Samstag, 15. Dezember 2012

Bethlehem und das Kreuz


Tägliche Meditationen - 15. Dezember 2012

Samstag der zweiten Woche im Advent
Hl. Christiane

P. Walter Schu LC

Mt 17,9a10-13
Während sie den Berg hinabstiegen, fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen? Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt, und er wird alles wiederherstellen. Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen. Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer sprach.

Einführendes Gebet:  Herr, deine Jünger versuchten aufrichtig, dich besser kennenzulernen und an dich zu glauben. Ich stehe heute vor dir mit meinen Zweifeln und Problemen. Doch habe ich auch Hoffnung, in diesem Gebet eine Antwort auf mein tiefstes Verlangen zu finden. Ich möchte, dass mein Glaube unerschütterlich ist, und ich möchte dich mit aufrichtigem Herzen lieben. Im Gebet wird mir voller Dankbarkeit alles bewusst, was ich von dir bekommen habe.

Bitte: Maria, hilf mir, Gottes Willen so anzunehmen, wie du den Plan Gottes für unsere Erlösung angenommen hast.

1.  Johannes der Täufer als Elija. Noch einmal erwähnt das Evangelium Johannes den Täufer als den, der dazu berufen ist, uns auf den Einen vorzubereiten, der kommen soll. Durch den Propheten Maleachi war die Erwartung der Juden auf die Rückkehr Elijas gewachsen, der den Weg für den versprochenen Messias bereiten würde. Aber sie erwarteten einen Mann mit viel Macht, der andere durch seine schiere Gewalt beeindruckt. So konnten sie Elija in der Person Johannes des Täufers nicht erkennen, dessen einzige Macht aus Gottes Geist herrührt, um alle Menschen zur Bekehrung der Herzen aufzurufen, damit sie Christus empfangen. Wie oft misslingt es mir, die Gegenwart Christi in meinem Leben zu erkennen, weil ich etwas anderes suche als das, was Christus verspricht? Christus bietet keinen Weg der Bequemlichkeit an.

2. Bethlehem und das Kreuz. Warum wurde Christus ein hilfloses Baby in Bethlehem? Warum nahm er einen gebrechlichen menschlichen Körper an? Weil er so das Menschsein in der Weise verwandeln konnte, um uns zu erlösen. Was bedeutet das für unser Leben als Christen? Es bedeutet, dass wir auch die vermeintlich negativen Seiten und die Gebrechen des Menschseins durch die Menschwerdung Christi mit anderen Augen sehen können, sie gleichsam geadelt, geheiligt sind. Es ist die sanfte Liebkosung des Vaters, wenn er uns nach dem Bild seines Sohnes formt. Und dazu gehört auch die Botschaft vom Kreuz. Das Kreuz kann so zu einer Quelle unserer Fruchtbarkeit werden, nicht nur im Hinblick auf unser persönliches geistliches Wachsen, sondern auch hinsichtlich des Auftrags, Gnaden für andere zu gewinnen, für alle jene Seelen, die Gott in seiner Vorsehung unserer Sorge anvertraut hat.

3. Gehorsam bis zum Tod. Der Wunsch Christi, das Leiden anzunehmen, entsprang seinem Gehorsam aus Liebe gegenüber dem Plan seines Vaters. Dieser Gehorsam aus Liebe gibt dem Leiden seinen erlösenden Wert. Vom Augenblick seiner Geburt in Bethlehem an zeigt uns Christus, was es bedeutet, aus Liebe zu gehorchen. Bethlehem ist eine Schule des Gehorsams. Christus lehrt uns, dass nur ein Gehorsam aus Liebe befreien, erlösen, heiligen und reich machen kann. Nur der Gehorsam aus Liebe rettet und befreit uns von der Sünde, und nur der Gehorsam aus Liebe gefällt Gott. Wir wollen also das Kreuz des Gehorsams annehmen in den Herausforderungen unseres täglichen Lebens, in den Prüfungen, die wir in unserem Leben durchmachen, und in der Trauer, die wir empfinden, wenn Gott einen lieben Angehörigen zu sich ruft. Der Gehorsam aus Liebe ist der Weg zur Heiligkeit, der Weg zum Haus des Vaters.

Gespräch mit Christus: Herr, ich danke dir, dass du mir bereits in Bethlehem den annehmenden und liebenden Gehorsam als den Weg zeigst, den auch ich gehen kann. Es ist für mich wie ein Motto, unter das ich dein ganzes Leben und insbesondere deinen Erlösertod am Kreuz betrachten kann. Hilf mir, die eigenen Gebrechen und auch Leiden, die auf mich zukommen, so wie du anzunehmen, denn durch Kreuz und Leid willst du mich heilig machen und lässt mich Gnaden für die Seelen gewinnen.

Vorsatz:  Ich will mich bemühen, mir Gottes Gegenwart hier und heute bewusst zu machen. Außerdem will ich mich bemühen, das Leid und die Prüfungen, die er zulässt, bereitwillig anzunehmen. Gott kann dadurch Größeres bewirken.


Bethlehem und das Kreuz

Bethlehem und das Kreuz

Samstag der zweiten Woche im Advent
Hl. Christiane

P. Walter Schu LC

Mt 17,9a10-13
Während sie den Berg hinabstiegen, fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen? Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt, und er wird alles wiederherstellen. Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen. Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer sprach.

Einführendes Gebet:  Herr, deine Jünger versuchten aufrichtig, dich besser kennenzulernen und an dich zu glauben. Ich stehe heute vor dir mit meinen Zweifeln und Problemen. Doch habe ich auch Hoffnung, in diesem Gebet eine Antwort auf mein tiefstes Verlangen zu finden. Ich möchte, dass mein Glaube unerschütterlich ist, und ich möchte dich mit aufrichtigem Herzen lieben. Im Gebet wird mir voller Dankbarkeit alles bewusst, was ich von dir bekommen habe.

Bitte: Maria, hilf mir, Gottes Willen so anzunehmen, wie du den Plan Gottes für unsere Erlösung angenommen hast.

1.  Johannes der Täufer als Elija. Noch einmal erwähnt das Evangelium Johannes den Täufer als den, der dazu berufen ist, uns auf den Einen vorzubereiten, der kommen soll. Durch den Propheten Maleachi war die Erwartung der Juden auf die Rückkehr Elijas gewachsen, der den Weg für den versprochenen Messias bereiten würde. Aber sie erwarteten einen Mann mit viel Macht, der andere durch seine schiere Gewalt beeindruckt. So konnten sie Elija in der Person Johannes des Täufers nicht erkennen, dessen einzige Macht aus Gottes Geist herrührt, um alle Menschen zur Bekehrung der Herzen aufzurufen, damit sie Christus empfangen. Wie oft misslingt es mir, die Gegenwart Christi in meinem Leben zu erkennen, weil ich etwas anderes suche als das, was Christus verspricht? Christus bietet keinen Weg der Bequemlichkeit an.

2. Bethlehem und das Kreuz. Warum wurde Christus ein hilfloses Baby in Bethlehem? Warum nahm er einen gebrechlichen menschlichen Körper an? Weil er so das Menschsein in der Weise verwandeln konnte, um uns zu erlösen. Was bedeutet das für unser Leben als Christen? Es bedeutet, dass wir auch die vermeintlich negativen Seiten und die Gebrechen des Menschseins durch die Menschwerdung Christi mit anderen Augen sehen können, sie gleichsam geadelt, geheiligt sind. Es ist die sanfte Liebkosung des Vaters, wenn er uns nach dem Bild seines Sohnes formt. Und dazu gehört auch die Botschaft vom Kreuz. Das Kreuz kann so zu einer Quelle unserer Fruchtbarkeit werden, nicht nur im Hinblick auf unser persönliches geistliches Wachsen, sondern auch hinsichtlich des Auftrags, Gnaden für andere zu gewinnen, für alle jene Seelen, die Gott in seiner Vorsehung unserer Sorge anvertraut hat.

3. Gehorsam bis zum Tod. Der Wunsch Christi, das Leiden anzunehmen, entsprang seinem Gehorsam aus Liebe gegenüber dem Plan seines Vaters. Dieser Gehorsam aus Liebe gibt dem Leiden seinen erlösenden Wert. Vom Augenblick seiner Geburt in Bethlehem an zeigt uns Christus, was es bedeutet, aus Liebe zu gehorchen. Bethlehem ist eine Schule des Gehorsams. Christus lehrt uns, dass nur ein Gehorsam aus Liebe befreien, erlösen, heiligen und reich machen kann. Nur der Gehorsam aus Liebe rettet und befreit uns von der Sünde, und nur der Gehorsam aus Liebe gefällt Gott. Wir wollen also das Kreuz des Gehorsams annehmen in den Herausforderungen unseres täglichen Lebens, in den Prüfungen, die wir in unserem Leben durchmachen, und in der Trauer, die wir empfinden, wenn Gott einen lieben Angehörigen zu sich ruft. Der Gehorsam aus Liebe ist der Weg zur Heiligkeit, der Weg zum Haus des Vaters.

Gespräch mit Christus: Herr, ich danke dir, dass du mir bereits in Bethlehem den annehmenden und liebenden Gehorsam als den Weg zeigst, den auch ich gehen kann. Es ist für mich wie ein Motto, unter das ich dein ganzes Leben und insbesondere deinen Erlösertod am Kreuz betrachten kann. Hilf mir, die eigenen Gebrechen und auch Leiden, die auf mich zukommen, so wie du anzunehmen, denn durch Kreuz und Leid willst du mich heilig machen und lässt mich Gnaden für die Seelen gewinnen.

Vorsatz:  Ich will mich bemühen, mir Gottes Gegenwart hier und heute bewusst zu machen. Außerdem will ich mich bemühen, das Leid und die Prüfungen, die er zulässt, bereitwillig anzunehmen. Gott kann dadurch Größeres bewirken.

 

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