Dienstag, 19. Februar 2013

Herr, lehre uns zu beten


Tägliche Meditationen - 19. Februar 2013

Dienstag der ersten Woche in der Fastenzeit

P. Josè LaBoy LC

Mt 6,715
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen. Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen. Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Einführendes Gebet:  Herr, ich bin mir bewusst, dass du weißt, was das Beste für mich ist, und darum glaube ich an dich. Du bist viel mehr um mein seelisches Wohlsein besorgt als ich, und darum vertraue ich auf dich. Du schenkst mir trotz meiner Sünden voll Liebe deine Vergebung, und darum liebe ich dich.

Bitte: Herr, lehre mich beten.

1.  Das Gebet ist die Frucht des Schweigens. Manche Leute reden gerne. Sie wollen, dass man ihnen zuhört, aber im Zuhören sind sie nicht so geduldig. Wenn man das Schweigen nicht gelernt hat, tut man sich mit dem Zuhören schwer. Die heilige Theresa von Kalkutta schrieb einmal, dass das Gebet die Frucht des Schweigens ist. Jesus will uns deutlich machen, dass Beten mehr ein Zuhören als ein Reden ist. Wenn wir mit jemandem zusammen sind, der viel über ein Thema weiß, das uns interessiert, beschränken wir uns darauf, Fragen zu stellen und hören dieser Person gerne zu. Jesus offenbart uns Gott den Vater. Das bedeutet, dass wir im Gebet Jesus vor allem fragen sollen, wie Gott Vater ist, und dann sollten wir ihm vor allem zuhören.

2. Gott ist unser liebender Vater. Jesus sagt uns, dass Gott Vater weiß, was wir brauchen, bevor wir ihn darum bitten. Trotzdem sollen wir bitten, denn durch das Bitten wird uns bewusst, dass wir Bedürfnisse haben, die allein Gott unser Vater erfüllen kann. Wir lernen dadurch, Gott um das zu bitten, was wir am meisten für unser Heil brauchen. Darum hat uns Jesus das „Vater Unser“ gelehrt. Wenn wir das „Vater Unser“ beten, erinnern wir uns daran, dass er der Vater aller Menschen ist, und dass somit jeder Mensch wirklich unser Bruder ist. Wenn wir das „Vater Unser“ beten, bitten wir vor allem um drei Dinge: dass Gott den ersten Platz in unserem Leben einnimmt, dass er uns die nötige materielle und geistige Nahrung gibt, und dass er uns seine Vergebung schenkt.

3. Vergeben, um Vergebung zu erlangen. Jesus betont die Wichtigkeit der Vergebung. Der erste Johannesbrief erinnert uns daran, dass wir alle Sünder sind (vgl. 1,8). Ein wesentliches Merkmal christlichen Lebens ist die Erfahrung von Jesu liebendem Erbarmen. Wir können es wirklich nur erfahren, wenn wir selbst Barmherzigkeit üben. Wir können einen Fallschirmspringer, der aus einem Flugzeug springt, bewundern, wir werden dessen Erfahrung aber erst dann verstehen können, wenn wir selbst mit dem Fallschirm springen. Wir verstehen die wahre Bedeutung der Barmherzigkeit erst, wenn wir anderen vergeben. Unser Erbarmen wird nicht dasselbe wie das von Christus sein: Er hat niemals gesündigt, und darum vergibt er uns, auch wenn wir seine Vergebung nicht verdienen. Wenn Christus uns vergeben hat, wie können wir es dann wagen, anderen nicht zu vergeben?

Gespräch mit Christus: Herr, ich danke dir, dass du mich lehrst, wie ich zum Vater beten kann. Ich bete nicht immer so, wie ich eigentlich beten sollte. Bitte lehre mich, zu beten. Bitte hilf mir, dass ich Gott von ganzem Herzen den ersten Platz in meinem Leben geben will und seinen Willen immer meinem Willen vorziehe. Hilf mir, die anderen so zu behandeln, wie ich von ihnen behandelt werden möchte, und ihnen zu vergeben, wenn sie mich verletzen.

Vorsatz:  Ich will heute eine bestimmte Zeit für das Gebet reservieren.


Herr, lehre uns zu beten

Herr, lehre uns zu beten

Dienstag der ersten Woche in der Fastenzeit

P. Josè LaBoy LC

Mt 6,715
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen. Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen. Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Einführendes Gebet:  Herr, ich bin mir bewusst, dass du weißt, was das Beste für mich ist, und darum glaube ich an dich. Du bist viel mehr um mein seelisches Wohlsein besorgt als ich, und darum vertraue ich auf dich. Du schenkst mir trotz meiner Sünden voll Liebe deine Vergebung, und darum liebe ich dich.

Bitte: Herr, lehre mich beten.

1.  Das Gebet ist die Frucht des Schweigens. Manche Leute reden gerne. Sie wollen, dass man ihnen zuhört, aber im Zuhören sind sie nicht so geduldig. Wenn man das Schweigen nicht gelernt hat, tut man sich mit dem Zuhören schwer. Die heilige Theresa von Kalkutta schrieb einmal, dass das Gebet die Frucht des Schweigens ist. Jesus will uns deutlich machen, dass Beten mehr ein Zuhören als ein Reden ist. Wenn wir mit jemandem zusammen sind, der viel über ein Thema weiß, das uns interessiert, beschränken wir uns darauf, Fragen zu stellen und hören dieser Person gerne zu. Jesus offenbart uns Gott den Vater. Das bedeutet, dass wir im Gebet Jesus vor allem fragen sollen, wie Gott Vater ist, und dann sollten wir ihm vor allem zuhören.

2. Gott ist unser liebender Vater. Jesus sagt uns, dass Gott Vater weiß, was wir brauchen, bevor wir ihn darum bitten. Trotzdem sollen wir bitten, denn durch das Bitten wird uns bewusst, dass wir Bedürfnisse haben, die allein Gott unser Vater erfüllen kann. Wir lernen dadurch, Gott um das zu bitten, was wir am meisten für unser Heil brauchen. Darum hat uns Jesus das „Vater Unser“ gelehrt. Wenn wir das „Vater Unser“ beten, erinnern wir uns daran, dass er der Vater aller Menschen ist, und dass somit jeder Mensch wirklich unser Bruder ist. Wenn wir das „Vater Unser“ beten, bitten wir vor allem um drei Dinge: dass Gott den ersten Platz in unserem Leben einnimmt, dass er uns die nötige materielle und geistige Nahrung gibt, und dass er uns seine Vergebung schenkt.

3. Vergeben, um Vergebung zu erlangen. Jesus betont die Wichtigkeit der Vergebung. Der erste Johannesbrief erinnert uns daran, dass wir alle Sünder sind (vgl. 1,8). Ein wesentliches Merkmal christlichen Lebens ist die Erfahrung von Jesu liebendem Erbarmen. Wir können es wirklich nur erfahren, wenn wir selbst Barmherzigkeit üben. Wir können einen Fallschirmspringer, der aus einem Flugzeug springt, bewundern, wir werden dessen Erfahrung aber erst dann verstehen können, wenn wir selbst mit dem Fallschirm springen. Wir verstehen die wahre Bedeutung der Barmherzigkeit erst, wenn wir anderen vergeben. Unser Erbarmen wird nicht dasselbe wie das von Christus sein: Er hat niemals gesündigt, und darum vergibt er uns, auch wenn wir seine Vergebung nicht verdienen. Wenn Christus uns vergeben hat, wie können wir es dann wagen, anderen nicht zu vergeben?

Gespräch mit Christus: Herr, ich danke dir, dass du mich lehrst, wie ich zum Vater beten kann. Ich bete nicht immer so, wie ich eigentlich beten sollte. Bitte lehre mich, zu beten. Bitte hilf mir, dass ich Gott von ganzem Herzen den ersten Platz in meinem Leben geben will und seinen Willen immer meinem Willen vorziehe. Hilf mir, die anderen so zu behandeln, wie ich von ihnen behandelt werden möchte, und ihnen zu vergeben, wenn sie mich verletzen.

Vorsatz:  Ich will heute eine bestimmte Zeit für das Gebet reservieren.

 

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Dienstag, 18. Februar 2013

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