen aus der Zeit des ersten Jahrhunderts in Palästina, politische und religiöse. Warum? Der heilige Lukas will damit betonen, dass die wunderbaren Taten Gottes nicht in einem geschichtslosen Raum ablaufen, sondern in der konkreten Realität der Geschichte. Der größte Eingriff Gottes, die Menschwerdung – als das Wort Fleisch geworden ist – ereignete sich zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort. Das sollte unser geistliches Leben tief beeinflussen. Dass Jesus zu uns gekommen ist, darf nicht allein eine Lehre bleiben, die ich im Religionsunterricht oder von meinen Eltern gelernt habe. Jesus ist für MICH in diese Welt gekommen! Diese unglaubliche Liebe von ihm ruft mich zu einer dankbaren Antwort auf. Oder will ich diese Botschaft in einer sicheren Distanz von mir fern halten? Jesus ist in unsere Welt gekommen. Lasse ich ihn in meine Welt kommen?

2. Eine Stimme, die in der Wüste ruft. Johannes der Täufer spielte in Gottes Plan eine wichtige Rolle, denn er sollte das Volk für das Kommen des Messias vorbereiten. Er hatte großen Erfolg und bewegte viele Herzen zur Reue und zum Glauben an Jesus. Darum ist es irgendwie ironisch, dass der Satz „eine Stimme, die in der Wüste ruft“ üblicherweise eine Anstrengung zum Ausdruck bringt, die zwar nobel, aber letztlich nutzlos ist. Das kann aber leider der Fall sein, wenn ich jetzt zulasse, dass die Einflüsterungen des Heiligen Geistes in der „Wüste“ meiner Ich-Bezogenheit sterben. Bin ich so sehr in den materiellen Aspekten der Vorbereitung auf Weihnachten eingebunden, dass ich die geistige Vorbereitung dabei vergesse?

3. Bereitet dem Herrn den Weg. Die Erinnerung an die Menschwerdung und das beständige Drängen des Heiligen Geistes in unseren Herzen kommt in diesem Ausruf zum Ausdruck: „Bereitet dem Herrn den Weg.“ Als Christen sind wir dazu berufen, genau dies zu tun. Die heutige Gesellschaft hungert nach der Botschaft Christi. Darum müssen wir alle unsere Gebete und Taten im Geist des Glaubens verrichten, damit wir wirklich den Weg des Herrn bereiten.

Gespräch mit Christus: Jesus, du bist in unsere Welt gekommen und hast unsere menschliche Natur angenommen. Diese Wahrheit war für mich viel zu lang nur eine Idee. Lass diese Wahrheit immer mehr in mein Herz hinein sinken und so meinen Willen zur Tat anregen. Du hast mich so sehr geliebt. Ich muss auf diese Liebe mit konkreten Taten antworten. Ich verpflichte mich erneut, für die Ausbreitung deines Reiches zu kämpfen.

Vorsatz:  Ich will im Laufe dieses Tages Jesus durch drei einfache Stoßgebete anrufen. Dabei möchte ich ihm sagen, dass ich ihn liebe und dass ich mein Herz für seine Ankunft an Weihnachten vorbereiten möchte.


Bereitet dem Herrn den Weg!

Bereitet dem Herrn den Weg!

Zweiter Sonntag im Advent

P. Steven Reilly LC

Lk 3,16
Es war im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa, Herodes Tetrarch von Galiläa, sein Bruder Philippus Tetrarch von Ituräa und Trachonitis, Lysanias Tetrarch von Abilene; Hohepriester waren Hannas und Kajaphas. Da erging in der Wüste das Wort Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias. Und er zog in die Gegend am Jordan und verkündigte dort überall Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. So erfüllte sich, was im Buch der Reden des Propheten Jesaja steht: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Jede Schlucht soll aufgefüllt werden, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, was uneben ist, soll zum ebenen Weg werden. Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.

Einführendes Gebet:  Herr, du weißt, dass ich den aufrichtigen Wunsch habe, diese Zeit mit dir zu verbringen. Wenn ich nun diese Betrachtung beginne, glaube ich, dass du bei mir bist und mich niemals verlässt. Weil ich dich liebe, ist es mein einziger Wunsch, dir zu gefallen und dich in der Einsamkeit des Tabernakels zu trösten. Ich hoffe auf deine unendliche Barmherzigkeit, die dich zu deiner Menschwerdung bewogen hat. Lass mich dich einst in deinem Königreich im Himmel wiedersehen.

Bitte: Herr, gib mir die Gnade, meine Vorbereitung auf deine Ankunft zu erneuern.

1.  Das konkrete Ereignis. Das heutige Evangelium enthält große Namen aus der Zeit des ersten Jahrhunderts in Palästina, politische und religiöse. Warum? Der heilige Lukas will damit betonen, dass die wunderbaren Taten Gottes nicht in einem geschichtslosen Raum ablaufen, sondern in der konkreten Realität der Geschichte. Der größte Eingriff Gottes, die Menschwerdung – als das Wort Fleisch geworden ist – ereignete sich zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort. Das sollte unser geistliches Leben tief beeinflussen. Dass Jesus zu uns gekommen ist, darf nicht allein eine Lehre bleiben, die ich im Religionsunterricht oder von meinen Eltern gelernt habe. Jesus ist für MICH in diese Welt gekommen! Diese unglaubliche Liebe von ihm ruft mich zu einer dankbaren Antwort auf. Oder will ich diese Botschaft in einer sicheren Distanz von mir fern halten? Jesus ist in unsere Welt gekommen. Lasse ich ihn in meine Welt kommen?

2. Eine Stimme, die in der Wüste ruft. Johannes der Täufer spielte in Gottes Plan eine wichtige Rolle, denn er sollte das Volk für das Kommen des Messias vorbereiten. Er hatte großen Erfolg und bewegte viele Herzen zur Reue und zum Glauben an Jesus. Darum ist es irgendwie ironisch, dass der Satz „eine Stimme, die in der Wüste ruft“ üblicherweise eine Anstrengung zum Ausdruck bringt, die zwar nobel, aber letztlich nutzlos ist. Das kann aber leider der Fall sein, wenn ich jetzt zulasse, dass die Einflüsterungen des Heiligen Geistes in der „Wüste“ meiner Ich-Bezogenheit sterben. Bin ich so sehr in den materiellen Aspekten der Vorbereitung auf Weihnachten eingebunden, dass ich die geistige Vorbereitung dabei vergesse?

3. Bereitet dem Herrn den Weg. Die Erinnerung an die Menschwerdung und das beständige Drängen des Heiligen Geistes in unseren Herzen kommt in diesem Ausruf zum Ausdruck: „Bereitet dem Herrn den Weg.“ Als Christen sind wir dazu berufen, genau dies zu tun. Die heutige Gesellschaft hungert nach der Botschaft Christi. Darum müssen wir alle unsere Gebete und Taten im Geist des Glaubens verrichten, damit wir wirklich den Weg des Herrn bereiten.

Gespräch mit Christus: Jesus, du bist in unsere Welt gekommen und hast unsere menschliche Natur angenommen. Diese Wahrheit war für mich viel zu lang nur eine Idee. Lass diese Wahrheit immer mehr in mein Herz hinein sinken und so meinen Willen zur Tat anregen. Du hast mich so sehr geliebt. Ich muss auf diese Liebe mit konkreten Taten antworten. Ich verpflichte mich erneut, für die Ausbreitung deines Reiches zu kämpfen.

Vorsatz:  Ich will im Laufe dieses Tages Jesus durch drei einfache Stoßgebete anrufen. Dabei möchte ich ihm sagen, dass ich ihn liebe und dass ich mein Herz für seine Ankunft an Weihnachten vorbereiten möchte.

 

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