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Dienstag, 1. April 2003

Frucht für Zeit und Ewigkeit


Die Berufungsgeschichte von Leonhard Meier nLC

Leonhard Meier LCAls erstes von drei Kindern kam Leonhard Maier am 14. Mai 1982 in Oberbayern zur Welt. In seinem Heimatdorf Moosach südöstlich von München erlebte er seine Kindheit und Schulzeit, bis es ihn vor einem Jahr nach Mexiko zog, um etwas für andere zu tun…

Meine Kindheit durfte ich behütet im Schoß meiner Familie verbringen. Da war mein Vater, der uns Kindern viele Abenteuer ermöglichte, meine Mutter, die uns zu reifen Menschen zu erziehen versuchte, meine zwei jüngeren Geschwister, mit denen ich eine sehr abwechslungsreiche, interessante und aufregende Zeit erlebte, und schließlich meine Großmutter, die Stütze unseres Hauses, die immer da war, besonders in Krisenzeiten. Die Grundschulzeit war großartig in jeder Hinsicht: Lehrer, Freunde und Klassenkameraden, Ski– und Zeltlager, Ausflüge und Freizeiten. Ich war ein Fan von Boris Becker (obwohl ich überhaupt nicht Tennis spielte).

Auch die kirchlichen Festtage waren ein wichtiges Element. Bis zur dritten Klasse hatten meine Großmutter und mein Vater mich immer zur heiligen Messe mitgenommen. Dann aber zwang mich eines Abends ganz spontan ein Freund, ihm beim Ministrantendienst zu helfen, und so war ich von da an Ministrant, was für mich schnell zu einer großen Leidenschaft wurde und weswegen das kirchliche Leben an Wichtigkeit noch zunahm.

Während meiner zehnjährigen Ministrantenzeit wuchs in mir ganz unbemerkt eine unerschütterliche Liebe zu Christus und zur Kirche, und zudem brachte mich der Betrieb einer nahen Wallfahrtskirche in Kontakt mit vielen Gläubigen und Priestern. Die Gymnasialzeit gestaltete sich etwas schwieriger, da ich nicht wusste, wie dieses weltlichere Umfeld mit meinen Überzeugungen zu vereinen war, und ich verlor einige bis dahin gute Freunde. Doch hatte ich großes Glück mit meinem Firmpaten, der damals Kaplan in meiner Pfarrei war. Er unterstützte mich wie kein anderer und wurde mein bester Freund. Durch ihn traf ich auch eines Tages den irischen Pater Eamon Kelly LC, der damals in ganz Deutschland unterwegs war. Dieser lud mich Sylvester 1998 ins Noviziat nach Bad Münstereifel ein. Ich fuhr hin und war begeistert: ein Haufen junger Männer in Ordenskleidung, guter Sport, schmackhaftes Weihnachtsgebäck und schließlich tief gehende Exerzitien.

Von da an wurde mein geistliches Leben wesentlich tiefer und mein Glaube nährte sich weiter aus den von den Legionären angebotenen Katechesen für Jugendliche und Studenten und schließlich aus den beeindruckenden Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr 2000 in Rom, besonders der Feier des 60-jährigen Gründungsjubiläums der Legionäre Christi mit über 1.000 Legionären und 15.000 Mitgliedern der Bewegung Regnum Christi.

Mit allen Höhen und Tiefen überlebte ich schließlich die Oberstufe und bestand das Abitur. Mir war inzwischen klar, dass ich für etwas leben wollte, das reich Frucht bringt für Zeit und Ewigkeit und dachte an zwei Optionen: Priester oder eine Familie mit mindestens zehn Kindern. Für letzteres fehlte mir die geeignete Frau und zudem spürte ich immer klarer, dass mich der Herr als Priester braucht. Und so entschied ich mich im August 2002 dafür, Priester zu werden. Aber Diözesanpriester oder Legionär Christi? Um die eine Seite zu erkunden, hatte ich schon das Priesterseminar besucht. Um auch die Legionäre besser kennen zu lernen und einmal Abstand zum bisherigen Umfeld zu gewinnen und zu sehen, was Christus mit meinem bisher so kurzen Leben vorhatte, ging ich für ein Jahr als Coworker nach Mexiko.

Auf dieses Angebot der Legionäre Christi hatte mich ein Bekannter aus München gebracht: ein Jahr ganz für Christus da zu sein, in einem Apostolat mitzuarbeiten und Erfahrungen zu sammeln. Die neun Monate, die ich so in der mexikanischen Stadt Puebla verbrachte, wurden die bis dahin besten meines Lebens, und ich wurde von Gott in jeder Hinsicht reich beschenkt. Als ich dann mit 30 anderen Coworkern aus aller Welt an Weihnachten 2002 auf Einladung von P. Marcial Maciel eine Pilgerfahrt nach Rom machte, erkannte ich während einer ganzen Woche Exerzitien in völliger Stille: Christus will, dass ich Legionär Christi werde, so kann ich am besten für ihn arbeiten. Dankbar und aus Liebe folge ich gerne seinem Ruf.

Leonhard Meier nLC

aus: L, Vierteljährliches Magazin der Legionäre Christi, 2003 04


Frucht für Zeit und Ewigkeit

Frucht für Zeit und Ewigkeit

Leonhard Meier LCAls erstes von drei Kindern kam Leonhard Maier am 14. Mai 1982 in Oberbayern zur Welt. In seinem Heimatdorf Moosach südöstlich von München erlebte er seine Kindheit und Schulzeit, bis es ihn vor einem Jahr nach Mexiko zog, um etwas für andere zu tun…

Meine Kindheit durfte ich behütet im Schoß meiner Familie verbringen. Da war mein Vater, der uns Kindern viele Abenteuer ermöglichte, meine Mutter, die uns zu reifen Menschen zu erziehen versuchte, meine zwei jüngeren Geschwister, mit denen ich eine sehr abwechslungsreiche, interessante und aufregende Zeit erlebte, und schließlich meine Großmutter, die Stütze unseres Hauses, die immer da war, besonders in Krisenzeiten. Die Grundschulzeit war großartig in jeder Hinsicht: Lehrer, Freunde und Klassenkameraden, Ski– und Zeltlager, Ausflüge und Freizeiten. Ich war ein Fan von Boris Becker (obwohl ich überhaupt nicht Tennis spielte).

Auch die kirchlichen Festtage waren ein wichtiges Element. Bis zur dritten Klasse hatten meine Großmutter und mein Vater mich immer zur heiligen Messe mitgenommen. Dann aber zwang mich eines Abends ganz spontan ein Freund, ihm beim Ministrantendienst zu helfen, und so war ich von da an Ministrant, was für mich schnell zu einer großen Leidenschaft wurde und weswegen das kirchliche Leben an Wichtigkeit noch zunahm.

Während meiner zehnjährigen Ministrantenzeit wuchs in mir ganz unbemerkt eine unerschütterliche Liebe zu Christus und zur Kirche, und zudem brachte mich der Betrieb einer nahen Wallfahrtskirche in Kontakt mit vielen Gläubigen und Priestern. Die Gymnasialzeit gestaltete sich etwas schwieriger, da ich nicht wusste, wie dieses weltlichere Umfeld mit meinen Überzeugungen zu vereinen war, und ich verlor einige bis dahin gute Freunde. Doch hatte ich großes Glück mit meinem Firmpaten, der damals Kaplan in meiner Pfarrei war. Er unterstützte mich wie kein anderer und wurde mein bester Freund. Durch ihn traf ich auch eines Tages den irischen Pater Eamon Kelly LC, der damals in ganz Deutschland unterwegs war. Dieser lud mich Sylvester 1998 ins Noviziat nach Bad Münstereifel ein. Ich fuhr hin und war begeistert: ein Haufen junger Männer in Ordenskleidung, guter Sport, schmackhaftes Weihnachtsgebäck und schließlich tief gehende Exerzitien.

Von da an wurde mein geistliches Leben wesentlich tiefer und mein Glaube nährte sich weiter aus den von den Legionären angebotenen Katechesen für Jugendliche und Studenten und schließlich aus den beeindruckenden Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr 2000 in Rom, besonders der Feier des 60-jährigen Gründungsjubiläums der Legionäre Christi mit über 1.000 Legionären und 15.000 Mitgliedern der Bewegung Regnum Christi.

Mit allen Höhen und Tiefen überlebte ich schließlich die Oberstufe und bestand das Abitur. Mir war inzwischen klar, dass ich für etwas leben wollte, das reich Frucht bringt für Zeit und Ewigkeit und dachte an zwei Optionen: Priester oder eine Familie mit mindestens zehn Kindern. Für letzteres fehlte mir die geeignete Frau und zudem spürte ich immer klarer, dass mich der Herr als Priester braucht. Und so entschied ich mich im August 2002 dafür, Priester zu werden. Aber Diözesanpriester oder Legionär Christi? Um die eine Seite zu erkunden, hatte ich schon das Priesterseminar besucht. Um auch die Legionäre besser kennen zu lernen und einmal Abstand zum bisherigen Umfeld zu gewinnen und zu sehen, was Christus mit meinem bisher so kurzen Leben vorhatte, ging ich für ein Jahr als Coworker nach Mexiko.

Auf dieses Angebot der Legionäre Christi hatte mich ein Bekannter aus München gebracht: ein Jahr ganz für Christus da zu sein, in einem Apostolat mitzuarbeiten und Erfahrungen zu sammeln. Die neun Monate, die ich so in der mexikanischen Stadt Puebla verbrachte, wurden die bis dahin besten meines Lebens, und ich wurde von Gott in jeder Hinsicht reich beschenkt. Als ich dann mit 30 anderen Coworkern aus aller Welt an Weihnachten 2002 auf Einladung von P. Marcial Maciel eine Pilgerfahrt nach Rom machte, erkannte ich während einer ganzen Woche Exerzitien in völliger Stille: Christus will, dass ich Legionär Christi werde, so kann ich am besten für ihn arbeiten. Dankbar und aus Liebe folge ich gerne seinem Ruf.

Leonhard Meier nLC

aus: L, Vierteljährliches Magazin der Legionäre Christi, 2003 04

 

Die Berufungsgeschichte von Leonhard Meier nLC

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Dienstag, 31. April 2003

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