Zentrum Johannes Paul II.


Das „Zentrum Johannes Paul II.” ist ein besonderer Ort der Gemeinschaft im Zentrum von Wien, ein Ort des Wachsens im Glauben unter Leitung der Legionäre Christi.

"BeFree" heißt das Programm für junge Erwachsene am Samstagabend.Die Kapelle des "Zentrums Johannes Paul II."Festmesse zur Eröffnung des Zentrums durch den Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky am Christkönigsfest 2011.Ob kurze Begegnung oder längere geistliche Begleitung, heilige Messe oder Einkehrvormittag, Impulsabend oder Familientreffen: Das vor zwei Jahren gegründete „Zentrum Johannes Paul II.” im Zentrum von Wien ist ein besonderer Ort der Gemeinschaft, des Wachsens im Glauben und des Strebens zu Christus hin. Hier ist ein neuer, lebendiger Geist spürbar – und das Angebot unverwechselbar.

Wir waren auf der Suche nach einem Ort, wo wir uns als Gläubige zu Hause fühlen“, schildert Julia Spiekermann. „Diesen Ort haben wir mit dem Zentrum Johannes Paul II. gefunden. Es ist einfach schön, die Grundstimmung und der Geist passen genau zu uns, wir treffen viele Freunde und wunderbare Priester. Das Zentrum bedeutet uns sehr, sehr viel.“

Die jungvermählten Julia und Josef Spiekermann kommen zumindest einmal pro Woche ins „Zentrum Johannes Paul II.“ im dritten Wiener Bezirk. Ein Fixpunkt ist die samstägige „BeFree“-Messe. Geigerin Julia gehört zum Musikteam, das  Theresia Brömmel leitet. „Zuerst als Gruppe von 20 bis 30 jungen Erwachsenen gemeinsam eine Messe feiern und anschließend das Christsein, die Freude daran und die Gemeinschaft leben“ sei überaus wertvoll, sagt Julia – und steigert mit dem typisch wienerischen „Urschön ist das!“ Bei den „BeFree“-Abenden wachse die Gemeinschaft immer mehr, freut sie sich. Man treffe Freunde und knüpfe neue Beziehungen.

Gemeinschaft erfahren

Gemeinschaft erfahren, Glauben festigen und weitergeben, zur Jüngerschaft befähigt werden: Genau dafür das „Zentrum Johannes Paul II.“ gegründet – direkt im Anschluss an die Klausurräume der Niederlassung der Legionäre Christi. „Es ist ein Ort der Begegnung, des Austausches, des gemeinsamen Gebets und der Glaubensvertiefung. Im Geist von Johannes Paul II. soll es auch eine Schule der Evangelisierung sein“, skizziert P. George Elsbett LC, Ordensoberer der Niederlassung in Wien.

Warum Johannes Paul II.? „In seinem Denken und seiner Lehre verbinden sich Vernunft und Glaube, Leib und Geist, menschliche und spirituelle Werte, Lebensfreude und Frömmigkeit. Zudem öffnet er uns die Augen für die Verkörperung des Evangeliums in Gesellschaft, Kultur und allen Lebensbereichen“, hielt P. George auf einem Flyer fest.

Vor zwei Jahren, am Hochfest Christkönig, segnete der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky das neue Zentrum feierlich. „Damit wollten wir unsere Bemühungen in der Erzdiözese Wien in die vielen Initiativen einreihen, die um dem Diözesanprozess Apostelgeschichte 2010 entstanden sind,“ erinnert P. George, „und vor allem dem Wunsch Kardinal Schönborns nach neuen geistigen Zentren und Jüngerschaftsschulen nachkommen!“ Das „Zentrum Johannes Paul II.“ wolle genau das sein. Und was ihn besonders freue: „Es ist eingebettet in einer sehr guten Zusammenarbeit mit unserer Pfarre St. Othmar und dessen Pfarrer, Bischofsvikar Dariusz Schutzki.“ Das Christkönigsfest 2013 ist das beste Beispiel dafür: Die hl. Messe wurde in der Kirche St. Othmar gefeiert, die Agape fand im Zentrum statt.

Das Zentrum zeichne sich immer mehr als ein Ort aus, an dem Menschen den allerersten oder einen vertiefenden Schritt in ihrer Jüngerschaft setzen könnten, ist P. George  überzeugt. „Die gemeinschaftlichen Angebote, aber auch die persönlichen Gespräche und Begleitung sollen helfen, dass man Kirche spürbar erfahren kann.“

Kirche werde tatsächlich spürbar, bestätigen Julia und Josef Spiekermann. „Im Zentrum werden viele Aspekte vereint: die hl. Messe, Lobpreis, Anbetung, Diskussionen, Gemeinschaft und Spaß! Bei den Modulabenden können wir uns tiefer mit den wesentlichen Fragen des Lebens auseinandersetzen, miteinander philosophieren und uns austauschen. Es ist also auch ein Ort des Wachsens und des Strebens zu Christus hin.“

Glauben festigen

Christus in den Sakramenten der Eucharistie und der Beichte zu begegnen, sind Kernpunkte im Zentrum. Die „BeFree-Messe“ mit open end ist bereits etabliert. Seit September werden junge Erwachsene nun auch freitags zur „Begegnung mit Christus“ eingeladen. „Wir wollen Christus in der Heiligen Schrift begegnen, Lebenssituationen aus dem Blick des Evangeliums betrachten und überlegen, was das für den Alltag bedeuten kann“ beschreibt P. George.

Mit neuen, teils ungewöhnlichen Angeboten andere Menschen zu erreichen, ist ein großes Ziel: P. Thiemo Klein LC feiert im Advent mehrere Rorate-Frühmessen, danach wird gemeinsam gefrühstückt. In der Fastenzeit 2014 bietet er eine Gebetsschule an – am frühen Morgen, sodass Berufstätige teilnehmen, dann frühstücken und danach sicherlich anders in den Tag gehen können. In die Tiefe gehen kann man auch bei mehrteiligen Angeboten wie beispielsweise „Bibel 1x1“ oder „Glück auf Katholisch“.

     „Das Zentrum Johannes Paul II. ist meine Tankstelle. Es ist so bestärkend,
     immer willkommen zu sein und ein offenes Ohr zu finden.“

     Mandy Gille, Konvertitin

Sehr gut frequentiert ist seit Jahren der „Treffpunkt Glaube“ mit hl. Messe und Agape an einem Sonntag im Monat für die Familien. Speziell auf Mütter mit Kleinkindern ist das „Moms+“, eine Glaubensvertiefung an einem Vormittag im Monat, zugeschnitten. Für Ehepaare gibt es einmal monatlich einen Vertiefungsabend. Die große Gemeinschaft trifft sich zu Christkönig, vor Weihnachten oder zum Sommerfest.

Theologie des Leibes

Ein zweiter Schwerpunkt im Zentrum ist das Thema „Leiblichkeit und Sexualität“ zur „Theologie des Leibes“ von Johannes Paul II. „Es geht hier um eine Sehnsucht, die jeder von uns in seinem Innersten spürt“, sagt P. George Elsbett. „Die Kleinkinder suchen sie, wenn sie der Mutter in die Augen sehen, Jugendliche schickt sie durch Höhen und Tiefen. Diese Sehnsucht ist tief in uns verankert, sozusagen grundgelegt in unserem Bauplan.“ Papst Johannes Paul II. hat sich ausführlich, in 129 Mittwochskatechesen, mit unserem Sehnen, unserem „Bauplan“ auseinandergesetzt. „Der Glaube führt uns in der Theologie des Leibes zurück an den Anfang und sagt uns, dass unser Leib ein Sakrament ist. Nicht eines der sieben Sakramente, sondern im weiteren Sinn des Wortes: Der Leib macht eine unsichtbare Wirklichkeit durch ein sichtbares Zeichen gegenwärtig. Wie zum Beispiel ein Kuss nicht nur ein weiches Etwas auf der Wange ist, sondern die Liebe dessen vergegenwärtigt, der küsst.“

Und das Wort ist Fleisch geworden (Joh 1,14): „Genau deshalb würde Johannes Paul II. die Ehe als Ursakrament bezeichnen“, ist P. George sicher. Warum? „Weil gerade die in der Leiblichkeit ausgedrückte Liebe zwischen Mann und Frau zeigt, wer Gott ist: Eine Gemeinschaft der Liebe. Eine  Dreisamkeit der Personen sozusagen, die so stark in der Liebe verbunden sind, dass sie ein einziger Gott sind. Also kein einsamer Mann im Himmel, sondern eine einzige Liebesgemeinschaft namens Dreifaltigkeit. Die Leiblichkeit von Mann und Frau ermöglicht die reale Gegenwart der Liebe Gottes auf dieser Welt – das ist alles andere als ein negatives Bild von Sexualität! Im Gegenteil, Sexualität ist also etwas Heiliges!“

Der Leib, ein Geschenk der Liebe Gottes

Die Frage, die wir uns als Christen jeden Tag aufs Neue stellen müssten, sei: „Wollen wir Botschafter sein? Wollen wir das sein, was wir im tiefsten Inneren sind? Mit dem Leib ein Geschenk der Liebe Gottes für die Welt sein, eine sichtbare Gegenwart seiner Liebe?

Die „Theologie des Leibes“ ist also ein spannendes Thema, dem man im Zentrum oft begegnet und das zur ernsthaften Auseinandersetzung mit der tief in uns eingeschriebenen Wahrheit einlädt. Das Interesse der jungen Erwachsenen daran ist groß. „Wir sind P. George sehr dankbar, dass dieses wertvolle Thema so präsent ist“, freut sich Julia Spiekermann. „Und das in einer verständlichen Form.

     „Ins Zentrum zu kommen ist jedes Mal wie wenn man nach Hause kommt.“

     David und Valerie, Ehepaar

Im Vorjahr wurde ein 7-Abende-Modul zu „Liebe und Verantwortung“ (basierend auf einem Buch des späteren Papstes Johannes Paul II.) angeboten, demnächst startet ein weiteres Modul zu diesem Themenbereich. Zudem geht P. George in vielen seiner Impulse und Predigten auf die „Theologie des Leibes“ ein, auf YouTube hat er 12 Kurzvideos dazu veröffentlicht. Im den nächsten Monaten soll die Serie neu gefasst werden, zudem schreibt er an einem Buch. Und er bloggt auf der Webseite des Zentrums zum Thema.

Wenn es einen großen Experten weltweit gibt, dann ist das Christopher West. Er hat die komplexe „Theologie des Leibes“ von Johannes Paul II. für viele erst verständlich gemacht.  Christopher West war Mitte November auf Einladung von „Theologie vom Fass“, einem Apostolat des Regnum Christi Österreich in Wien zu Gast. Seine zweistündige Liveshow und Musik von „Mike Mangione & The Union“ begeisterte mehr als 500 Besucher.

Franz Schöffmann



 

Dem Herrn begegnen – und sich selbst

Hinführung zur Jüngerschaft beginnt durch Begegnung mit dem Herrn, durch die Gemeinschaft mit ihm. Gerade diese tiefe Gemeinschaft mit dem gestorbenen und auferstandenen Herrn führt zu tiefen zwischenmenschlichen Begegnungen.

Die Begegnung mit dem Herrn zieht uns immer tiefer in die Leidenschaft Gottes für die Welt hinein, verleiht uns seinen Blick der Barmherzigkeit und Güte, der Wertschätzung und der Hochachtung, der Langmut und des Mitleids.

Die Begegnung mit dem Herrn lässt uns wiederum den Mitmenschen als Bruder und Schwester, als Kinder eines gemeinsamen himmlischen Vaters begegnen.

Und diese Begegnung mit dem Herrn und dem Nächsten führt zu einer weiteren tiefen Begegnung, und zwar der mit sich selbst. Man entdeckt den eigenen Wert durch Gottes bedingungslose Liebe und durch die Wertschätzung der anderen.

Man begreift immer tiefer: Das, was mich als Mensch ausmacht, ist nicht die eigene Leistung, nicht das, was ich besitze, sind nicht die eigenen Erwartungen an mich selbst oder die der anderen. Was mich definiert ist die Tatsache, dass ich einen so unglaublichen Wert für Gott habe, dass er sein Leben für mich gibt, dass er mir in den Sakramenten und in seinem Wort begegnen will, dass er eine Freundschaft mit mir aufbauen möchte, dass er mich in eine tiefen Gemeinschaft mit ihm selbst hineinführt.“


P. George Elsbett LC




Neue Webseite

Seit September hat das „Zentrum Johannes Paul II.“ einen eigenen Webauftritt. P. George Elsbett bloggt zu den Themen „Theologie des Leibes“ und „Berufung“, P. Thiemo Klein in „Missionen“ über die Evangelisierung. Auf der Seite sind auch Impulse, Predigten und Vorträge nachzuhören, zudem werden Fotoserie über das Geschehen veröffentlicht. www.zjpii.at

 



Zentrum Johannes Paul II.

Zentrum Johannes Paul II.

"BeFree" heißt das Programm für junge Erwachsene am Samstagabend.Die Kapelle des "Zentrums Johannes Paul II."Festmesse zur Eröffnung des Zentrums durch den Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky am Christkönigsfest 2011.Ob kurze Begegnung oder längere geistliche Begleitung, heilige Messe oder Einkehrvormittag, Impulsabend oder Familientreffen: Das vor zwei Jahren gegründete „Zentrum Johannes Paul II.” im Zentrum von Wien ist ein besonderer Ort der Gemeinschaft, des Wachsens im Glauben und des Strebens zu Christus hin. Hier ist ein neuer, lebendiger Geist spürbar – und das Angebot unverwechselbar.

Wir waren auf der Suche nach einem Ort, wo wir uns als Gläubige zu Hause fühlen“, schildert Julia Spiekermann. „Diesen Ort haben wir mit dem Zentrum Johannes Paul II. gefunden. Es ist einfach schön, die Grundstimmung und der Geist passen genau zu uns, wir treffen viele Freunde und wunderbare Priester. Das Zentrum bedeutet uns sehr, sehr viel.“

Die jungvermählten Julia und Josef Spiekermann kommen zumindest einmal pro Woche ins „Zentrum Johannes Paul II.“ im dritten Wiener Bezirk. Ein Fixpunkt ist die samstägige „BeFree“-Messe. Geigerin Julia gehört zum Musikteam, das  Theresia Brömmel leitet. „Zuerst als Gruppe von 20 bis 30 jungen Erwachsenen gemeinsam eine Messe feiern und anschließend das Christsein, die Freude daran und die Gemeinschaft leben“ sei überaus wertvoll, sagt Julia – und steigert mit dem typisch wienerischen „Urschön ist das!“ Bei den „BeFree“-Abenden wachse die Gemeinschaft immer mehr, freut sie sich. Man treffe Freunde und knüpfe neue Beziehungen.

Gemeinschaft erfahren

Gemeinschaft erfahren, Glauben festigen und weitergeben, zur Jüngerschaft befähigt werden: Genau dafür das „Zentrum Johannes Paul II.“ gegründet – direkt im Anschluss an die Klausurräume der Niederlassung der Legionäre Christi. „Es ist ein Ort der Begegnung, des Austausches, des gemeinsamen Gebets und der Glaubensvertiefung. Im Geist von Johannes Paul II. soll es auch eine Schule der Evangelisierung sein“, skizziert P. George Elsbett LC, Ordensoberer der Niederlassung in Wien.

Warum Johannes Paul II.? „In seinem Denken und seiner Lehre verbinden sich Vernunft und Glaube, Leib und Geist, menschliche und spirituelle Werte, Lebensfreude und Frömmigkeit. Zudem öffnet er uns die Augen für die Verkörperung des Evangeliums in Gesellschaft, Kultur und allen Lebensbereichen“, hielt P. George auf einem Flyer fest.

Vor zwei Jahren, am Hochfest Christkönig, segnete der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky das neue Zentrum feierlich. „Damit wollten wir unsere Bemühungen in der Erzdiözese Wien in die vielen Initiativen einreihen, die um dem Diözesanprozess Apostelgeschichte 2010 entstanden sind,“ erinnert P. George, „und vor allem dem Wunsch Kardinal Schönborns nach neuen geistigen Zentren und Jüngerschaftsschulen nachkommen!“ Das „Zentrum Johannes Paul II.“ wolle genau das sein. Und was ihn besonders freue: „Es ist eingebettet in einer sehr guten Zusammenarbeit mit unserer Pfarre St. Othmar und dessen Pfarrer, Bischofsvikar Dariusz Schutzki.“ Das Christkönigsfest 2013 ist das beste Beispiel dafür: Die hl. Messe wurde in der Kirche St. Othmar gefeiert, die Agape fand im Zentrum statt.

Das Zentrum zeichne sich immer mehr als ein Ort aus, an dem Menschen den allerersten oder einen vertiefenden Schritt in ihrer Jüngerschaft setzen könnten, ist P. George  überzeugt. „Die gemeinschaftlichen Angebote, aber auch die persönlichen Gespräche und Begleitung sollen helfen, dass man Kirche spürbar erfahren kann.“

Kirche werde tatsächlich spürbar, bestätigen Julia und Josef Spiekermann. „Im Zentrum werden viele Aspekte vereint: die hl. Messe, Lobpreis, Anbetung, Diskussionen, Gemeinschaft und Spaß! Bei den Modulabenden können wir uns tiefer mit den wesentlichen Fragen des Lebens auseinandersetzen, miteinander philosophieren und uns austauschen. Es ist also auch ein Ort des Wachsens und des Strebens zu Christus hin.“

Glauben festigen

Christus in den Sakramenten der Eucharistie und der Beichte zu begegnen, sind Kernpunkte im Zentrum. Die „BeFree-Messe“ mit open end ist bereits etabliert. Seit September werden junge Erwachsene nun auch freitags zur „Begegnung mit Christus“ eingeladen. „Wir wollen Christus in der Heiligen Schrift begegnen, Lebenssituationen aus dem Blick des Evangeliums betrachten und überlegen, was das für den Alltag bedeuten kann“ beschreibt P. George.

Mit neuen, teils ungewöhnlichen Angeboten andere Menschen zu erreichen, ist ein großes Ziel: P. Thiemo Klein LC feiert im Advent mehrere Rorate-Frühmessen, danach wird gemeinsam gefrühstückt. In der Fastenzeit 2014 bietet er eine Gebetsschule an – am frühen Morgen, sodass Berufstätige teilnehmen, dann frühstücken und danach sicherlich anders in den Tag gehen können. In die Tiefe gehen kann man auch bei mehrteiligen Angeboten wie beispielsweise „Bibel 1x1“ oder „Glück auf Katholisch“.

     „Das Zentrum Johannes Paul II. ist meine Tankstelle. Es ist so bestärkend,
     immer willkommen zu sein und ein offenes Ohr zu finden.“

     Mandy Gille, Konvertitin

Sehr gut frequentiert ist seit Jahren der „Treffpunkt Glaube“ mit hl. Messe und Agape an einem Sonntag im Monat für die Familien. Speziell auf Mütter mit Kleinkindern ist das „Moms+“, eine Glaubensvertiefung an einem Vormittag im Monat, zugeschnitten. Für Ehepaare gibt es einmal monatlich einen Vertiefungsabend. Die große Gemeinschaft trifft sich zu Christkönig, vor Weihnachten oder zum Sommerfest.

Theologie des Leibes

Ein zweiter Schwerpunkt im Zentrum ist das Thema „Leiblichkeit und Sexualität“ zur „Theologie des Leibes“ von Johannes Paul II. „Es geht hier um eine Sehnsucht, die jeder von uns in seinem Innersten spürt“, sagt P. George Elsbett. „Die Kleinkinder suchen sie, wenn sie der Mutter in die Augen sehen, Jugendliche schickt sie durch Höhen und Tiefen. Diese Sehnsucht ist tief in uns verankert, sozusagen grundgelegt in unserem Bauplan.“ Papst Johannes Paul II. hat sich ausführlich, in 129 Mittwochskatechesen, mit unserem Sehnen, unserem „Bauplan“ auseinandergesetzt. „Der Glaube führt uns in der Theologie des Leibes zurück an den Anfang und sagt uns, dass unser Leib ein Sakrament ist. Nicht eines der sieben Sakramente, sondern im weiteren Sinn des Wortes: Der Leib macht eine unsichtbare Wirklichkeit durch ein sichtbares Zeichen gegenwärtig. Wie zum Beispiel ein Kuss nicht nur ein weiches Etwas auf der Wange ist, sondern die Liebe dessen vergegenwärtigt, der küsst.“

Und das Wort ist Fleisch geworden (Joh 1,14): „Genau deshalb würde Johannes Paul II. die Ehe als Ursakrament bezeichnen“, ist P. George sicher. Warum? „Weil gerade die in der Leiblichkeit ausgedrückte Liebe zwischen Mann und Frau zeigt, wer Gott ist: Eine Gemeinschaft der Liebe. Eine  Dreisamkeit der Personen sozusagen, die so stark in der Liebe verbunden sind, dass sie ein einziger Gott sind. Also kein einsamer Mann im Himmel, sondern eine einzige Liebesgemeinschaft namens Dreifaltigkeit. Die Leiblichkeit von Mann und Frau ermöglicht die reale Gegenwart der Liebe Gottes auf dieser Welt – das ist alles andere als ein negatives Bild von Sexualität! Im Gegenteil, Sexualität ist also etwas Heiliges!“

Der Leib, ein Geschenk der Liebe Gottes

Die Frage, die wir uns als Christen jeden Tag aufs Neue stellen müssten, sei: „Wollen wir Botschafter sein? Wollen wir das sein, was wir im tiefsten Inneren sind? Mit dem Leib ein Geschenk der Liebe Gottes für die Welt sein, eine sichtbare Gegenwart seiner Liebe?

Die „Theologie des Leibes“ ist also ein spannendes Thema, dem man im Zentrum oft begegnet und das zur ernsthaften Auseinandersetzung mit der tief in uns eingeschriebenen Wahrheit einlädt. Das Interesse der jungen Erwachsenen daran ist groß. „Wir sind P. George sehr dankbar, dass dieses wertvolle Thema so präsent ist“, freut sich Julia Spiekermann. „Und das in einer verständlichen Form.

     „Ins Zentrum zu kommen ist jedes Mal wie wenn man nach Hause kommt.“

     David und Valerie, Ehepaar

Im Vorjahr wurde ein 7-Abende-Modul zu „Liebe und Verantwortung“ (basierend auf einem Buch des späteren Papstes Johannes Paul II.) angeboten, demnächst startet ein weiteres Modul zu diesem Themenbereich. Zudem geht P. George in vielen seiner Impulse und Predigten auf die „Theologie des Leibes“ ein, auf YouTube hat er 12 Kurzvideos dazu veröffentlicht. Im den nächsten Monaten soll die Serie neu gefasst werden, zudem schreibt er an einem Buch. Und er bloggt auf der Webseite des Zentrums zum Thema.

Wenn es einen großen Experten weltweit gibt, dann ist das Christopher West. Er hat die komplexe „Theologie des Leibes“ von Johannes Paul II. für viele erst verständlich gemacht.  Christopher West war Mitte November auf Einladung von „Theologie vom Fass“, einem Apostolat des Regnum Christi Österreich in Wien zu Gast. Seine zweistündige Liveshow und Musik von „Mike Mangione & The Union“ begeisterte mehr als 500 Besucher.

Franz Schöffmann



 

Dem Herrn begegnen – und sich selbst

Hinführung zur Jüngerschaft beginnt durch Begegnung mit dem Herrn, durch die Gemeinschaft mit ihm. Gerade diese tiefe Gemeinschaft mit dem gestorbenen und auferstandenen Herrn führt zu tiefen zwischenmenschlichen Begegnungen.

Die Begegnung mit dem Herrn zieht uns immer tiefer in die Leidenschaft Gottes für die Welt hinein, verleiht uns seinen Blick der Barmherzigkeit und Güte, der Wertschätzung und der Hochachtung, der Langmut und des Mitleids.

Die Begegnung mit dem Herrn lässt uns wiederum den Mitmenschen als Bruder und Schwester, als Kinder eines gemeinsamen himmlischen Vaters begegnen.

Und diese Begegnung mit dem Herrn und dem Nächsten führt zu einer weiteren tiefen Begegnung, und zwar der mit sich selbst. Man entdeckt den eigenen Wert durch Gottes bedingungslose Liebe und durch die Wertschätzung der anderen.

Man begreift immer tiefer: Das, was mich als Mensch ausmacht, ist nicht die eigene Leistung, nicht das, was ich besitze, sind nicht die eigenen Erwartungen an mich selbst oder die der anderen. Was mich definiert ist die Tatsache, dass ich einen so unglaublichen Wert für Gott habe, dass er sein Leben für mich gibt, dass er mir in den Sakramenten und in seinem Wort begegnen will, dass er eine Freundschaft mit mir aufbauen möchte, dass er mich in eine tiefen Gemeinschaft mit ihm selbst hineinführt.“


P. George Elsbett LC




Neue Webseite

Seit September hat das „Zentrum Johannes Paul II.“ einen eigenen Webauftritt. P. George Elsbett bloggt zu den Themen „Theologie des Leibes“ und „Berufung“, P. Thiemo Klein in „Missionen“ über die Evangelisierung. Auf der Seite sind auch Impulse, Predigten und Vorträge nachzuhören, zudem werden Fotoserie über das Geschehen veröffentlicht. www.zjpii.at

 


 

Das „Zentrum Johannes Paul II.” ist ein besonderer Ort der Gemeinschaft im Zentrum von Wien, ein Ort des Wachsens im Glauben unter Leitung der Legionäre Christi.

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24. 2014

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