Samstag, 30. März 2013

Jesus am falschen Ort suchen


Tägliche Meditationen - 30. März 2013

Karsamstag
Liturgische Anmerkung: Am Karsamstag gibt es keine Liturgie. Es ist Tradition, dass die Kirche an diesem Tag am Grab des Herrn wacht und sein Leiden und Tod betrachtet. Die Meditation des heutigen Tages basiert auf dem Evangelium der Ostervigil vom Ostersonntag.

P. Christopher Scroggin LC

Lk 24,112
Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. Da erinnerten sie sich an seine Worte. Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern. Es waren Maria Magdalene, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus; auch die übrigen Frauen, die bei ihnen waren, erzählten es den Aposteln. Doch die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden dort liegen. Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.

Einführendes Gebet:  Himmlischer Vater, ich betrachte das Grab, in dem dein Sohn liegt, der uns bis zum Ende geliebt hat. In der Stille dieses Karsamstags will ich mich besinnen und mich für die Auferstehung vorbereiten. Ich komme zu dir, in der Stille, im Gebet und in geduldiger Erwartung der Morgendämmerung von Ostern. Ich weiß, dass die scheinbare Niederlage in Wirklichkeit der Sieg des Lebens ist. Hilf mir, die Größe deines Todes und deiner Auferstehung zu erfassen.

Bitte: Jesus, gewähre mir die Gnade, die Herrlichkeit deiner Auferstehung tiefer zu verstehen.

1.  Ein Tag mit Maria. Viel ist in den letzten Tagen geschehen. Es wird langsam hell an diesem ruhigen Samstag. Heute ist ein Tag des Wartens mit Maria, um mit ihr in aller Ruhe zu betrachten, um mit ihr an einen einsamen Ort zu gehen und dort den Tod des Herrn an ihrer Hand zu betrachten. Der Karsamstag ist ein Tag der Trauer und ein Tag der Hoffnung. Der Karsamstag soll nicht einfach nur der Tag zwischen dem Karfreitag und dem Ostersonntag sein. Der Karsamstag ist der Tag, an dem wir in aller Ruhe zusammen mit der Muttergottes eine tiefe Betrachtung halten.

2. Die andere Seite der Auferstehung. Von unserem Ausgangspunkt aus können wir leicht vergessen, dass für die Apostel und Jünger des Herrn alles zu Ende sein schien. Jesus war tot. Als Jesus vom Kreuz herab ausrief: „Es ist vollbracht“, da hörte sich das machtvoll und endgültig an. Sie würden seine Stimme nie mehr hören, die Macht seines Redens nie mehr spüren oder seine wunderbaren Taten nie mehr sehen. Für sie gab es im Moment keine Auferstehung, sondern nur Leiden und Tod. Die Frauen bereiteten alles vor, um den Leichnam Jesu zu salben. Wir müssen diesen Tag von der anderen Seite der Auferstehung betrachten.

3. Das Gebet gibt uns die Antworten auf das Leben. Nur wenn sie in aller Stille nachdenken, werden die Apostel erkennen, wie alles zusammenpasst. Jesus hatte ihnen gesagt, was alles mit ihm geschehen würde, die Auferstehung eingeschlossen. Jesus hatte ganz offen darüber mit ihnen gesprochen, jedoch konnten sie ihn noch nicht verstehen. Allein in der Stille dieses Tages, begleitet von Maria, können sie vielleicht verstehen, was Jesus alles zu ihnen gesagt hatte. Dasselbe gilt für uns; wir müssen uns zusammen mit Maria an Jesu Worte erinnern, denn oft sind wir ganz verschlossen. Oft meinen wir, dass wir Jesus kennen und dass wir seine Worte verstanden haben, jedoch sind sie noch nicht in unser Herz eingedrungen. Wir müssen sorgfältig auf das hören, was er uns im Evangelium sagt, damit wir die tiefere Bedeutung seiner Worte erfassen können. Wir müssen das zusammen mit Maria tun, wir müssen ihr erlauben, uns dabei zu helfen.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, die Stille dieses Tages hilft mir, in meinem Herzen all das zu betrachten und darüber nachzudenken, was du in den letzten Tagen für mich vollbracht hast. Ich weiß, dass die Stille des Karsamstags keine Stille der Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit ist, sondern die Stille einer großen Erwartung, einer Erwartung, die sich in der überschwänglichen Freude von Ostern erfüllen wird. Ich will mit den heiligen Frauen zu deinem Grab gehen, nicht um deinen Leichnam zu salben, sondern um mich mit den Engeln zu freuen, die ausrufen: „Er ist nicht hier. Er ist auferstanden!“

Vorsatz:  Ich will versuchen, mir heute so viel Zeit wie möglich für das Beten in der Stille zu nehmen, um mich gut für die Freude von Ostern vorzubereiten.


Jesus am falschen Ort suchen

Jesus am falschen Ort suchen

Karsamstag
Liturgische Anmerkung: Am Karsamstag gibt es keine Liturgie. Es ist Tradition, dass die Kirche an diesem Tag am Grab des Herrn wacht und sein Leiden und Tod betrachtet. Die Meditation des heutigen Tages basiert auf dem Evangelium der Ostervigil vom Ostersonntag.

P. Christopher Scroggin LC

Lk 24,112
Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. Da erinnerten sie sich an seine Worte. Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern. Es waren Maria Magdalene, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus; auch die übrigen Frauen, die bei ihnen waren, erzählten es den Aposteln. Doch die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden dort liegen. Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.

Einführendes Gebet:  Himmlischer Vater, ich betrachte das Grab, in dem dein Sohn liegt, der uns bis zum Ende geliebt hat. In der Stille dieses Karsamstags will ich mich besinnen und mich für die Auferstehung vorbereiten. Ich komme zu dir, in der Stille, im Gebet und in geduldiger Erwartung der Morgendämmerung von Ostern. Ich weiß, dass die scheinbare Niederlage in Wirklichkeit der Sieg des Lebens ist. Hilf mir, die Größe deines Todes und deiner Auferstehung zu erfassen.

Bitte: Jesus, gewähre mir die Gnade, die Herrlichkeit deiner Auferstehung tiefer zu verstehen.

1.  Ein Tag mit Maria. Viel ist in den letzten Tagen geschehen. Es wird langsam hell an diesem ruhigen Samstag. Heute ist ein Tag des Wartens mit Maria, um mit ihr in aller Ruhe zu betrachten, um mit ihr an einen einsamen Ort zu gehen und dort den Tod des Herrn an ihrer Hand zu betrachten. Der Karsamstag ist ein Tag der Trauer und ein Tag der Hoffnung. Der Karsamstag soll nicht einfach nur der Tag zwischen dem Karfreitag und dem Ostersonntag sein. Der Karsamstag ist der Tag, an dem wir in aller Ruhe zusammen mit der Muttergottes eine tiefe Betrachtung halten.

2. Die andere Seite der Auferstehung. Von unserem Ausgangspunkt aus können wir leicht vergessen, dass für die Apostel und Jünger des Herrn alles zu Ende sein schien. Jesus war tot. Als Jesus vom Kreuz herab ausrief: „Es ist vollbracht“, da hörte sich das machtvoll und endgültig an. Sie würden seine Stimme nie mehr hören, die Macht seines Redens nie mehr spüren oder seine wunderbaren Taten nie mehr sehen. Für sie gab es im Moment keine Auferstehung, sondern nur Leiden und Tod. Die Frauen bereiteten alles vor, um den Leichnam Jesu zu salben. Wir müssen diesen Tag von der anderen Seite der Auferstehung betrachten.

3. Das Gebet gibt uns die Antworten auf das Leben. Nur wenn sie in aller Stille nachdenken, werden die Apostel erkennen, wie alles zusammenpasst. Jesus hatte ihnen gesagt, was alles mit ihm geschehen würde, die Auferstehung eingeschlossen. Jesus hatte ganz offen darüber mit ihnen gesprochen, jedoch konnten sie ihn noch nicht verstehen. Allein in der Stille dieses Tages, begleitet von Maria, können sie vielleicht verstehen, was Jesus alles zu ihnen gesagt hatte. Dasselbe gilt für uns; wir müssen uns zusammen mit Maria an Jesu Worte erinnern, denn oft sind wir ganz verschlossen. Oft meinen wir, dass wir Jesus kennen und dass wir seine Worte verstanden haben, jedoch sind sie noch nicht in unser Herz eingedrungen. Wir müssen sorgfältig auf das hören, was er uns im Evangelium sagt, damit wir die tiefere Bedeutung seiner Worte erfassen können. Wir müssen das zusammen mit Maria tun, wir müssen ihr erlauben, uns dabei zu helfen.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, die Stille dieses Tages hilft mir, in meinem Herzen all das zu betrachten und darüber nachzudenken, was du in den letzten Tagen für mich vollbracht hast. Ich weiß, dass die Stille des Karsamstags keine Stille der Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit ist, sondern die Stille einer großen Erwartung, einer Erwartung, die sich in der überschwänglichen Freude von Ostern erfüllen wird. Ich will mit den heiligen Frauen zu deinem Grab gehen, nicht um deinen Leichnam zu salben, sondern um mich mit den Engeln zu freuen, die ausrufen: „Er ist nicht hier. Er ist auferstanden!“

Vorsatz:  Ich will versuchen, mir heute so viel Zeit wie möglich für das Beten in der Stille zu nehmen, um mich gut für die Freude von Ostern vorzubereiten.

 

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Samstag, 29. März 2013

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