Montag, 11. März 2013

Die Bitte des königlichen Beamten um ein Wunder


Tägliche Meditationen - 11. März 2013

Montag der vierten Woche in der Fastenzeit

P. Steven Reilly LC

Joh 4,4354
Nach diesen beiden Tagen ging Jesus von Samaria nach Galiläa. Jesus selbst hatte nämlich bestätigt: Ein Prophet wird in seiner eigenen Heimat nicht geehrt. Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem während des Festes getan hatte; denn auch sie waren zum Fest gekommen. Jesus kam wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte. In Kafarnaum lebte ein königlicher Beamter; dessen Sohn war krank. Als er hörte, dass Jesus von Judäa nach Galiläa gekommen war, suchte er ihn auf und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn er lag im Sterben. Da sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht. Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt. Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg. Noch während er unterwegs war, kamen ihm seine Diener entgegen und sagten: Dein Junge lebt. Da fragte er sie genau nach der Stunde, in der die Besserung eingetreten war. Sie antworteten: Gestern in der siebten Stunde ist das Fieber von ihm gewichen. Da erkannte der Vater, dass es genau zu der Stunde war, als Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus. So tat Jesus sein zweites Zeichen, und zwar nachdem er von Judäa nach Galiläa gekommen war.

Einführendes Gebet:  Vater, ich komme zu dir voll Glauben, Hoffnung und Liebe. Ich will mich bemühen, in dieser Zeit des Gebets für deine Gnade und Erleuchtung offen zu sein.

Bitte: Herr, stärke mich und lass meinen Glauben wachsen.

1.  Ein Prophet wird in seiner eigenen Heimat nicht geehrt. Beachten wir genau, wie der Evangelist Johannes diese Worte Jesu einleitet. „In jener Zeit verließ Jesus Samaria und ging nach Galiläa. Denn Jesus selbst sagt, dass ein Prophet in seiner eigenen Heimat nicht geehrt wird. Wenn nun Jesus wusste, dass er in Galiläa nicht geehrt werden würde, warum geht er dann nicht irgendwo anders hin, wo er besser aufgenommen werden würde? Jesus will uns ein Beispiel geben: er sucht nicht „Ehren“, sondern er will vor allem den Auftrag seines Vaters erfüllen. Er ist der Prophetpar excellence. Er selbst ist die Botschaft des Vaters für die Menschheit, und persönliche Überlegungen werden ihn nicht davon abhalten, seine Mission zu erfüllen. Auch wir müssen unserer persönlichen Sendung treu bleiben, ob wir nun dafür Lob erhalten oder nicht. Indem wir auf die reine Absicht unseres Tuns achten, erkennen wir, ob wir wirklich Christus nachfolgen.

2. Zeichen und Wunder. Jesus vollbringt das Wunder, aber nicht ohne jeden daran zu erinnern, dass sich der wahre Glaube nicht nur auf „Zeichen und Wunder“ stützen darf. Warum? Vielleicht kritisiert Jesus hier die abgestumpfte Glaubenshaltung, die das Göttliche nur im Außergewöhnlichen sehen kann, während sie nicht erkennen kann, wenn Gott sich auf stille und bescheidene Weise offenbart. Mit einem tieferen Glauben können wir Gott rings um uns herum erfahren. Ein schöner Sonnenuntergang – erfahren wir darin nicht etwas von Gottes schöpferischer Macht? Eine unerwartete Entschuldigung – war das nicht ein Werk von Gottes Gnade? Eine helfende Hand, die sich gerade dann uns zustreckte, als wir sie brauchten – war hier nicht Christus in unserer Mitte? Ein Mensch, dessen Glaube keine „Zeichen und Wunder“ braucht, ist gerade der Mensch, der die meisten Zeichen und Wunder sieht – die liebende Gegenwart des Herrn, die wir jeden Tag erfahren dürfen.

3. „Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus.“ Keine empfangene Gnade ist nur persönlich, allein zwischen „mir und Jesus.“ Alles ist dafür gedacht, dass es über das Individuelle hinaus auf den ganzen Leib Christi ausstrahlt. Der königliche Beamte erlangte das Wunder, um das er gebeten hatte, aber er kehrte danach nicht einfach wieder zu seinem Alltagsgeschäft zurück, nachdem sein Sohn wohlauf war. Diese Heilung war in der Tat die Gelegenheit für etwas viel Größeres: Sein ganzes Haus wurde gläubig. Diese Gnade hat überreiche Frucht gebracht. Zu Beginn hatte der Herr erwähnt, dass der Prophet in seiner eigenen Heimat nicht geehrt wird. Dieses Gläubigwerden eines ganzen Hauses ist die Bestätigung dafür, dass der Verzicht auf Ehren mehr als kompensiert wird durch die Rettung von Seelen.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, wie sehr musst du dich gefreut haben, als sich diese ganze Familie bekehrt hat! Ihr Glaube war ein wunderbares Zeichen für die Wirksamkeit deiner Gnade. Hilf mir zu einem stärkeren Glauben, damit ich dich in den kleinen und großen Dingen des Lebens sehen kann, und damit ich andere Menschen dir näherbringen kann.

Vorsatz:  Wie der königliche Beamte will ich meiner Familie oder mir nahestehenden Menschen helfen, fester zu glauben. Ich will ein geistliches Thema beim gemeinsamen Essen ansprechen und dazu ermutigen, alles, was um uns herum geschieht, durch die Perspektive des Glaubens zu sehen.


Die Bitte des königlichen Beamten um ein Wunder

Die Bitte des königlichen Beamten um ein Wunder

Montag der vierten Woche in der Fastenzeit

P. Steven Reilly LC

Joh 4,4354
Nach diesen beiden Tagen ging Jesus von Samaria nach Galiläa. Jesus selbst hatte nämlich bestätigt: Ein Prophet wird in seiner eigenen Heimat nicht geehrt. Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem während des Festes getan hatte; denn auch sie waren zum Fest gekommen. Jesus kam wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte. In Kafarnaum lebte ein königlicher Beamter; dessen Sohn war krank. Als er hörte, dass Jesus von Judäa nach Galiläa gekommen war, suchte er ihn auf und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn er lag im Sterben. Da sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht. Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt. Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg. Noch während er unterwegs war, kamen ihm seine Diener entgegen und sagten: Dein Junge lebt. Da fragte er sie genau nach der Stunde, in der die Besserung eingetreten war. Sie antworteten: Gestern in der siebten Stunde ist das Fieber von ihm gewichen. Da erkannte der Vater, dass es genau zu der Stunde war, als Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus. So tat Jesus sein zweites Zeichen, und zwar nachdem er von Judäa nach Galiläa gekommen war.

Einführendes Gebet:  Vater, ich komme zu dir voll Glauben, Hoffnung und Liebe. Ich will mich bemühen, in dieser Zeit des Gebets für deine Gnade und Erleuchtung offen zu sein.

Bitte: Herr, stärke mich und lass meinen Glauben wachsen.

1.  Ein Prophet wird in seiner eigenen Heimat nicht geehrt. Beachten wir genau, wie der Evangelist Johannes diese Worte Jesu einleitet. „In jener Zeit verließ Jesus Samaria und ging nach Galiläa. Denn Jesus selbst sagt, dass ein Prophet in seiner eigenen Heimat nicht geehrt wird. Wenn nun Jesus wusste, dass er in Galiläa nicht geehrt werden würde, warum geht er dann nicht irgendwo anders hin, wo er besser aufgenommen werden würde? Jesus will uns ein Beispiel geben: er sucht nicht „Ehren“, sondern er will vor allem den Auftrag seines Vaters erfüllen. Er ist der Prophetpar excellence. Er selbst ist die Botschaft des Vaters für die Menschheit, und persönliche Überlegungen werden ihn nicht davon abhalten, seine Mission zu erfüllen. Auch wir müssen unserer persönlichen Sendung treu bleiben, ob wir nun dafür Lob erhalten oder nicht. Indem wir auf die reine Absicht unseres Tuns achten, erkennen wir, ob wir wirklich Christus nachfolgen.

2. Zeichen und Wunder. Jesus vollbringt das Wunder, aber nicht ohne jeden daran zu erinnern, dass sich der wahre Glaube nicht nur auf „Zeichen und Wunder“ stützen darf. Warum? Vielleicht kritisiert Jesus hier die abgestumpfte Glaubenshaltung, die das Göttliche nur im Außergewöhnlichen sehen kann, während sie nicht erkennen kann, wenn Gott sich auf stille und bescheidene Weise offenbart. Mit einem tieferen Glauben können wir Gott rings um uns herum erfahren. Ein schöner Sonnenuntergang – erfahren wir darin nicht etwas von Gottes schöpferischer Macht? Eine unerwartete Entschuldigung – war das nicht ein Werk von Gottes Gnade? Eine helfende Hand, die sich gerade dann uns zustreckte, als wir sie brauchten – war hier nicht Christus in unserer Mitte? Ein Mensch, dessen Glaube keine „Zeichen und Wunder“ braucht, ist gerade der Mensch, der die meisten Zeichen und Wunder sieht – die liebende Gegenwart des Herrn, die wir jeden Tag erfahren dürfen.

3. „Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus.“ Keine empfangene Gnade ist nur persönlich, allein zwischen „mir und Jesus.“ Alles ist dafür gedacht, dass es über das Individuelle hinaus auf den ganzen Leib Christi ausstrahlt. Der königliche Beamte erlangte das Wunder, um das er gebeten hatte, aber er kehrte danach nicht einfach wieder zu seinem Alltagsgeschäft zurück, nachdem sein Sohn wohlauf war. Diese Heilung war in der Tat die Gelegenheit für etwas viel Größeres: Sein ganzes Haus wurde gläubig. Diese Gnade hat überreiche Frucht gebracht. Zu Beginn hatte der Herr erwähnt, dass der Prophet in seiner eigenen Heimat nicht geehrt wird. Dieses Gläubigwerden eines ganzen Hauses ist die Bestätigung dafür, dass der Verzicht auf Ehren mehr als kompensiert wird durch die Rettung von Seelen.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, wie sehr musst du dich gefreut haben, als sich diese ganze Familie bekehrt hat! Ihr Glaube war ein wunderbares Zeichen für die Wirksamkeit deiner Gnade. Hilf mir zu einem stärkeren Glauben, damit ich dich in den kleinen und großen Dingen des Lebens sehen kann, und damit ich andere Menschen dir näherbringen kann.

Vorsatz:  Wie der königliche Beamte will ich meiner Familie oder mir nahestehenden Menschen helfen, fester zu glauben. Ich will ein geistliches Thema beim gemeinsamen Essen ansprechen und dazu ermutigen, alles, was um uns herum geschieht, durch die Perspektive des Glaubens zu sehen.

 

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