Dienstag, 2. April 2013

Von Tränen des Schmerzes zu Freudentränen


Tägliche Meditationen - 2. April 2013

Dienstag der ersten Osterwoche

P. Ned Brown LC

Joh 20,1118
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni! das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

Einführendes Gebet:  Herr, du bist die Quelle allen Lebens, denn du bist das Leben selbst. Deine Auferstehung gibt mir Hoffnung, dass auch ich eines Tages auferweckt werde und für immer bei dir im Himmel sein kann. Ich muss immer wieder das Gute betrachten, das du für uns getan hast und an die Versprechen denken, die du denen gemacht hast, die dir vertrauen. Danke, Jesus, dass du wieder lebst und uns den Weg zum Himmel führst. Ich liebe dich, Herr, und ich will dir von ganzem Herzen folgen. Ich will dir dabei helfen, viele andere Menschen zu dir zu führen.

Bitte: Herr schenke mir einen Glauben, der lebendig, wirksam und fruchtbar ist.

1.  Vor Liebe blind hörte Maria nicht auf zu weinen. Bei Johannes steht: „Sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste“(Joh 20,9). Weil die Realität der Auferstehung noch nicht in das Bewusstsein, geschweige denn das Herz Marias vorgedrungen war, blieb sie weinend draußen vor dem Grab des Herrn stehen. Nehmen wir diesen Moment und betrachten wir die bewegende Szene, die Marias tiefe Liebe zum Herrn zeigt. Nicht einmal die Engel konnten sie mit ihrer Frage überzeugen: „Warum weinst du?“ Bewundern wir ihre Liebe; ahmen wir ihre Liebe nach und begehren, was sie begehrte – beim Herrn zu sein, für immer! Möge unsere Liebe zum Herrn uns die gleiche Kraft in der Liebe verleihen, die Maria am Grab gezeigt hat.

2. Sie hatten den Geliebten weggenommen. Arme Maria! Die Sorgen ihres Lebens waren so gemein und erbärmlich. Eines traurigen Tages hatte die Verzweiflung sie in die Prostitution getrieben. Nachdem ihre Ehre dahin war, schien sich ihre leere Seele nur noch zum Tummelplatz umherstreifender Teufel zu eignen (vgl. Lk 8,3; Mk 16,9). Die Welt, das Fleisch und der Teufel betrachteten sie mit Verachtung und als billiges Opfer. Aber unser Herr hatte sie anders gesehen und anders geliebt. Doch auf der Liebe, durch welche der Herr ihr Leben erneuert hatte, wird nun herumgetrampelt, als sie das leere Grab sieht. Schauen wir auf ihr Herz, dem Kummer und Schrecken angesichts der Misshandlungen, der Schläge und der Kreuzigung des Herrn bereits schwer zugesetzt haben. Alles steht ihr wieder vor Augen und bringt sie zu der Schlussfolgerung: „Man hat meinen Herrn weggenommen“. Fühlen wir die Tiefe ihrer Hilflosigkeit, wenn sie weiter denkt: „Und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.“

3. Warum weinst du? Marias Liebe äußerte sich zur rechten Zeit, am rechten Ort und für die rechte Person. Ihre Tränen waren für den Herrn. Von Marias Liebeszeugnis bewegt möchte Jesus sie nicht in diesem Zustand lassen. Er ist es nun, der sie fragt: „Warum weinst du?“ In Wirklichkeit sagt Jesus: „Die Sünden deiner Vergangenheit werden keine Macht mehr über dich haben. Auch nicht die grausamen Männer, oder der Teufel. Ich bin hier, und ich bin die Auferstehung, der Weg, die Wahrheit und das Leben! Sünde, böse Männer, der Teufel und der Tod können Anspruch auf dich erheben, aber sie werden dich nicht bekommen, weil du mir gehörst! Ich habe mein Leben für dich gegeben, meine Freundin!“ Unser Herr fasst diese ganze große Wahrheit in der schlichten, zärtlichen Äußerung ihres Namens zusammen: „Maria“. Ja, Jesus kennt uns persönlich und liebt uns auf persönliche Weise. Wir müssen zur Besinnung kommen und an die Wahrheit der Auferstehung glauben. Wir müssen an Jesus glauben.

Gespräch mit Christus: Herr, du führst mich zum ewigen Leben. Lass mich dir immer näher kommen im steten Vertrauen auf deine Wege und ohne Furcht vor dem Kreuz. Mit dem kleinen Kreuz meines Lebens, gleich welcher Form oder Art es ist, will ich dich lieben.

Vorsatz:  Ich will einen Freund besuchen, den ich mir durch mein schlechtes Beispiel oder mangelnde Selbstbeherrschung entfremdet habe. Ich will versuchen, mich mit ihm durch einen großzügigen Akt der Nächstenliebe und des Verständnisses zu versöhnen.


Von Tränen des Schmerzes zu Freudentränen

Von Tränen des Schmerzes zu Freudentränen

Dienstag der ersten Osterwoche

P. Ned Brown LC

Joh 20,1118
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni! das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

Einführendes Gebet:  Herr, du bist die Quelle allen Lebens, denn du bist das Leben selbst. Deine Auferstehung gibt mir Hoffnung, dass auch ich eines Tages auferweckt werde und für immer bei dir im Himmel sein kann. Ich muss immer wieder das Gute betrachten, das du für uns getan hast und an die Versprechen denken, die du denen gemacht hast, die dir vertrauen. Danke, Jesus, dass du wieder lebst und uns den Weg zum Himmel führst. Ich liebe dich, Herr, und ich will dir von ganzem Herzen folgen. Ich will dir dabei helfen, viele andere Menschen zu dir zu führen.

Bitte: Herr schenke mir einen Glauben, der lebendig, wirksam und fruchtbar ist.

1.  Vor Liebe blind hörte Maria nicht auf zu weinen. Bei Johannes steht: „Sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste“(Joh 20,9). Weil die Realität der Auferstehung noch nicht in das Bewusstsein, geschweige denn das Herz Marias vorgedrungen war, blieb sie weinend draußen vor dem Grab des Herrn stehen. Nehmen wir diesen Moment und betrachten wir die bewegende Szene, die Marias tiefe Liebe zum Herrn zeigt. Nicht einmal die Engel konnten sie mit ihrer Frage überzeugen: „Warum weinst du?“ Bewundern wir ihre Liebe; ahmen wir ihre Liebe nach und begehren, was sie begehrte – beim Herrn zu sein, für immer! Möge unsere Liebe zum Herrn uns die gleiche Kraft in der Liebe verleihen, die Maria am Grab gezeigt hat.

2. Sie hatten den Geliebten weggenommen. Arme Maria! Die Sorgen ihres Lebens waren so gemein und erbärmlich. Eines traurigen Tages hatte die Verzweiflung sie in die Prostitution getrieben. Nachdem ihre Ehre dahin war, schien sich ihre leere Seele nur noch zum Tummelplatz umherstreifender Teufel zu eignen (vgl. Lk 8,3; Mk 16,9). Die Welt, das Fleisch und der Teufel betrachteten sie mit Verachtung und als billiges Opfer. Aber unser Herr hatte sie anders gesehen und anders geliebt. Doch auf der Liebe, durch welche der Herr ihr Leben erneuert hatte, wird nun herumgetrampelt, als sie das leere Grab sieht. Schauen wir auf ihr Herz, dem Kummer und Schrecken angesichts der Misshandlungen, der Schläge und der Kreuzigung des Herrn bereits schwer zugesetzt haben. Alles steht ihr wieder vor Augen und bringt sie zu der Schlussfolgerung: „Man hat meinen Herrn weggenommen“. Fühlen wir die Tiefe ihrer Hilflosigkeit, wenn sie weiter denkt: „Und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.“

3. Warum weinst du? Marias Liebe äußerte sich zur rechten Zeit, am rechten Ort und für die rechte Person. Ihre Tränen waren für den Herrn. Von Marias Liebeszeugnis bewegt möchte Jesus sie nicht in diesem Zustand lassen. Er ist es nun, der sie fragt: „Warum weinst du?“ In Wirklichkeit sagt Jesus: „Die Sünden deiner Vergangenheit werden keine Macht mehr über dich haben. Auch nicht die grausamen Männer, oder der Teufel. Ich bin hier, und ich bin die Auferstehung, der Weg, die Wahrheit und das Leben! Sünde, böse Männer, der Teufel und der Tod können Anspruch auf dich erheben, aber sie werden dich nicht bekommen, weil du mir gehörst! Ich habe mein Leben für dich gegeben, meine Freundin!“ Unser Herr fasst diese ganze große Wahrheit in der schlichten, zärtlichen Äußerung ihres Namens zusammen: „Maria“. Ja, Jesus kennt uns persönlich und liebt uns auf persönliche Weise. Wir müssen zur Besinnung kommen und an die Wahrheit der Auferstehung glauben. Wir müssen an Jesus glauben.

Gespräch mit Christus: Herr, du führst mich zum ewigen Leben. Lass mich dir immer näher kommen im steten Vertrauen auf deine Wege und ohne Furcht vor dem Kreuz. Mit dem kleinen Kreuz meines Lebens, gleich welcher Form oder Art es ist, will ich dich lieben.

Vorsatz:  Ich will einen Freund besuchen, den ich mir durch mein schlechtes Beispiel oder mangelnde Selbstbeherrschung entfremdet habe. Ich will versuchen, mich mit ihm durch einen großzügigen Akt der Nächstenliebe und des Verständnisses zu versöhnen.

 

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