Freitag, 29. März 2013

Einladung zur Vertrautheit


Tägliche Meditationen - 29. März 2013

Karfreitag

P. David Daly LC

Joh 18,119,42
Nach diesen Worten ging Jesus mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron. Dort war ein Garten; in den ging er mit seinen Jüngern hinein. Auch Judas, der Verräter, der ihn auslieferte, kannte den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen Jüngern zusammengekommen war. Judas holte die Soldaten und die Gerichtsdiener der Hohenpriester und der Pharisäer und sie kamen dorthin mit Fackeln, Laternen und Waffen. Jesus, der alles wusste, was mit ihm geschehen sollte, ging hinaus und fragte sie: Wen sucht ihr? Sie antworteten ihm: Jesus von Nazaret. Er sagte zu ihnen: Ich bin es. Auch Judas, der Verräter, stand bei ihnen. Als er zu ihnen sagte: Ich bin es!, wichen sie zurück und stürzten zu Boden. Er fragte sie noch einmal: Wen sucht ihr? Sie sagten: Jesus von Nazaret. Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr mich sucht, dann lasst diese gehen! So sollte sich das Wort erfüllen, das er gesagt hatte: Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast. Simon Petrus aber, der ein Schwert bei sich hatte, zog es, schlug nach dem Diener des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Diener hieß Malchus. Da sagte Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Der Kelch, den mir der Vater gegeben hat - soll ich ihn nicht trinken?

Die Soldaten, ihre Befehlshaber und die Gerichtsdiener der Juden nahmen Jesus fest, fesselten ihn und führten ihn zuerst zu Hannas; er war nämlich der Schwiegervater des Kajaphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war. Kajaphas aber war es, der den Juden den Rat gegeben hatte: Es ist besser, dass ein einziger Mensch für das Volk stirbt. Simon Petrus und ein anderer Jünger folgten Jesus. Dieser Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus in den Hof des hohepriesterlichen Palastes. Petrus aber blieb draußen am Tor stehen. Da kam der andere Jünger, der Bekannte des Hohenpriesters, heraus; er sprach mit der Pförtnerin und führte Petrus hinein. Da sagte die Pförtnerin zu Petrus: Bist du nicht auch einer von den Jüngern dieses Menschen? Er antwortete: Nein. Die Diener und die Knechte hatten sich ein Kohlenfeuer angezündet und standen dabei, um sich zu wärmen; denn es war kalt. Auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich. Der Hohepriester befragte Jesus über seine Jünger und über seine Lehre. Jesus antwortete ihm: Ich habe offen vor aller Welt gesprochen. Ich habe immer in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen. Nichts habe ich im Geheimen gesprochen. Warum fragst du mich? Frag doch die, die mich gehört haben, was ich zu ihnen gesagt habe; sie wissen, was ich geredet habe. Auf diese Antwort hin schlug einer von den Knechten, der dabeistand, Jesus ins Gesicht und sagte: Redest du so mit dem Hohenpriester? Jesus entgegnete ihm: Wenn es nicht recht war, was ich gesagt habe, dann weise es nach; wenn es aber recht war, warum schlägst du mich? Danach schickte ihn Hannas gefesselt zum Hohenpriester Kajaphas. Simon Petrus aber stand am Feuer und wärmte sich. Sie sagten zu ihm: Bist nicht auch du einer von seinen Jüngern? Er leugnete und sagte: Nein. Einer von den Dienern des Hohenpriesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, sagte: Habe ich dich nicht im Garten bei ihm gesehen? Wieder leugnete Petrus und gleich darauf krähte ein Hahn.

Einführendes Gebet:  Herr Jesus, der Karfreitag ist der Tag, an welchem du die Sünde durch deinen Tod am Kreuz besiegt hast. Du hast gezeigt, dass dein Erbarmen nicht zerstört werden kann. Je mehr du verspottet und angegriffen wurdest, umso größer war die Vergebung, die aus deinem heiligsten Herzen kam. Danke, Herr, für das demütige, große Geschenk deiner selbst inmitten so schweren Leidens. Ich möchte dir heute in deinem Leiden ganz nahe sein. Ich möchte dich immer mehr erkennen und dir immer mehr nachfolgen, alle Tage meines Lebens.

Bitte: Herr, überzeuge mein Herz, dass du wirklich aus Liebe zu mir persönlich gestorben bist.

1.  Mächtige Worte. „Ich BIN“. Diese mächtigen Worte sagte Christus zu den Soldaten, die gekommen waren, um ihn im Garten Getsemani gefangen zu nehmen. Diese Worte hatte Gott benutzt, als er Moses am Berg Sinai seinen Namen geoffenbart hat. Es sind die Worte, welche die christlichen Denker benutzen, um den Schöpfer aller Dinge zu beschreiben. Es sind die Worte, durch welche Christus seine Gottheit vor den Soldaten bekennt und ausruft. Aus diesem Grund stürzen sie zu Boden. Wenn wir das Leiden Christi betrachten, wollen wir uns an seine Gottheit erinnern. Er ist mein Gott, und er ist mein Retter.

2. Die Verleugnung. „Nein“. Dieses Wort des Petrus steht in starkem Kontrast zu den Worten, mit denen Christus seine Gottheit ausruft. Wir könnten sagen, dass es alles beschreibt, was schwach und zerbrechlich an den Menschen ist, ausgesprochen vom Mund des heiligen Petrus. Im Gegensatz zu Christus im Garten Getsemani steht Petrus am warmen Feuer; nicht Soldaten stellen ihm eine Frage, sondern eine Dienerin. Er leugnet aber, dass er ein Jünger Christi sei; dadurch bestätigt Petrus, dass er schwach ist und die Gnade und das Erbarmen Gottes braucht. Wir sollten uns mit Petrus identifizieren und anerkennen, dass wir das Opfer Christi brauchen. Wann sagen wir, dass wir nicht zu Christus gehören? Wann lassen wir uns von unserer Schwäche herunterziehen? Was muss ich tun, damit ich solche Stürze in meinem Leben vermeide und Christus treuer nachfolge?

3. Aus Liebe zu mir. Das heutige Evangelium stellt die Verleugnung des Petrus und das Todesurteil gegen Jesus gegenüber. Der Tod Christi wäre auch ohne die Verleugnung des Petrus geschehen, aber welche Wirkung hatte sie auf unseren Herrn? Jesus stirbt für Petrus und für alle Menschen, um uns von unseren Sünden zu erlösen. Daran hat der Unglauben und die mangelnde Liebe des Petrus nichts geändert. Als er umkehrte und wieder glaubte, erkannte er, dass Jesus das alles für ihn getan hat, und von da an verkündete er diese Wahrheit überall. Möge der Herr uns helfen, dass wir erkennen, dass Christus alle unsere Handlungen sieht und dass diese Handlungen ihn entweder trösten oder ihm noch mehr Leiden über so viel Treulosigkeit zufügen. Wir müssen fest daran arbeiten, eine zweite Natur in uns aufzubauen, damit wir in Momenten der Versuchung unser Herz zuerst Jesus zuwenden und daran denken, wie viel Leid wir ihm durch unser Versagen zufügen würden. Dann wird unser Wille die Kraft bekommen, das böse Tun abzuweisen, um so allein unserem Herrn und Erlöser zu gefallen.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, ich habe deine Selbsthingabe aus Liebe zu mir betrachtet und ich bitte dich, mein Herz mit deiner Gnade zu erfüllen, dass ich dich immer mehr erkenne und liebe. Meine Untreue und Schwäche hat zu deinem schweren Leiden beigetragen. Du hast all das aus Liebe zu mir und zu jedem einzelnen Menschen getan. Danke, Herr.

Vorsatz:  Ich bitte heute um die Gnade, dass ich begreife, dass Christus mich ganz persönlich liebt, gerade wenn ich sein Leiden und seinen Tod betrachte.


Einladung zur Vertrautheit

Einladung zur Vertrautheit

Karfreitag

P. David Daly LC

Joh 18,119,42
Nach diesen Worten ging Jesus mit seinen Jüngern hinaus, auf die andere Seite des Baches Kidron. Dort war ein Garten; in den ging er mit seinen Jüngern hinein. Auch Judas, der Verräter, der ihn auslieferte, kannte den Ort, weil Jesus dort oft mit seinen Jüngern zusammengekommen war. Judas holte die Soldaten und die Gerichtsdiener der Hohenpriester und der Pharisäer und sie kamen dorthin mit Fackeln, Laternen und Waffen. Jesus, der alles wusste, was mit ihm geschehen sollte, ging hinaus und fragte sie: Wen sucht ihr? Sie antworteten ihm: Jesus von Nazaret. Er sagte zu ihnen: Ich bin es. Auch Judas, der Verräter, stand bei ihnen. Als er zu ihnen sagte: Ich bin es!, wichen sie zurück und stürzten zu Boden. Er fragte sie noch einmal: Wen sucht ihr? Sie sagten: Jesus von Nazaret. Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr mich sucht, dann lasst diese gehen! So sollte sich das Wort erfüllen, das er gesagt hatte: Ich habe keinen von denen verloren, die du mir gegeben hast. Simon Petrus aber, der ein Schwert bei sich hatte, zog es, schlug nach dem Diener des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Diener hieß Malchus. Da sagte Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Der Kelch, den mir der Vater gegeben hat - soll ich ihn nicht trinken?

Die Soldaten, ihre Befehlshaber und die Gerichtsdiener der Juden nahmen Jesus fest, fesselten ihn und führten ihn zuerst zu Hannas; er war nämlich der Schwiegervater des Kajaphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war. Kajaphas aber war es, der den Juden den Rat gegeben hatte: Es ist besser, dass ein einziger Mensch für das Volk stirbt. Simon Petrus und ein anderer Jünger folgten Jesus. Dieser Jünger war mit dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus in den Hof des hohepriesterlichen Palastes. Petrus aber blieb draußen am Tor stehen. Da kam der andere Jünger, der Bekannte des Hohenpriesters, heraus; er sprach mit der Pförtnerin und führte Petrus hinein. Da sagte die Pförtnerin zu Petrus: Bist du nicht auch einer von den Jüngern dieses Menschen? Er antwortete: Nein. Die Diener und die Knechte hatten sich ein Kohlenfeuer angezündet und standen dabei, um sich zu wärmen; denn es war kalt. Auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich. Der Hohepriester befragte Jesus über seine Jünger und über seine Lehre. Jesus antwortete ihm: Ich habe offen vor aller Welt gesprochen. Ich habe immer in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen. Nichts habe ich im Geheimen gesprochen. Warum fragst du mich? Frag doch die, die mich gehört haben, was ich zu ihnen gesagt habe; sie wissen, was ich geredet habe. Auf diese Antwort hin schlug einer von den Knechten, der dabeistand, Jesus ins Gesicht und sagte: Redest du so mit dem Hohenpriester? Jesus entgegnete ihm: Wenn es nicht recht war, was ich gesagt habe, dann weise es nach; wenn es aber recht war, warum schlägst du mich? Danach schickte ihn Hannas gefesselt zum Hohenpriester Kajaphas. Simon Petrus aber stand am Feuer und wärmte sich. Sie sagten zu ihm: Bist nicht auch du einer von seinen Jüngern? Er leugnete und sagte: Nein. Einer von den Dienern des Hohenpriesters, ein Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte, sagte: Habe ich dich nicht im Garten bei ihm gesehen? Wieder leugnete Petrus und gleich darauf krähte ein Hahn.

Einführendes Gebet:  Herr Jesus, der Karfreitag ist der Tag, an welchem du die Sünde durch deinen Tod am Kreuz besiegt hast. Du hast gezeigt, dass dein Erbarmen nicht zerstört werden kann. Je mehr du verspottet und angegriffen wurdest, umso größer war die Vergebung, die aus deinem heiligsten Herzen kam. Danke, Herr, für das demütige, große Geschenk deiner selbst inmitten so schweren Leidens. Ich möchte dir heute in deinem Leiden ganz nahe sein. Ich möchte dich immer mehr erkennen und dir immer mehr nachfolgen, alle Tage meines Lebens.

Bitte: Herr, überzeuge mein Herz, dass du wirklich aus Liebe zu mir persönlich gestorben bist.

1.  Mächtige Worte. „Ich BIN“. Diese mächtigen Worte sagte Christus zu den Soldaten, die gekommen waren, um ihn im Garten Getsemani gefangen zu nehmen. Diese Worte hatte Gott benutzt, als er Moses am Berg Sinai seinen Namen geoffenbart hat. Es sind die Worte, welche die christlichen Denker benutzen, um den Schöpfer aller Dinge zu beschreiben. Es sind die Worte, durch welche Christus seine Gottheit vor den Soldaten bekennt und ausruft. Aus diesem Grund stürzen sie zu Boden. Wenn wir das Leiden Christi betrachten, wollen wir uns an seine Gottheit erinnern. Er ist mein Gott, und er ist mein Retter.

2. Die Verleugnung. „Nein“. Dieses Wort des Petrus steht in starkem Kontrast zu den Worten, mit denen Christus seine Gottheit ausruft. Wir könnten sagen, dass es alles beschreibt, was schwach und zerbrechlich an den Menschen ist, ausgesprochen vom Mund des heiligen Petrus. Im Gegensatz zu Christus im Garten Getsemani steht Petrus am warmen Feuer; nicht Soldaten stellen ihm eine Frage, sondern eine Dienerin. Er leugnet aber, dass er ein Jünger Christi sei; dadurch bestätigt Petrus, dass er schwach ist und die Gnade und das Erbarmen Gottes braucht. Wir sollten uns mit Petrus identifizieren und anerkennen, dass wir das Opfer Christi brauchen. Wann sagen wir, dass wir nicht zu Christus gehören? Wann lassen wir uns von unserer Schwäche herunterziehen? Was muss ich tun, damit ich solche Stürze in meinem Leben vermeide und Christus treuer nachfolge?

3. Aus Liebe zu mir. Das heutige Evangelium stellt die Verleugnung des Petrus und das Todesurteil gegen Jesus gegenüber. Der Tod Christi wäre auch ohne die Verleugnung des Petrus geschehen, aber welche Wirkung hatte sie auf unseren Herrn? Jesus stirbt für Petrus und für alle Menschen, um uns von unseren Sünden zu erlösen. Daran hat der Unglauben und die mangelnde Liebe des Petrus nichts geändert. Als er umkehrte und wieder glaubte, erkannte er, dass Jesus das alles für ihn getan hat, und von da an verkündete er diese Wahrheit überall. Möge der Herr uns helfen, dass wir erkennen, dass Christus alle unsere Handlungen sieht und dass diese Handlungen ihn entweder trösten oder ihm noch mehr Leiden über so viel Treulosigkeit zufügen. Wir müssen fest daran arbeiten, eine zweite Natur in uns aufzubauen, damit wir in Momenten der Versuchung unser Herz zuerst Jesus zuwenden und daran denken, wie viel Leid wir ihm durch unser Versagen zufügen würden. Dann wird unser Wille die Kraft bekommen, das böse Tun abzuweisen, um so allein unserem Herrn und Erlöser zu gefallen.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, ich habe deine Selbsthingabe aus Liebe zu mir betrachtet und ich bitte dich, mein Herz mit deiner Gnade zu erfüllen, dass ich dich immer mehr erkenne und liebe. Meine Untreue und Schwäche hat zu deinem schweren Leiden beigetragen. Du hast all das aus Liebe zu mir und zu jedem einzelnen Menschen getan. Danke, Herr.

Vorsatz:  Ich bitte heute um die Gnade, dass ich begreife, dass Christus mich ganz persönlich liebt, gerade wenn ich sein Leiden und seinen Tod betrachte.

 

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