Dienstag, 18. Dezember 2012

Der gerechte Josef


Tägliche Meditationen - 18. Dezember 2012

Dienstag der dritten Woche im Advent
Hl. Philipp, Bischof

P. Edward McILmail LC

Mt 1,1824
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab ihm den Namen Jesus.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme demütig zu dir. Ich habe schon oft gesündigt, deshalb ist mir meine Schwäche bewusst. Deine große Liebe jedoch gibt mir die Sicherheit, dass du mich durch deine Gnade weiterhin auf dem Weg zur Heiligkeit führen wirst.

Bitte: Herr, hilf mir, den heiligen Josef besser in seiner Art und Weise, wie er mit seinen Mitmenschen umging, zu verstehen und ihm nachzueifern.

1.  Keine Bloßstellung. Josef war zunächst bestürzt, als er sah, dass Maria ein Kind erwartete. Sie war doch eine Frau, die er bisher als untadelige Frau kennen gelernt hatte. Rechtlich gesehen hätte er sie öffentlich abweisen können. Das tat er jedoch nicht. Er war bereit, die ganze Sache auf sich beruhen zu lassen, um Maria nicht fälschlicherweise bloßzustellen. Welch große Tugend ist es doch: Das Beste von anderen zu denken! Es spiegelt ein Herz des Friedens und der Ruhe wider! Wie viele Freundschaften zerbrachen und wie viele Kriege begannen, weil die Menschen das Schlimmste von anderen dachten. Habe ich jemals die Absichten eines anderen verurteilt, und musste später erfahren, dass es nicht so war, wie es zuerst ausgesehen hatte? Wem sollte ich einen Vorschuss an Vertrauen schenken?

2. Die Erklärung des Engels. Der Engel erscheint erst dann, nachdem Josef sich entschließt, das Liebevollere zu tun und Maria ohne Aufsehen wegzuschicken. So geschieht es oft im geistlichen Leben: Gott offenbart uns von seinem Plan erst dann mehr, wenn wir in einer schwierigen Situation mit Liebe handeln. Es ist, als ob Jesus sagen würde: „Behandle andere gut und du wirst mich besser verstehen.“ Ist in einer schwierigen Situation die Nächstenliebe meine erste Antwort?

3. Der gute Ruf Jesu. Diese Stelle im Evangelium könnte auch eine zweite Verkündigung genannt werden. Bei der ersten Verkündigung sagte Maria „Ja“ zu dem Engel. Nun war das „Ja“ Josefs notwendig, um sicherzustellen, dass Jesus auch einen irdischen Vater mit einer angesehenen Ahnenreihe haben würde. Jesus will immer wieder auf diese Welt kommen: durch Werke der Nächstenliebe, durch ein freundliches Wort – oder in einem neugeborenen Kind. Er zählt auf unsere Hilfe. Um welche Hilfe könnte Jesus mich bitten, so dass er seine Pläne ausführen kann? Oder bringe ich seine Pläne zum Scheitern, weil ich bequem, eigensinnig oder egoistisch bin? Bittet er mich darum, jemandem zu helfen? Einem Mitglied meiner Familie, einer bekannten Person, einem Arbeitskollegen?

Gespräch mit Christus: Herr, du lädst mich ein, dir bei deiner Sendung Seelen zu retten, zu helfen. Du achtest meine Freiheit, und du möchtest, dass ich dir aus Liebe antworte. Hilf mir, dir großzügig zu antworten.

Vorsatz:  Ich will heute einer Bitte um Hilfe großzügig nachkommen.


Der gerechte Josef

Der gerechte Josef

Dienstag der dritten Woche im Advent
Hl. Philipp, Bischof

P. Edward McILmail LC

Mt 1,1824
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab ihm den Namen Jesus.

Einführendes Gebet:  Herr, ich komme demütig zu dir. Ich habe schon oft gesündigt, deshalb ist mir meine Schwäche bewusst. Deine große Liebe jedoch gibt mir die Sicherheit, dass du mich durch deine Gnade weiterhin auf dem Weg zur Heiligkeit führen wirst.

Bitte: Herr, hilf mir, den heiligen Josef besser in seiner Art und Weise, wie er mit seinen Mitmenschen umging, zu verstehen und ihm nachzueifern.

1.  Keine Bloßstellung. Josef war zunächst bestürzt, als er sah, dass Maria ein Kind erwartete. Sie war doch eine Frau, die er bisher als untadelige Frau kennen gelernt hatte. Rechtlich gesehen hätte er sie öffentlich abweisen können. Das tat er jedoch nicht. Er war bereit, die ganze Sache auf sich beruhen zu lassen, um Maria nicht fälschlicherweise bloßzustellen. Welch große Tugend ist es doch: Das Beste von anderen zu denken! Es spiegelt ein Herz des Friedens und der Ruhe wider! Wie viele Freundschaften zerbrachen und wie viele Kriege begannen, weil die Menschen das Schlimmste von anderen dachten. Habe ich jemals die Absichten eines anderen verurteilt, und musste später erfahren, dass es nicht so war, wie es zuerst ausgesehen hatte? Wem sollte ich einen Vorschuss an Vertrauen schenken?

2. Die Erklärung des Engels. Der Engel erscheint erst dann, nachdem Josef sich entschließt, das Liebevollere zu tun und Maria ohne Aufsehen wegzuschicken. So geschieht es oft im geistlichen Leben: Gott offenbart uns von seinem Plan erst dann mehr, wenn wir in einer schwierigen Situation mit Liebe handeln. Es ist, als ob Jesus sagen würde: „Behandle andere gut und du wirst mich besser verstehen.“ Ist in einer schwierigen Situation die Nächstenliebe meine erste Antwort?

3. Der gute Ruf Jesu. Diese Stelle im Evangelium könnte auch eine zweite Verkündigung genannt werden. Bei der ersten Verkündigung sagte Maria „Ja“ zu dem Engel. Nun war das „Ja“ Josefs notwendig, um sicherzustellen, dass Jesus auch einen irdischen Vater mit einer angesehenen Ahnenreihe haben würde. Jesus will immer wieder auf diese Welt kommen: durch Werke der Nächstenliebe, durch ein freundliches Wort – oder in einem neugeborenen Kind. Er zählt auf unsere Hilfe. Um welche Hilfe könnte Jesus mich bitten, so dass er seine Pläne ausführen kann? Oder bringe ich seine Pläne zum Scheitern, weil ich bequem, eigensinnig oder egoistisch bin? Bittet er mich darum, jemandem zu helfen? Einem Mitglied meiner Familie, einer bekannten Person, einem Arbeitskollegen?

Gespräch mit Christus: Herr, du lädst mich ein, dir bei deiner Sendung Seelen zu retten, zu helfen. Du achtest meine Freiheit, und du möchtest, dass ich dir aus Liebe antworte. Hilf mir, dir großzügig zu antworten.

Vorsatz:  Ich will heute einer Bitte um Hilfe großzügig nachkommen.

 

Tägliche Meditationen - 18. Dezember 2012

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Dienstag, 17. Dezember 2012

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