Katholische Spiritualität


Im Mittelpunkt steht die persönliche Beziehung zu Jesus Christus

Der Mensch als Geschöpf lebt in Beziehung zu Gott. Wenn nun das, was einen Menschen beschäftigt und zum Handeln motiviert, seine Beziehung zu Gott fördert und gewissen Regeln entspricht, dann besitzt dieser Mensch eine auf Geistliches ausgerichtete Haltung, sprich „Spiritualität“ (von lat. spiritus ‚Geist, Hauch‘).

Der Begriff „Katholische Spiritualität“ bezieht sich nun im engeren Sinn auf jene geistlichen Quellen, die dem getauften Christen in der katholischen Kirche zur Verfügung stehen und ihm dabei helfen, in seiner Beziehung zu Gott zu wachsen und diese zur Reife zu führen.

Im Mittelpunkt katholischer Spiritualität steht die persönliche Beziehung zu Jesus Christus, dem Mensch gewordenen Sohn Gottes, der als auferstandener Herr in seiner Kirche auf viele Weisen zugegen ist. Orte, an denen es zu einer lebendigen Begegnung mit Christus kommt und kommen kann, sind: das Wort Gottes, die Sakramente – vor allem die heilige Eucharistie – sowie die Gemeinschaft der Gläubigen, die unter der Leitung der Nachfolger der von Christus eingesetzten Apostel und vereint mit allen Ortskirchen ein und denselben Glauben bekennen.

Katholische Spiritualität ist kein von Menschen erdachtes System, sondern ist geschichtlich als Antwort des Volkes Gottes auf den sich offenbarenden Herrn entstanden und gewachsen. Deshalb strahlt sie in besonderer Weise im Leben der Heiligen auf, die sich von Gottes Gnade haben ergreifen lassen und so von Glaube, Hoffnung und Liebe ein mitreißendes Zeugnis geben konnten.

Konzentrierte Ausdrucksformen katholischer Spiritualität sind in erster Linie das Glaubensbekenntnis und hiermit verbunden der Universalkatechismus. Aber auch das Vaterunser, die Seligpreisungen und – in Anlehnung an Christi Opfertod – das Liebesgebot bringen in einfacher und prägnanter Weise den Geist Christi zum Ausdruck. In der heiligen Liturgie erreicht wahre „katholische“, d.h. „universale“ und „einheitsstiftende“ Spiritualität ihren umfassendsten Ausdruck. In ihr wird der katholische Glaube zugleich gefeiert, genährt und auf sein Ziel, die endgültige Gemeinschaft mit Gott, ausgerichtet.

Zur katholischen Spiritualität gehören wesentlich als bleibende Elemente die Haltung der Bekehrung, das Sakrament der Taufe als Grundlage und Einstieg in die Lebensgemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott und die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt christlichen Lebens.

P. Thomas Fox LC


Katholische Spiritualität

Katholische Spiritualität

Der Mensch als Geschöpf lebt in Beziehung zu Gott. Wenn nun das, was einen Menschen beschäftigt und zum Handeln motiviert, seine Beziehung zu Gott fördert und gewissen Regeln entspricht, dann besitzt dieser Mensch eine auf Geistliches ausgerichtete Haltung, sprich „Spiritualität“ (von lat. spiritus ‚Geist, Hauch‘).

Der Begriff „Katholische Spiritualität“ bezieht sich nun im engeren Sinn auf jene geistlichen Quellen, die dem getauften Christen in der katholischen Kirche zur Verfügung stehen und ihm dabei helfen, in seiner Beziehung zu Gott zu wachsen und diese zur Reife zu führen.

Im Mittelpunkt katholischer Spiritualität steht die persönliche Beziehung zu Jesus Christus, dem Mensch gewordenen Sohn Gottes, der als auferstandener Herr in seiner Kirche auf viele Weisen zugegen ist. Orte, an denen es zu einer lebendigen Begegnung mit Christus kommt und kommen kann, sind: das Wort Gottes, die Sakramente – vor allem die heilige Eucharistie – sowie die Gemeinschaft der Gläubigen, die unter der Leitung der Nachfolger der von Christus eingesetzten Apostel und vereint mit allen Ortskirchen ein und denselben Glauben bekennen.

Katholische Spiritualität ist kein von Menschen erdachtes System, sondern ist geschichtlich als Antwort des Volkes Gottes auf den sich offenbarenden Herrn entstanden und gewachsen. Deshalb strahlt sie in besonderer Weise im Leben der Heiligen auf, die sich von Gottes Gnade haben ergreifen lassen und so von Glaube, Hoffnung und Liebe ein mitreißendes Zeugnis geben konnten.

Konzentrierte Ausdrucksformen katholischer Spiritualität sind in erster Linie das Glaubensbekenntnis und hiermit verbunden der Universalkatechismus. Aber auch das Vaterunser, die Seligpreisungen und – in Anlehnung an Christi Opfertod – das Liebesgebot bringen in einfacher und prägnanter Weise den Geist Christi zum Ausdruck. In der heiligen Liturgie erreicht wahre „katholische“, d.h. „universale“ und „einheitsstiftende“ Spiritualität ihren umfassendsten Ausdruck. In ihr wird der katholische Glaube zugleich gefeiert, genährt und auf sein Ziel, die endgültige Gemeinschaft mit Gott, ausgerichtet.

Zur katholischen Spiritualität gehören wesentlich als bleibende Elemente die Haltung der Bekehrung, das Sakrament der Taufe als Grundlage und Einstieg in die Lebensgemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott und die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt christlichen Lebens.

P. Thomas Fox LC

 

Im Mittelpunkt steht die persönliche Beziehung zu Jesus Christus

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22. 2013


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