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Samstag, 1. Januar 2005

Priester werd´ ich nie!


Die Berufungsgeschichte von Daniel Egervári nLC

Daniel Egervári LCDaniel Egervári wurde am 11. Dezember 1981 in Schwabach bei Nürnberg geboren. Den Ruf, Christus nachzufolgen, hörte er das erste Mal bereits im Alter von 10 Jahren. Doch erst nach dem Abitur, einem 2-jährigen Mathematik– und Physikstudium und einem Jahr auf Mallorca begann er seine Priesterausbildung. Das Teilen lernte er in seiner 8-köpfigen Familie, das Geben als Coworker beim Regnum Christi.

Ich möchte meine Berufungsgeschichte mit meinem Geburtstag, dem 11. Dezember 1981, beginnen. An meine Familie denke ich immer mit großer Freude. Ich habe vier Brüder (von denen einer schon bei seiner Geburt starb) und eine bemitleidenswerte Schwester. Ich schreibe bemitleidenswert, weil sie mit 4 Brüdern aufwachsen und deshalb so einiges einstecken musste. Dennoch verstanden wir uns immer sehr gut. Meine Karriere als Fußballer begann schon ziemlich früh, und zwar trat ich schon mit 6 Jahren in einen Fußballverein ein, dem Beispiel meiner zwei älteren Brüder folgend, und mein Traum war es natürlich, einmal Weltmeister zu werden.

Ich muss zugeben, dass ich schon als Kind als ich etwa 10 Jahre alt war daran dachte, Priester zu werden. Doch dieser Gedanke verflog im Lauf der Zeit, in der ich aufs Gymnasium ging, Gitarre und vor allem Fußball spielte. Ich hatte auch sehr gute Freunde, mit denen ich viel Zeit verbrachte. Mein Leben gefiel mir wirklich sehr, weshalb ich oft betete: Herr ich danke dir, dass du mir das beste Leben auf der Welt geschenkt hast. Doch nach dem Abitur stand ich dann auf einmal da, ohne zu wissen, was ich weiter tun sollte. Doch eines stand fest: Priester werd ich nie! Dazu gefiel mir mein Leben viel zu gut. Also entschloss ich mich, Lehrer zu werden, und fing an, in Erlangen Mathematik und Physik zu studieren. Trotzdem ließ mich auch in jenen Monaten der Gedanke an das Priestertum nicht los: Könnte es sein, dass Gott das doch von mir will?

Anfang 2003 lernte ich dann die Legionäre Christi kennen und wurde auch gleich zu einer einwöchigen Romfahrt über Ostern eingeladen. Das war eine gute Gelegenheit für mich, die Gemeinschaft und das Leben als Legionär kennen zu lernen. Als ich in Rom sah, wie die Legionäre dort lebten, war ich schlichtweg sprachlos. Alle waren normal (das hieß für mich damals: Sie spielten Fußball!), glücklich und voller Enthusiasmus für Christus. Das hatte ich vorher noch nie gesehen. Von da an spürte ich deutlich diese Sehnsucht: Genau das will ich auch!

Doch was wird aus meinen Freunden, dem Fußball, meinen Plänen? Mein Leben ist doch wunderbar! Ich wollte mein Leben nicht aufgeben, so dass der innere Kampf noch einige Monate dauerte, bis in mir die Überzeugung wuchs, dass ich nur dann wirklich glücklich sein kann, wenn ich den Willen Gottes erfülle. Also entschied ich mich, auf Gott zu vertrauen, und kam im Sommer 2003 zur Kandidatur nach Bad Münstereifel. Zuerst gefiel es mir überhaupt nicht. Vieles erschien mir neu und ungewohnt. So ein Leben als Legionär war doch nicht bloß Fußball. Nach einer ersten nicht einfachen Woche begann ich langsam, dieses Leben zu schätzen, und nach zwei Monaten war ich fest entschlossen, ins Noviziat einzutreten.

Doch Gott hatte zunächst einmal andere Pläne: Ich erhielt die Einladung, ein Jahr als Coworker bei den Apostolaten des Regnum Christi mitzuhelfen. Ich ließ mich auf dieses Abenteuer ein und landete im spanischen Mallorca mit der Aufgabe, den dortigen Jugendclub des CYWN zu betreuen. Viel Freizeit blieb mir nicht, um am Strand unter den Palmen zu joggen, doch hatte ich in diesem Jahr Gelegenheit, die Spiritualität und Methodik der Legion besser kennen zu lernen. Meine zweite Kandidatur, führte mich im folgenden Sommer nicht nur wieder nach Bad Münstereifel, sondern auch nach Italien, wo ich P. Marcial Maciel persönlich begegnen durfte.

Am 4. September begann für mich das Noviziat, und ich danke Gott für jeden Tag, den er mir hier schenkt.

Daniel Egervári nLC

aus: L, Vierteljährliches Magazin der Legionäre Christi, 2005 01


Priester werd´ ich nie!

Priester werd´ ich nie!

Daniel Egervári LCDaniel Egervári wurde am 11. Dezember 1981 in Schwabach bei Nürnberg geboren. Den Ruf, Christus nachzufolgen, hörte er das erste Mal bereits im Alter von 10 Jahren. Doch erst nach dem Abitur, einem 2-jährigen Mathematik– und Physikstudium und einem Jahr auf Mallorca begann er seine Priesterausbildung. Das Teilen lernte er in seiner 8-köpfigen Familie, das Geben als Coworker beim Regnum Christi.

Ich möchte meine Berufungsgeschichte mit meinem Geburtstag, dem 11. Dezember 1981, beginnen. An meine Familie denke ich immer mit großer Freude. Ich habe vier Brüder (von denen einer schon bei seiner Geburt starb) und eine bemitleidenswerte Schwester. Ich schreibe bemitleidenswert, weil sie mit 4 Brüdern aufwachsen und deshalb so einiges einstecken musste. Dennoch verstanden wir uns immer sehr gut. Meine Karriere als Fußballer begann schon ziemlich früh, und zwar trat ich schon mit 6 Jahren in einen Fußballverein ein, dem Beispiel meiner zwei älteren Brüder folgend, und mein Traum war es natürlich, einmal Weltmeister zu werden.

Ich muss zugeben, dass ich schon als Kind als ich etwa 10 Jahre alt war daran dachte, Priester zu werden. Doch dieser Gedanke verflog im Lauf der Zeit, in der ich aufs Gymnasium ging, Gitarre und vor allem Fußball spielte. Ich hatte auch sehr gute Freunde, mit denen ich viel Zeit verbrachte. Mein Leben gefiel mir wirklich sehr, weshalb ich oft betete: Herr ich danke dir, dass du mir das beste Leben auf der Welt geschenkt hast. Doch nach dem Abitur stand ich dann auf einmal da, ohne zu wissen, was ich weiter tun sollte. Doch eines stand fest: Priester werd ich nie! Dazu gefiel mir mein Leben viel zu gut. Also entschloss ich mich, Lehrer zu werden, und fing an, in Erlangen Mathematik und Physik zu studieren. Trotzdem ließ mich auch in jenen Monaten der Gedanke an das Priestertum nicht los: Könnte es sein, dass Gott das doch von mir will?

Anfang 2003 lernte ich dann die Legionäre Christi kennen und wurde auch gleich zu einer einwöchigen Romfahrt über Ostern eingeladen. Das war eine gute Gelegenheit für mich, die Gemeinschaft und das Leben als Legionär kennen zu lernen. Als ich in Rom sah, wie die Legionäre dort lebten, war ich schlichtweg sprachlos. Alle waren normal (das hieß für mich damals: Sie spielten Fußball!), glücklich und voller Enthusiasmus für Christus. Das hatte ich vorher noch nie gesehen. Von da an spürte ich deutlich diese Sehnsucht: Genau das will ich auch!

Doch was wird aus meinen Freunden, dem Fußball, meinen Plänen? Mein Leben ist doch wunderbar! Ich wollte mein Leben nicht aufgeben, so dass der innere Kampf noch einige Monate dauerte, bis in mir die Überzeugung wuchs, dass ich nur dann wirklich glücklich sein kann, wenn ich den Willen Gottes erfülle. Also entschied ich mich, auf Gott zu vertrauen, und kam im Sommer 2003 zur Kandidatur nach Bad Münstereifel. Zuerst gefiel es mir überhaupt nicht. Vieles erschien mir neu und ungewohnt. So ein Leben als Legionär war doch nicht bloß Fußball. Nach einer ersten nicht einfachen Woche begann ich langsam, dieses Leben zu schätzen, und nach zwei Monaten war ich fest entschlossen, ins Noviziat einzutreten.

Doch Gott hatte zunächst einmal andere Pläne: Ich erhielt die Einladung, ein Jahr als Coworker bei den Apostolaten des Regnum Christi mitzuhelfen. Ich ließ mich auf dieses Abenteuer ein und landete im spanischen Mallorca mit der Aufgabe, den dortigen Jugendclub des CYWN zu betreuen. Viel Freizeit blieb mir nicht, um am Strand unter den Palmen zu joggen, doch hatte ich in diesem Jahr Gelegenheit, die Spiritualität und Methodik der Legion besser kennen zu lernen. Meine zweite Kandidatur, führte mich im folgenden Sommer nicht nur wieder nach Bad Münstereifel, sondern auch nach Italien, wo ich P. Marcial Maciel persönlich begegnen durfte.

Am 4. September begann für mich das Noviziat, und ich danke Gott für jeden Tag, den er mir hier schenkt.

Daniel Egervári nLC

aus: L, Vierteljährliches Magazin der Legionäre Christi, 2005 01

 

Die Berufungsgeschichte von Daniel Egervári nLC

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Samstag, 31. Januar 2004

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