Montag, 21. Januar 2013

Die neue Freude des Bräutigams


Tägliche Meditationen - 21. Januar 2013

Montag der zweiten Woche im Jahreskreis
Hl. Meinrad OSB
Hl. Agnes, Märtyrerin

P. Walter Schu LC

Mk 2,1822
Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten. Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der Wein die Schläuche; der Wein ist verloren und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuer Wein gehört in neue Schläuche.

Einführendes Gebet:  Jesus, welche Freude und welch ein Geschenk ist es wieder für mich, mit dir allein zusammen zu sein! Ich möchte dich immer tiefer erkennen. Ich möchte fester auf dich hoffen. Ich möchte dich mit mehr Beständigkeit in meinem täglichen Leben lieben. Du allein kannst mir diese Gaben schenken. Du allein kannst mich zu einem mutigen und frohen Apostel deines Reiches machen.

Bitte: Herr, hilf mir, diese neue Freude zu erfahren, wenn ich das Kreuz mit dir trage.

1.  Die Freude des Bräutigams. Die Propheten des Alten Testaments, besonders Hosea und Jesaja, vergleichen die Beziehung zwischen Israel und Jahwe mit dem Ehebund. Israel ist die Braut, die oft untreu ist, und Jahwe ist der Bräutigam. Wenn Christus sich als Bräutigam bezeichnet, nimmt er einen Titel in Anspruch, der allein für Gott reserviert war. Dadurch kommt zum Ausdruck, dass Jesus weit mehr als ein einfacher Rabbi war. Welche Erfahrung verbinden wir mit einem Bräutigam und einer Hochzeitsfeier? Doch vor allem eins: Freude! „Obwohl es stimmt, dass das Kreuz in einem echten christlichen Leben niemals fehlt, so ist es auch wahr, dass der Gott, der uns in diesem Kreuz begegnet, derselbe Gott ist, der Himmel und Erde erschaffen hat, die Ozeane und die Berge, das Lachen, das Sonnenlicht und jedes irdische Entzücken“ (John Bartunek LC, The Better Part, S. 365). Christus ist gekommen, um uns Freude zu bringen, eine Freude, die in alle Ewigkeit anhält.

2. Sollen Christen fasten? Christus sagt, dass seine Jünger fasten werden, wenn der Bräutigam ihnen genommen sein wird. Das ist im Evangelium von Markus der erste Hinweis auf die kommende Passion. Fasten ist ein Weg, an Christi Leiden teilzuhaben. Fasten, Opfer und Taten der Selbstverleugnung sind auch Mittel, um uns von unseren Bindungen an irdische Güter zu lösen und fester Christus anzuhangen. Sie machen uns bewusst, wie sehr wir Gott brauchen. Aber diese Wege der Teilhabe an Christi Kreuz sollen nicht dazu führen, dass wir andere, die Christus nachfolgen wollen, damit verdrießen. „Manche Christen vermitteln den Eindruck, dass die Nachfolge Christi eine nüchterne Angelegenheit ist, oder dass das christliche Leben vor allem aus harten Leiden und langweiligen Pflichten besteht. Freudlos, düster, langweilig. Kein Wunder, dass ihre Freunde dem Christentum so fern wie möglich bleiben! […] Wenn uns unsere Freundschaft mit Christus nicht mit ansteckender Begeisterung erfüllt, sind wir wahrscheinlich halbherzige Freunde“ (John Bartunek LC, The Better Part, S. 365).

3. „Siehe, ich mache alles neu.“ Der Kinofilm Die Passion Christi legt Christus auf dem Weg nach Golgatha diesen Satz aus der Offenbarung auf die Lippen, als er seiner Mutter Maria begegnet. Christi „enges Tor“ des Kreuzes führt zu einem radikal neuen Lebensweg. Es bringt eine Überfülle an Freude, neue Kraft, inneren Frieden. Der neue Wein des Lebens der Gnade, welchen Christus über seine Nachfolger ausgießt, muss nicht nur ihre Art zu leben verändern, sondern sogar ihre inneren Haltungen und ihre Gesinnung. Die heilige Theresia von Avila sagte einst: Ein Heiliger, der traurig ist, ist ein wahrhaft trauriger Heiliger. Welche Hindernisse meines Lebens muss ich überwinden, um Christus mit größerer Freude nachzufolgen und diese Freude auf andere ausstrahlen zu lassen?

Gespräch mit Christus: Ich danke dir Herr, für das neue Leben, das du mir gebracht hast – dein eigenes göttliches Leben der Gnade in mir und in jedem, der dir nachfolgt. Hilf mir, diese Freude mit anderen zu teilen. Ich sehne mich danach, ein wahrer Apostel deiner Freude zu sein.

Vorsatz:  Ich will diesen Tag so leben, dass ich meine persönlichen Belange hintenanstelle und versuche, die Menschen um mich herum froh zu machen.


Die neue Freude des Bräutigams

Die neue Freude des Bräutigams

Montag der zweiten Woche im Jahreskreis
Hl. Meinrad OSB
Hl. Agnes, Märtyrerin

P. Walter Schu LC

Mk 2,1822
Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; an jenem Tag werden sie fasten. Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der Wein die Schläuche; der Wein ist verloren und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuer Wein gehört in neue Schläuche.

Einführendes Gebet:  Jesus, welche Freude und welch ein Geschenk ist es wieder für mich, mit dir allein zusammen zu sein! Ich möchte dich immer tiefer erkennen. Ich möchte fester auf dich hoffen. Ich möchte dich mit mehr Beständigkeit in meinem täglichen Leben lieben. Du allein kannst mir diese Gaben schenken. Du allein kannst mich zu einem mutigen und frohen Apostel deines Reiches machen.

Bitte: Herr, hilf mir, diese neue Freude zu erfahren, wenn ich das Kreuz mit dir trage.

1.  Die Freude des Bräutigams. Die Propheten des Alten Testaments, besonders Hosea und Jesaja, vergleichen die Beziehung zwischen Israel und Jahwe mit dem Ehebund. Israel ist die Braut, die oft untreu ist, und Jahwe ist der Bräutigam. Wenn Christus sich als Bräutigam bezeichnet, nimmt er einen Titel in Anspruch, der allein für Gott reserviert war. Dadurch kommt zum Ausdruck, dass Jesus weit mehr als ein einfacher Rabbi war. Welche Erfahrung verbinden wir mit einem Bräutigam und einer Hochzeitsfeier? Doch vor allem eins: Freude! „Obwohl es stimmt, dass das Kreuz in einem echten christlichen Leben niemals fehlt, so ist es auch wahr, dass der Gott, der uns in diesem Kreuz begegnet, derselbe Gott ist, der Himmel und Erde erschaffen hat, die Ozeane und die Berge, das Lachen, das Sonnenlicht und jedes irdische Entzücken“ (John Bartunek LC, The Better Part, S. 365). Christus ist gekommen, um uns Freude zu bringen, eine Freude, die in alle Ewigkeit anhält.

2. Sollen Christen fasten? Christus sagt, dass seine Jünger fasten werden, wenn der Bräutigam ihnen genommen sein wird. Das ist im Evangelium von Markus der erste Hinweis auf die kommende Passion. Fasten ist ein Weg, an Christi Leiden teilzuhaben. Fasten, Opfer und Taten der Selbstverleugnung sind auch Mittel, um uns von unseren Bindungen an irdische Güter zu lösen und fester Christus anzuhangen. Sie machen uns bewusst, wie sehr wir Gott brauchen. Aber diese Wege der Teilhabe an Christi Kreuz sollen nicht dazu führen, dass wir andere, die Christus nachfolgen wollen, damit verdrießen. „Manche Christen vermitteln den Eindruck, dass die Nachfolge Christi eine nüchterne Angelegenheit ist, oder dass das christliche Leben vor allem aus harten Leiden und langweiligen Pflichten besteht. Freudlos, düster, langweilig. Kein Wunder, dass ihre Freunde dem Christentum so fern wie möglich bleiben! […] Wenn uns unsere Freundschaft mit Christus nicht mit ansteckender Begeisterung erfüllt, sind wir wahrscheinlich halbherzige Freunde“ (John Bartunek LC, The Better Part, S. 365).

3. „Siehe, ich mache alles neu.“ Der Kinofilm Die Passion Christi legt Christus auf dem Weg nach Golgatha diesen Satz aus der Offenbarung auf die Lippen, als er seiner Mutter Maria begegnet. Christi „enges Tor“ des Kreuzes führt zu einem radikal neuen Lebensweg. Es bringt eine Überfülle an Freude, neue Kraft, inneren Frieden. Der neue Wein des Lebens der Gnade, welchen Christus über seine Nachfolger ausgießt, muss nicht nur ihre Art zu leben verändern, sondern sogar ihre inneren Haltungen und ihre Gesinnung. Die heilige Theresia von Avila sagte einst: Ein Heiliger, der traurig ist, ist ein wahrhaft trauriger Heiliger. Welche Hindernisse meines Lebens muss ich überwinden, um Christus mit größerer Freude nachzufolgen und diese Freude auf andere ausstrahlen zu lassen?

Gespräch mit Christus: Ich danke dir Herr, für das neue Leben, das du mir gebracht hast – dein eigenes göttliches Leben der Gnade in mir und in jedem, der dir nachfolgt. Hilf mir, diese Freude mit anderen zu teilen. Ich sehne mich danach, ein wahrer Apostel deiner Freude zu sein.

Vorsatz:  Ich will diesen Tag so leben, dass ich meine persönlichen Belange hintenanstelle und versuche, die Menschen um mich herum froh zu machen.

 

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