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Mittwoch, 18. April 2012

Johannes Paul II. und die Legionäre Christi


Am 13. März 2005 zeigte sich Johannes Paul II. am Fenster seines Zimmers in der Gemelli-Klinik in Rom: Geliebte Brüder und Schwestern: Danke für euren Besuch. Ich grüße Wadowice. Ich grüße die Legionäre Christi. Euch allen einen schönen Sonntag.

Ioannes Paulus PP. IIIm Oktober 1978 wurde Karol Wojtyla zum Papst gewählt. Wenige Monate später, im Januar 1979, trat Johannes Paul II. den Weg an, der ihn als Pilger in Hunderte von Ländern auf allen fünf Kontinenten führen sollte. In Mexiko erwarteten ihn Scharen von Gläubigen und vor allem seine Mutter, Maria von Guadalupe, der Stern der Evangelisierung. Ihr legte Johannes Paul II. seine missionarische Berufung zu Füßen.

In jenem Januar 1979 hatte Johannes Paul II. die Gelegenheit, die Legionäre Christi und Mitglieder des Regnum Christi kennen zu lernen, die dem apostolischen Nuntius in Mexiko, Msgr. Girolamo Prigione, bei der Organisation der Papstreise behilflich waren. Seit jener ersten Begegnung entdeckte der Papst in den Legionären Christi Männer, die seine Leidenschaften teilten: Christus, die Kirche, Maria, den Menschen. Und seine Ideale: Glaube, Hoffnung, Liebe. Es war ein Gleichklang der Herzen. Auch von der Kongregation und dem Regnum Christi hatte er sich ein sehr klares Bild gemacht. Als er fünf Monate später eine Gruppe von Legionären und gottgeweihten Mitgliedern des Regnum Christi zu einer heiligen Messe in den vatikanischen Gärten einlud, sagte er zu ihnen:

„Ihr, geliebte Söhne, seid eine junge Ordensfamilie, die sich um wachsende Dynamik bemüht, damit sie der Kirche in der gegenwärtigen Zeit neue Lebensenergie zuführen kann. Ich kenne diese eure Ideale, und ebendeshalb möchte meine Stimme euch in der Tonart des Evangeliums, das wir soeben gehört haben, einladen, dem Beispiel des klugen Mannes zu folgen, der sein Haus auf den Felsen gebaut hat. Euer charakteristisches Merkmal ist der Christozentrismus. Euer individuelles und gemeinschaftliches Gebäude auf einem Felsen zu errichten bedeutet also, dass ihr euch bemühen werdet, immer in der erhabenen Kenntnis Christi zu wachsen und auf ihn zu blicken, um, fest im Glauben und in der Liebe verwurzelt, seiner Botschaft in eurem Leben Gestalt zu verleihen, damit ihr in der Lage seid, in jedem Augenblick die Interessen Christi zu vertreten.“

Am Jahrestag seines ersten Besuchs bei der Morenita vom Tepeyac feierte er in der von den Legionären Christi erbauten Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau von Guadalupe und St. Felipe Märtyrer“ in Rom die heilige Messe. Anschließend aß er im neben der Kirche gelegenen Sitz des Generalats der Kongregation gemeinsam mit der in Rom ansässigen Gemeinschaft der Legionäre Christi zu Abend:

„Liebe Seminaristen der Legionäre Christi, ich habe mich sehr danach gesehnt, nun, da wir mit dem Wort Gottes und dem Brot des Lebens gespeist worden sind, das wir vor wenigen Momenten miteinander geteilt haben, einige Augenblicke mit Euch zusammen zu sein, um einen, wenn auch kurzen, Dialog von Herz zu Herz zu führen…“ (Johannes Paul II., 27. Januar 1980).

Am 29. Juni 1983 gewährte der Stellvertreter Christi den Statuten der Kongregation der Legionäre Christi die endgültige Approbation. Am 3. Januar 1991 feierte Papst Johannes Paul II. persönlich die heilige Messe anlässlich des 50. Gründungsjubiläums der Kongregation der Legionäre Christi und des Regnum Christi und weihte dabei 60 Legionäre zu Priestern. Zehn Jahre später, am 4. Januar 2001, gewährte er ihnen anlässlich des 60. Jahrestags der Gründung eine Sonderaudienz auf dem Petersplatz. Und noch im November 2004 gewährte er die Approbation der Statuten des Regnum Christi und übertrug mit dem auf den selben Tag datierten Motu Proprio der Kongregation der Legionäre Christi die Leitung des Zentrums Notre Dame of Jerusalem.

In einer Privataudienz, die er den Legionären zum Abschluss ihres zweiten Generalkapitels gewährte, sagte der Heilige Vater:

„Ihr dürft nicht an der liebenden Vorsehung Gottes zweifeln, die über euer Leben und über das Werk wacht, das ihr repräsentiert. Deshalb seid ihr zu einer stets wachsenden Großzügigkeit aufgerufen, die tief in der Liebe zu Christus und zu den Menschen wurzelt – einer Liebe, zu der ihr euch jedes Mal von neuem verpflichtet, wenn ihr euren Wahlspruch wiederholt: Adveniat Regnum Tuum!“

Johannes Paul II. verliest seine letzte Grußbotschaft vom Fenster der Gemelli-Klinik aus.Am 13. März 2005 zeigte sich Johannes Paul II. am Fenster seines Zimmers in der Gemelli-Klinik in Rom: Unter vielen anderen Pilgern verschiedener Nationalitäten befand sich eine zahlenmäßig starke Gruppe aus seiner Geburtsstadt Wadovice; und eine ebenfalls große Gruppe von Legionären und gottgeweihten Mitgliedern des Regnum Christi. Wegen des kürzlich vorgenommenen Luftröhrenschnitts konnte er nicht viele Worte sprechen. Die meisten der Anwesenden rechneten damit, dass er sich nur zeigen, aber nichts sagen würde. Doch er tat es. Nach dem Segen zeigte sich der Papst am Fenster der Klinik und sagte auf Italienisch: „Geliebte Brüder und Schwestern: Danke für euren Besuch. Ich grüße Wadowice. Ich grüße die Legionäre Christi. Euch allen einen schönen Sonntag und eine gute Woche.“

An jenem Tag vor der Gemelli-Klinik bedurfte es keiner weiteren Gesten oder Worte. Dort zu sein war alles, und der Gleichklang der Herzen war vollkommen. Das war die stumme Botschaft der vielen Tausenden von Menschen, die in all den vergangenen Tag– und Nachtwachen die Nähe von Johannes Paul II. gesucht und den Petersplatz mit ihren Gebeten, ihrem Glauben, ihrer Hoffnung auf das ewige Leben, ihrer Dankbarkeit dafür, dass Gott ihnen diesen Heiligen Vater geschenkt hatte, und ihrer Freude über seine nahe und endgültige Begegnung mit Jesus und Maria erfüllt hatten. Die Legionäre und Mitglieder des Regnum Christi in Rom waren dort, mit der ganzen Kirche, mit vielen Tausenden von Jugendlichen, Kindern und alten Menschen, Ordensleuten und Laien, die ihrem Vater, Hirten und Freund die vorletzte Ehre erwiesen. Die vorletzte, nicht die letzte. Die letzte Ehre wird mit Gottes Hilfe die Treue aller Christen zu dem sein, was Johannes Paul II. ihnen hinterlassen hat.


Johannes Paul II. und die Legionäre Christi

Johannes Paul II. und die Legionäre Christi

Ioannes Paulus PP. IIIm Oktober 1978 wurde Karol Wojtyla zum Papst gewählt. Wenige Monate später, im Januar 1979, trat Johannes Paul II. den Weg an, der ihn als Pilger in Hunderte von Ländern auf allen fünf Kontinenten führen sollte. In Mexiko erwarteten ihn Scharen von Gläubigen und vor allem seine Mutter, Maria von Guadalupe, der Stern der Evangelisierung. Ihr legte Johannes Paul II. seine missionarische Berufung zu Füßen.

In jenem Januar 1979 hatte Johannes Paul II. die Gelegenheit, die Legionäre Christi und Mitglieder des Regnum Christi kennen zu lernen, die dem apostolischen Nuntius in Mexiko, Msgr. Girolamo Prigione, bei der Organisation der Papstreise behilflich waren. Seit jener ersten Begegnung entdeckte der Papst in den Legionären Christi Männer, die seine Leidenschaften teilten: Christus, die Kirche, Maria, den Menschen. Und seine Ideale: Glaube, Hoffnung, Liebe. Es war ein Gleichklang der Herzen. Auch von der Kongregation und dem Regnum Christi hatte er sich ein sehr klares Bild gemacht. Als er fünf Monate später eine Gruppe von Legionären und gottgeweihten Mitgliedern des Regnum Christi zu einer heiligen Messe in den vatikanischen Gärten einlud, sagte er zu ihnen:

„Ihr, geliebte Söhne, seid eine junge Ordensfamilie, die sich um wachsende Dynamik bemüht, damit sie der Kirche in der gegenwärtigen Zeit neue Lebensenergie zuführen kann. Ich kenne diese eure Ideale, und ebendeshalb möchte meine Stimme euch in der Tonart des Evangeliums, das wir soeben gehört haben, einladen, dem Beispiel des klugen Mannes zu folgen, der sein Haus auf den Felsen gebaut hat. Euer charakteristisches Merkmal ist der Christozentrismus. Euer individuelles und gemeinschaftliches Gebäude auf einem Felsen zu errichten bedeutet also, dass ihr euch bemühen werdet, immer in der erhabenen Kenntnis Christi zu wachsen und auf ihn zu blicken, um, fest im Glauben und in der Liebe verwurzelt, seiner Botschaft in eurem Leben Gestalt zu verleihen, damit ihr in der Lage seid, in jedem Augenblick die Interessen Christi zu vertreten.“

Am Jahrestag seines ersten Besuchs bei der Morenita vom Tepeyac feierte er in der von den Legionären Christi erbauten Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau von Guadalupe und St. Felipe Märtyrer“ in Rom die heilige Messe. Anschließend aß er im neben der Kirche gelegenen Sitz des Generalats der Kongregation gemeinsam mit der in Rom ansässigen Gemeinschaft der Legionäre Christi zu Abend:

„Liebe Seminaristen der Legionäre Christi, ich habe mich sehr danach gesehnt, nun, da wir mit dem Wort Gottes und dem Brot des Lebens gespeist worden sind, das wir vor wenigen Momenten miteinander geteilt haben, einige Augenblicke mit Euch zusammen zu sein, um einen, wenn auch kurzen, Dialog von Herz zu Herz zu führen…“ (Johannes Paul II., 27. Januar 1980).

Am 29. Juni 1983 gewährte der Stellvertreter Christi den Statuten der Kongregation der Legionäre Christi die endgültige Approbation. Am 3. Januar 1991 feierte Papst Johannes Paul II. persönlich die heilige Messe anlässlich des 50. Gründungsjubiläums der Kongregation der Legionäre Christi und des Regnum Christi und weihte dabei 60 Legionäre zu Priestern. Zehn Jahre später, am 4. Januar 2001, gewährte er ihnen anlässlich des 60. Jahrestags der Gründung eine Sonderaudienz auf dem Petersplatz. Und noch im November 2004 gewährte er die Approbation der Statuten des Regnum Christi und übertrug mit dem auf den selben Tag datierten Motu Proprio der Kongregation der Legionäre Christi die Leitung des Zentrums Notre Dame of Jerusalem.

In einer Privataudienz, die er den Legionären zum Abschluss ihres zweiten Generalkapitels gewährte, sagte der Heilige Vater:

„Ihr dürft nicht an der liebenden Vorsehung Gottes zweifeln, die über euer Leben und über das Werk wacht, das ihr repräsentiert. Deshalb seid ihr zu einer stets wachsenden Großzügigkeit aufgerufen, die tief in der Liebe zu Christus und zu den Menschen wurzelt – einer Liebe, zu der ihr euch jedes Mal von neuem verpflichtet, wenn ihr euren Wahlspruch wiederholt: Adveniat Regnum Tuum!“

Johannes Paul II. verliest seine letzte Grußbotschaft vom Fenster der Gemelli-Klinik aus.Am 13. März 2005 zeigte sich Johannes Paul II. am Fenster seines Zimmers in der Gemelli-Klinik in Rom: Unter vielen anderen Pilgern verschiedener Nationalitäten befand sich eine zahlenmäßig starke Gruppe aus seiner Geburtsstadt Wadovice; und eine ebenfalls große Gruppe von Legionären und gottgeweihten Mitgliedern des Regnum Christi. Wegen des kürzlich vorgenommenen Luftröhrenschnitts konnte er nicht viele Worte sprechen. Die meisten der Anwesenden rechneten damit, dass er sich nur zeigen, aber nichts sagen würde. Doch er tat es. Nach dem Segen zeigte sich der Papst am Fenster der Klinik und sagte auf Italienisch: „Geliebte Brüder und Schwestern: Danke für euren Besuch. Ich grüße Wadowice. Ich grüße die Legionäre Christi. Euch allen einen schönen Sonntag und eine gute Woche.“

An jenem Tag vor der Gemelli-Klinik bedurfte es keiner weiteren Gesten oder Worte. Dort zu sein war alles, und der Gleichklang der Herzen war vollkommen. Das war die stumme Botschaft der vielen Tausenden von Menschen, die in all den vergangenen Tag– und Nachtwachen die Nähe von Johannes Paul II. gesucht und den Petersplatz mit ihren Gebeten, ihrem Glauben, ihrer Hoffnung auf das ewige Leben, ihrer Dankbarkeit dafür, dass Gott ihnen diesen Heiligen Vater geschenkt hatte, und ihrer Freude über seine nahe und endgültige Begegnung mit Jesus und Maria erfüllt hatten. Die Legionäre und Mitglieder des Regnum Christi in Rom waren dort, mit der ganzen Kirche, mit vielen Tausenden von Jugendlichen, Kindern und alten Menschen, Ordensleuten und Laien, die ihrem Vater, Hirten und Freund die vorletzte Ehre erwiesen. Die vorletzte, nicht die letzte. Die letzte Ehre wird mit Gottes Hilfe die Treue aller Christen zu dem sein, was Johannes Paul II. ihnen hinterlassen hat.

 

Am 13. März 2005 zeigte sich Johannes Paul II. am Fenster seines Zimmers in der Gemelli-Klinik in Rom: Geliebte Brüder und Schwestern: Danke für euren Besuch. Ich grüße Wadowice. Ich grüße die Legionäre Christi. Euch allen einen schönen Sonntag.

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