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Donnerstag, 1. April 2004

In 80 Tagen um die Welt


Die Berufungsgeschichte von Raphael Ballestrem nLC

Raphael Ballestrem LCRaphael Ballestrem wurde am 28. Oktober 1985 in München geboren. Schon wenige Monate nach seiner Geburt zog die Familie ins Rheinland. Seine Mutter ist Sozialarbeiterin und Hausfrau, sein Vater Beamter. Beide sind engagierte Mitglieder des Regnum Christi. Raphaels ältere Schwester verbringt als gottgeweihte Frau des Regnum Christi ein Ausbildungsjahr in Madrid, die zwei jüngeren Brüder gehen noch zur Schule.

Als zweites von vier Kindern durfte ich in einer gesunden Familie im Rheinland aufwachsen. In einem kleinen bäuerlichen Dorf habe ich die ersten Jahre meines Lebens verbracht. Angespornt von Zeichentrickfilmen zu Jules Vernes Roman In 80 Tagen um die Welt, war es schon als kleine Kinder für uns das Spannendste zu verreisen. Wer kennt nicht die schlaflosen Nächte, bevor man das erste Mal in ein anderes Land fährt, und die unendliche Spannung, wenn man sich das erste Mal einer Grenze nähert und seinen Pass zeigen muss? So konnten wir schon als Kinder in unseren Schulferien, die uns natürlich immer zu kurz schienen, Österreich, Slowenien, Frankreich, die Benelux-Länder und Dänemark kennen lernen. Unter den Geschwistern gab es immer den Wettbewerb, wer sich als erstes traut, einen Fremden in der Landessprache zu grüßen, natürlich mit dem Ergebnis, dass am Ende jeder meinte, er sei der Schnellste gewesen.

Eine neue Etappe des Reisens

Als ich 10 Jahre alt war, begann eine neue Etappe des Reisens. Ich wurde ich von einem verwandten Legionär zu einem Survivalcamp in der Nähe von Aachen eingeladen. Dort lernte ich das erste Mal die Legionäre Christi kennen. Das Programm umfasste einerseits Gebet und Vorträge, lockte andererseits aber auch mit Sport, Wanderungen, dem Besuch eines Vergnügungsparks, Eis essen und vielen anderen Abenteuern. Obwohl ich niemanden von den Betreuern oder den Teilnehmern vorher kannte, machten die Gemeinschaft mit den anderen Jungen, die Nächstenliebe und die Freude in den Teams diese zehn Tage für mich zu einem besonderen Erlebnis.

Von diesem Zeitpunkt an war ich bei vielen Fahrten und Unternehmungen dabei sowohl in verschiedenen Teilen Deutschlands als auch in Österreich, Italien und Spanien. Jedes Jahr gab es Sommerlager und Survivalcamps, bei denen meine Geschwister und ich viel erlebten, neue Freunde kennen lernten und unsere Ferien verbrachten. Das Besondere an diesen Reisen waren nicht nur Raften und Bogenschießen, sondern eine Atmosphäre, die ich sonst unter Gleichaltrigen vermisste. Ich sah darin auch eine Gelegenheit, meinen Glauben zu vertiefen und eine persönliche Freundschaft mit Christus zu schließen. Ich lernte das Gebet und die Sakramente schätzen und beschloss, dass mein Leben nicht nur aus Reisen, Wildwasser– Paddeln und Gokart fahren bestehen sollte. Ich spürte, dass die Freundschaft mit Christus zu meinem Leben einfach dazugehört und dass er es ist, der meinem Leben einen Sinn gibt. Gleichzeitig bemerkte ich immer wieder, dass viele Gleichaltrige in meiner Umgebung diesen Schatz nicht kannten nicht weil sie ihn nicht wollten, sondern weil ihnen niemand dieses Geschenk gezeigt hatte. Dadurch wuchs in mir langsam der Wunsch, mitzuhelfen, dass alle Menschen Christus kennen lernen können.

Christus im CYWN weitergeben

Im Regnum Christi, dem ich mit 16 Jahren beitrat, konnte ich einen ersten Schritt in diese Richtung gehen: Während meine Schwester ein Team des Catholic Youth World Networks für Mädchen leitete, bemühte ich mich, etwas Entsprechendes für Jungen aufzubauen. Mein Ziel war, den Jugendlichen zu helfen, die persönliche Freundschaft mit Christus zu entdecken und diese im Gebet und auch im Einsatz für die Mitmenschen lebendig werden zu lassen. So haben wir kleine Videoclips über Tugenden produziert, um die für uns wichtigen Werte wie Nächstenliebe oder den Teamgeist in unserem Umfeld zu verbreiten. Dieses Team war für mich eine einzigartige Gelegenheit, anderen und auch mir selbst zu helfen, Christus besser kennen zu lernen.

Ich merkte aber auch, dass Christus mehr von mir wollte: Ihm mit allen Kräften zu helfen, damit die Menschen seine Liebe erkennen. In den letzten Jahren vor meinem Abitur wurde diese Sehnsucht und der Ruf Gottes, ihm als Legionär Christi mein Leben zu geben, immer deutlicher, und so entschloss ich mich, in der Kandidatur und dann im Noviziat diesem Ruf zu folgen.

Die vielen Geschenke, die Gott mir durch meine Familie und den Kontakt zu den Legionären gegeben hat, fordern mich dazu heraus, ihm zu helfen, dass die ganze Welt ihn kennen lernt. Ich sehe, dass Christus Menschen braucht, die ihm dazu ihr ganzes Leben geben, denn wahrscheinlich ist das eine Aufgabe für mehr als 80 Tage …

Raphael Ballestrem nLC

aus: L, Vierteljährliches Magazin der Legionäre Christi, 2004 04


In 80 Tagen um die Welt

In 80 Tagen um die Welt

Raphael Ballestrem LCRaphael Ballestrem wurde am 28. Oktober 1985 in München geboren. Schon wenige Monate nach seiner Geburt zog die Familie ins Rheinland. Seine Mutter ist Sozialarbeiterin und Hausfrau, sein Vater Beamter. Beide sind engagierte Mitglieder des Regnum Christi. Raphaels ältere Schwester verbringt als gottgeweihte Frau des Regnum Christi ein Ausbildungsjahr in Madrid, die zwei jüngeren Brüder gehen noch zur Schule.

Als zweites von vier Kindern durfte ich in einer gesunden Familie im Rheinland aufwachsen. In einem kleinen bäuerlichen Dorf habe ich die ersten Jahre meines Lebens verbracht. Angespornt von Zeichentrickfilmen zu Jules Vernes Roman In 80 Tagen um die Welt, war es schon als kleine Kinder für uns das Spannendste zu verreisen. Wer kennt nicht die schlaflosen Nächte, bevor man das erste Mal in ein anderes Land fährt, und die unendliche Spannung, wenn man sich das erste Mal einer Grenze nähert und seinen Pass zeigen muss? So konnten wir schon als Kinder in unseren Schulferien, die uns natürlich immer zu kurz schienen, Österreich, Slowenien, Frankreich, die Benelux-Länder und Dänemark kennen lernen. Unter den Geschwistern gab es immer den Wettbewerb, wer sich als erstes traut, einen Fremden in der Landessprache zu grüßen, natürlich mit dem Ergebnis, dass am Ende jeder meinte, er sei der Schnellste gewesen.

Eine neue Etappe des Reisens

Als ich 10 Jahre alt war, begann eine neue Etappe des Reisens. Ich wurde ich von einem verwandten Legionär zu einem Survivalcamp in der Nähe von Aachen eingeladen. Dort lernte ich das erste Mal die Legionäre Christi kennen. Das Programm umfasste einerseits Gebet und Vorträge, lockte andererseits aber auch mit Sport, Wanderungen, dem Besuch eines Vergnügungsparks, Eis essen und vielen anderen Abenteuern. Obwohl ich niemanden von den Betreuern oder den Teilnehmern vorher kannte, machten die Gemeinschaft mit den anderen Jungen, die Nächstenliebe und die Freude in den Teams diese zehn Tage für mich zu einem besonderen Erlebnis.

Von diesem Zeitpunkt an war ich bei vielen Fahrten und Unternehmungen dabei sowohl in verschiedenen Teilen Deutschlands als auch in Österreich, Italien und Spanien. Jedes Jahr gab es Sommerlager und Survivalcamps, bei denen meine Geschwister und ich viel erlebten, neue Freunde kennen lernten und unsere Ferien verbrachten. Das Besondere an diesen Reisen waren nicht nur Raften und Bogenschießen, sondern eine Atmosphäre, die ich sonst unter Gleichaltrigen vermisste. Ich sah darin auch eine Gelegenheit, meinen Glauben zu vertiefen und eine persönliche Freundschaft mit Christus zu schließen. Ich lernte das Gebet und die Sakramente schätzen und beschloss, dass mein Leben nicht nur aus Reisen, Wildwasser– Paddeln und Gokart fahren bestehen sollte. Ich spürte, dass die Freundschaft mit Christus zu meinem Leben einfach dazugehört und dass er es ist, der meinem Leben einen Sinn gibt. Gleichzeitig bemerkte ich immer wieder, dass viele Gleichaltrige in meiner Umgebung diesen Schatz nicht kannten nicht weil sie ihn nicht wollten, sondern weil ihnen niemand dieses Geschenk gezeigt hatte. Dadurch wuchs in mir langsam der Wunsch, mitzuhelfen, dass alle Menschen Christus kennen lernen können.

Christus im CYWN weitergeben

Im Regnum Christi, dem ich mit 16 Jahren beitrat, konnte ich einen ersten Schritt in diese Richtung gehen: Während meine Schwester ein Team des Catholic Youth World Networks für Mädchen leitete, bemühte ich mich, etwas Entsprechendes für Jungen aufzubauen. Mein Ziel war, den Jugendlichen zu helfen, die persönliche Freundschaft mit Christus zu entdecken und diese im Gebet und auch im Einsatz für die Mitmenschen lebendig werden zu lassen. So haben wir kleine Videoclips über Tugenden produziert, um die für uns wichtigen Werte wie Nächstenliebe oder den Teamgeist in unserem Umfeld zu verbreiten. Dieses Team war für mich eine einzigartige Gelegenheit, anderen und auch mir selbst zu helfen, Christus besser kennen zu lernen.

Ich merkte aber auch, dass Christus mehr von mir wollte: Ihm mit allen Kräften zu helfen, damit die Menschen seine Liebe erkennen. In den letzten Jahren vor meinem Abitur wurde diese Sehnsucht und der Ruf Gottes, ihm als Legionär Christi mein Leben zu geben, immer deutlicher, und so entschloss ich mich, in der Kandidatur und dann im Noviziat diesem Ruf zu folgen.

Die vielen Geschenke, die Gott mir durch meine Familie und den Kontakt zu den Legionären gegeben hat, fordern mich dazu heraus, ihm zu helfen, dass die ganze Welt ihn kennen lernt. Ich sehe, dass Christus Menschen braucht, die ihm dazu ihr ganzes Leben geben, denn wahrscheinlich ist das eine Aufgabe für mehr als 80 Tage …

Raphael Ballestrem nLC

aus: L, Vierteljährliches Magazin der Legionäre Christi, 2004 04

 

Die Berufungsgeschichte von Raphael Ballestrem nLC

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Donnerstag, 31. April 2004

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