Freitag, 4. Januar 2013

Das rechte Wort zur rechten Zeit


Tägliche Meditationen - 4. Januar 2013

Freitag der ersten Woche nach Weihnachten
Hl. Angela von Foligna, Mystikerin

P. Matthew Green

Joh 1,3542
Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus). Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels (Petrus).

Einführendes Gebet:  Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, das Lamm Gottes, das in die Welt gekommen ist, um uns zu retten. Ich danke dir, dass du dich uns offenbart hast. Hilf mir, jetzt meinen Verstand und mein Herz auf dein göttliches Wort zu richten, damit ich besser weiß und verstehe, was du von mir willst.

Bitte: Jesus, hilf mir, dich an den ersten Platz in meinem Leben zu stellen und zu versuchen, anderen zu helfen, dich kennenzulernen.

1.  Wissen, wann man loslassen muss. Hier sehen wir Johannes den Täufer, wie er handelt und wie er treu Gottes Plan erfüllt. Seine Demut tritt hier voll zu Tage, als er zwei seiner besten Jünger diskret zu Jesus führt, damit sie ihm nachfolgen. Er akzeptiert nicht nur die Tatsache, dass er einen Platz hinter Jesus einnehmen muss; er tut aktiv etwas dafür, dass dies auch geschieht. Es kann uns sehr schwer fallen, allein Gottes Ehre und das Wohl derer um uns herum zu suchen. Unser Herz bindet sich sehr schnell an Menschen, an Verantwortungsposten und an die Achtung, die wir durch unser Tun bei anderen gewinnen – sei es im Beruf, im Privaten, in der Pfarrgemeinde oder sonst einer geistlichen Bewegung. Wenn wir aber wirklich Gottes Willen erfüllen wollen, müssen wir wissen, wann es Zeit ist, loszulassen. Wie Johannes der Täufer sollten wir unser Herz allein auf die Ausbreitung des Reiches Christi ausrichten.

2. Den Konsequenzen ins Auge sehen. Dank der Treue Johannes des Täufers zu seiner Sendung begegnen zwei Männer – Andreas und Johannes – Jesus und erkennen, dass er der Messias ist. Johannes der Täufer erlebte die letzten Ergebnisse seines Tuns nicht mehr, aber er vertraute auf den Heiligen Geist und tat, was seinem Erkennen nach Gott von ihm wollte. Der eine Satz, den er in diesem Moment sprach – „Seht, das Lamm Gottes“ – hallte wider in der Geschichte der Kirche und der Welt. Ohne jene gesprochenen Worte hätten wir vielleicht niemals das Evangelium des heiligen Johannes bekommen, seine Briefe und die Offenbarung des Johannes, oder auch nicht die Evangelisierungstätigkeit des heiligen Andreas. Jesus hätte vielleicht Andreas und Johannes ein anderes Mal gerufen, aber kostbare Zeit wäre verloren gegangen. Auch wir wissen nicht, wie viel von unserer Treue zu Gottes Plan in unserem Leben abhängt. Bevor wir „Nein“ zu Gott sagen, sollten wir uns fragen, ob wir die daraus folgenden Konsequenzen für uns selbst und für die anderen riskieren wollen.

3. Den Schatz mit anderen teilen. Andreas beeilte sich, die Neuigkeiten seines Treffens mit Jesus, den er als Messias erkannt hatte, seinem Bruder Simon mitzuteilen. Simon hat ihn vielleicht ausgelacht oder nicht beachtet. Jesus schien nicht zum Messiasbild jener Zeit zu passen – er war ein Zimmermannssohn aus einem kleinen Dorf, von welchem ein anderer zukünftiger Apostel, Natanaël, nur mit Verachtung sprach. Trotzdem wusste Andreas, dass er einen Schatz gefunden hatte, und er musste diese Entdeckung seiner Familie und seinen Freunden mitteilen. Dank seiner Begeisterung traf Simon, der zukünftige heilige Petrus, Jesus. Der Rest ist Geschichte. Wir sollten uns fragen: Habe ich wirklich Jesus im Licht des Glaubens entdeckt? Habe ich die Hoffnung und Freude gefunden, die entstehen, wenn man ihn als seinen Retter erkannt hat? Und wenn das zutrifft, habe ich jede Furcht, Zurückhaltung und Menschenfurcht überwunden, die mich vielleicht davon abhalten, diesen Schatz anderen mitzuteilen?

Gespräch mit Christus: Ich danke dir, mein Herr, dass du mir geholfen hast zu sehen, wie ich dir besser dienen kann. Ich danke dir für die Heiligen, die uns zeigen, wie wir deine Apostel in der Welt sein können. Gib mir die Einsicht, deinen Willen in meinem Leben zu erkennen und gib mir die Stärke und das Vertrauen, diesen Willen bis an mein Lebensende zu erfüllen.

Vorsatz:  Von jetzt an will ich mutiger sein, meinen Glauben anderen mitzuteilen, damit sie sich mit ihm auseinandersetzen können und so zu einer ihr Leben verändernden persönlichen Begegnung mit Christus kommen können.


Das rechte Wort zur rechten Zeit

Das rechte Wort zur rechten Zeit

Freitag der ersten Woche nach Weihnachten
Hl. Angela von Foligna, Mystikerin

P. Matthew Green

Joh 1,3542
Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus). Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels (Petrus).

Einführendes Gebet:  Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, das Lamm Gottes, das in die Welt gekommen ist, um uns zu retten. Ich danke dir, dass du dich uns offenbart hast. Hilf mir, jetzt meinen Verstand und mein Herz auf dein göttliches Wort zu richten, damit ich besser weiß und verstehe, was du von mir willst.

Bitte: Jesus, hilf mir, dich an den ersten Platz in meinem Leben zu stellen und zu versuchen, anderen zu helfen, dich kennenzulernen.

1.  Wissen, wann man loslassen muss. Hier sehen wir Johannes den Täufer, wie er handelt und wie er treu Gottes Plan erfüllt. Seine Demut tritt hier voll zu Tage, als er zwei seiner besten Jünger diskret zu Jesus führt, damit sie ihm nachfolgen. Er akzeptiert nicht nur die Tatsache, dass er einen Platz hinter Jesus einnehmen muss; er tut aktiv etwas dafür, dass dies auch geschieht. Es kann uns sehr schwer fallen, allein Gottes Ehre und das Wohl derer um uns herum zu suchen. Unser Herz bindet sich sehr schnell an Menschen, an Verantwortungsposten und an die Achtung, die wir durch unser Tun bei anderen gewinnen – sei es im Beruf, im Privaten, in der Pfarrgemeinde oder sonst einer geistlichen Bewegung. Wenn wir aber wirklich Gottes Willen erfüllen wollen, müssen wir wissen, wann es Zeit ist, loszulassen. Wie Johannes der Täufer sollten wir unser Herz allein auf die Ausbreitung des Reiches Christi ausrichten.

2. Den Konsequenzen ins Auge sehen. Dank der Treue Johannes des Täufers zu seiner Sendung begegnen zwei Männer – Andreas und Johannes – Jesus und erkennen, dass er der Messias ist. Johannes der Täufer erlebte die letzten Ergebnisse seines Tuns nicht mehr, aber er vertraute auf den Heiligen Geist und tat, was seinem Erkennen nach Gott von ihm wollte. Der eine Satz, den er in diesem Moment sprach – „Seht, das Lamm Gottes“ – hallte wider in der Geschichte der Kirche und der Welt. Ohne jene gesprochenen Worte hätten wir vielleicht niemals das Evangelium des heiligen Johannes bekommen, seine Briefe und die Offenbarung des Johannes, oder auch nicht die Evangelisierungstätigkeit des heiligen Andreas. Jesus hätte vielleicht Andreas und Johannes ein anderes Mal gerufen, aber kostbare Zeit wäre verloren gegangen. Auch wir wissen nicht, wie viel von unserer Treue zu Gottes Plan in unserem Leben abhängt. Bevor wir „Nein“ zu Gott sagen, sollten wir uns fragen, ob wir die daraus folgenden Konsequenzen für uns selbst und für die anderen riskieren wollen.

3. Den Schatz mit anderen teilen. Andreas beeilte sich, die Neuigkeiten seines Treffens mit Jesus, den er als Messias erkannt hatte, seinem Bruder Simon mitzuteilen. Simon hat ihn vielleicht ausgelacht oder nicht beachtet. Jesus schien nicht zum Messiasbild jener Zeit zu passen – er war ein Zimmermannssohn aus einem kleinen Dorf, von welchem ein anderer zukünftiger Apostel, Natanaël, nur mit Verachtung sprach. Trotzdem wusste Andreas, dass er einen Schatz gefunden hatte, und er musste diese Entdeckung seiner Familie und seinen Freunden mitteilen. Dank seiner Begeisterung traf Simon, der zukünftige heilige Petrus, Jesus. Der Rest ist Geschichte. Wir sollten uns fragen: Habe ich wirklich Jesus im Licht des Glaubens entdeckt? Habe ich die Hoffnung und Freude gefunden, die entstehen, wenn man ihn als seinen Retter erkannt hat? Und wenn das zutrifft, habe ich jede Furcht, Zurückhaltung und Menschenfurcht überwunden, die mich vielleicht davon abhalten, diesen Schatz anderen mitzuteilen?

Gespräch mit Christus: Ich danke dir, mein Herr, dass du mir geholfen hast zu sehen, wie ich dir besser dienen kann. Ich danke dir für die Heiligen, die uns zeigen, wie wir deine Apostel in der Welt sein können. Gib mir die Einsicht, deinen Willen in meinem Leben zu erkennen und gib mir die Stärke und das Vertrauen, diesen Willen bis an mein Lebensende zu erfüllen.

Vorsatz:  Von jetzt an will ich mutiger sein, meinen Glauben anderen mitzuteilen, damit sie sich mit ihm auseinandersetzen können und so zu einer ihr Leben verändernden persönlichen Begegnung mit Christus kommen können.

 

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