Freitag, 22. Juni 2012

Die Beichte


Die häufige Beichte hilft, sich der eigenen Ohnmacht im Übernatürlichen bewusst zu werden und sich ganz und gar auf die Gnade Gottes, unseres Herrn, zu verlassen.

DAS SAKRAMENT DER VERSÖHNUNG

Es gibt keine Sünde, die nicht vergeben werden könnte, wenn wir uns der Barmherzigkeit Gottes mit reumütigem und demütigem Herzen nähern. Kein Übel ist mächtiger als die Barmherzigkeit Gottes.

Die von der Kirche empfohlene häufige Beichte ist eine Hilfe, um in der rechten Selbsterkenntnis und christlichen Demut zu wachsen, schlechte Gewohnheiten auszumerzen, das Gewissen zu bilden, nicht in Lauheit oder Gleichgültigkeit zu verfallen sowie die Willenskraft zu stärken; sie spornt zum unablässigen Bemühen an, die Taufgnade in sich selbst zu wachsen zu lassen und sich zuinnerst mit Jesus Christus zu identifizieren, sie hilft, sich der eigenen Ohnmacht im Übernatürlichen bewusst zu werden und sich ganz und gar auf die Gnade Gottes, unseres Herrn, zu verlassen.

Im Bewusstsein, dass eine beständige Herzensbekehrung vonnöten ist, um den Willen Gottes zu erfüllen, empfiehlt das Regnum Christi seinen Mitgliedern, wenigstens einmal im Monat das Sakrament der Versöhnung zu empfangen und daraus eine belebende und erneuernde Begegnung mit Christus und der Kirche werden zu lassen.

Vor der Beichte sollte man den Glauben an die Gegenwart Christi  und an sein heiligendes Wirken im Priester erneuern. Wenn möglich, ist ein fester Beichtvater zu empfehlen. Das Sündenbekenntnis sollte geordnet, kurz, klar und vollständig sein. Die Ratschläge des Beichtvaters sollen im Glauben angenommen, und die Buße mit dem aufrichtigen Willen zur Wiedergutmachung baldmöglichst erfüllt werden. Zudem sollten auch die tägliche Arbeit und Mühe als Genugtuung für die Sünden aufgeopfert werden. 

Um Gott, dem Herrn, für die Gabe seiner Vergebung und seiner Freundschaft zu danken, sollte  ein fester Vorsatz gefasst werden, aus Liebe und heiliger Gottesfurcht dem mit dem christlichen Leben verbundenen Sendungsauftrag in Zukunft treuer zu sein.

DIE GEWISSENSERFORSCHUNG

Im Folgenden werden ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ganz unverbindlich einige Anregungen für eine Gewissenserforschung aufgeführt, die dem Bussritual entnommen sind. Der Gläubige kann diesen oder einen anderen Beichtspiegel benutzen, der seinen persönlichen Bedürfnissen eher entspricht.

I. GEBET UM HILFE

Mein Herr und mein Gott, du kennst das Herz jedes Menschen. Gib mir die Gnade, das meine aufrichtig zu erforschen und wahrhaft zu erkennen, damit ich alle meine Sünden entdecke, eine gute Beichte ablege, mich ernsthaft bessere und so auf Erden deine Vergebung und Gnade und im Himmel das ewige Leben verdiene. Durch Christus unseren Herrn. Amen.

1. Gehe ich zur Beichte, weil ich mich aufrichtig nach Läuterung, Lebenserneuerung und einer tieferen Freundschaft mit Gott sehne, oder betrachte ich die Beichte eher als eine Last, die man so selten wie möglich auf sich nehmen sollte?

2. Habe ich bei einer der vergangenen Beichten eine schwere Sünde vergessen oder absichtlich nicht erwähnt?

3. Habe ich die mir auferlegte Buße geleistet? Habe ich Schäden, die ich vielleicht verursacht habe, wiedergutgemacht? Habe ich mich bemüht, meinen Vorsatz zu erfüllen und mein Leben stärker nach dem Evangelium auszurichten?

II.

1. Strebt mein Herz so nach Gott, dass ich ihn wirklich wie ein Kind seinen Vater über alles liebe und seine Gebote treu erfülle, oder bin ich von irdischen Dinge besessen? Tue ich alles, was ich tue, in lauterer Absicht?

2. Glaube ich fest an Gott, der durch seinen Sohn zu mir gesprochen hat? Halte ich mich an die Lehre der Kirche? Tue ich etwas für meine christliche Bildung, indem ich das Wort Gottes höre, meinen Glauben durch die geeignete Lektüre stärke, aktiv an den Bildungsaktivitäten teilnehme und alles meide, was meinem Glauben schaden könnte? Habe ich meinen Glauben an Gott immer kraftvoll und furchtlos bekannt? Habe ich im öffentlichen und privaten Leben zu meinem Christsein gestanden?

3. Habe ich morgens und abends gebetet? Ist mein Gebet ein echtes Zwiegespräch meines Geistes und meines Herzens mit Gott oder ein rein äußerliches Ritual? Habe ich Gott meine Mühen, Leiden und Freuden aufgeopfert? Suche ich Zuflucht bei ihm, wenn ich in Versuchung gerate?

4. Ehre ich den Namen Gottes oder beleidige ich ihn mit Lästerungen und missbrauche ihn mit Meineiden? Bin ich der Jungfrau Maria und den Heiligen gegenüber unehrerbietig gewesen?
5. Halte ich die Sonntage und vorgeschriebenen Festtage der Kirche, indem ich aktiv, aufmerksam und andächtig an der Eucharistiefeier teilnehme? Habe ich das Gebot der jährlichen Beichte und des österlichen Kommunionempfangs gehalten?

6. Habe ich vielleicht andere „Götter”, das heißt Dinge, um die ich mich mehr sorge und denen ich mehr vertraue als Gott – wie Reichtum, spiritistischer Aberglaube oder jegliche Form nutzloser Magie?

7. Verwende ich auf das Unternehmen meiner christlichen Heiligung und apostolischen Berufung dieselbe Aufmerksamkeit und Mühe, die ich meinen Geschäften oder anderen persönlichen und sozialen Aktivitäten widme?

III.

1. Liebe ich meinen Nächsten wirklich, oder missbrauche ich meine Mitmenschen, indem ich sie für meine Ziele instrumentalisiere und sie behandele, wie ich selbst nicht behandelt werden will? Habe ich sie mit Worten oder Werken schwer verletzt? 
2. Habe ich im Schoß meiner Familie mit meiner Geduld und aufrichtigen Liebe zum Wohl und zur Freude der anderen beigetragen?

3. Teile ich meinen Besitz mit denen, die ärmer sind als ich? Sorge ich für Schwächere und Bedürftige oder verachte ich meinen Nächsten?

4. Erfülle ich in meinem Leben den Sendungsauftrag, den ich mit meiner Firmung angenommen und mit meinem Eintritt ins Regnum Christi bestätigt habe? Nehme ich immer, wenn es mir möglich ist, an den Teamaktivitäten teil? Habe ich versucht, die Nöte der Kirche, der Bewegung oder der Welt im Rahmen meiner Möglichkeiten zu lindern? Habe ich für sie und insbesondere für die Einheit der Kirche, die Evangelisierung der Menschen, die Zunahme der Berufungen zum Priester– und Ordensleben und die Verwirklichung von Frieden und Gerechtigkeit gebetet?

5. Bin ich großzügig, wenn es darum geht, die Talente, die Gott mir gegeben hat (persönliche Qualitäten, Initiative, Zeit, finanzielle Mittel, berufliche Kontakte usw.), für die Apostolate des Regnum Christi und das allgemeine Wohl der Kirche einzusetzen?

6. Weiß ich, wie wichtig die Rettung auch nur einer einzigen Seele ist? Habe ich alles mir Mögliche getan, um meine Familie und meine Bekannten zu Gott und zur Kirche zu führen? Habe ich anderen Personen die Gelegenheit geboten, Teil des Regnum Christi zu werden, um in ihrem christlichen Leben zu wachsen und am Evangelisierungsauftrag der Kirche mitzuwirken?

7. Sorge ich mich um das Wohl und die Entfaltung der menschlichen Gemeinschaft, in der ich lebe, oder verbringe ich mein Leben nur im Gedanken an mich selbst? Setze ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten für die Förderung der Gerechtigkeit, den sittlichen Anstand und für ein einträchtiges und liebevolles Miteinander ein? Habe ich meine Bürgerpflichten erfüllt? Habe ich meine Steuern gezahlt?

8. Bin ich bei meiner Arbeit oder in meiner Anstellung gerecht, fleißig, ehrlich und bereit, der Gesellschaft in Liebe zu dienen? Habe ich meinen Arbeitern, Angestellten oder Bediensteten den gerechten Lohn gezahlt? Habe ich Versprechen und Verträge eingehalten?

9. Habe ich den rechtmäßigen Autoritäten den gebührenden Gehorsam und Respekt erwiesen?

10. Wenn ich ein Amt innehabe oder eine Autorität ausübe: Handle ich zu meinem persönlichen Vorteil oder zum Wohl der anderen und im Geist des Dienens?

11. Bin ich ehrlich und treu geblieben, oder habe ich jemandem mit falschen Informationen, Verleumdungen, Lügen oder der Verletzung eines Geheimnisses geschadet?

12. Habe ich dem Leben, der körperlichen Unversehrtheit, dem Ruf, der Ehre oder dem Besitz anderer Schaden zugefügt? Habe ich eine Abtreibung durchgeführt oder veranlasst? Habe ich Hass für jemanden empfunden? Fühle ich mich von jemandem durch Streitigkeiten, Ungerechtigkeiten, Kränkungen, Groll oder Feindschaft getrennt? Wenn ich jemanden verleumdet habe: Habe ich das Unrecht wiedergutgemacht? Habe ich schlecht über jemanden geredet und seine Fehler oder Grenzen hervorgehoben? Habe ich schlecht über meinen Nächsten gedacht?

13. Habe ich Dinge, die anderen gehören, gestohlen, gegen Recht und Ordnung begehrt oder sie beschädigt? Habe ich diesen Schaden ersetzt oder behoben?

14. Wenn jemand mir Unrecht getan hat: War ich bereit, Frieden zu schließen und aus Liebe zu Christus zu verzeihen, oder hege ich nach wie vor Gefühle von Hass und Rache?

15. Habe ich aus Egoismus etwas unterlassen, was ich gerechterweise für meinen Nächsten hätte tun müssen?

IV.

1. Welche Grundausrichtung gebe ich meinem Dasein? Beseelt mich die Hoffnung auf das ewige Leben? Bemühe ich mich, im spirituellen Leben voranzukommen, indem ich meine geistlichen Vorsätze treu erfülle: Gebet, Lektüre und Betrachtung des Wortes Gottes, Feier und Empfang der Sakramente, monatliche Einkehrtage, Abtötung? Bemühe ich mich, meine Laster, meine negativen Neigungen und Leidenschaften zu bekämpfen: Neid, unmäßiges Essen und Trinken, Faulheit, Habgier, Zorn? Habe ich mich aus Hochmut oder Anmaßung gegen Gott erhoben, oder habe ich mich selbst überschätzt und damit auf andere herabgesehen? Habe ich anderen meinen Willen aufgezwungen, ohne auf ihre Wünsche und Rechte zu achten?

2. Wie gebrauche ich meine Zeit, meine Stärken, die Gaben, die Gott mir geschenkt hat? Habe ich sie benutzt, um mich selbst zu überwinden und besser zu werden, wie es dem Willen Gottes entspricht, oder war ich so egoistisch, sie ausschließlich zu meinem eigenen Vorteil zu verwenden? War ich müßig oder faul?

3. Habe ich die Schmerzen und Widrigkeiten des Lebens heiter und geduldig ertragen? Habe ich meinen Körper abgetötet und so dazu beigetragen, das zu vervollständigen, „was am Leiden Christi noch fehlt” (Kol 1,24)? Habe ich die Fast– und Abstinenzgebote gehalten?

4. Habe ich auf die Reinheit und Keuschheit meiner Gefühle und meines ganzen Körpers geachtet, der ein Tempel des Heiligen Geistes und zur Herrlichkeit der Auferstehung berufen ist? Bin ich mir dessen bewusst, dass die treue Liebe, die Gott den Menschen erweist, gerade in der Ehe besonders hell aufscheint? Habe ich meinen Leib mit Unzucht, Unreinheit, unwürdigen Worten und Gedanken, schändlichen Taten oder Begierden befleckt? Habe ich Gespräche geführt, Dinge gelesen, Darbietungen besucht oder an anderen Zerstreuungen teilgenommen, die gegen den menschlichen und christlichen Anstand verstoßen? Habe ich andere mit meinem Mangel an Schicklichkeit zur Sünde verführt?

5. Habe ich bei irgendeiner Gelegenheit aus Furcht oder Heuchelei gegen mein Gewissen gehandelt?

6. Habe ich versucht, innerhalb der wahren Freiheit der Kinder Gottes und nach dem Gesetz des Geistes zu handeln, oder bin ich ein Gefangener meiner Leidenschaften?

V. BESONDERE FRAGEN

Für die Kinder: 
War ich meinen Eltern gehorsam? Habe ich ihnen Respekt erwiesen und ihnen in ihren geistlichen und weltlichen Bedürfnissen geholfen?

Für die Eltern:
Sorge ich für die christliche Erziehung meiner Kinder? Helfe ich ihnen durch mein Beispiel, und übe ich meine Autorität gerecht und liebevoll aus? Bin ich meinem Ehepartner im Herzen und im Leben treu? Habe ich mich in der Ehe an das Sittengesetz gehalten?

AKT DER REUE

Mein Herr Jesus Christus, wahrer Mensch und wahrer Gott, mein Schöpfer und Erlöser: weil du der bist, der du bist, und weil ich dich über alles liebe, bereue ich von ganzem Herzen alles Böse, was ich getan, und alles Gute, was ich unterlassen habe, weil ich dich, der du das höchste Gut bist und es verdienst, mehr als alles andere geliebt zu werden, durch meine Sünden beleidigt habe. Ich bringe dir mein Leben, meine Arbeit und meine Mühe als Genugtuung für meine Sünden dar. Ich nehme mir fest vor, mit der Hilfe deiner Gnade Buße zu tun, nicht wieder zu sündigen und jede Gelegenheit zur Sünde zu meiden. Herr, um der Verdienste deines Leidens und Sterbens willen erbarme dich meiner und gib mir deine Gnade, damit ich dich nie wieder beleidige. Amen. 


Die Beichte

Die Beichte

DAS SAKRAMENT DER VERSÖHNUNG

Es gibt keine Sünde, die nicht vergeben werden könnte, wenn wir uns der Barmherzigkeit Gottes mit reumütigem und demütigem Herzen nähern. Kein Übel ist mächtiger als die Barmherzigkeit Gottes.

Die von der Kirche empfohlene häufige Beichte ist eine Hilfe, um in der rechten Selbsterkenntnis und christlichen Demut zu wachsen, schlechte Gewohnheiten auszumerzen, das Gewissen zu bilden, nicht in Lauheit oder Gleichgültigkeit zu verfallen sowie die Willenskraft zu stärken; sie spornt zum unablässigen Bemühen an, die Taufgnade in sich selbst zu wachsen zu lassen und sich zuinnerst mit Jesus Christus zu identifizieren, sie hilft, sich der eigenen Ohnmacht im Übernatürlichen bewusst zu werden und sich ganz und gar auf die Gnade Gottes, unseres Herrn, zu verlassen.

Im Bewusstsein, dass eine beständige Herzensbekehrung vonnöten ist, um den Willen Gottes zu erfüllen, empfiehlt das Regnum Christi seinen Mitgliedern, wenigstens einmal im Monat das Sakrament der Versöhnung zu empfangen und daraus eine belebende und erneuernde Begegnung mit Christus und der Kirche werden zu lassen.

Vor der Beichte sollte man den Glauben an die Gegenwart Christi  und an sein heiligendes Wirken im Priester erneuern. Wenn möglich, ist ein fester Beichtvater zu empfehlen. Das Sündenbekenntnis sollte geordnet, kurz, klar und vollständig sein. Die Ratschläge des Beichtvaters sollen im Glauben angenommen, und die Buße mit dem aufrichtigen Willen zur Wiedergutmachung baldmöglichst erfüllt werden. Zudem sollten auch die tägliche Arbeit und Mühe als Genugtuung für die Sünden aufgeopfert werden. 

Um Gott, dem Herrn, für die Gabe seiner Vergebung und seiner Freundschaft zu danken, sollte  ein fester Vorsatz gefasst werden, aus Liebe und heiliger Gottesfurcht dem mit dem christlichen Leben verbundenen Sendungsauftrag in Zukunft treuer zu sein.

DIE GEWISSENSERFORSCHUNG

Im Folgenden werden ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ganz unverbindlich einige Anregungen für eine Gewissenserforschung aufgeführt, die dem Bussritual entnommen sind. Der Gläubige kann diesen oder einen anderen Beichtspiegel benutzen, der seinen persönlichen Bedürfnissen eher entspricht.

I. GEBET UM HILFE

Mein Herr und mein Gott, du kennst das Herz jedes Menschen. Gib mir die Gnade, das meine aufrichtig zu erforschen und wahrhaft zu erkennen, damit ich alle meine Sünden entdecke, eine gute Beichte ablege, mich ernsthaft bessere und so auf Erden deine Vergebung und Gnade und im Himmel das ewige Leben verdiene. Durch Christus unseren Herrn. Amen.

1. Gehe ich zur Beichte, weil ich mich aufrichtig nach Läuterung, Lebenserneuerung und einer tieferen Freundschaft mit Gott sehne, oder betrachte ich die Beichte eher als eine Last, die man so selten wie möglich auf sich nehmen sollte?

2. Habe ich bei einer der vergangenen Beichten eine schwere Sünde vergessen oder absichtlich nicht erwähnt?

3. Habe ich die mir auferlegte Buße geleistet? Habe ich Schäden, die ich vielleicht verursacht habe, wiedergutgemacht? Habe ich mich bemüht, meinen Vorsatz zu erfüllen und mein Leben stärker nach dem Evangelium auszurichten?

II.

1. Strebt mein Herz so nach Gott, dass ich ihn wirklich wie ein Kind seinen Vater über alles liebe und seine Gebote treu erfülle, oder bin ich von irdischen Dinge besessen? Tue ich alles, was ich tue, in lauterer Absicht?

2. Glaube ich fest an Gott, der durch seinen Sohn zu mir gesprochen hat? Halte ich mich an die Lehre der Kirche? Tue ich etwas für meine christliche Bildung, indem ich das Wort Gottes höre, meinen Glauben durch die geeignete Lektüre stärke, aktiv an den Bildungsaktivitäten teilnehme und alles meide, was meinem Glauben schaden könnte? Habe ich meinen Glauben an Gott immer kraftvoll und furchtlos bekannt? Habe ich im öffentlichen und privaten Leben zu meinem Christsein gestanden?

3. Habe ich morgens und abends gebetet? Ist mein Gebet ein echtes Zwiegespräch meines Geistes und meines Herzens mit Gott oder ein rein äußerliches Ritual? Habe ich Gott meine Mühen, Leiden und Freuden aufgeopfert? Suche ich Zuflucht bei ihm, wenn ich in Versuchung gerate?

4. Ehre ich den Namen Gottes oder beleidige ich ihn mit Lästerungen und missbrauche ihn mit Meineiden? Bin ich der Jungfrau Maria und den Heiligen gegenüber unehrerbietig gewesen?
5. Halte ich die Sonntage und vorgeschriebenen Festtage der Kirche, indem ich aktiv, aufmerksam und andächtig an der Eucharistiefeier teilnehme? Habe ich das Gebot der jährlichen Beichte und des österlichen Kommunionempfangs gehalten?

6. Habe ich vielleicht andere „Götter”, das heißt Dinge, um die ich mich mehr sorge und denen ich mehr vertraue als Gott – wie Reichtum, spiritistischer Aberglaube oder jegliche Form nutzloser Magie?

7. Verwende ich auf das Unternehmen meiner christlichen Heiligung und apostolischen Berufung dieselbe Aufmerksamkeit und Mühe, die ich meinen Geschäften oder anderen persönlichen und sozialen Aktivitäten widme?

III.

1. Liebe ich meinen Nächsten wirklich, oder missbrauche ich meine Mitmenschen, indem ich sie für meine Ziele instrumentalisiere und sie behandele, wie ich selbst nicht behandelt werden will? Habe ich sie mit Worten oder Werken schwer verletzt? 
2. Habe ich im Schoß meiner Familie mit meiner Geduld und aufrichtigen Liebe zum Wohl und zur Freude der anderen beigetragen?

3. Teile ich meinen Besitz mit denen, die ärmer sind als ich? Sorge ich für Schwächere und Bedürftige oder verachte ich meinen Nächsten?

4. Erfülle ich in meinem Leben den Sendungsauftrag, den ich mit meiner Firmung angenommen und mit meinem Eintritt ins Regnum Christi bestätigt habe? Nehme ich immer, wenn es mir möglich ist, an den Teamaktivitäten teil? Habe ich versucht, die Nöte der Kirche, der Bewegung oder der Welt im Rahmen meiner Möglichkeiten zu lindern? Habe ich für sie und insbesondere für die Einheit der Kirche, die Evangelisierung der Menschen, die Zunahme der Berufungen zum Priester– und Ordensleben und die Verwirklichung von Frieden und Gerechtigkeit gebetet?

5. Bin ich großzügig, wenn es darum geht, die Talente, die Gott mir gegeben hat (persönliche Qualitäten, Initiative, Zeit, finanzielle Mittel, berufliche Kontakte usw.), für die Apostolate des Regnum Christi und das allgemeine Wohl der Kirche einzusetzen?

6. Weiß ich, wie wichtig die Rettung auch nur einer einzigen Seele ist? Habe ich alles mir Mögliche getan, um meine Familie und meine Bekannten zu Gott und zur Kirche zu führen? Habe ich anderen Personen die Gelegenheit geboten, Teil des Regnum Christi zu werden, um in ihrem christlichen Leben zu wachsen und am Evangelisierungsauftrag der Kirche mitzuwirken?

7. Sorge ich mich um das Wohl und die Entfaltung der menschlichen Gemeinschaft, in der ich lebe, oder verbringe ich mein Leben nur im Gedanken an mich selbst? Setze ich mich im Rahmen meiner Möglichkeiten für die Förderung der Gerechtigkeit, den sittlichen Anstand und für ein einträchtiges und liebevolles Miteinander ein? Habe ich meine Bürgerpflichten erfüllt? Habe ich meine Steuern gezahlt?

8. Bin ich bei meiner Arbeit oder in meiner Anstellung gerecht, fleißig, ehrlich und bereit, der Gesellschaft in Liebe zu dienen? Habe ich meinen Arbeitern, Angestellten oder Bediensteten den gerechten Lohn gezahlt? Habe ich Versprechen und Verträge eingehalten?

9. Habe ich den rechtmäßigen Autoritäten den gebührenden Gehorsam und Respekt erwiesen?

10. Wenn ich ein Amt innehabe oder eine Autorität ausübe: Handle ich zu meinem persönlichen Vorteil oder zum Wohl der anderen und im Geist des Dienens?

11. Bin ich ehrlich und treu geblieben, oder habe ich jemandem mit falschen Informationen, Verleumdungen, Lügen oder der Verletzung eines Geheimnisses geschadet?

12. Habe ich dem Leben, der körperlichen Unversehrtheit, dem Ruf, der Ehre oder dem Besitz anderer Schaden zugefügt? Habe ich eine Abtreibung durchgeführt oder veranlasst? Habe ich Hass für jemanden empfunden? Fühle ich mich von jemandem durch Streitigkeiten, Ungerechtigkeiten, Kränkungen, Groll oder Feindschaft getrennt? Wenn ich jemanden verleumdet habe: Habe ich das Unrecht wiedergutgemacht? Habe ich schlecht über jemanden geredet und seine Fehler oder Grenzen hervorgehoben? Habe ich schlecht über meinen Nächsten gedacht?

13. Habe ich Dinge, die anderen gehören, gestohlen, gegen Recht und Ordnung begehrt oder sie beschädigt? Habe ich diesen Schaden ersetzt oder behoben?

14. Wenn jemand mir Unrecht getan hat: War ich bereit, Frieden zu schließen und aus Liebe zu Christus zu verzeihen, oder hege ich nach wie vor Gefühle von Hass und Rache?

15. Habe ich aus Egoismus etwas unterlassen, was ich gerechterweise für meinen Nächsten hätte tun müssen?

IV.

1. Welche Grundausrichtung gebe ich meinem Dasein? Beseelt mich die Hoffnung auf das ewige Leben? Bemühe ich mich, im spirituellen Leben voranzukommen, indem ich meine geistlichen Vorsätze treu erfülle: Gebet, Lektüre und Betrachtung des Wortes Gottes, Feier und Empfang der Sakramente, monatliche Einkehrtage, Abtötung? Bemühe ich mich, meine Laster, meine negativen Neigungen und Leidenschaften zu bekämpfen: Neid, unmäßiges Essen und Trinken, Faulheit, Habgier, Zorn? Habe ich mich aus Hochmut oder Anmaßung gegen Gott erhoben, oder habe ich mich selbst überschätzt und damit auf andere herabgesehen? Habe ich anderen meinen Willen aufgezwungen, ohne auf ihre Wünsche und Rechte zu achten?

2. Wie gebrauche ich meine Zeit, meine Stärken, die Gaben, die Gott mir geschenkt hat? Habe ich sie benutzt, um mich selbst zu überwinden und besser zu werden, wie es dem Willen Gottes entspricht, oder war ich so egoistisch, sie ausschließlich zu meinem eigenen Vorteil zu verwenden? War ich müßig oder faul?

3. Habe ich die Schmerzen und Widrigkeiten des Lebens heiter und geduldig ertragen? Habe ich meinen Körper abgetötet und so dazu beigetragen, das zu vervollständigen, „was am Leiden Christi noch fehlt” (Kol 1,24)? Habe ich die Fast– und Abstinenzgebote gehalten?

4. Habe ich auf die Reinheit und Keuschheit meiner Gefühle und meines ganzen Körpers geachtet, der ein Tempel des Heiligen Geistes und zur Herrlichkeit der Auferstehung berufen ist? Bin ich mir dessen bewusst, dass die treue Liebe, die Gott den Menschen erweist, gerade in der Ehe besonders hell aufscheint? Habe ich meinen Leib mit Unzucht, Unreinheit, unwürdigen Worten und Gedanken, schändlichen Taten oder Begierden befleckt? Habe ich Gespräche geführt, Dinge gelesen, Darbietungen besucht oder an anderen Zerstreuungen teilgenommen, die gegen den menschlichen und christlichen Anstand verstoßen? Habe ich andere mit meinem Mangel an Schicklichkeit zur Sünde verführt?

5. Habe ich bei irgendeiner Gelegenheit aus Furcht oder Heuchelei gegen mein Gewissen gehandelt?

6. Habe ich versucht, innerhalb der wahren Freiheit der Kinder Gottes und nach dem Gesetz des Geistes zu handeln, oder bin ich ein Gefangener meiner Leidenschaften?

V. BESONDERE FRAGEN

Für die Kinder: 
War ich meinen Eltern gehorsam? Habe ich ihnen Respekt erwiesen und ihnen in ihren geistlichen und weltlichen Bedürfnissen geholfen?

Für die Eltern:
Sorge ich für die christliche Erziehung meiner Kinder? Helfe ich ihnen durch mein Beispiel, und übe ich meine Autorität gerecht und liebevoll aus? Bin ich meinem Ehepartner im Herzen und im Leben treu? Habe ich mich in der Ehe an das Sittengesetz gehalten?

AKT DER REUE

Mein Herr Jesus Christus, wahrer Mensch und wahrer Gott, mein Schöpfer und Erlöser: weil du der bist, der du bist, und weil ich dich über alles liebe, bereue ich von ganzem Herzen alles Böse, was ich getan, und alles Gute, was ich unterlassen habe, weil ich dich, der du das höchste Gut bist und es verdienst, mehr als alles andere geliebt zu werden, durch meine Sünden beleidigt habe. Ich bringe dir mein Leben, meine Arbeit und meine Mühe als Genugtuung für meine Sünden dar. Ich nehme mir fest vor, mit der Hilfe deiner Gnade Buße zu tun, nicht wieder zu sündigen und jede Gelegenheit zur Sünde zu meiden. Herr, um der Verdienste deines Leidens und Sterbens willen erbarme dich meiner und gib mir deine Gnade, damit ich dich nie wieder beleidige. Amen. 

 

Die häufige Beichte hilft, sich der eigenen Ohnmacht im Übernatürlichen bewusst zu werden und sich ganz und gar auf die Gnade Gottes, unseres Herrn, zu verlassen.

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