Freitag der dritten Woche in der Osterzeit
Hl. Josef
von Nazareth, der Arbeiter
P. James Swanson LC
Joh
6,52-59
Da stritten sich die Juden und sagten: Wie
kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte
zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr
das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht
trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein
Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben,
und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein
Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich
ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. Wie
mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch
den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch
mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen
ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot,
das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber
dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. Diese Worte sprach
Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.
Einführendes Gebet: Herr, ich glaube, dass du gegenwärtig bist,
wenn ich jetzt zu dir bete. Ich vertraue auf dich
und weiß, dass du mir alle Gnaden geben willst, die
ich heute brauche. Ich danke dir für deine Liebe, für
deine unendliche Großzügigkeit mir gegenüber. Dafür will ich dir mein
Leben und meine Liebe als Antwort schenken.
Bitte: Herr,
hilf mir, die Herausforderungen des heutigen Tages mutig anzupacken und
dir im Glauben weiter zu folgen.
1. Die Juden versuchen
zu verstehen. Am vorangegangenen Tag hatte Jesus die Brote und
Fische vermehrt, um die Menge zu speisen. Die Juden erkennen,
dass es hier um etwas Außergewöhnliches geht, dass Jesus der
Messias sein könnte, oder zumindest ein Prophet. Sie sind so
neugierig geworden, dass sie ihm weiter folgen und Fragen stellen.
Alles was er gesagt hat, hat ihnen gefallen – bis
jetzt. Manches haben sie nicht ganz oder nicht richtig verstanden,
aber es erinnerte sie an das, was sie zu hören
gewohnt waren, so dass es ihnen keine großen Schwierigkeiten bereitete,
zu verstehen. Sie fahren fort, Fragen zu stellen, suchen zu
verstehen, besonders ein Verstehen, mit dem sie gut leben können.
Welche Haltung nehme ich ein, wenn ich mich beim Herrn
über Ereignisse und Herausforderungen meines Lebens beklage? Versuche ich, Gottes
Plan besser zu verstehen und anzunehmen, oder hängt meine Reaktion
davon ab, wieviel ich verstehe?
2. Jesus wird den Juden
unverständlich. Jetzt sagt Jesus wirklich etwas Erschreckendes. Er möchte, dass
sie sein Fleisch essen und sein Blut trinken! Bis dahin
waren die meisten von ihnen bereit, ihn als einen Brot-Versorger
zu akzeptieren. Er gab ihnen gestern zu essen; vielleicht wird
er es wieder tun, wenn sie nur lange genug herumhängen.
Ihre Vorstellungen vom Messias sind zu materialistisch und nur auf
die Wiederherstellung des Reiches Davids auf Kosten der Römer ausgerichtet.
Jesus hingegen möchte sie auf eine neue Ebene heben. Er
möchte sie in das Geheimnis der liebenden Großzügigkeit Gottes einführen.
So gut das Manna in der Wüste auch war, er
möchte etwas viel Besseres geben. So wundervoll Davids Königreich war,
er möchte ein viel großartigeres Königreich geben. Es geht so
weit über das hinaus, was sie suchen, dass sie nicht
im Stande sind zu verstehen, was er anbietet. Es wird
im Glauben angenommen werden müssen.
3. Die größten Geschenke müssen
im Glauben empfangen werden. Wir können vieles verstehen, auch viele
geistige Dinge. In seiner Güte hat Gott uns so viel
Verstand gegeben, dass wir einige Wahrheiten über ihn begreifen können.
Aber diese sind die einfacheren Wahrheiten, die nicht die volle
Herrlichkeit Gottes offenbaren. Sie sind nicht so vollkommen wie die
wichtigeren Wahrheiten über ihn. Jesus möchte uns sein Fleisch zum
Essen und sein Blut zum Trinken geben. Er offenbart es
den Menschen, aber sie verstehen ihn nicht, da sie keinen
Glauben haben. Manche streifen umher, um einen anderen „Wundertäter“ zu
finden. Wieder Andere suchen zu verstehen und ziehen herum, um
nach einem „Lehrer“ zu suchen, den sie verstehen. Aber einige
suchen auch voller Hoffnung nach der Offenbarung des Geheimnisses Gottes,
dem größten Geschenk, das Gott geben kann. Sie wollen nicht
ihren Bauch oder ihren Kopf füllen. Sie suchen nach etwas,
was ihre Herzen erfüllt. Das ist die Art von Geschenken,
die Jesus uns in Fülle geben möchte.
Gespräch mit
Christus: Herr, so häufig erbitte ich materielle Geschenke von dir.
Hilf mir zu erkennen, dass die größten Geschenke, die du
gibst, mein Verstehen übersteigen; aber wenn ich bereit bin, sie
im Glauben anzunehmen, werden sie mein Herz erfüllen. Vielleicht wird
es mir mit der Zeit möglich, auch davon etwas zu
verstehen, aber die Größe des Glaubens liegt darin, dir zu
vertrauen.
Vorsatz: Welches spirituelle Geschenk brauche ich am
dringendsten? Glaube? Nächstenliebe? Demut? Etwas anderes? Heute werde ich mir
Zeit nehmen, Gott im Gebet darum zu bitten, mir dieses
Geschenk zu gewähren.